Richard Mizels neuer Alltag spielt sich hier ab: In seinem Bett. Dabei war der 31-Jährige sportlich, arbeitete als Physiotherapeut und stand mit beiden Beinen im Leben.
(Richard Mizel, ME/CFS-Patient)
„Das kam von jetzt auf gleich, dass ich quasi irgendwie in der Stadt einfach. Mir wurde extrem schwindelig, Herzrasen, dann umgekippt, ging gar nichts mehr. Und seit diesem Tag(...) hat sich das nie wieder gebessert.“
Seine Diagnose: Myalgischer Enzephalomyelitis, kurz ME/CFS- eine Krankheit, bei der das Nerven-, Immun- und Stoffwechselsystem gestört sind. Grund dafür könnten zwei vorherige Corona-Erkrankungen sein.
(Richard Mizel, ME/CFS-Patient)
„Aktuell ist es eigentlich ein nicht Leben, sondern es ist jeden Tag nur Überleben. Nichts anderes. Es gibt keine Freuden. Man ist permanent alleine.“
Zu seinen Symptomen zählen Schmerzen im ganzen Körper, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit...
(Richard Mizel, ME/CFS-Patient)
„Ich glaube, wenn ich das alles aufzähle, sind wir morgen noch nicht fertig.“
Jeder Tag ist für ihn ein Kampf. Und auch wenn Richard seit einem halben Jahr keinen Besuch empfangen kann, unterstützen ihn seine Freunde.
Die Kosten für viele Medikamente und Therapieansätze werden nicht von der Krankenkasse übernommen wird, deshalb starten seine Freunde eine Crowd-Funding-Kampagne.
Die wichtigste Stütze - sind aber seine Eltern.
(Rainer Degenhardt, Stiefpapa von Richard)
„Das wird immer schwieriger. Neun Monate ist ein langer Weg schon, und er weiß nicht, wie viel noch vor ihm liegt. (...) Ich hoffe, er hält durch.“
Richard will weiterkämpfen. Auch wenn ME/CFS als unheilbar gilt, gibt es Berichte von Patienten, die wieder gesund geworden sind - und das ist Richards große Hoffnung.