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Klöckner und Lindholz greifen durch: Klitoris-Eklat im Bundestag: AfD-Politiker beleidigt Kollegin – 2.000 Euro Strafe!
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Eigentlich geht es im Bundestag um Mutterschutz für Selbstständige – doch dann sorgt AfD-Politiker Martin Reichardt mit einer geschmacklosen Bemerkung über die Klitoris seiner Kollegin Katrin Gäbel für einen Eklat. Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz platzt daraufhin der Kragen: Sie weist den Abgeordneten scharf zurecht und verhängt ein Ordnungsgeld von 2.000 Euro. Wie deutlich sie Reichardt die Leviten liest, seht ihr im Video.
Eigentlich geht's im Bundestag um das Thema Mutterschutz für Selbstständige. Es spricht der AfD Abgeordnete Martin Reichardt. Ganz am Ende seiner Rede sorgt er für einen Eklat mit einer Bemerkung unter der Gürtellinie in Richtung der linken Abgeordneten Katrin Gäbel.
„Und auch Frau Gäbel. Sie können vielleicht auch gerne noch was sagen. Sie haben mir beide sehr geholfen, Sie mit Ihrer unqualifizierten Zwischenfrage und Sie mit Ihrer Unkenntnis über Ihre eigene Klitoris. Insofern wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag."
Empörung und Kritik folgen sogleich vom nächsten Redner aus den Reihen der Union.
„Wissen Sie was, Herr Reichardt, wenn Sie über Familienpolitik sprechen, dann wäre das Erste, was wir unseren Kindern beibringen sollten, Anstand. Diesen Anstand lassen Sie in jedem Ihrer Worte vermissen."
Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz wertet die Bemerkung als schweren Verstoß gegen die Würde des Hauses und verhängt ein Ordnungsgeld.
„Der Abgeordnete hat der Kollegin Gäbel und ich wiederhole die Worte nicht im Wortlaut Unkenntnis über ihr eigenes Sexualorgan vorgeworfen. Und auch wenn der Kollege Reichardt damit. Das finde ich bemerkenswert. Wenn Sie da jetzt auch noch lachen. Auch wenn der Kollege Reichert damit auf eine Rede der Abgeordneten Gäbel im März dieses Jahres angespielt haben mag, so stellt seine heutige Bemerkung nicht nur einen äußerst geschmacklosen und herabwürdigenden, sondern auch einen zutiefst beleidigenden verbalen Übergriff in die Intimsphäre einer Kollegin dar. Ich will an dieser Stelle sagen Es reicht. Ich setze daher gegen den Abgeordneten Reichert ein Ordnungsgeld nach Paragraf 38, Absatz zwei unserer Geschäftsordnung fest. Ich diskutiere hier jetzt mit niemandem. Ich habe hier ein Ordnungsgeld verhängt, der bei der, der bei der Rede dabei war, der hat sich die Geschmacklosigkeit anhören dürfen, inklusive dessen, die sie sich jetzt noch anhören können, was ohnehin schlimm genug ist. Und ich will ganz ehrlich sagen ein respektloser Umgang auch mit uns Frauen an der Stelle, dem werden wir hier oben entschieden entgegentreten."
Die Bemerkung Reicharts hat eine Vorgeschichte. In einer Sitzung im März hatte die angesprochene Linkenabgeordnete Gäbel Reichardt kritisiert.
„Jeder frauenbezogene Antrag. Also, Herr Reichardt, Herr Reichardt, die Klitoris hat 3000 Nervenenden und Sie sind trotzdem empfindlicher. Das muss man echt mal schaffen."
Trotzdem kein Grund für die verbale Retourkutsche, findet auch Julia Klöckner. Die Bundestagspräsidentin meldet sich am Tag nach der Reichart Rede selbst zu Wort.
„Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Diese Übergriffigkeit. Diese Übergriffigkeit und Respektlosigkeit lassen wir hier als Präsidium nicht gelten. Und wir werden das in Zukunft auch sofort mit einem Ordnungsgeld ahnden, wenn so respektlos mit und über Frauen geredet wird."
Reichardt sieht sich unfair behandelt. Wer austeilt, muss auch einstecken können. In den sozialen Medien kritisiert er Lindholz und Klöckner als, so wörtlich, die strengen Muttis auf den Präsidiumsstuhl. Dennoch muss Reichardt das Ordnungsgeld von 2.000 € jetzt zahlen. Sein Einspruch dagegen hat der Bundestag noch am Freitag mit großer Mehrheit abgelehnt.
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