Mit dieser demütigenden Geste sorgt Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit weltweit für Empörung.
„Willkommen in Israel. Wir sind hier die Hausherren!“, ruft Itamar Ben-Gvir, während er die israelische Flagge schwenkt und um ihn herum gefesselte Häftlinge knien.
Wir haben die Festgenommenen verfremdet. Es sind Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte, die versucht hatten, mit Booten einen Hilfskorridor in den verwüsteten Küstenstreifen zu ermöglichen. Israel hatte das unterbunden, mehr als 400 Aktivisten festgenommen und beschuldigt sie, Hamas-Unterstützer zu sein.
Zahlreiche Länder reagierten empört auf das Video. Unter anderem Frankreich, Italien, Spanien und Portugal haben den israelischen Botschafter einbestellt. Der deutsche Außenminister Wadephul kritisierte das Verhalten Ben-Gvirs als vollkommen inakzeptabel.
„Es widerspricht den Werten, für die Deutschland mit Israel gemeinsam stehen will, fundamental.“, sagte er der Deutschen Presseagentur.
Selbst aus den eigenen Reihen hagelt es Kritik am religiös-fundamentalistischen Minister. Regierungschef Netanjahu erklärte: „Die Art, wie Minister Ben-Gvir mit den Aktivisten umgeht, entspricht nicht den Werten und Normen Israels.“
Doch Konsequenzen scheint es bisher nicht zu geben. Dabei ist es nicht die erste gezielte Provokation des Rechtsextremen. Erst vor wenigen Wochen stößt er mit Sekt darauf an, dass Israel die Todesstrafe ausweitet.
Verwendete Quelle: Itamar Ben-Gvir