Großeinsatz für die Feuerwehr und den Rettungsdienst in Solingen. Mit Atemschutz und Kohlenmonoxidmessgeräten durchsuchen die Retter ein Wohnhaus nach einem giftigen Gas. Fünf Bewohnern war plötzlich schwindlig und sie bekamen Kopfschmerzen. Dann fragt einer die künstliche Intelligenz um Rat und die schlägt sofort Alarm: Verdacht auf eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid.
OT Dr. Christoph Specht
(Arzt&Medizinjournalist)
CUT 12
00:05:53:19
"Kohlenmonoxid ist ein nicht sichtbares, nicht riechbares Gas, was dort andockt im Körper, wo normalerweise der Sauerstoff ankommt, nämlich in den roten Blutkörperchen. Und es dockt leider deutlich besser als Sauerstoff an, nämlich 300 mal besser. Das bedeutet, wenn ich Kohlenmonoxid einatme, obwohl Sauerstoff da ist, dann bindet das Kohlenmonoxid viel eher an die roten Blutkörperchen, verstopft die sozusagen. Für den Sauerstoff ist kein Platz mehr, Sauerstoff kann nicht mehr transportiert werden und die Folge ist letztendlich man erstickt quasi innerlich."
Hat die Künstliche Intelligenz den Bewohnern also das Leben gerettet? Denn die alamieren den Notruf und verlassen das Haus.
OT Gottfried Kreuzberg
(Feuerwehr Solingen) 11:30:33:15 bis 11:30:52:22
"Die ersten Messungen der Feuerwehr waren alle negativ....Stadwerke vor Ort. Vom Grundsatz.. keine erhöhte CO Konzentration in der Wohnung oder im Gebäude."
Aber: im Blut der Bewohner WURDE der giftige Stoff entdeckt.
OT Dr. Christoph Specht
(Arzt&Medizinjournalist)
00:01:34:15
"Auch der normale Mensch ohne Vergiftung hat Kohlenmonoxid im Blut 0,5 bis 2 %, bei Rauchern sogar deutlich mehr bis zu 15 %."
00:01:51:19
"Es kann natürlich sein, dass die Menschen sich vorher irgendwo aufgehalten haben, wo diese Quelle war."
Vier von fünf Bewohnern sind zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Die Gasanlage des Hauses wurde sicherheitshalber abgeschaltet. Jetzt soll sich ein Schornsteinfeger auf die Suche nach einem möglichen Gasleck machen.