Sieht aus wie eine normale Ampelkreuzung – ist es aber nicht. Lasersensoren und Infrarotkameras beobachten den Verkehr in Ingolstadt. Sie sollen Autofahrern und Radfahrern helfen Unfälle zu vermeiden.
„Genau in so einer Situationen erkennen die Sensoren, dass es potentiell gefährlich wird.“
Dann blinkt gut sichtbar eine zusätzliche Ampel, warnt vor einem Zusammenstoß. An einer vielbefahrenen Kreuzung ist es eben schnell mal unübersichtlich.
„Der Verkehrsteilnehmer sieht nicht was hinter ihm passiert oder was hinter einem Lastwagen passiert. Das können unsere Sensoren von oben detektieren, das heißt kritische Situationen sehr früh erkennen und dem Verkehrsteilnehmer rechtzeitig eine Warnung geben.“
Eine künstliche Intelligenz hilft dabei. Die KI-Daten könnten in Zukunft sogar an Assistenzsysteme von
Autos übertragen werden.
„Das Fahrzeug kommt dadurch ein viel umfassenderes Abbild seiner Umgebung, wodurch es besser und sicherer navigieren kann.“
Auch das niederbayerischen Essenbach testet die Ampel der Zukunft. Dort bekommen dank digitaler Vernetzung Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht Vorrang, alle anderen an der Kreuzung müssen warten. Und auch an Fußgänger ist gedacht.
„Wenn ich die Kreuzung überquere, erkennen das die Kameras. Und solange bleibt die Ampel für mich grün und für die Autos rot.“
Das kann vor allem Menschen helfen, die etwas länger brauchen und es in der regulären Grünphase nicht über die Straße schaffen. Mit dieser Technik sollen intelligente Ampeln in Zukunft auch vermeiden, dass Autos unnötig lange bei Rot warten, wenn eigentlich alles frei ist.