Vor zwei Jahren sind Stephan und Melli Rebs von Bayern in die ungarische Provinz gezogen.
In Deutschland, so sagen die beiden, haben sie es nicht mehr ausgehalten: die Migrationspolitik halten sie für verfehlt, außerdem gehe es zu häufig ums Gendern statt um traditionelle Werte.
Stephan Rebs begründet im RTL-Interview: „Froh, dass wir weg sind aus diesem Hexenkessel, sag ich jetzt mal. Natürlich ist auch ein weinendes Auge dabei, aber der beste Schritt, den wir machen konnten.“
Die Rebs gehören zu den etwa 22.000 Deutschen, die in Ungarn leben.
Immobilienmaklerin Barbara Pazeller erzählt: „In den letzten Jahren ist es definitiv mehr geworden und es sind jetzt nicht nur Rentner. Es sind auch Familien mit Kindern.“
Weiß und christlich: so soll das Land nach dem Willen von Regierungschef Orban aussehen. Er widersetzt sich europäischen Asylregeln, hält wenig von freier Presse, Justiz und anderen Kulturen. Ihn dürfte es freuen, dass er so Rechtskonservative und teils auch Rechtsextreme aus Deutschland anzieht.
Niedrige Löhne und ein schlechteres Gesundheitssystem gehören zu den Schattenseiten Ungarn. Familie Rebs kann sich dennoch nicht vorstellen, das Land zu verlassen.
Die deutsche Staatsbürgerschafft wollen die beiden trotzdem behalten.