Sand, wohin man schaut. Ein heftiger Sturm treibt die feinen Körner in jede Ritze. Die Besucher verhüllen sich, so gut es geht. Wer hat, mit FFP2-Schutzmaske und Schutzbrille. Andere behelfen sich mit Halstuch und Sonnenbrille.
So beim diesjährigen Kunst- und Performance-Festival „Burning Man". Das läuft seit dem 24. August in der Black Rock Wüste von Nevada, noch bis zum ersten September. Über 70.000 Besucher verwandeln die Wüste in eine riesige Kunstausstellung mitsamt temporärer Kleinstadt. Black Rock City hat sogar ein Krankenhaus und einen Flughafen.
Mit über 70 km/h war der Sandsturm über die Zeltstadt gefegt. Zahlreiche Zelte und Kunstinstallationen hielten den Windgeschwindigkeiten nicht stand. Vier Menschen sollen leicht verletzt worden sein. Der Eingang zum Camp war mehrere Stunden geschlossen. Schon vor zwei Jahren hatte das Wetter es nicht gut mit den Festivalbesuchern gemeint. Schwere Regenfälle verwandelten das Gelände damals in eine Schlammwüste. Die Straßen waren zeitweise gesperrt, bei der Abreise führte das zu stundenlangen Staus.
Auch in diesem Jahr droht weiteres Ungemach. Der Wetterdienst spricht von einer bis zu 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit für Gewitterstürme und Starkregen in den nächsten Tagen.