Reaktion auf Coronavirus

RTL überträgt Großen Preis von Australien und Großen Preis von Bahrain aus Köln

Formel 1 - GP Australien
© dpa, Julian Smith, js cc kde hak

04. März 2020 - 13:57 Uhr

Formel-1-Live-Übertragungen kommen aus Köln

Aufgrund der weltweiten und nicht kalkulierbaren Verbreitung des Coronavirus und den Risiken für die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen wird RTL von einer Vor-Ort-Berichterstattung beim Formel-1-Saison-Auftakt in Australien und beim zweiten Saisonrennen in Bahrain absehen. Auch das dritte Rennen in Vietnam wird RTL nicht vor Ort begleiten. Die komplette Produktion der Livesendungen wird stattdessen nach Köln verlagert.

Gesundheitsrisiko nach wie vor nicht kalkulierbar

"Die Verbreitung des Coronavirus, die damit verbundenen nicht kalkulierbaren Gesundheitsrisiken für alle Kolleginnen und Kollegen und darüber hinaus eine aufgrund der Sofortmaßnahmen bei Ansteckung nicht mehr zu gewährleistende Sendungssicherheit, lassen nur eine Entscheidung zu, nämlich aus dem Sendezentrum Köln zu produzieren", so RTL-Sportchef Manfred Loppe.

Ross Brawn: Situation für Formel-1-Rennen könne sich „täglich“ ändern

Auch die Formel-1-Bosse stehen in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden in den Veranstaltungsländern. Vor allem das Rennen in Vietnam könnte noch kippen. "Sie wollen das Rennen austragen, aber gleichzeitig müssen sie ihre Bevölkerung schützen. Wir schauen uns deshalb derzeit an, welche Lösungen es geben könnte", erklärte Formel-1-Sportchef Ross Brawn im Interview mit "Reuters". Die Situation könne sich "täglich" ändern, da das Coronavirus sich weiter auf der ganzen Welt verbreitet.

Da besonders viele Corona-Fälle auch in Italien aufgetreten sind, fürchten die italienischen Teams Ferrari und AlphaTauri sowie Reifenhersteller Pirelli außerdem Einreiseprobleme, denn Vietnam hat seine Vorgaben für Italiener bereits verschärft. "Wenn einem Team die Einreise in ein Land verwehrt wird, dann können wir kein Rennen fahren. Kein Formel-1-WM-Rennen, nirgendwo, denn das wäre unfair", so Brawn weiter. Es werde keine Formel-1-Rennen ohne italienische Teams geben.

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