Alexander Gurgel, Reporter
"Es ist eine enorme Verunsicherung, die den Volkswagenkonzern seit Wochen beherrscht. Die Angst bei den Beschäftigten ist groß, denn auch bei uns in Niedersachsen sind tausende Arbeitsplätze bedroht. Auch von Werkschließungen ist die Rede. Ganz konkret betroffen sind die Standorte Hannover und Emden. Die niedersächsische Landesregierung, allen voran Ministerpräsident Olaf Lies, will solche Schließungen um jeden Preis verhindern. Lies hält solche Schließungen nämlich für grundlegend falsch und setzt sich, wenn nötig, auch bis spät am Abend in nächtlichen Telefonschalten und Konferenzen für den Erhalt dieser Werke ein. Das hat er unter anderem im Rahmen seiner Sommerreise getan. Davon konnte ich mich vergangene Woche höchstpersönlich von überzeugen. Niedersachsen ist ja Anteilseigner bei Volkswagen und kann also auch Entscheidungen des Vorstands blockieren, zumindest noch. Denn die Chefetage, so ist zu hören, soll bereits an einer Neustrukturierung des Unternehmens arbeiten. Kritiker befürchten, dass dadurch dann die etablierten Mitbestimmungsrechte massiv geschwächt werden könnten. Das allerdings wäre dann wiederum ein einmaliger Vorgang, der eine ganz neue Ära bei Volkswagen einläuten würde."