Hinter diesen Mauern soll ein Mann eine 30-jährige Frau jahrelang festgehalten und körperlich sowie psychisch gefoltert haben. Dem 35-Jährigen wird nun Misshandlung mit besonderer Grausamkeit vorgeworfen.
Diese Nachbarin hat von den schrecklichen Vorfällen nichts mitbekommen. Seit dreieinhalb Jahren wohnt sie direkt nebenan.
*O-Ton Nachbarin*
„Ich wusste vorher nichts, weil man hier nichts hören konnte, und ich habe erst hier erfahren, wie die ganze Aktion angefangen hat. Und tatsächlich wusste ich gar nichts. Ich selbst bin sehr entsetzt über diese Situation, und wir können immer noch nicht verstehen, warum das passiert ist. Unter unserem wachsamen Auge praktisch. Und wir wussten nichts. Es ist wirklich schrecklich!“
*O-Ton Nachbarin*
„Wie schlimm! Wir denken die ganze Zeit darüber nach. Wir können nicht schlafen, weil wir fassungslos sind, dass das vor unserer Nase passiert ist, und wir konnten nichts dagegen tun, um es zu verhindern. Das ist eine schreckliche Erfahrung für uns.“
Den angeklagten Mann kannte sie nur flüchtig.
*O-Ton Nachbarin*
„Er war ziemlich ruhig. Er traf niemanden, wir haben ihn mit niemandem gesehen. Er ging immer alleine um sein Haus herum, grub ein paar Löcher, pflanzte Bäume, schaute, stand und blickte seltsam drein. Er hat nicht gearbeitet. Ich habe sogar darüber mit meiner Mutter gesprochen. Mein Mann hat ihm einen Job besorgt. Den wollte er nicht. Er wollte nicht abreiten. Er war, soweit ich weiß, von seinen Eltern abhängig.“
Die Ermittlungen dauern noch an. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu 25 Jahren Haft.