Eine Reporterin berichtet gerade aus Los Angeles für das australische Fernsehen, als sie von einem Gummigeschoss getroffen wird. Die Situation ist nicht mehr sicher. Das Kamerateam muss fliehen. Den dritten Tag in Folge gibt es heftige Proteste gegen die Abschiebepolitik von US-Präsident Trump. Der hat den Einsatz der Nationalgarde angeordnet gegen den Willen der örtlichen Behörden.
„So wird er das Kriegsrecht bekommen, weil er uns in einen Kampf verwickeln will. Sie haben alle Gewehre. Wir wissen, dass sie alle Gewehre haben."
Für Trump sind die teilweise gewaltsamen Proteste ein Aufstand gegen die Regierung, die es niederzuschlagen gelte.
„Es gab eine Menge Gewalt. Also habe ich den Gouverneur neulich abends angerufen und gesagt: Sie müssen sich darum kümmern, sonst schicke ich die Truppen. Und das haben wir getan."
Wann genau allerdings ein Aufstand vorliegt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Der kalifornische Gouverneur Newsom und die Polizei von Los Angeles sehen keinen Handlungsbedarf.
„Wir könnten das auch alleine schaffen. Ich denke, wir hätten zunächst eine Reihe anderer Schritte befolgt, bevor wir die Nationalgarde eingesetzt oder angefragt hätten."
Unterdessen erwägt Trump sogar, noch weiter zu gehen. In einem Pressestatement schloss er auch die Entsendung von Marinesoldaten nicht aus, sollten die Proteste gegen seine Migrationspolitik weiter anhalten.