Lasergravierer haben sich längst aus dem Nischenmarkt gelöst und sind heute feste Bestandteile moderner Werkstätten und kleiner Produktionsumgebungen. Mit dem xTool F2 Ultra betritt ein Gerät die Bühne, das die Grenze zwischen professioneller Industrie-Hardware und kompakter Desktop-Maschine auf bemerkenswerte Weise verwischt. Es kombiniert zwei Laserquellen – einen 60 W MOPA-Faserlaser und einen 40 W Blaudioden-Laser – in einem geschlossenen System, das sowohl Präzision als auch Vielseitigkeit verspricht.
Konzipiert ist der F2 Ultra für Anwender*innen, die regelmäßig Materialien gravieren oder markieren müssen – von Edelstahl und Titan bis hin zu Holz, Leder oder Acryl. Besonders Betriebe mit Fokus auf Kleinserienfertigung, individuelle Produktveredelung oder technische Beschriftung profitieren von dieser Kombination. Der Preis von rund 7.300 Euro positioniert das Gerät klar im professionellen Bereich, wo Zuverlässigkeit und Wiederholgenauigkeit entscheidend sind.
Was den F2 Ultra auszeichnet, ist seine Kombination aus Leistungsfähigkeit, sicherem Aufbau und der Möglichkeit, Farbtöne direkt auf Metall zu gravieren – eine Funktion, die bislang meist größeren Industrieanlagen vorbehalten war. Damit wird das Gerät besonders interessant für Designer*innen, Schmuckwerkstätten oder technikaffine Unternehmer*innen, die Präzisionsgravuren auf engstem Raum umsetzen möchten.
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Technisches Profil & Konstruktion
Beim ersten Blick auf das Gerät fällt die klare, industrielle Designsprache auf. Das geschlossen konstruierte Gehäuse schützt nicht nur vor Laserlicht, sondern sorgt auch für einen aufgeräumten Arbeitsplatz. Mit einer Grundfläche von 294 × 429 mm und einer Höhe von 521 mm zählt der F2 Ultra zu den kompakten Geräten seiner Leistungsklasse. Das Gewicht liegt bei rund 21,6 kg – ausreichend, um Vibrationen beim Gravieren zu vermeiden.
Im Inneren arbeitet die Kombination aus zwei Laserquellen: ein MOPA-Faserlaser mit 60 W Leistung bei 1064 nm Wellenlänge und ein Blaudioden-Laser mit 40 W bei rund 455 nm. Während der Faserlaser insbesondere Metalle, Edelmetalle und Kunststoffe mit höchster Präzision bearbeitet, eignet sich der Dioden-Laser ideal für organische Materialien wie Holz, Acryl, Glas oder Schiefer. Das macht das System universell einsetzbar, ohne zwischen Maschinen wechseln zu müssen.
Die maximale Gravurgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 15 000 mm/s an – ein Wert, der im Galvo-Segment beachtlich ist. Für das exakte Positionieren sorgen zwei 48-MP-Kameras, die eine Live-Vorschau ermöglichen und so selbst feine Strukturen oder kleine Objekte präzise ausrichten lassen. Ein integrierter Autofokus passt den Abstand automatisch an, wodurch sich auch komplexe Formen schnell und korrekt bearbeiten lassen.
Der Standard-Arbeitsbereich beträgt 220 × 220 mm. Mit optionalem Förderband (Conveyor) kann er auf 220 × 500 mm erweitert werden. Dadurch eignet sich der F2 Ultra auch für Batch-Produktionen oder Wiederholgravuren in Serien. Die Stromversorgung erfolgt über 220–240 V, 50/60 Hz, mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 400 W. Anschlüsse wie USB, Wi-Fi und IP machen den Betrieb in Netzwerkumgebungen einfach. Die Kühlung läuft luftbasiert, sodass keine separaten Wasserkreisläufe nötig sind.
Materialvielfalt & Gravurqualität
Die Stärke des F2 Ultra liegt in seiner Flexibilität. Der 60 W MOPA-Laser kann nicht nur Metalle bearbeiten, sondern auch über hundert Farbnuancen auf Edelstahl oder Titan erzeugen. Diese Farbgravur entsteht durch gezielte Veränderung von Pulsbreite und Frequenz – ein Prozess, der präzises Tuning erfordert, aber beeindruckende Ergebnisse liefert. Selbst bei kleinen Symbolen oder Schriftzügen zeigt der Laser eine klare Kantenzeichnung ohne Überhitzung des Metalls.
Für organische Materialien kommt der 40 W Diode-Laser zum Einsatz. Er liefert saubere Schnitte in Holz und Acryl und eignet sich auch für gravierte Designs auf Leder, Karton oder Schiefer. Dabei bleibt die Schnittkante glatt und gleichmäßig, wenn die Parameter korrekt gewählt sind. Das Gerät ermöglicht damit eine Bandbreite von technischen Markierungen bis zu kreativen Oberflächenstrukturen in einem einzigen Durchlauf.
Bedienung & Nutzerkomfort
Die Steuerung des F2 Ultra erfolgt über die eigene Software xTool Creative Space (XCS), die für Windows und macOS verfügbar ist. Über eine intuitive Benutzeroberfläche lassen sich Projekte erstellen, Parameter festlegen und die Dual-Kameras für das exakte Ausrichten aktivieren. Die Vorschaufunktion zeigt live, wo die Gravur platziert wird – ein großer Vorteil gegenüber Geräten ohne optisches Feedback.
Der Autofokus nimmt viel Arbeit ab und macht die Bedienung auch für Neulinge im Laserbereich überschaubar. Er misst den Abstand zum Material und korrigiert automatisch nach, sodass keine manuelle Feineinstellung nötig ist. Die Bedienlogik bleibt dabei klar: Ein Projekt auf der Oberfläche positionieren, Parameter prüfen, Gravur starten – fertig. Erfahrene Anwender*innen schätzen zudem, dass alle Einstellungen in XCS als Presets gespeichert werden können, was den Workflow bei Serienproduktionen spürbar verkürzt.
Erweiterungen, Software & Praxiseinsatz
Der xTool F2 Ultra versteht sich nicht nur als reine Gravurmaschine, sondern als flexibles Produktionssystem. Dafür spielt die Software eine ebenso große Rolle wie die passende Ausstattung. Beide Bereiche greifen sauber ineinander – was in der Praxis spürbar Zeit spart.
Software-Updates & Steuerung (xTool Creative Space)
Die Steuerung erfolgt vollständig über die firmeneigene Plattform xTool Creative Space (XCS). Sie dient nicht nur zur Projektverwaltung, sondern bietet zugleich eine zentrale Schnittstelle für Geräteeinstellungen, Updates und Materialdatenbanken. Die Software ist in der Basisversion kostenlos und regelmäßig Gegenstand funktionaler Erweiterungen. Zu den zuletzt eingeführten Funktionen zählen:
- Multi-Projekt-Bearbeitung: Mehrere Designs lassen sich gleichzeitig öffnen, was den Workflow bei Serienproduktionen verbessert.
- Cloud-Speicherung: Entwürfe können online gesichert und von mehreren Geräten aus abgerufen werden – nützlich für Teams.
- Batch-Gravur: Wiederholungsabläufe werden automatisiert, sodass das Gerät eine Serie nacheinander abarbeitet.
- Automatische Pfadoptimierung: Die Software reduziert Leerfahrten und verkürzt damit Gravurzeiten.
- Kompatibilität: SVG-, DXF-, PNG-, JPG- und BMP-Dateien werden nativ unterstützt, Layer-basierte Steuerung inklusive.
Updates können entweder direkt in der Software oder über die Support-Seite von xTool heruntergeladen werden. Wer experimentieren möchte, kann Beta-Versionen testen, die meist neue Werkzeuge oder Optimierungen für MOPA-Farben enthalten. Wichtig bleibt dabei, die Laserparameter exakt abzustimmen – eine falsche Pulsbreite oder Frequenz kann die gewünschte Farbe verändern. Ein kurzer Testlauf auf Restmaterial ist daher immer empfehlenswert.
Zubehör-Packs & Anwendungsszenarien
Damit der F2 Ultra seine volle Leistungsfähigkeit entfalten kann, steht eine ganze Palette an Erweiterungen zur Verfügung. Besonders drei Module haben sich in der Praxis als essenziell erwiesen:
- Auto Streamline™ Conveyor: Ein Förderband, das den Arbeitsbereich auf 220 × 500 mm vergrößert und Seriengravuren automatisiert.
- RA2 Pro Rotary Attachment: Drehvorrichtung für runde Objekte wie Becher, Ringe oder Flaschen.
- Desktop Air Purifier & SafetyPro-Set: Filtert Rauch und Feinstaub – vor allem bei Acryl und Kunststoffgravuren ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit.
Darüber hinaus existieren optionale Erweiterungen wie ein Fußpedal zur Startauslösung, eine Slide Extension für sperrigere Werkstücke und verschiedene Haltevorrichtungen. In der Praxis bieten sich folgende Einsatzszenarien an:
- Personalisierte Metallprodukte: Farbgravuren auf Edelstahl oder Titan für Schmuck, Werkzeuggravuren oder Firmengeschenke.
- Kleinserien & Prototyping: Produktion von Seriennummern, Logos und technischen Beschriftungen in präziser Reihenfolge.
- Holz- und Acryl-Designs: Ausschnitte für Dekor- oder Werbeartikel mit gleichbleibend hoher Kantenqualität.
- Werkstatt und Atelier-Betrieb: Dank geschlossener Bauweise geeignet für Innenräume und Kleinbetriebe.
Diese Kombination aus Software, Zubehör und automatisierter Steuerung macht den F2 Ultra zu einem Werkzeug, das sowohl präzise Einzelfertigung als auch eine kontinuierliche Serienproduktion unterstützt – eine Eigenschaft, die in dieser Kompaktklasse selten zu finden ist.
Inbetriebnahme & Testverlauf
Der Aufbau des F2 Ultra verlief im Praxistest ohne Probleme. Das Gerät wird vormontiert geliefert, sodass lediglich Netzanschluss und Verbindung über USB oder WLAN hergestellt werden müssen. Nach dem Einschalten führt die Software XCS durch die Erstkalibrierung. Diese besteht aus drei Schritten: Positionierung der Kameras, Fokusabgleich und Probelauf auf einem Referenzmaterial. Innerhalb von zehn Minuten ist das System einsatzbereit.
Im Test wurden unterschiedliche Materialien bearbeitet – Edelstahl, Titan, Holz, Acryl und Schiefer. Für jede Materialgruppe existieren vordefinierte Profile in XCS, die sich individuell anpassen lassen. Während der Faserlaser für die Metallgravur zuständig war, kam der Blaudioden-Laser für die Schnittversuche zum Einsatz. Die Kamera ermöglichte eine exakte Ausrichtung der Gravur auf Oberflächen mit nur wenigen Millimetern Abstand zwischen den Designs.
Der Testzeitraum umfasste sieben Tage unter Werkstattbedingungen. Dabei wurden täglich mehrstündige Gravuren durchgeführt, um Leistung, Stabilität und Temperaturentwicklung zu bewerten. Besonders beeindruckend war die Konsistenz der Farbgravuren auf Edelstahl – selbst bei mehrfacher Wiederholung blieben die Farbtöne konstant. Auch bei Acryl- und Holzprojekten zeigte sich eine gleichmäßige Schnittkante ohne Verbrennungen, wenn die Lüftung aktiviert war.
Ein weiteres Highlight bildete die Batch-Produktion mit dem Conveyor. Nach korrekter Kalibrierung lief die Seriengravur vollautomatisch – jedes Werkstück wurde mittels Kamera erkannt und positioniert. Dadurch reduzierte sich der Zeitaufwand für wiederkehrende Aufträge deutlich. Die Software synchronisierte dabei Gravurvorgang und Bandgeschwindigkeit problemlos.
Der Lernaufwand blieb insgesamt moderat. Einsteiger*innen müssen zwar die grundlegenden Parameter für den MOPA-Laser verstehen, doch viele Einstellungen sind über Presets vorbelegt. So war es möglich, innerhalb des ersten Tages komplexe Metallgravuren in verschiedenen Farbtönen zu erstellen, ohne tiefe Vorkenntnisse über Faserlaser-Technik.
Material- und Verarbeitungsqualität
Die äußere Verarbeitung des xTool F2 Ultra vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus stabilem Metall mit passgenauen Paneelen und sauber ausgeführten Kanten. Alle beweglichen Teile laufen präzise, ohne spürbares Spiel. Die luftgekühlte Technik arbeitet gleichmäßig und bleibt im Dauerbetrieb angenehm leise – vergleichbar mit einem leistungsstarken PC-Lüfter. Die Qualität des Materials rechtfertigt den professionellen Anspruch des Geräts. Nur bei sehr großen Werkstücken stößt die limitierte Z-Höhe an ihre Grenze, was bei Desktop-Lasern jedoch eine typische Einschränkung darstellt.
Leistung, Geschwindigkeit & Präzision
In den praktischen Tests erreichte der F2 Ultra eine reproduzierbare Gravurgeschwindigkeit von rund 15 000 mm/s. Diese Werte lagen auch bei Seriengravuren konstant im oberen Bereich, ohne sichtbare Qualitätseinbußen. Besonders die Farbgravur auf Edelstahl überzeugte: Durch Variation von Pulsbreite und Frequenz entstanden gleichmäßige, kräftige Farbtöne. Der Übergang zwischen Blau-, Violett- und Goldnuancen ließ sich präzise steuern. Auf Holz oder Acryl erzeugte der Diodenlaser saubere Schnittkanten mit minimaler Nachbearbeitung. Selbst kleine Schriften unter 1 mm blieben klar lesbar.
Während intensiver Nutzung zeigte das Gerät keine thermischen Stabilitätsprobleme. Die interne Lüftung regelte sich automatisch, und auch bei mehreren Stunden Dauergravur blieb die Temperatur im optimalen Bereich. Im Serienbetrieb mit Förderband-Zuführung arbeitete das System stabil und wiederholgenau – ein wesentlicher Vorteil für gewerbliche Anwender*innen, die Effizienz und gleichbleibende Qualität erwarten.
Sicherheits- & Wartungsaspekte
Das Sicherheitskonzept des F2 Ultra orientiert sich an den europäischen Standards für Lasersysteme der Klasse 4. Das geschlossene Gehäuse verhindert den Austritt von Laserstrahlung. Wird die Haube geöffnet, stoppt der Laser automatisch. Zusätzlich sind ein Not-Aus-Schalter und ein Überdruckventil integriert. Für den Betrieb in Innenräumen empfiehlt sich der Anschluss des optionalen Luftfiltersystems, das Rauch und Feinstaub bindet. In der Wartung zeigt sich das Gerät pflegeleicht: Linsen sollten regelmäßig mit geeignetem Tuch gereinigt werden, Software-Updates laufen automatisiert. Verbrauchsmaterialien wie Filter oder Schläuche lassen sich mit wenigen Handgriffen austauschen.
Vergleich mit Alternativmodellen
Obwohl der xTool F2 Ultra durch seine Doppellaser-Kombination eine Sonderstellung einnimmt, lohnt ein Blick auf andere Geräte, die in ähnlichen Anwendungsbereichen eingesetzt werden. Drei Modelle zeigen gut, wo die Unterschiede liegen.
ComMarker B4 (20 – 30 W MOPA Fiber)
Der ComMarker B4 gehört zu den beliebtesten Faserlasern im mittleren Preissegment. Mit 20 bis 30 W Leistung ist er deutlich schwächer, liefert aber ordentliche Gravurergebnisse auf Metallen. Sein Arbeitsbereich von 110 × 110 mm fällt kleiner aus, kann jedoch durch Wechseloptik auf 200 × 200 mm erweitert werden. Preislich bewegt sich das Modell zwischen 1 500 und 4 000 Euro und ist somit eine kostengünstige Option für Einsteiger*innen.
- Vorteile: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, einfache Bedienung, LightBurn-Kompatibilität
- Nachteile: keine Dioden-Komponente, kein Farbmodus, keine integrierte Kamera
Wer hauptsächlich Gravuren auf Edelstahl oder Aluminium anfertigt und auf Automatisierung verzichten kann, findet im B4 eine solide Alternative. Für präzise Farbgravuren oder variable Materialbearbeitung bleibt der F2 Ultra jedoch deutlich flexibler.
Monport GA60 (60 W MOPA)
Der Monport GA60 tritt mit derselben Faserleistung wie der F2 Ultra an, verzichtet aber auf den zusätzlichen Blaudioden-Laser. Damit liegt der Fokus klar auf der Metallbearbeitung. Die Arbeitsfläche beträgt 175 × 175 mm, der Preis rund 4 000 Euro. Positiv fällt die hohe Materialtiefe bei Gravuren auf – ideal für industrielle Markierungen. Allerdings fehlt die kameragestützte Ausrichtung, und auch eine automatische Förderbandlösung ist nicht vorgesehen.
- Vorteile: hohe Leistung auf Metallen, gutes Preisniveau, robuste Konstruktion
- Nachteile: kein Dual-Laser-System, geringerer Automatisierungsgrad, kleinerer Arbeitsbereich
In der Summe eignet sich der GA60 für Fachbetriebe, die rein metallische Bauteile bearbeiten. Für kreative oder multifunktionale Anwendungen ist der xTool F2 Ultra aufgrund seiner Materialbreite im Vorteil.
LaserPecker LP4 (Dual 10 W Diode + 2 W IR Fiber)
Mit seiner kompakten Bauform spricht der LaserPecker LP4 eher Hobbyanwender*innen oder Kreative mit geringem Platzbedarf an. Das Gerät kombiniert einen 10-W-Diodenlaser mit einem kleinen 2-W-Infrarotmodul. Die Gravurfläche liegt bei 160 × 120 mm. Der LP4 ist tragbar, arbeitet kabellos und eignet sich gut für personalisierte Einzelstücke. Für industrielle Anforderungen oder Serienfertigung ist er jedoch zu schwach dimensioniert.
- Vorteile: leicht, mobil, unkomplizierte Bedienung
- Nachteile: geringe Leistung, kein echtes Fiber-System, eingeschränkte Präzision bei Metallgravuren
Im direkten Vergleich bleibt der F2 Ultra das technisch umfassendste System. Seine Dual-Laser-Architektur, die Dual-48-MP-Kameras und die Option auf automatisierte Zuführung machen ihn zum derzeit wohl vielseitigsten Gerät im Desktop-Segment. Die Alternativen punkten in erster Linie beim Preis und sind sinnvoll, wenn es um kleinere Projekte oder das Erlernen grundlegender Lasertechnik geht.
Vergleichsfazit: Wer höchste Genauigkeit, Farbgravuren und automatisierte Arbeitsabläufe sucht, investiert mit dem F2 Ultra in ein langfristig erweiterbares System. Geräte wie der Monport GA60 oder ComMarker B4 bieten solide Ergebnisse für klassische Metallmarkierungen, erreichen aber nicht die Material- und Funktionsvielfalt des xTool-Systems.
Testergebnisse & Alltagseindruck
Nach einer intensiven Testwoche ergibt sich ein rundes Gesamtbild: Der xTool F2 Ultra vereint technische Präzision mit hoher Alltagstauglichkeit. Besonders hervorzuheben ist die Wiederholgenauigkeit – Gravuren erscheinen selbst nach Dutzenden Durchläufen identisch, ohne sichtbare Abweichung. Diese Stabilität schätzen vor allem Anwender*innen, die mit Serienfertigungen oder wiederkehrenden Markierungen arbeiten.
Die Dual-Kamera-Ausrichtung bewährte sich als großer Vorteil im täglichen Gebrauch. Kleine Schmuckstücke, USB-Gehäuse oder Werkzeugteile ließen sich millimetergenau positionieren. Der Arbeitsprozess wird durch die Live-Vorschau erheblich beschleunigt, da kein zeitaufwändiges Probeschneiden erforderlich ist. In Kombination mit dem Autofokus entsteht ein flüssiger Workflow, der auch weniger erfahrenen Nutzer*innen präzise Ergebnisse ermöglicht.
Im Dauerbetrieb zeigte sich der F2 Ultra zuverlässig. Weder übermäßige Erhitzung noch Leistungseinbrüche waren feststellbar. Einziger kleiner Kritikpunkt bleibt die begrenzte Höhe des Arbeitsraums. Wer größere Objekte gravieren möchte, muss mit Zubehör oder Umpositionierung arbeiten. Für typische Werkstücke – Platten, Ringe, Schilder – ist der Platz jedoch vollkommen ausreichend.
„Die Dual-Kameras ersparen mir täglich Minuten bei der Ausrichtung. Das Gerät arbeitet präziser, als ich es von einem Desktop-Laser erwartet hätte.“
„Für die Serienproduktion kleiner Metallteile ist das Conveyor-System eine enorme Arbeitserleichterung.“
Externe Erfahrungen & Nutzerfeedback
Auch in unabhängigen Erfahrungsberichten zeigt sich ein weitgehend einheitliches Bild. Anwender*innen loben vor allem die hohe Farbpräzision bei Edelstahlgravuren und die Verarbeitungsqualität. Viele betonen, dass der F2 Ultra trotz seiner Komplexität überraschend intuitiv zu bedienen ist. Die Software wird für ihre klar strukturierte Oberfläche und die hilfreichen Presets gelobt.
Einige Rückmeldungen erwähnen, dass das Gerät eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt, insbesondere bei der Farbanpassung des MOPA-Lasers. Sobald die Parameter verstanden sind, überzeugt der Laser aber durch gleichmäßige Ergebnisse. Positiv fällt zudem der Kundensupport von Makeblock Europe B.V. auf: Ersatzteile und Hilfe stehen schnell zur Verfügung. Zusammengefasst gilt der F2 Ultra unter Fachleuten als eine der derzeit ausgereiftesten Desktop-Lösungen im semiprofessionellen Bereich.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum xTool F2 Ultra
1. Kann der xTool F2 Ultra Edelstahl farbig gravieren, und bleiben die Farben stabil?
Ja, der integrierte MOPA-Faserlaser erzeugt über hundert unterschiedliche Farbtöne auf Edelstahl oder Titan. Die Farbwirkung entsteht durch Variation der Pulsfrequenz und -dauer. Bei gleichbleibenden Parametern bleiben die Farben reproduzierbar. Unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten können jedoch leichte Nuancen verursachen – ein kurzer Test vor Serienproduktionen ist daher empfehlenswert.
2. Welche Metalle lassen sich schneiden, und bis zu welcher Stärke?
Der F2 Ultra schneidet Edelstahl und Messing bis etwa zwei Millimeter, Aluminium bis rund einen Millimeter. Die Schnittqualität hängt stark von der Wärmeleitfähigkeit und Oberflächenbeschichtung des Metalls ab. Für sehr dicke Bleche ist der Laser nicht konzipiert; dort sind CO₂- oder Faseranlagen im höheren Leistungsbereich besser geeignet.
3. Wie groß ist die nutzbare Arbeitsfläche, und kann sie erweitert werden?
Standardmäßig beträgt der Arbeitsbereich 220 × 220 mm. Durch den optionalen Auto Streamline™ Conveyor lässt sich die Arbeitslänge auf bis zu 500 mm erhöhen. Diese Erweiterung ist besonders praktisch für längere Objekte oder automatisierte Serienabläufe. Die Z-Höhe bleibt jedoch bauartbedingt begrenzt, was bei sperrigen Werkstücken berücksichtigt werden sollte.
4. Welche Software ist kompatibel, und wie läuft der Workflow ab?
Die Steuerung erfolgt ausschließlich über xTool Creative Space (XCS). Die Software erlaubt den Import gängiger Grafikformate, bietet Layer-Steuerung, Cloud-Speicherung und Batch-Verarbeitung. Der Workflow ist linear aufgebaut: Projekt erstellen, Parameter wählen, Kameraausrichtung prüfen, Gravur starten. Dank Presets gelingt der Einstieg auch ohne Erfahrung in Lasertechnik.
5. Wie präzise arbeitet das Kamera-System?
Die beiden 48-MP-Kameras liefern ein hochauflösendes Echtzeit-Bild, auf dem selbst winzige Details klar erkennbar sind. In Kombination mit dem Autofokus erreicht das System eine Wiederholgenauigkeit von etwa 0,002 mm. Damit lassen sich Schmuckstücke, Leiterplatten oder technische Bauteile exakt positionieren.
6. Welche Sicherheitsfunktionen sind integriert?
Der Laser arbeitet in einem vollständig umhausten Gehäuse mit getöntem Sichtfenster. Öffnet sich der Deckel, schaltet das System sofort ab. Zusätzlich ist ein Not-Stopp-Schalter vorhanden. Für den Innenraumbetrieb empfiehlt sich der Air Purifier, der Rauchpartikel und Gerüche filtert. Das Gerät entspricht der europäischen Norm für Laserklasse 4, wodurch der Betrieb unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften problemlos möglich ist.
7. Wie aufwendig ist die Inbetriebnahme im Alltag?
Nach dem Auspacken erfolgt der Anschluss an Strom und Computer. Die Software führt Schritt für Schritt durch die Erstkalibrierung, inklusive Kamera-Abgleich und Fokusbestimmung. Dieser Prozess dauert etwa zehn Minuten. Danach kann sofort mit ersten Gravuren begonnen werden. Im Alltag reichen wenige Klicks, um neue Projekte zu starten oder Parameter anzupassen.
