Mann wollte Mädchen in sein Auto zerren Fünf Übergriffe auf Schulkinder - Entführung vereitelt

Mehrere Fälle in kurzer Zeit - doch die Polizei geht nicht von einem Zusammenhang aus!
Mindestens fünf Übergriffe auf Schulkinder beschäftigen die Polizei in Berlin. Im jüngsten Fall entging ein zwölfjähriges Mädchen wohl nur knapp einer Entführung. Ein Unbekannter packte das Kind, hielt ihm den Mund zu und wollte es in ein Auto zerren. Ein Mann verhinderte das.
Fußgänger schlägt Täter in die Flucht
Dieser Fall ereignete sich am 17. April im Berliner Stadtteil Lichtenfeld. Als der Passant eingriff, konnte sich das Mädchen losreißen und in Sicherheit bringen, teilte die Polizei mit. Der Täter entkam unerkannt. Auch der Helfer ist unbekannt. Der Überfall wurde noch am gleichen Morgen angezeigt, die Behörde ermittelt wegen versuchter Freiheitsberaubung. Das Mädchen blieb körperlich unverletzt.
Der Angriff auf die Zwölfjährige war nicht der einzige Übergriff auf Schulkinder in den vergangenen Tagen. Innerhalb von nur drei Tagen sind in der Gegend vier weitere Vorfälle bekannt geworden:
Am 16. April soll ein Mann in Steglitz-Zehlendorf einen zehnjährigen Jungen angesprochen und mehrfach versucht haben, seine Hand zu ergreifen.
Am 17.4. soll ein Mann im Eingangsbereich einer Grundschule in Berlin-Lankwitz mehreren Kindern hinterhergelaufen sein, ohne sie anzusprechen.
Am 19. April soll ein Mann in einem Bus der BVG-Linie M11 von Dahlem nach Schöneweide zwölfjährige Schülerinnen offensiv beobachtet und mit einem Handy gefilmt haben.
Am 23. April soll ein 13-jähriger Junge auf dem Weg nach Hause aus einem Auto heraus von einer unbekannten Person angesprochen und verfolgt worden sein. Nachdem der Junge die Besatzung eines Rettungswagens auf das Fahrzeug aufmerksam gemacht hatte, fuhr die Person weg.
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Polizei führt „umfangreiche Beratungsgespräche mit den Schulen“
Polizeisprecher Martin Halweg teilte auf RTL-Anfrage mit, die Polizei vermute bisher keinen Zusammenhang zwischen den Vorfällen. Dies sei das Ergebnis einer „vorläufigen Bewertung.“ Grund für diese Einschätzung sei unter anderem, dass sich die Vorfälle am 17. April fast zeitgleich ereigneten. Zudem würden sich die jeweiligen Personenbeschreibungen voneinander unterscheiden und ließen nicht auf einen Wiederholungstäter schließen.
Die Polizei sei im betroffenen Bereich an Schulen präsent, es seien „umfangreiche Beratungsgespräche mit den Schulen geführt“ worden, so Halweg weiter. Außerdem sei der Flyer „Verdächtiges Ansprechen von Kindern durch fremde Erwachsene - Eine Handlungshilfe für Eltern von Kindern zwischen fünf und 14 Jahren“ des Landeskriminalamtes verteilt worden.


