Überglücklich schließen die Eltern ihre Kinder hier in die Arme.
Endlich wieder zuhause!
Die sechs Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aus Sahy in der Slowakei waren mit einem Reiseveranstalter auf Klassenfahrt - mit dem Bus in europäische Hauptstädte wie London und Paris... Doch auf dem Rückweg ist plötzlich Endstation!
"Als der Bus abfuhr, dachten sie zuerst, das ist ein Scherz. Nach einer halben Stunde haben sie es verstanden, und ihr Lehrer hat es ihnen bestätigt, dass sie nicht mehr abgeholt werden."
An der deutsch-französischen Grenze lässt der Reiseveranstalter die Jugendlichen am Sonntag buchstäblich sitzen. haut ab. Ohne sie.
"Da wurde es ihnen richtig bewusst und das war ein Schock für sie."
Der Rauswurf ist eine Strafe: sechs der Schüler sollen in der Nacht zuvor laut im Hotel randaliert haben. So stellt es der Reiseveranstalter dar. Die Eltern hätten vorab zugestimmt, dass ihre Kinder in so einem Fall zurück gelassen werden dürfen. Die sind genau wie Verantwortliche der Schule trotzdem außer sich:
„Sie haben unsere Kinder in Gefahr gebracht, denn ihnen hätte alles Mögliche zustoßen können. Ihre Versicherung lief um Mitternacht ab, deshalb mussten wir schnell handeln,“,
Das einzig Gute: ein Lehrer bleibt als Aufsichtsperson bei den sechs bestraften Schülern. Und zwei Freundinnen aus Solidarität. Nur: die Rückreise mussten sie organisieren:
"Es war stressig, aber ich hatte keine Zeit daran zu denken, dass das nicht klappt."
Von Forbach in Frankreich sind es 1.100 Kilometer, vier Tage - über Frankfurt und Wien bis nach Sahy in der Slowakei. Die Eltern besorgen einen neuen Bus. Und der brachte sie diesmal wirklich nach Hause. Eine wohl unvergessliche aber auch denkwürdige Klassenfahrt.