Ein gutes Sideboard soll Stauraum schaffen, ruhig wirken und sich im besten Fall auch dann noch bewähren, wenn ein Umzug ansteht. Mein Erfahrungsbericht zum Tojo-stau low 150 zeigt, dass dieses Möbelstück seinen besonderen Charakter vor allem aus der Konstruktion gewinnt: Der Korpus lässt sich weitgehend ohne Werkzeug aufbauen und später wieder zerlegen. Im einwöchigen Test überzeugt das Sideboard durch eine sehr präzise Passung, eine aufgeräumte Gestaltung und einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck. Der Preis von etwa 1.100 Euro verlangt allerdings eine bewusste Entscheidung für Design, Material und Montagekonzept.
Das Tojo-stau low 150 richtet sich an Menschen, die geschlossenen Stauraum für Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer oder Homeoffice suchen und dabei Wert auf eine reduzierte Formensprache legen. Die Empfehlung ist realistisch, wenn ihr ein langlebig nutzbares Möbel für den Innenbereich sucht, den ihr bei einem späteren Wohnungswechsel nicht komplett als einteiliges Schwergewicht transportieren müsst. Für die tägliche Nutzung sind vor allem die grifflosen Türen, die Fachaufteilung und die sechs Verstellfüße relevant.
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Einleitung und Produktdetails
Beim ersten Kontakt fällt auf, dass das Tojo-stau low 150 nicht versucht, durch dekorative Elemente Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die weiße, beschichtete MDF-Oberfläche bildet eine ruhige Fläche, während die bewusst sichtbaren braunen beziehungsweise naturfarben wirkenden Kanten einen klaren Kontrast setzen. Dieses Detail prägt den Gesamteindruck stärker, als es die Produktfotos zunächst vermuten lassen. Im Test wirkt das Sideboard dadurch eigenständig, ohne seine Funktion als Stauraummöbel in den Hintergrund zu rücken.
- Produktname: Tojo-stau low 150
- Hersteller: Tojo Möbel GmbH, Schorndorf
- Artikelnummer: 3010
- Designer: Bastian Prieler
- Markteinführung: 2022
- Außenmaße: 150 cm Breite, 45 cm Tiefe und 75 cm Höhe
- Material: beschichtetes MDF
- Farbe: Weiß
- Gewicht: je nach Händlerangabe etwa 69 bis 72 kg
- Bauweise: zerlegtes Flat-Pack-Möbel mit bauteiloptimiertem Korpus
- Innenaufteilung: drei Türen, zwei horizontale Fachbodenebenen, eine vertikale Trennwand sowie Boden und Deckel
- Rückwand: zwei Rückwandteile mit 100 cm und zwei Rückwandteile mit 50 cm Länge
- Seitenwand-Komponenten: acht Bauteile laut Aufbauanleitung
- Scharniere: sechs verdeckte Topfscharniere, jeweils zwei pro Tür
- Füße: sechs höhenverstellbare Metall-Gewindefüße mit rundem Auflageteller
- Türgestaltung: oben eingefräste Griffmulden ohne aufgesetzte Griffe
- Belastung: maximal 25 kg je Regalboden laut allgemeiner Sicherheitsangabe der Stau-Aufbauanleitung, bei gleichmäßiger Verteilung
- Verwendungsort: ausschließlich Innenräume
- Pflege: weiches, feuchtes Tuch, keine aggressiven Reiniger oder scharfen Chemikalien
- Herstellerpreis: etwa 1.119 Euro zuzüglich Versand
- Lieferung: per Spedition, standardmäßig frei Bordsteinkante
- Lieferzeit: im Hersteller-Shop etwa 6 bis 10 Tage bei bestehender Verfügbarkeit
Besondere Eigenschaften
- Werkzeugloser Korpusaufbau: Die Platten greifen über Nuten, Aussparungen und vorbereitete Verbindungspunkte ineinander. Werkzeug wird hauptsächlich für die Scharniere benötigt.
- Wieder zerlegbar: Der Korpus lässt sich nach dem Aufbau erneut ohne Werkzeug auseinandernehmen. Das ist bei einem Möbel mit 150 cm Breite und einem Gewicht von etwa 69 bis 72 kg im Alltag praktisch.
- Griffmulden statt aufgesetzter Griffe: Die Türen bleiben optisch ruhig und lassen sich trotzdem direkt öffnen.
- Sichtbare Fachbodenkanten: Die braunen Kanten bilden einen bewussten gestalterischen Kontrast zur weißen Beschichtung und machen die Konstruktion sichtbar.
