Ein Plastiksack am Straßenrand, darin vermeintlich menschliche Überreste für die Polizei. Im australischen Olen sieht zunächst alles nach einem Tötungsdelikt aus. Zwei Menschen hatten den verdächtigen Fund zuvor entdeckt. Die Beamten sperren den Ort ab, sichern Spuren und behandeln den Inhalt lieber mit größter Vorsicht.
„Wir können bestätigen, dass die gestern in Olen gefundenen Überreste nicht menschlich sind. Die gute Nachricht ist also wir haben es hier nicht mit einem verdächtigen Todesfall zu tun.”
Denn die vermeintliche Leiche landet erst bei der Forensik und dort nimmt der Fall eine Wendung, mit der die erfahrenen Ermittler nicht gerechnet haben. Im Sarg liegt eine lebensgroße, täuschend echte Puppe, bekleidet mit Haaren und Nasenpiercing. Sogar vermeintliche Blutergüsse und Schürfwunden sind zu erkennen.
„Sie wurde zunächst für einen Menschen gehalten. Sie sieht menschlichen Überresten wirklich sehr ähnlich, aber wir konnten auf anderem Wege bestätigen, dass sie es nicht sind.”
Dass der Irrtum erst bei der Forensik auffliegt, hat einen durchaus kriminalistischen Grund. Die Polizei wollte den möglichen Tatort nicht unnötig verändern. Wer das äußerst lebensechte Fundstück am Straßenrand entsorgt hat und warum, ist bislang unklar.