Bei der Besichtigung der Baustelle der US-Notenbank in Washington herrscht dicke Luft.
„Ja. Wir schauen uns das gerade an und es sieht so aus, als wären es etwa 3,1 Milliarden. Es ist ein wenig oder sogar ziemlich stark gestiegen. Aus den 2,7 sind nun 3,1 geworden."
„Das ist mir nicht bekannt."
„Ja das ist gerade rausgekommen."
„Ja, das ist gerade rausgekommen."
„Ich habe das noch nie von jemanden bei der FED gehört!"
„Ich weiß nicht, wer das macht.“
„Sie beziehen die Renovierung des Martin (Gebäudes) mit ein. Sie haben gerade gesagt ...“
„Sie haben gerade ein drittes Gebäude hinzugefügt, das ist es, das ist ein drittes Gebäude.“
„Nun, aber es ist ein Gebäude, das gerade gebaut wird.“
„Nein, es wurde ... es wurde vor fünf Jahren gebaut. Wir haben Martin vor fünf Jahren fertiggestellt.“
Einig werden sich die beiden wohl nicht mehr. Es zeigt, wie tief der Riss zwischen Donald Trump und seinem Notenbankchef ist. Der senkt seit Monaten nicht, wie von Trump gewünscht, den Leitzins in den USA. Trump hatte Powell daher mehfach beleidigt und immer wieder mit seiner Entlassung gedroht. Die rechtlichen Hürden dafür sind aber hoch: „Es braucht einen wichtigen Grund.". Nun also die Andeutung der explodierenden Baukosten.
Auch wenn Trump am Ende des Besuchs sagt dass er glaube, Powell werde "das Richtige tun" und die Entlassung des Notenbankchefs sei „große Sache" bekräftigt er dennoch seine Forderung, den Leitzins endlich zu senken.
Offiziell geht Powells Amtszeit noch bis zum Mai 2026, bis dahin wird sicherlich die Stimmung zwischen den beiden frostig bleiben.