- Flexible Nivellierung: Die sechs Gewindefüße gleichen leichte Unebenheiten aus. Das hilft außerdem dabei, die drei Türen sauber auszurichten.
- Ordnergeeignete Fachhöhen: Die Innenaufteilung ist laut Hersteller so ausgelegt, dass Aktenordner Platz finden.
- Flat-Pack-Lieferung: Das Sideboard kommt zerlegt in flachen Kartons. Die Kartons sind klar nach Bauteilgruppen gekennzeichnet.
- Bewusste Konstruktionsästhetik: Nuten, Steckkanten und sichtbare Bauteilübergänge sind nicht vollständig versteckt, sondern gehören zum Erscheinungsbild.
Im praktischen Eindruck unterscheiden sich diese Eigenschaften deutlich voneinander. Die Griffmulden und die Verstellfüße verbessern die tägliche Nutzung unmittelbar, während die zerlegbare Konstruktion vor allem beim Aufbau, bei einem Umzug oder bei einer späteren Raumveränderung Vorteile bietet. Die sichtbaren Kanten sind gestalterisch interessant, bleiben aber eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer eine vollständig gleichförmige weiße Oberfläche erwartet, nimmt den Kontrast vermutlich bewusster wahr als jemand, der konstruktive Details mag.
Zum Tojo-stau low 150 im Hersteller-Shop – mit zerlegbarem Korpus und klarer Formsprache
Alternativprodukte
IKEA BESTÅ, 180 × 42 × 74 cm
Die weiße Kombination kostet aktuell etwa 220 Euro, ist 180 cm breit und besitzt drei Türen sowie sechs Einlegeböden. Dazu kommen sanft schließende beziehungsweise drückbare Beschläge, verstellbare Böden und eine zehnjährige Garantie. Ein Nachteil ist die leichtere Plattenkonstruktion mit Span- und Holzfaserplatten sowie Papier-Wabenfüllung. Das Tojo-stau low 150 bietet dafür den massiveren MDF-Eindruck, die ungewöhnliche Steckkonstruktion und den werkzeuglos zerlegbaren Korpus.
Tikamoon Gabrielle Sideboard 150 cm
Das Gabrielle kostet etwa 799 Euro, misst 150 × 40 × 81 cm und wiegt ungefähr 54,4 kg. Es besteht aus lackiertem massivem Mangoholz, verfügt über drei Türen und drei Schubladen und wird weitgehend vormontiert geliefert. Der Nachteil liegt für Umzüge im geringeren Fokus auf wiederholtes Zerlegen. Das Tojo punktet hier mit seinem Flat-Pack-Konzept, den sichtbaren Steckverbindungen und dem Korpus, der sich wieder werkzeuglos auseinandernehmen lässt.
USM Haller Sideboard E2
Das USM Haller E2 misst 152,3 × 37,3 × 74 cm und kostet etwa 2.355 Euro. Stahlrohre, Verbindungskugeln und pulverbeschichtete Stahlpaneele ermöglichen langfristige Erweiterungen und Umkonfigurationen. Der klare Nachteil ist der deutlich höhere Preis. Das Tojo-stau low 150 ist wesentlich günstiger und bietet trotzdem eine durchdachte Zerlegbarkeit sowie eine eigenständige Gestaltung, auch wenn es nicht als dauerhaft erweiterbares Möbelsystem ausgelegt ist.
Produkttest
Testkriterien
Ich prüfe das Sideboard anhand der Kriterien, die für ein großes Wohnmöbel im Alltag entscheidend sind. Dazu gehören zunächst Verpackung und Unboxing, weil eine zerlegte Lieferung nur dann praktisch ist, wenn die Bauteile geschützt und eindeutig zugeordnet sind. Anschließend bewerte ich die sichtbare und fühlbare Verarbeitung, die Passgenauigkeit der Platten, die Qualität der Kanten und den Eindruck der Beschläge.
