Diese Szenen wirken verstörend. Denn hier sitzt William McLeod, der Kandidat der Demokraten für das Gouverneursamt von South Carolina nur in Unterwäsche in einem Polizeiwagen. Er schreit, pöbelt und betitelt sich selbst als Gott und Superman.
Der prominente Anwalt wurde im Mai in Charleston verhaftet, als er lauthals herumschreit und so auf sich aufmerksam macht. Laut Polizeibericht seien die Augen des 53-Jährigen „extrem blutunterlaufen und stark geweitet“ gewesen und er habe Anzeichen gezeigt, „die typisch für eine Person unter dem Einfluss eines stimulierenden Betäubungsmittels“ seien. Das Video der Dashcam erschien einen Tag nachdem McLeod nun seinen Wahlkampf um das Gouverneursamt für 2026 startete.
In seiner langen Schimpftirade vor wenigen Monaten droht er aktuellen und ehemaligen Politikern.
„Alan f****** Wilson, ich fordere dich jetzt heraus, A********. Warum? Hast du noch alle Zähne im Mund? Ich schlag dir alle Zähne aus!“
Seine Parteiführung fordert ihn auf, aus zurückzutreten und nicht mehr zu kandidieren.
„Nach Überprüfung der Abschrift der Dashcam-Aufnahmen seiner jüngsten Festnahme ist klar, dass Herr McLeod vor großen Herausforderungen steht und sich auf sein geistiges und emotionales Wohlbefinden konzentrieren sollte, anstatt sich um das Gouverneursamt zu bewerben. Wir sprechen ihm unser Mitgefühl aus und beten, dass er die Unterstützung findet, die er braucht.“
Der 53-jährige Vater von vier Kindern ist sich keiner Schuld bewusst, bezeichnet die Festnahme als „rechtswidrig“.
„Die Menschen in South Carolina haben ein Recht auf die Wahrheit und auf Politiker, die sich gegen Machtmissbrauch wehren. Ich freue mich darauf, die Dinge richtigzustellen, dieses Kapitel abzuschließen und mich auf die wahren Probleme unseres Staates zu konzentrieren.“ McLeod, Quelle: New York Post
Gegen McLeod wird derzeit Anklage wegen ungebührlichen Verhaltens erhoben.