Mit Fußfesseln betritt Maya es heute früh den Gerichtssaal in Traunstein, in Oberbayern und Maya S. richtet sich heute in einem Brief an das damals 15-jährige Mädchen, dem sie so etwas Schlimmes angetan hat.
RTL-Reporterin vom Prozess: “Maya entschuldigt sich in einem Brief bei der heute 16-jährigen und ihrer Mutter. Sie schreibt, sie habe das Opfer immer als gute Freundin angesehen und wünsche ihr für ihr Leben alles Gute, während ihr eigenes jetzt vorbei sei.”
Es ist Sommer 2025, als Maya es die Tochter einer Freundin vergewaltigt haben soll, laut Anklageschrift in der Toilette dieser Fast-Food-Filiale.
RTL-Reporter: “Die ehemalige Polizistin fuhr gemeinsam mit ihrem Opfer zum Fast-Food-Restaurant. Als die damals 15-jährige die Toilette aufsuchen wollte, folgte Maya S. dem Mädchen und sperrte die Tür ab. Im Anschluss soll es dann zur Vergewaltigung gekommen sein.”
Und im Zuge der Ermittlungen zur Vergewaltigung finden Beamte auch noch Kinderpornografie und mehr.
Pressesprecher des Landgericht: “Ihr wird vorgeworfen, eine Vergewaltigung gegenüber einem 15-jährigen Mädchen begangen zu haben, was auch den Tatbestand des sexuellen Übergriffs erfüllt. Daneben etwas einfach gelagerter sind noch mehrere Vorwürfe des Besitzes und des Verbreitens kinderpornographischer Inhalte sowie die Herstellung sogenannter tierpornografischer Inhalte.”
Bis zu ihrer Suspendierung soll die 55-Jährige hier als Bundespolizistin gearbeitet haben. Eigentlich sollte sie Menschen helfen. Jetzt sitzt Transfrau Maya S., die als Junge auf die Welt kommt, selbst in Untersuchungshaft in der Männerabteilung in München Stadelheim.
RTL-Reporter: “Die 55-jährige soll aktuell hier in der JVA untergebracht sein, legt die ehemalige Polizistin vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab, ist es wahrscheinlich, dass sie nur drei bis dreieinhalb Jahre hinter Gittern muss?”
Und genau das hat sie getan. Auch um ihrem heute 16 Jahre alten Opfer eine Aussage bei Gericht zu ersparen. Die 16-Jährige ist heute nicht selbst vor Ort, einigte sich im Vorfeld des Urteilsspruches aber mit Maya S. auf eine sogenannte Täter-Opfer-Ausgleichszahlung.
RTL-Reporterin beim Prozess: “Maya S. Zeit der heute 16-Jährigen 11.000 €. Diesen Betrag hat die Jugendliche selbst festgelegt.”
Ohne diesen Deal hätte Maya S. 15 Jahre Gefängnis gedroht. Wie lange sie jetzt in Haft bleiben muss. Noch heute soll das Urteil fallen.