- Verpackung und Unboxing: Schutz der Platten, Kennzeichnung der Kartons, Übersichtlichkeit und Nutzung des Verpackungsmaterials als Unterlage
- Verarbeitung: Oberflächen, Kanten, Aussparungen, Nuten, Bohrungen und Beschlagaufnahmen
- Montage: Verständlichkeit, Werkzeugbedarf, Montagezeit und Eignung für eine Person
- Passform: Genauigkeit der Steckverbindungen, Sitz von Rückwänden, Fachböden und Seitenbauteilen
- Türfunktion: Montage und Justage der sechs verdeckten Topfscharniere, Öffnen und Schließen der drei Türen
- Standsicherheit: Wirkung der sechs Metall-Gewindefüße auf leicht unebenem Untergrund
- Stauraum: Zugänglichkeit, Fachaufteilung und Eignung für Ordner und Wohnutensilien
- Alltagstauglichkeit: Bedienung über Griffmulden, Reinigung, Oberflächenwirkung und Nutzung der Oberseite
- Zerlegbarkeit: Aufwand beim Rückbau und Einschätzung der Transportfreundlichkeit
- Sicherheit: stabiler Stand, gleichmäßige Belastung und Hinweise zu Pflege und Montage
Ablauf des einwöchigen Tests
Ich, Anna Lindner, teste das Tojo-stau low 150 über sieben Tage in einem privaten Wohnumfeld. Als Einrichtungsberaterin achte ich dabei besonders auf Wohnkomfort, funktionale Stauraumlösungen, Verarbeitung und die Frage, ob ein Möbel im Alltag tatsächlich so unkompliziert bleibt, wie es sein Konstruktionsprinzip verspricht. Ich führe den Aufbau selbst durch und prüfe das fertig montierte Sideboard anschließend an mehreren Tagen mit typischer Nutzung im Wohnbereich.
Am ersten Tag kontrolliere ich die Anlieferung, öffne die Kartons und ordne die Bauteile. Danach folgt der Aufbau des Korpus. Am zweiten Tag montiere und justiere ich die Türen und richte das Möbel über die sechs Füße aus. An den Tagen drei bis sechs nutze ich die Fächer mit alltäglichen Gegenständen und Ordnern, öffne die Türen mehrfach und prüfe die Standfestigkeit auf einem leicht unebenen Boden. Am siebten Tag zerlege ich den Korpus in umgekehrter Reihenfolge und setze ihn erneut zusammen.
Eine Woche reicht aus, um Montage, Passform, Bedienung, Oberflächenanmutung und erste Alltagseindrücke realistisch zu bewerten. Eine mehrjährige Aussage zur Haltbarkeit ist daraus nicht abzuleiten. Genau deshalb konzentriere ich mich auf direkt beobachtbare Eigenschaften und darauf, wie sich die Konstruktion während des Aufbaus, der Nutzung und des einmaligen Wiederaufbaus verhält.
Unboxing
Das Sideboard kommt zerlegt in flachen Kartons und länglichen Kartonschachteln an. Die großen beschichteten Platten liegen geschützt zwischen Karton- und Wellpappenlagen. Diese Verpackung wirkt funktional und ist für ein Flat-Pack-Möbel sinnvoll, weil die Einzelteile flach transportiert werden können. Gleichzeitig nutze ich die großflächigen Kartonlagen direkt als Unterlage, damit weder Boden noch Platten beim Aufbau unnötig beansprucht werden.
Positiv fällt die klare Kennzeichnung auf. Auf jedem Karton ist angegeben, welche Bauteilgruppe sich darin befindet. Ein länglicher Karton trägt beispielsweise die Bezeichnung „Tojo stau türen aussen 105 2er Set“. Dadurch muss ich die Verpackungen nicht vollständig öffnen, um die enthaltenen Teile zu identifizieren. Das reduziert Suchzeiten und verhindert, dass beim Aufbau mehrere ähnliche weiße Platten verwechselt werden.
Beim Auspacken erkenne ich bereits die vorbereiteten Nuten, Aussparungen und Bohrungen. Die Bauteile müssen nicht selbst angezeichnet oder nachbearbeitet werden. Auch die Aufnahmen für die verdeckten Topfscharniere sind in den Türen vorhanden. Die Metallteile und Beschlagpunkte sitzen an den vorgesehenen Stellen, was den geordneten Eindruck der Lieferung unterstützt.
Installation und erste Nutzung
Die Inbetriebnahme besteht bei diesem Produkt aus dem Aufbau, der Türmontage und der Ausrichtung. Der eigentliche Korpus entsteht intuitiv aus den ineinandergreifenden Platten. Eine Bedienungsanleitung benötige ich für die grundsätzliche Reihenfolge nicht, weil die Aussparungen und Nuten die Positionen eindeutig vorgeben. Für die sechs Scharniere nutze ich Werkzeug, während Boden, Deckel, Seiten, Rückwände und Fachböden ohne Werkzeug zusammengefügt werden.
