In einem Einkaufszentrum in der Stadt Kashima soll es laut Polizei Tote gegeben haben. Ein ganzes Stockwerk ist eingestürzt. Es sollen etliche Menschen eingeschlossen worden sein. Die Polizei berichtet, es könnte nach den Erdstößen eine Explosion gegeben haben. Straßen und Gebäude draußen sind teils schwer beschädigt. Paletten stürzen um, Waren begraben, Kunden unter sich. Menschen suchen Schutz dicht beieinander. Diese Bilder aus einem Supermarkt zeigen, wie heftig die Erde gebebt hat. Ein Güterzug entgleiste. Einer der Hochgeschwindigkeitszüge des Landes legte einen Notstopp ein. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,1 werden Dutzende Menschen verletzt, in Zehntausenden Haushalten fällt der Strom aus. Der Sender NHK meldet mindestens 50 Verletzte in der besonders betroffenen Region Kumamoto. Für die Atomkraftwerke des Landes geben die Behörden Entwarnung.
„Bislang liegen keine Berichte über Unregelmäßigkeiten in kerntechnischen Anlagen vor, einschließlich des Kernkraftwerks Sendai. Berichte über Opfer und Sachschäden werden derzeit noch überprüft."
Eine zunächst ausgegebene Tsunamiwarnung hat die Wetterbehörde inzwischen wieder aufgehoben. Das Epizentrum des Bebens liegt in etwa zehn Kilometern Tiefe in der Region Kumamoto. Kurz nach dem Hauptbeben erschüttern starke Nachbeben die Insel. Auch eine berühmte Burg wird beschädigt. Es bleibt die Sorge vor weiteren Nachbeben.