Die Abkühlung an heißen Tagen ist hier in San Sebastian oft teurer als gedacht. Für Eis im Wasser oder das Sitzen auf der Terrasse müssen Kunden extra zahlen. Und das meist ohne Vorwarnung.
„Ich musste im Voraus bezahlen und bin mir gar nicht sicher, ob das Eis in Rechnung gestellt wurde. Wenn ich merke, dass sie mir dafür etwas berechnen, werde ich hier nicht mehr hinkommen."
Der Preis setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Dazu gehören auch die Kosten für Zitrone, Wasser und Eis. Zudem kommt die Nutzung der Terrasse hinzu. Von diesen versteckten Kosten fühlen sich viele hinters Licht geführt. Zu Recht, findet dieser Verbraucherschützer.
„Das Einzige, was in Rechnung gestellt werden kann, ist das, was auf der Speisekarte steht und somit für die Gäste sichtbar ist. Sie müssen vollständig darüber informiert werden, was Sie konsumieren und zu welchem Preis. Beim Eis und beim Glas Wasser gilt es allerdings, genauer hinzugucken. Für Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, kann man keine Gebühr verlangen, genauso wenig für Eiswürfel, wenn sie aus Leitungswasser gemacht sind."
Noch gibt es jedoch keine klaren Regeln. Also entscheidet jeder Gastronom selbst, wofür er Extrakosten verlangen will.
„Ich berechne drinnen denselben Preis wie draußen. Die Leute kommen herein, werden an der Bar bedient, nehmen ihre Getränke mit nach draußen und trinken sie dort. Auch wenn sie nicht hereinkommen, bringen wir ihnen die Getränke nach draußen, ohne dafür einen Aufpreis zu berechnen."
Bei den Eiswürfeln kann sie jedoch nicht so nachlässig sein. „Ich sage immer, wenn ich Eis im Glas Wasser verschenke, geht es mir am Ende für die anderen Getränke aus. Ich habe nur eine kleine Maschine, also müsste ich dann Säcke mit Eis kaufen. Und das ist teuer, denn Eis ist nicht umsonst."
Als Urlauber sollte man in San Sebastian also lieber zweimal auf die Rechnung schauen.