Wenn sich an Wänden oder Lebensmitteln dunkle Flecken bilden, hat sich der Schimmel bereits festgesetzt. Schimmelsporen sind von Natur aus unsichtbar und in der Luft allgegenwärtig. In dieser Form sind sie ungefährlich und spielen sogar eine wichtige Rolle im Naturkreislauf. Sichtbar wird der Schimmel erst dann, wenn er die idealen Bedingungen zum Wachsen vorfindet. Dazu gehören Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad, eine hohe Luftfeuchtigkeit und Nährstoffe wie Fette, Eiweiße oder Zucker. Besonders auf Lebensmitteln wie Brot oder Obst, aber auch auf Holz, Tapeten oder Staub kann er sich schnell ausbreiten.
Nicht jede Schimmelart ist automatisch gefährlich. Wissenschaftler schätzen, dass es bis zu 250.000 verschiedene Arten gibt. Einige produzieren jedoch sogenannte Mykotoxine – giftige Stoffe, die Allergien und Atembeschwerden auslösen können. Besonders gefürchtet ist der schwarze Schimmel, der als besonders gesundheitsgefährdend gilt. Doch Schimmel kann auch erwünscht sein. Bestimmte Schimmelarten werden gezielt zur Herstellung von Lebensmitteln genutzt. Edelschimmel, wie der bekannte blaue oder weiße Schimmel, verleiht bestimmten Käsesorten und Wurstwaren ihr typisches Aroma und gehört fest zum Produktionsprozess.
In Wohnräumen breitet sich Schimmel besonders gern in feuchten Bereichen wie Badezimmern, Küchen und Kellern aus. Laut einer Umfrage von MyHammer.de sind einige Regionen stärker betroffen als andere. Während in Hamburg 25 Prozent der Befragten angaben, regelmäßig mit Schimmelproblemen zu kämpfen, waren es in Baden-Württemberg und Niedersachsen nur 12 Prozent.
Eine allgemeingültige Faustregel, ab wann Schimmel gesundheitsgefährdend ist, gibt es nicht. Kleinere Flecken lassen sich oft selbst entfernen. Doch wenn der Befall großflächig ist oder es sich um bestimmte gefährliche Arten handelt, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Wird nichts unternommen, kann Schimmel langfristig die Gesundheit beeinträchtigen – sei es durch verunreinigte Raumluft oder den Verzehr verdorbener Lebensmittel.