Alexander Zverev ist bei den Australian Open nach einem spektakulären Halbfinale gescheitert. Der 28-Jährige will die Niederlage aber auch als Mutmacher nehmen.
Der schwer abgekämpfte Alexander Zverev ließ sich mit einem Stöhnen auf den Stuhl im Pressekonferenz-Raum sinken. Dann versuchte er mit leeren Augen, das epische Drama von Melbourne in Worte zu gießen – was dem Hamburger nur teilweise gelang.
„Ich bin viel zu müde, um gerade irgendwelche Gefühle zu haben", sagte Zverev kurz nach seiner bitteren Niederlage in einem packenden Halbfinal-Thriller gegen Überflieger Carlos Alcaraz.
Fast fünfeinhalb Stunden war der 28-Jährige hinter jedem Ball hergelaufen, bis seine Schuhe völlig abgewetzt waren. Er hatte beherzt um seinen großen Traum vom Grand-Slam-Titel gekämpft - und musste ihn am Ende doch wieder aufgeben. „Natürlich ist es enttäuschend", sagte Zverev, der sich mit der Nummer eins der Welt zuvor einen grandiosen Fight geliefert hatte: „Wir sind beide an unsere absoluten Grenzen gegangen, daher bin ich auch irgendwie stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe."
Verwendete Quelle: Tennis Australia