Alle Entwicklungen im Live-TickerWeltweites Chaos durch IT-Ausfall! Größte Probleme behoben

Plötzlich ging nichts mehr!
Eine IT-Störung hat am Freitag weltweit für Chaos gesorgt. Betroffen waren unter anderem Flughäfen, Banken und Krankenhäuser. Inzwischen ist der Fehler behoben, doch die Nachwirkungen sind groß.
In unserem Ticker erfahrt ihr alle Hintergründe und Entwicklungen.

Live-Ticker zum IT-Ausfall: Alle Entwicklungen

Key updates
Alexander Schölzel

Verantwortliches Unternehmen stark unter Druck

Das IT-Unternehmen Crowdstrike hat weltweit mehr als 29.000 Kunden, darunter große Technologiefirmen wie Alphabet, Amazon oder Intel. Die Auswirkungen des weltweiten System-Ausfalls waren auch deshalb so weitreichend, weil Windows das am weitesten verbreitete Betriebssystem ist. Betriebssysteme, wie das von Apple, seien von dem Ausfall nicht betroffen gewesen. Das Ausmaß ist dennoch beachtlich. "Ich kann mich nicht an einen Ausfall diesen Ausmaßes erinnern", sagte Tech-Experte Ciaran Martin, Professor an der Oxford University. "Das ist sehr, sehr, sehr, sehr groß."

"Wir entschuldigen uns für die Probleme, die wir bei Kunden, Reisenden und allen Betroffenen, einschließlich unseres Unternehmens, verursacht haben", sagte Crowdstrike-Chef Kurtz im US-Sender NBC News. Bei vielen werde das System schnell wieder betriebsbereit sein. "Bei einigen Systemen, die sich nicht automatisch wiederherstellen lassen, könnte es einige Zeit dauern."
Eva Johanna Onkels
Eva Johanna Onkels

Bei Eurowings sind wieder Buchungen möglich 

Check-Ins, Buchungen, Boarding: Für Passagiere von Eurowings stehen die Zeichen nach einer weltweiten IT-Störung und zahlreichen Ausfällen wieder auf Entwarnung. "Nachdem die massive weltweite IT-Störung behoben worden ist, stehen jetzt auch bei Eurowings alle Systeme wieder zur Verfügung", teilte die Airline mit. Derzeit geht die Fluggesellschaft davon aus, am Samstag wieder zum regulären Flugbetrieb zurückzukehren. "Aufgrund des erheblichen Ausmaßes der IT-Störung, die weltweit zu Behinderungen in vielen Bereichen des globalen Luftverkehrs geführt hat, kann es allerdings noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen kommen."
Ein fehlerhaftes Software-Update hatte am Morgen weltweit weitreichende Störungen ausgelöst, die den Flugverkehr vielerorts nahezu lahmlegten. Betroffen waren auch Supermärkte, Banken, Krankenhäuser und Fernsehsender und andere Einrichtungen. Als Ursache nannte der Softwareanbieter Crowdstrike ein fehlerhaftes Update eines IT-Sicherheitssystems mit dem Namen "Falcon Sensor". Die IT-Sicherheitsfirma erklärte den Fehler am Mittag für behoben. 
Alexander Schölzel

IT-Panne trifft Tegut - den Flughafen Frankfurt nur bedingt 

Die globale Computerstörung hat auch in Hessen Auswirkungen gehabt. Der Lebensmittelhändler Tegut mit Sitz im osthessischen Fulda schloss wegen nicht funktionierender Kassensysteme vorübergehend die 340 Filialen in Deutschland, wie das Unternehmen mitteilte. Laut Tegut gab es ein "flächendeckendes, technisches Problem im Rahmen der globalen Störung durch ein Softwareupdate eines IT-Dienstleisters". Am Nachmittag war die Störung behoben und alle Läden wieder offen. 

Beim größten deutschen Flughafen in Frankfurt waren die IT-Systeme, anders als bei vielen anderen Flughäfen, nicht von der Störung betroffen. «Die Fraport-Systeme am Frankfurter Flughafen laufen», sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch seien die Auswirkungen der globalen Störung bemerkbar. Bis zum Nachmittag seien 30 Flüge gestrichen worden. Einzelne Fluggesellschaften könnten demnach von Problemen betroffen sein. 
Alexander Schölzel

„Blauer Bildschirm des Todes“

Laut einer von Crowdstrike an seine Kunden verschickten Warnung führte eine spezielle Software des Unternehmens dazu, dass Microsoft Windows abstürzte und einen blauen Bildschirm anzeigte, der inzwischen als „blauer Bildschirm des Todes“ bezeichnet wird. Es werden Milliardenschäden durch die weltweite Panne vermutet. "Die Gesamtkosten für die Industrie werden davon abhängen, wie lange die Störung anhält", sagte Susannah Streeter, Leiterin Geld und Märkte bei der Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown. Angesichts des Ausmaßes des Problems weltweit sei es jedoch wahrscheinlich, dass es zu Verlusten in Milliardenhöhe kommen könnte, wenn die Situation nicht rasch unter Kontrolle gebracht werde. 

Unternehmen wie Banken, Fluggesellschaften, Bahngesellschaften, Telekommunikationsunternehmen, Fernseh- und Radiosender sowie Supermärkte sind von einem massiven weltweiten IT-Ausfall betroffen. Große US-Fluggesellschaften, darunter American Airlines, Delta Airlines und United Airlines, mussten den Betrieb einstellen, und auch Flughäfen in Deutschland, Amsterdam und Spanien meldeten Probleme.