Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung. Ein Mann ist gestürzt.
Und Patienten in Handschellen, die kurz vorm Kollabieren sind. So sieht der Alltag von Notfallsanitäterin Melanie Kaiser aus. Wir begleiten sie bei ihren Einsätzen auf Frankfurts Straßen.
Seit zwanzig Jahren ist Melanie Kaiser hier im Krankenwagen unterwegs. Sie weiß nie, was sie vor Ort erwartet.
Das Rettungsteam hat wertvolle Zeit verloren und das kann kritisch werden. Ein Mann ist angeblich auf einer Treppe schwer gestürzt. Keiner weiß, ob er noch bei Bewusstsein ist.
Der Mann ist ansprechbar, doch das Team kann eine Wirbelsäulenverletzung nicht ausschließen. Das heißt, der Verletzte darf auf keinen Fall bewegt werden.
Jetzt muss das Notfallteam den Mann schnellstens ins Krankenhaus bringen. Da sich der Verletzte weder an den Zoobesuch noch an seinen Sturz erinnern kann, ist beim Transport besondere Vorsicht geboten.
Erleichterung beim gesamten Team. Trotz erschwerter Bedingungen ist alles gutgegangen.
Was Melanie und ihr Kollege noch nicht wissen, beim nächsten Patient werden gleich die Handschellen klicken. Die Polizei hat um Hilfe gebeten.
Ob Melli mit ihrer Einschätzung recht hat???? Am Einsatzort wartet bereits eine Polizeibeamtin und gibt erste Informationen.
Statt im Polizeiwagen landet der Ladendieb erstmal im Krankenwagen. Melli prüft, ob er stabil ist für die Fahrt zur Wache.
Das heißt für den Ladendieb. Er ist fit genug, um mit auf die Polizeiwache zu fahren. Sein Versuch, einen auf krank zu machen, hat nicht funktioniert.
Ein alkoholisierter Mann ist mit dem Fahrrad eine Rolltreppe runtergefahren und gestürzt. Er hat eine Platzwunde, kann aber mit einem Verband entlassen werden. Melanie hat mehr menschliches Leid gesehen als so mancher. Aber einen anderen Beruf könnte sie sich niemals vorstellen.