„Als ich am Boden lag, merkte ich, dass das Flugzeug sinkt. Und ich sagte mir: Das ist der letzte Kraftakt. Die Tür ist direkt da. Ich wurde weiter geschlagen, aber ich öffnete die Tür."
Unter Tränen schildert der indische Flugkapitän Smit Machchhar die wohl schlimmsten Minuten seines Lebens. Aus einem Krankenhausbett in Abu Dhabi berichtet er Indiens Premierminister Modi in einem Videoanruf von dem Angriff im Cockpit.
„Das ganze Land betet für sie. Alle stehen hinter ihnen. Ihr Mut, ihre Tapferkeit und ihr schnelles Handeln, ihre Entscheidung in diesem Sekundenbruchteil haben dazu beigetragen, so viele Menschenleben zu retten."
Nach eigenen Angaben greift sein Copilot ihn im Cockpit mit einem Messer an. Während der Kapitän am Boden liegt, geht die Maschine in einen steilen Sinkflug. Mehr als 170 Menschen sind an Bord. Trotz seiner schweren Verletzungen öffnet er die Cockpittür. Passagiere und Crew können den Kopiloten daraufhin überwältigen. Machchhar verhindert damit offenbar eine Katastrophe. Doch der Kapitän ist schwer verletzt.
„Ich betrachte meine Verletzungen nicht als gewöhnliche Verletzungen. Ich sehe sie als Teil eines Weges. Es wird langsam vorangehen und Zeit brauchen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich genesen und wieder völlig gesund werde."
Nach Angaben von Fly Dubai übernimmt eine weitere mitreisende Cockpitcrew die Kontrolle über die Maschine und bringt sie schließlich bei einer Notlandung in Saudi Arabien sicher zu Boden.