RTL-Reporterin Sarina Sprengelmeyer berichtetSo fühlt sich die Suche nach Arian (6) vor Ort an

Sarina Sprengelmeyer
Sarina Sprengelmeyer gehört zu den RTL-Kollegen, die seit mehreren Tage vor Ort sind und berichten. Wie belastend das für alle ist, bekommt sie hautnah mit.
RTL

Es ist für alle belastend!
Neben den hunderten Helfern, die täglich nach Arian (6) suchen, sind auch wir vor Ort, die Kameraleute, Tonassistenten und Reporter von RTL. Bis zu 18 Stunden täglich berichten wir für euch über die Suche. Klar ist, dieser Einsatz geht allen an die Nieren, aber alle verbindet hier auch eine Sache!

Der Glaube schweißt zusammen

Diese vielen Einsatzkräfte, Helferinnen und Helfer halten zusammen. Sie kommen von den unterschiedlichsten Standorten, aus den unterschiedlichsten Bereichen, aber alle verbindet ganz klar der Glaube daran, es gemeinsam schaffen zu können, Arian noch zu finden. Der Junge ist seit Montagabend (22. April) verschwunden. Seitdem läuft der Einsatz – ununterbrochen. Auch RTL ist bis zu 18 Stunden täglich vor Ort. Klar, die Drehtage sind anstrengend, man ist müde und die Nächte sind kurz, aber das steht natürlich nicht im Verhältnis zu dem, was die Helferinnen und Helfer leisten. Neben dem körperlichen Einsatz ist das vor allem eine mentale Belastung.

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Es werden 900 Brötchen geschmiert

Es geht um das Leben eines sechsjährigen Jungen – es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn ich, Sarina Sprengelmeyer, daran denke, dass es gerade viel regnet und kalt ist, er ganz allein, ohne seine Familie unterwegs ist, dann ist das natürlich schlimm. Ich habe großes Mitgefühl mit der Familie. Das geht mir auch als Journalistin nah, obwohl ich es gewohnt bin, einen gewissen Abstand zu entwickeln. In diesem Fall ist das aber nur schwer möglich.

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Der Einsatz ist auch für erfahrene Kräfte nichts Alltägliches. Aber die Motivation ist das, was hier alles zusammenhält und was auch alle weiterarbeiten lässt, auch wenn man müde ist. Aber natürlich haben die Helfer auch die Möglichkeit, sich mal hinzulegen, weil hier so viele Leute sind, die übernehmen können. Es gibt für alle täglich auch eine warme Mahlzeit und an manchen Tagen werden hier rund 900 Brötchen für die Helferinnen und Helfer geschmiert. Und nach einer kurzen Pause geht es wieder weiter, immer im festen Glauben, Arian wohlbehalten zu finden.