Sie sollen es richten und Leipzigs Schienen wieder befahrbar machen. Eine Gruppe freiwilliger Helfer rückt an, um den Hitzeschäden von letzter Woche an den Kragen zu gehen. Nach dem Motto: Einer für Leipzig, alle für Leipzig.
„Das ist mal eine Ausnahmesituation und ich fand das mal interessant. Und genau deswegen bin ich heute hergekommen. Ich hatte zufällig Zeit, und da passt das."
„Ich denke, dass der Linienverkehr sehr wichtig ist für Leipzig. Man merkt das auch früh. Vor allem die Schulkinder oder die, die halt hier studieren. Ich bin vorbeigegangen hier und habe mir gesagt: Okay, ich möchte, ich wollte hier helfen und ich wohne in dieser Stadt."
Doch was ist eigentlich passiert? Die Hitze der vergangenen Woche war zu viel für den Fugen-Verguss zwischen Gleisen und Straßenbelag. Er ist weich geworden und rausgerissen. Jetzt klebt eine Bitumenschicht auf den Gleisen, die das Fahren unmöglich macht. Die Folge: Seit Samstag ist der Straßenbahnverkehr in Leipzig eingeschränkt, stellenweise sogar ganz eingestellt. Das soll sich aber möglichst schnell wieder ändern, auch dank der freiwilligen Helfer hier am Johannesplatz, die die Bitumenschicht von den Gleisen kratzen.
„Die Mitbürger haben uns angeboten, uns zu unterstützen. Und als Leipziger in Leipzig ist es natürlich für viele Menschen ein Bedürfnis, auch helfen zu wollen. Und wir nehmen diese Hilfe sehr, sehr gern an."
Denn die Arbeit ist hart. Als Faustformel gilt: Für einen Meter Schiene braucht es eine Stunde. Betroffen sind rund 30 Kilometer, aber den Helfern macht das nichts aus.
„Ich finde es schön, dass so viele Leute auch wirklich kamen. Ich finde einfach den Zusammenhalt hier toll."
„Es macht Spaß und wir hoffen, dass alles bald wieder fährt."
Die Chancen stehen ganz gut, dass bis Mitte nächster Woche wieder alles rund läuft, auch dank der helfenden Hände von Leipzig.