Alena Krings aus der Nähe von Bonn trauert um ihre Mutter. Sie war bis jetzt der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Beim Bestatter will sie sich ein letztes Mal von ihr verabschieden.
„Am Sarg habe ich dann festgestellt, dass da nicht meine Mama drin lag, sondern tatsächlich eine andere Frau. Und da war der Schock erst mal richtig, richtig groß. Und ich wusste nicht, wo oben und unten ist. Ich habe die ganze Zeit geweint und war in so einer Schockstarre. Mit mir konnte man gar nicht reden. Wirklich. Ich konnte das alles nicht verarbeiten und glauben.“
Auch für Bestatter Norbert Birkelbach, der die Beerdigung von Roswitha Krings organisieren sollte ein Schock.
„Im ersten Moment habe ich gedacht: Das gibt es nicht. Im zweiten Moment habe ich aber gedacht: Ich kann ausschließen, dass bei uns eine Verwechslung passiert ist.“
Aber Fakt ist: Es gab eine Verwechslung, und das ist der Grund: Roswitha Krings war überraschend zu Hause in Rheinbach bei Bonn gestorben. Durch ihren unerwarteten Tod konnte der Notarzt die Todesursache nicht feststellen. Die Leiche wurde deshalb beschlagnahmt. Dafür ist der Vertragsbestandteil der örtlichen Polizei verantwortlich. Einige Tage später stellt der dann den natürlichen Tod fest. Bestatter Norbert Birkelbach, also der Bestatter, den Alena Krings beauftragt hat, holt die Leiche dort ab. So zumindest der Plan.
„In dem Fall war es aber so, dass die Vertragsbestatter an diesem Tag mehrere Verstorbene abgeholt haben. Abends alle in einer Hülle da liegen hatten und dann die Hüllen erst mit Namen beschriftet haben. Das hat mir die Polizei so bestätigt. Durch das Abholen von mehreren Verstorbenen ist halt abends diese Verwechslung passiert.“
Auf RTL-Anfragen hat der Vertragsbestatter, bei dem es offenbar zu der Verwechslung kam, bislang nicht reagiert. Alena Krings konnte sich zwar noch am selben Tag von ihrer wirklichen Mutter am offenen Sarg verabschieden, aber der Schreck sitzt ihr bis heute tief im Herzen.