Vom Wasserschloss ins Wirtshaus: Hanka Rackwitz will jetzt in der Gastro durchstarten
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Bisher hat Hanka Rackwitz in einem Wasserschloss gelebt. Jetzt steht jedoch ein Umzug an. Die 56-Jährige will in einem kleinen Örtchen gastromäßig voll durchstarten, obwohl ihr dazu noch so ziemlich alles fehlt.
Umzugschaos bei Hanka Rackwitz. Kisten packen in ihrer Wohnung im Wasserschloss Mücheln. Die Ex-Dschungelcamperin hat Großes vor. Die 56-Jährige will jetzt in der Gastro-Szene durchstarten!
„Ich brauche endlich eine Aufgabe im Leben. Hier ist es zwar schön
und mit Mutter und Schwester nebenan, das ist auch schön, Aber es hat auch seine Schattenseiten. Ich habe hier. Ich habe mich hier versteckt. Vor der Welt."
Ihr altes Leben und ihre alte Wohnung haben nicht mehr zu ihr gepasst. „Also diese Wohnung habe ich bis zum 01.05. Ich will aber früher raus"
Als wir sie im Dezember vergangenen Jahres besucht haben, hat sie versucht, mit diesem Plastikzelt Heizkosten zu sparen. Auch das darf jetzt mit umziehen, ins 49 Kilomter entfernte Freist in Sachsen-Anhalt. Dort will sie sie dem Gasthof „Dorfkrug“ neues Leben einhauchen – und auch dort einziehen.
„Über den Gasträumen da ist die Wohnung." Zwar ist hier noch einiges zu tun, aber Hanka hat schon eine ganz genaue Vorstellung: „Ich will das hier eigentlich als Ankleide und Whirlpool machen, weil da ist der Wasseranschluss an der Wand. Und hier? Das ist jetzt das Wohnzimmer. Ja, und da kommt. Hier
habe ich schon. Wie schön. Eine Farbe gekauft, die mir sehr gut gefällt. Die
nennt sich Feigen-Violett." - „Das einzige Problem, was ich sehe, ist, dass da unten der Biergarten ist. Aber ich will ja nicht ins Bett gehen, bevor da unten nicht alle weg sind. Die letzte Runde hier mit so einer großen Glocke. Kling,
kling, kling."
Klingt nach nem Plan. Hanka hat tatsächlich mal in einem Sterne-Restaurant gearbeitet, als Küchenkraft. Sogar die erste Speisekarte steht schon: „Das sind gefüllte Tortillas mit Bechamelsoße, Teriaki, Pilzen und Frühlingslauch. Meine Schwester sagte, soll ich nicht nehmen. Das überfordert die Menschen. Aber da werde ich immer mal so Häppchen. Und ich füttere die Leute dann an."
Noch gibt es allerdings weder Gewerbeschein noch Brandschutzkonzept. Aber viel Liebe zum Detail. „Zum Beispiel wird es bei mir auch ein Bücherregal geben, mit alten Lexika, weil die Männer langweilen sich oft. 270 Einwohner gibt es in dem Dorf. Hanka hofft, dass sie schnell Stammkunden bekommt, auch wenn die neben Hunger ein bisschen Geduld mitbringen müssen: „Ich sag da immer Leute, wir transplantieren hier keine Herzen. Es ist Essen. Und wem es zu lange dauert, der muss gehen. Reisende soll man nicht aufhalten."
Hanka hat zwei Geschäftspartner an ihrer Seite. Ihr erstes Gericht soll
spätestens in einem Monat über die Theke gehen und dann wird sich schnell zeigen, ob ihr neues Projekt am Ende ein Volltreffer wird.
