Fakten-Check: Ist Zahnpasta mit Fluorid ungesund?

29. Januar 2018 - 10:58 Uhr

Sind die Warnungen vor Fluorid mehr als nur Verschwörungstheorien?

Immer wieder kursieren Warnungen im Internet und verunsichern uns Verbraucher - Fluorid in Zahnpasta soll angeblich den Körper vergiften. Dabei gibt es zahlreiche Studien, die eindeutig das Gegenteil belegen. Was stimmt und was ist purer Unfug?

Studien: Fluorid härtet die Zähne

Fast alle Zahnpasten enthalten heutzutage Fluorid, doch ein Hersteller wirbt jetzt damit, Fluorid sei gesundheitsschädlich. Wissenschaftliche Studien kommen aber zum Ergebnis: Das ist Quatsch. Fluoridzahnpasta sei der beste Schutz gegen Karies, der Rückgang der Karieserkrankungen um 88 Prozent in den vergangenen 25 Jahren sei auf Fluoridzahnpasten zurückzuführen.

"Wenn Sie ohne Fluorid Zähne putzen, haben Sie keine Härtung - der Zahn wird anfälliger für Säure und für mehr Karies", sagt Dentaltoxikologe Franz-Xaver Reichl. Im Video zeigen wir Ihnen in einer Animation, wie das Flurorid auf die Zähne wirkt und diese schützt.

Die Begriffe Fluor und Fluorid werden oft verwechselt. Während Fluor ein in der Tat giftiges Gas ist, sind Fluoride die Salze des Fluors und ungiftig. Auch unser Körper enthält diese Salze, vor allem in Knochen und Zähnen. Außerdem steckt Fluorid in unserem Essen, zum Beispiel in schwarzem Tee oder Fisch.

Die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfehlen eine Höchstdosis von 3,5 Milligramm Fluorid am Tag. Aber selbst wenn wir die fluoridhaltige Zahnpasta regelmäßig herunterschlucken würden, erreichen wir diese Werte in Deutschland nicht.

Kinder sollten Kinderzahnpasten mit weniger Fluorid benutzen

Kleine Kinder sollten allerdings Kinderzahnpasten mit reduziertem Fluoridgehalt benutzen. Denn bei wachsenden Zähnen kann zu viel Fluorid Flecken verursachen. Welche Kinderzahnpasten besonders gut sind, hat die Stiftung Warentest geprüft.

Ansonsten ist Zahnpflege mit Fluoridzusatz das Beste für gesunde Zähne.