Tiere zahlen den Preis für diese Selfies.
Mehr als 1,5 Millionen Gnus sowie hunderttausende Zebras und Antilopen überqueren im Sommer den Mara-Fluss, der die Serengeti in Tansania von der Masai Mara in Kenia trennt – auf der Suche nach neuen Weideflächen.
Doch die Wege der Tiere werden immer wieder von Safari-Jeep-Kolonnen blockiert. Gnus müssen gefährliche Abhänge nehmen, nur weil manche Besucher für 200 Dollar pro zwölf Stunden in der Hauptsaison unbedingt das perfekte Foto wollen.
„Sowas habe ich noch nie gesehen, das hat unglaubliche Ausmaße angenommen. Die Autos versperren den ganzen Weg für die Gnus, die dadurch gefährliche Umwege nehmen müssen."
Während in dem Naturreservat in Luxus-Camps investiert wird, steigen die Besucherzahlen weiter – und mit ihnen der Druck auf die Tiere. Immer mehr von ihnen müssen riskante Wege nehmen, während die Menschen nur auf den nächsten Schnappschuss warten.