Erst wird heiß diskutiert und dann fliegen die Fäuste. Im georgischen Parlament ist nach der Verabschiedung eines umstrittenen Gesetzes zur „ausländischen Einflussnahme“ ein großer Tumult ausgebrochen. Das Gesetz, das einem Dolchstoß durch das Herz der georgischen Demokratie gleichkommt, sieht monumentale Einschränkungen von Bürgerrechten vor. Viele, gerade jüngere Georgier sind dagegen. Sie sehen ihre Zukunftschancen in Gefahr und demonstrieren seit Wochen vor dem Parlament. „Im Grunde habe ich also das Gefühl, dass dieses Gesetz die europäische Zukunft zerstören wird, für die mein Land gekämpft hat, und die Werte, für die unsere Vorfahren seit Ewigkeiten gekämpft haben.“ Die Demonstranten möchten trotz Gummiknüppel Attacken und Tränengas der Polizei weiter machen. Für sie geht es um weit mehr als nur ein Gesetz. Es geht um ihre Zukunft und die Zukunft ihres Landes. Erwachsene Politiker die sich im Parlament wie Kinder benehmen helfen da nicht wirklich weiter.