Eigentlich sind es ja faszinierende und vor allem extrem fleißige Tiere. Nur, in Massen mögen wir sie nicht und schon gar nicht im Haus! Bei den Mitteln da-gegen beginnen wir mal mit denen, die jeder kennt: In diesen Ameisen-Dosen ist Gift enthalten, das mit Zucker als Lockstoff gemischt ist.
Christian Dinger, Garten-Experte: "Das ist ein gutes Mittel, weil Tiere und Kinder sind natürlich davor geschützt, an dieses Gift ranzugehen."
Die etwas härtere Variante: Ameisen- Streu, das ist auch Gift.
Christian Dinger, Garten-Experte: "Das bitte nur benutzen an Stellen, die nicht von irgendwelchen Tieren, Hund, Katzen sowas belaufen werden oder abgeleckt werden können und wo auch keine Kinder rankommen."
Aber es gibt ja Alternativen zur Chemiekeule - zum Bei-spiel die Duftspur der Tiere unterbrechen. Ist das Kaffeesatzleserei?
Christian Dinger, Garten-Experte: "Die Hypothese ist, dass man diese Duftspur mit dem Kaffee oder dem Kaffeesatz sozusagen übertünchen kann und damit blockieren kann."
Ähnliches Prinzip: Essig oder Zitronensaft mit Wasser mischen.
Christian Dinger, Garten-Experte: "Also mit dem Essig grundsätzlich funktioniert schon. Die haben ja sehr feine Rezeptoren, auch an den Füßchen, die Ameisen. Und das ist halt eine Säure. Und das versuchen die dann zu meiden."
Zitrone hingegen, findet unser Experte nur geht so:
Christian Dinger, Garten-Experte: "Zitrone ist eine Zitruspflanze mit einem sehr hohen Zuckergehalt. Das wissen die meisten nicht. Diese ätherischen Öle da drin. (...) die verdampfen relativ schnell. Und dann bleibt eben dieses Zuckerwasser übrig. Und Zuckerwasser ist natürlich quasi ein Lockstoff für die, also das finden die toll."
Und dann ist da ja noch der auf den ersten Blick ziemlich ungewöhnliche Tipp mit der Kreide...
Christian Dinger, Garten-Experte: "Also Kreidestrich ist im Endeffekt wirklich so. Ich würde jetzt nicht nur so einen einfachen Strich machen, sondern ich würde den schon ein bisschen breiter machen. Ja, das ruhig auch ein bisschen loses Material da ist. Der Effekt ist eigentlich dieses ganz feine Ja, was man nachher sagt, dieses Mehl, das ist der Effekt, da gehen die ungerne drüber. Ist natürlich beim nächsten Regen weg."
Wir merken uns: Ja, die natürlichen Gegenmittel erfordern etwas mehr Aufwand - sind dafür aber so viel besser für die Umwelt und vor allem ungefährlich!