Heute Morgen ist es ruhig in der Notaufnahme im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Im Laufe des Tages kann es hier aber noch richtig voll werden. Denn die Auslastung der Notaufnahmen steigt immer weiter an.
"Das hat in den letzten Jahren über 10 % zugenommen, bei uns in den letzten beiden Jahren 10 % insgesamt, sodass wir immer weiter ausweiten mussten. Wir sind von den Räumen zu eng geworden."
Deswegen werden Notaufnahmen jetzt auch im Bremer Krankenhausspiegel abgebildet. Dort wird aufgeführt, wie welche Notaufnahme ausgestattet ist.
"Die Notfallversorgung in Bremen steht erst mal gut da. Also das ist durchaus verlässlich, kompetent und überzeugend."
Aber: Die neun Notaufnahmen in Bremen kommen trotzdem an ihre Grenzen – auch weil Menschen in die Notaufnahme kommen, die eigentlich zu einem Haus- oder Facharzt gehen könnten.
"Ein Teil ist, dass Menschen nicht mehr genau wissen, wo sie mit ihren Erkrankungen hin müssen, finden keine ambulanten Termine, kommen in die Notaufnahme oder die ambulanten Termine sind zu weit weg."
In vielen Fällen hilft ein Anruf beim Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 – auch um zu klären: Wer kann mir helfen? Bin ich ein Fall für die Notaufnahme?
"Es ist zum Beispiel ein plötzlich auftretender Brustschmerz mit häufig auch Angstsymptomen, Schweißausbrüchen, Ausstrahlung in den Armen, den Kiefer oder den Rücken, plötzliche Bewusstlosigkeit. Also wenn Angehörige merken, dass ein Patient sich verändert hat, nicht mehr richtig ansprechbar ist. Wenn Krampfanfälle auftreten oder plötzliche Lähmungen auftreten. Armen Beinen im Gesicht, sind das Indikationen, ins Krankenhaus zu kommen."
Und um solchen Patienten schnell helfen zu können, ist es wichtig, dass Erkältungen und chronische Beschwerden bei Haus- und Fachärzten versorgt werden.