Dichte Rauchwolken ziehen über Marseille. Die Flammen bedrohlich nahe an den Häusern. In der Innenstadt verdunkeln Rauchschwaden den Himmel.
„Das Problem ist, dass der Rauch nach Süden zieht und die ganze Stadt einhüllt. Wir wurden dann gebeten nach Hause zu gehen, weil einige Menschen Atemprobleme bekommen haben.“ „Der Geruch, die juckenden Augen. Das alles war nicht sehr angenehm.“
Der Waldbrand war bereits gestern Vormittag durch ein brennendes Fahrzeug auf der Autobahn ausgebrochen. Starker Wind trug die Flammen bis an Marseille heran - der Flughafen musste zeitweise geschlossen werden. Die französische Staatsbahn rechnet auch heute mit Einschränkungen im Schienenverkehr.
Auch mit Löschflugzeugen versuchen die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
"Während ich zu ihnen spreche, ist die Feuerwehr damit beschäftigt, Marseille vor einem Flächenbrand zu schützen. Das Feuer hat eine Fläche von 700 Hektar. Mehr als 700 Feuerwehrleute sind mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt."
Doch nicht nur in Marseille, auch im südfranzösischen Narbonne und im Nordosten Spaniens, in Katalonien, wüten Waldbrände.
In der Region Tarragona wurden bereits mehr als 3.000 Hektar Wald zerstört.
Und die Lage bleibt angespannt. In Marseille sprechen die Behörden bereits von einem Sommer mit hohem Risiko.