Bahnreisende müssen heute besonders starke Nerven haben: Nach dem erneuten Sabotage-Angriff auf das Schienennetz trifft es insbesondere Pendler und Urlauber:
"Ich warte hier seit 50 Minuten. Genau. Ich möchte eigentlich nach Münster fahren."
"Heute ist es richtig schlimm. Ich habe nur gehört, dass wegen Vandalismus wohl nichts fährt."
Entlang der Bahnschienen haben die Täter an den Kabeln mit wenig Aufwand großen Schaden angerichtet.
Solche Kabel laufen entlang des gesamten deutschen Schienennetzes.
"Wir versuchen, sie so gut wie möglich zu schützen. Und es gibt auch heute noch technische Möglichkeiten, die wir früher nicht hatten. Aber klar ist auch 33.000 Kilometer, das ist das längste Schienennetz Europas".
Auf der Plattform Indymedia bekennt sich eine extrem technikfeindliche linke Gruppe namens "Angry Bird" zu den Anschlägen.
Sie schreiben, dass sie durch die Sabotage ein Zeichen gegen das industrielle System setzen wollten.
"Kommando Angry Birds kennen unsere Behörden als linksextremistische Mitmachkampagne. Die hat in den letzten Jahren schon mehrfach im Raum Düsseldorf sabotiert".
Mitmachkampagne hießt: Es gibt keine feste Struktur. Das erschwert es den Ermittlern, jetzt die Täter zu finden.
Die Bahn versucht unterdessen die Belastungen für die Reisenden möglichst gering zu halten.
"Im Fernverkehr leiten wir Züge um, Im Nahverkehr geht das nicht immer, da müssen Züge ausfallen, da ersetzen wir, so weit es geht, Züge durch Ersatzbusse"
Ab morgen Mittag soll der Verkehr wieder normal fließen, hofft die Deutsche Bahn.