Dieses Video zeigt das unfassbare Ausmaß eines Horrorunfalls, der in einem beschaulichen Ort in der Toskana zwei Schülerinnen auf einer Klassenfahrt das Leben kostete. Sechs weitere Menschen werden verletzt. Verantwortlich für all das soll diese Frau sein. Katia P. Hier zu sehen, wie sie kurz nach dem Crash teilnahmslos auf ihrem Handy herumtippt, so als ob sie das Geschehene überhaupt nichts angehen würde.
Und das war so eine schreckliche Szene. Diese jungen Leute, die weinen, Die, die, die, die laufen weg.
Wer ist die Frau, die rücksichtslos durch die Straßen gereist ist und damit Leben aufs Spiel gesetzt hat? Aufnahmen heute vom frühen Morgen. Die Schulklasse einer Gesamtschule in Duisburg kehrt mit dem Bus von ihrer Klassenfahrt aus. Lido, die Camorra in Italien zurück. Aber es sind nicht mehr alle dabei. Für zwei ihrer Mitschülerinnen, gerade mal 17 und 18 Jahre alt, endete die Klassenfahrt mit dem Tod. Andere Urlauber können nicht fassen, was sich hier abgespielt hat.
Das ist ja Wahnsinn. Da erlebst du Gefühle, die erlebst du nie wieder und du wirst nie wieder drüber fertig.
Es passiert am Mittwochabend in Lido, die Amore in der Toskana. Drei Schülerinnen wollen gerade über die Straße laufen. Da kommt plötzlich eine junge Frau mit ihrem Mercedes angerast. 130 Stundenkilometer schnell ist sie. Das zeigen diese Aufnahmen. Eigentlich gilt hier Tempo 50…
Ungebremst ist sie dann hier an dieser Stelle auf die beiden Schülerinnen getroffen, hat sie tödlich verletzt ist dann aber auch weitergefahren. Hat nicht abgebremst, hat auf dem Weg dort eine Ampel mitgenommen und hat tatsächlich erst am Ende dieser Straße mehrere Autos getroffen. Und das hat das Ganze dann beendet und hat sie zum Stehen gebracht.
Eine weitere Schülerin wird schwer verletzt. Insgesamt berichtet die Polizei von sechs Verletzten. Der Unfall ist so verheerend, dass sogar eine Ampel durch die Luft und in ein nahe gelegenes Hotel geschleudert wird. Die Hotelmitarbeiter können noch kurz mit der Fahrerin sprechen. Eine unserer Angestellten hat die Fahrerin angesprochen, als sie aus dem Auto ausgestiegen ist. Sie hat gefragt, wie sie ginge. Sie hatte nichts. Es ging ihr.
Gut. Sie machte einen seltsamen Eindruck.
Sie wusste gar nicht, was da passiert war. Sie war wie abwesend. Auch Alberto ist kurz nach dem Unfall vor Ort und fährt die Lehrerin der Klasse in ein Krankenhaus, in dem die schwerverletzte Schülerin liegt.
Dann habe ich die drei Mädchen gesehen, aber zwei leider, Die war schon getötet. Und dann hab ich die die Lehrerin im Krankenhaus genannt, weil sie wollte die Klamotten von das verletzte Mädchen mitnehmen.
Hinter dem Steuer soll sie gesessen haben. Katia P. 44 Jahre alt, Brasilianerin, Mutter von drei Kindern. Sie soll seit zehn Jahren in Italien leben, in Via Reggio, einem Nachbarort, und mit einem wohlhabenden Unternehmer zusammen sein. Von ihm hatte sie wohl auch den teuren Mercedes bekommen.
Hier, in dieser Bar hinter mir hat die 44-jährige Fahrerin für kurze Zeit gearbeitet, nicht weit entfernt von dem Unfallort. Sie soll dann nach Bologna umgezogen sein und deswegen aufgehört haben, hier zu arbeiten. So hat man es uns berichtet und besonders auffällig sei sie angeblich in ihrem Verhalten nicht gewesen.
Doch Katja P. Ist der Polizei nicht unbekannt. Vor einigen Jahren wurde sie mit Alkohol am Steuer erwischt. Kurz nach dem Unfall wurde bei der 44-jährigen ein Alkohol und Drogentest gemacht, aber der war negativ. Warum die Brasilianerin durch die Straßen gerast ist, ermittelt jetzt die Polizei. Aktuell steht sie wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr unter Hausarrest.