Gelb, Rot, Lila, Grün. Obst ist kunterbunt. Aber ist es auch wirklich so gesund? Die Menschen hier auf einem Kölner Wochenmarkt sind sich nicht so ganz einig.
Zu Recht ist die Verwirrung rund um Fruchtzucker groß. Kann er ja bekanntlich zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes führen. Aber sollten wir deshalb komplett auf Obst verzichten? Nein, vermutet diese Dame und begründet das so.
„Der Fruchtzucker ist zwar Zucker, aber ist gesünder als der raffinierte Zucker.“
Ein weitverbreiteter Mythos. Denn egal, woher der Zucker kommt, der Körper braucht ihn nicht als extra Zufuhr, auch nicht aus Obst. Aber:
„Obst enthält viele Vitamine und Ballaststoffe, die eine gesunde Darmflora fördern, die Verdauung unterstützen und helfen, den Cholesterinspiegel sowie den Blutdruck zu senken.“ Bedeutet: Die positiven Effekte von Obst sind wichtiger als der Schaden, den der darin enthaltene Fruchtzucker auslösen kann. Zumindest dann, wenn man die süßen Früchte in Maßen genießt. Als Faustregel gilt: drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst pro Tag.
„Und Vorsicht ist auch bei Smoothies wie diesem geboten. Gerade wenn es wärmer wird, ist das eine sehr, sehr süße Versuchung. Und ab und zu auch völlig okay. Aber beim Pürieren werden die Ballaststoffe zerstört. Dadurch gelangt der Zucker schneller ins Blut und das hemmt wiederum die Fettverbrennung.“
Ähnliche Zucker-Fettnäpfchen: Fruchtquetschies, die Kinder oft toll finden. Oder gefriergetrocknete Früchte. Die enthalten zehnmal so viel Zucker auf 100 Gramm wie frisches Obst, weil ihnen das Wasser entzogen wird und man viel mehr davon essen kann.
Knackig frisches Obst hingegen macht uns mit seinen Fasern und Ballaststoffen schneller satt. Ein Genuss in Maßen wahrscheinlicher. Und deshalb kann man sagen: Ja, Obst ist gesund.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche