Winter-Camping: Die besten Anfängertipps

Lektor

Bernard Miletic

Camping macht nicht nur Spaß im Sommer. Auch im Frühling, Herbst und Winter ist Campingvergnügen durchaus möglich. Dabei gilt es natürlich, ein paar wichtige Hinweise hinsichtlich Temperaturen und Vorkehrungen zu bedenken. Wer diese Tipps jedoch beherzigt, ist ideal auch für das Winter-Camping gewappnet.

Winter-Camping - Die besten Anfängertipps

Was ist beim Winter-Camping zu beachten?

Während im Sommer Flip-Flops, Short und T-Shirts auf dem Campingplatz ein Must-Have sind, gelten diese Kleidungsstücke im Winter als weniger praktisch. Doch genau das macht den Reiz für hartgesottene Camper aus. Damit das Winter-Camping jedoch rundum funktioniert, gilt es einige Vorkehrungen zu treffen.

Winterreifen bedenken

Während für Caravans keine Winterreifenpflicht vorliegt, sieht das für Zugfahrzeuge sowie Wohnmobile anders aus. Hier gilt in Deutschland und in Österreich eine situative Winterreifenpflicht. Auch im Ausland ist auf gute Bereifung zu achten. Dabei gilt: Trotz Winterreifen ist beim Bremsen und in Kurven Vorsicht angesagt. Bedenke dabei immer die Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Sicherheit geht schließlich vor.

Tipp: In Ländern wie Italien, Finnland, Slowenien, Norwegen, Tschechien oder Schweden sind Winterreifen vorgeschrieben. In Frankreich ist auf spezielle Beschilderung zu achten, die auf Winterreifen hinweisen. In Dänemark, Belgien, Großbritannien, Polen und in den Niederlanden gibt es zwar keine Winterreifenpflicht, dennoch ist in jedem Fall eine gute Winterbereifung sinnvoll.

Gasvorräte vor der Abfahrt kontrollieren

In den meisten Wohnwagen wird mit Propangas gekocht und geheizt. Das ist wichtig, um auch Temperaturen um den Gefrierpunkt im Camper standhalten zu können. Butan ist jedoch nur für den Temperaturrahmen um die 0° Celsius empfehlenswert. Hier reicht in der Regel eine 11-kg-Flasche für zwei bis drei Tage aus, um den Camper beheizen zu können. Ist keine Gasfüllstandanzeige vorhanden, ist der Gasvorrat mittels Gas-Checker oder Gaswaage empfehlenswert.

Tipp: Das Einfrieren des Druckreglers lässt sich am besten durch eine Nachrüstung mit einem Eis-Ex (elektrische Beheizung) verhindern. Im besten Fall ist ein Duo-Control vorhanden. Dieser bietet Anschlüsse für zwei Flaschen. Ist eine Gasflasche leer, schaltet das System automatisch auf die volle Flasche um.

Richtiges Lüften im Winter beherzigen

Auch im Winter muss ein Camper regelmäßig belüftet werden. Vor allem Stoßlüften ist sehr wichtig, damit es auf dem engen Raum nicht zu feucht wird. Fenster, die im Wohnwagen beschlagen sind immer ein Warnsignal. Um das Klima ideal zu halten, sind regelmäßige Lüftungen vorzunehmen. Gleichzeitig sollte feuchte Kleidung nicht im Camper oder in der Duschkabine aufgehängt werden. Viele moderne Campingplätze bieten inzwischen Trockenräume an, die hervorragend zum Aufhängen von Kleidung und Co. geeignet sind.

Werkzeuge bereitlegen

Beim Winter-Camping müssen Naturliebhaber mit allem rechnen – auch mit Schnee. Für den Fall der Fälle ist es sinnvoll, neben Besen und Schaufel auch einen Schneeschieber mitzuführen. Wer ein Wohnmobil mieten möchte, sollte auf diese Utensilien achten oder sich eine gute Grundausrüstung zulegen, um den Eingangsbereich und das Dach von Schnee zu befreien.

Tipp: Zu viel Schnee auf dem Dach ist für die meisten Camper problematisch. Das Gewicht kann die Aufbauten belasten. Außerdem kann Schnee die Caravan Heizung verstopfen. Daher ist immer darauf zu achten, dass der Wohnwagen frei von Schnee ist.

Warme Kleidung nicht vergessen

Warme Kleidung für den Menschen ist einfach zu beschaffen. Warme Pullis, Socken und Jacken stehen schließlich in großer Auswahl zur Verfügung. Doch auch für den Wohnwagen ist warme Kleidung essenzielle. Diese ist in Form von Thermohauben erhältlich. Sie lassen sich einfach anbringen und sorgen dafür, dass Scheiben nicht vereisen und die Kondenswasserbildung abnimmt. Der Innenraum kühlt somit nicht so leicht aus und der Gasvorrat lässt sich besser einplanen.

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