Mit Blaulicht ins Gefängnis. Der Generalbundesanwalt schickt die beiden mutmaßlichen Spione direkt in Untersuchungshaft.
Es handelt sich um Dieter S. 39 und Alexander J. 37 Jahre - beide haben die deutsche und russische Staatsbürgerschaft. Der Ältere gilt als Planer von Sprengstoffanschlägen mit Geheim-dienstkontakten. J. als sein Helfer.
"Wir werfen einem der beiden vor, Sabotageaktionen in Deutschland zu begehen - vor allem auf militärisch genutzte Infrastruktur sowie Industriestandorte hier."
Zu diesem Zweck hat Dieter S. den Militärstützpunkt Grafenwöhr ausgespäht. Dort werden ukrainische Soldaten ausgebildet;
auch an Abrams- Kampfpanzern geschult.
"Es ist ein besonders schwerer Fall der mutmaßlichen Agententätigkeit für Putins Verbrecherregime. Wir werden solche Bedrohungspläne weiter durchkreuzen."
Mit Informationen geholfen hat in diesem Fall offenbar der amerikanische Geheimdienst.
Zudem hatten die Ermittler Dieter S. in Bayreuth schon länger auf dem Radar.
Als Mitglied einer Separatisten-Miliz in der ost-ukrainischen Donezk-Region hat er selbst Kampferfahrung gesammelt. Er kann also mit Waffen und Sprengstoff umgehen.
Dass der Kreml seinen Krieg auch verdeckt bis auf NATO-Gebiet vorantreibt, ist für Experten keine Überraschung.
"Es ist immer auch ein politisches Signal an die Bundesregierung dass Russ-land zu einer Eskalation des hybriden Krieges gegen die NATO-Staaten und entsprechend auch Deutschland bereit ist."
24/23
Deshalb lässt Außenministerin Baerbock den russischen Botschafter einbestellen. Das zeigt, der Fall ist ernst.