8. Welche Stromversorgung wird benötigt?
Der F2 Ultra wird über eine Standard-Netzspannung von 220–240 Volt betrieben. Die Leistungsaufnahme liegt bei maximal 400 Watt, was einem herkömmlichen Büro-PC entspricht. Für den Betrieb genügt daher eine normale Steckdose; spezielle Anschlüsse oder Kühlkreisläufe sind nicht erforderlich.
9. Wie funktioniert die Serienproduktion mit dem Conveyor?
Das Förderbandsystem transportiert Werkstücke automatisch durch den Laserbereich. Die Kameras erkennen die Position jedes Objekts und passen den Gravurstart entsprechend an. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Ablauf mit gleichbleibender Genauigkeit. Für kleine Unternehmen bedeutet das eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis, insbesondere bei wiederkehrenden Gravuren.
10. Wie gut lassen sich Holz und Acryl bearbeiten?
Der 40-W-Diodenlaser liefert auf Holz und Acryl saubere Schnitte und gleichmäßige Gravuren. Bei dickeren Materialien empfiehlt sich eine schrittweise Bearbeitung in mehreren Durchgängen. Mit aktivem Luftfilter entstehen kaum Rauchspuren, und die Kanten bleiben glatt. Für besonders dickes Acryl wäre ein stärkerer CO₂-Laser vorzuziehen.
11. Ist der F2 Ultra für Schmuckgravuren geeignet?
Ja. Dank der hohen Positioniergenauigkeit und der optionalen Rotationsvorrichtung RA2 Pro eignet sich das Gerät hervorragend für Schmuckstücke, Ringe oder Uhrengehäuse. Durch die Farbfunktion entstehen zudem dekorative Akzente, etwa Logos oder Gravuren in unterschiedlichen Tönen. Viele Werkstätten nutzen den F2 Ultra bereits für Kleinserien hochwertiger Accessoires.
12. Wie laut arbeitet das Gerät, und welche Garantie gilt?
Die Lüfter erzeugen ein Geräusch ähnlich einem mittleren Computer – für Werkstattumgebungen gut verträglich. Die Standardgarantie beträgt zwei Jahre. Optional kann sie mit dem kostenpflichtigen Programm xTool Care verlängert werden. Innerhalb der ersten 15 Tage nach Kauf bietet der Hersteller zudem eine unkomplizierte Austauschregelung bei Defekten an.
Marke xTool – Hintergrund & Support
Die Marke xTool entstand 2012 als Tochterunternehmen des chinesischen Technologieherstellers Makeblock. Ziel war es, präzise und zugleich erschwingliche Lasersysteme zu entwickeln, die Kreativen und Kleinbetrieben den Einstieg in die digitale Fertigung erleichtern. Mittlerweile betreibt xTool Niederlassungen in Europa, den USA und Asien und vertreibt sowohl Diode-, CO₂- als auch Faserlaser.
Besonderen Wert legt das Unternehmen auf Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Merkmale wie Dual-Kameras, AI-gestützte Fokus-Korrektur und modulare Zubehörpakete sind Kernbestandteile der Produktlinie. In Europa erfolgt der Service über Makeblock Europe B.V., wodurch Garantie- und Ersatzteilfragen schnell bearbeitet werden. Das Konzept: ein ganzheitliches, erweiterbares System für professionelle Anwendungen im Desktop-Format.
Fazit & Empfehlung
Der xTool F2 Ultra positioniert sich als durchdachte Gesamtlösung für alle, die präzise Gravuren mit hohem Automatisierungsgrad wünschen. Das Dual-Laser-Prinzip eröffnet eine außergewöhnlich große Materialvielfalt – von Edelstahl und Titan bis zu Acryl und Holz. Die hohe Verarbeitungsgüte, die intuitive Software und die erweiterbaren Module machen das System zukunftssicher.
Schwächen wie die begrenzte Z-Höhe oder die notwendige Einarbeitung in MOPA-Parameter sind im Alltag gut beherrschbar. Im Verhältnis zu Leistung und Funktionsumfang ist der Preis von etwa 7 300 Euro angemessen. Für kleine Produktionsbetriebe, Schmuck-Ateliers oder Kreativ-Studios ist der F2 Ultra eine der derzeit überzeugendsten Lösungen im Desktop-Laser-Segment.
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