Die Montage verläuft schnell und ohne nennenswerte Probleme. Die Platten greifen punktgenau ineinander, und die Schrauben sowie Beschläge sitzen dort, wo sie erwartet werden. Die Türen erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit, weil drei Fronten sauber nebeneinander ausgerichtet werden müssen. Ich montiere die Scharniere, stelle den Korpus über die Metall-Gewindefüße waagerecht und nehme danach die Feineinstellung der Türfugen vor.
Der Aufbau ist grundsätzlich allein möglich. Beim Einsetzen und Halten der Türen ist eine zweite Person dennoch angenehm, weil die Fronten großflächig sind und während der Scharniermontage sicher positioniert werden müssen. Das ist kein grundlegendes Montageproblem, sondern eine praktische Erleichterung. Nach dem Aufbau lässt sich das Möbel über die Griffmulden direkt bedienen.
Testverlauf und Testergebnis
Tag 1: Verpackung, Bauteile und Verarbeitung
Am ersten Tag hinterlässt das Tojo-stau low 150 bereits beim Auspacken einen extrem hochwertigen und robusten Eindruck. Die weißen Flächen wirken gleichmäßig beschichtet und fühlen sich glatt an. Die braunen Kanten sind klar sichtbar und sauber in die Gestaltung eingebunden. Sie wirken nicht wie ein zufälliger Materialbruch, sondern wie ein bewusst eingesetztes Detail, das die Steckkonstruktion optisch nachvollziehbar macht.
Besonders überzeugend ist die Präzision der vorbereiteten Bauteile. Die Nuten und Aussparungen sind sauber ausgeführt, und die Platten lassen sich ohne unnötige Kraft zusammenführen. Die Kanten liegen passend aneinander. Während des Aufbaus prüfe ich die Kontaktstellen auf Druckspuren und Scheuerstellen. Die Beschichtung bleibt dabei unauffällig, obwohl mehrere Platten direkt miteinander in Verbindung kommen.
Tag 2: Aufbau des Korpus
Der Korpus entsteht abschnittsweise aus unterschiedlich breiten Bauteilen. Eine vertikale Trennwand teilt den Innenraum in einen schmaleren und einen breiteren Bereich. Zusätzlich entstehen durch zwei horizontale Fachbodenebenen drei übereinanderliegende Stauraumbereiche. Diese Aufteilung ist im aufgebauten Zustand deutlich praktischer, als es eine reine Außenansicht vermuten lässt.
Die Konstruktion folgt einer klaren Logik. Zuerst werden die vorbereiteten Seitenteile, Böden und Fachböden miteinander verbunden. Danach kommen die Rückwandteile und der Deckel hinzu. Die Verbindung über Steckkanten und Nuten gibt die Positionen weitgehend vor. Ich muss weder messen noch bohren, und die Befestigungspunkte für die Beschläge sind bereits vorbereitet.
Der Aufbau gelingt schnell. Die Aussage, dass der Korpus von einer Person ohne Werkzeug montiert werden kann, deckt sich mit meiner Erfahrung. Gleichzeitig empfinde ich die Platten aufgrund ihrer Größe und des Materialeindrucks nicht als leicht. Das Möbel lässt sich montieren, sollte im aufgebauten Zustand aber nicht unnötig häufig allein verschoben werden.
Tag 3: Türen, Scharniere und Ausrichtung
Die drei Türen werden mit jeweils zwei verdeckten Topfscharnieren befestigt. Die Scharniertöpfe sitzen in runden Ausfräsungen der Türen, die Montageplatten werden an den vorbereiteten Punkten am Korpus angebracht. Die Scharniere tragen eine sichtbare Tojo-Kennzeichnung. Bei geschlossenen Türen bleiben die Beschläge vollständig verborgen.
Die Türmontage ist der einzige Arbeitsschritt, der im Vergleich zum Korpus mehr Aufmerksamkeit verlangt. Drei nebeneinanderliegende Fronten zeigen kleine Abweichungen bei den Fugen sofort. Ich richte deshalb zuerst den Korpus über die sechs Füße aus und justiere anschließend die Scharniere. Genau diese Reihenfolge ist wichtig, weil ein leicht schiefer Stand sonst den Eindruck einer falschen Türmontage erzeugen kann.
Nach der Ausrichtung öffnen und schließen die Türen ohne Berührung untereinander. Die eingefrästen Griffmulden funktionieren direkt und benötigen keine zusätzliche Mechanik. Ich empfinde die Bedienung als angenehm, weil keine Griffe hervorstehen und die Front optisch geschlossen bleibt. Ein Soft-Close-Effekt ist nicht Bestandteil der getesteten Ausstattung, weshalb die Türen bewusst und nicht einfach achtlos zugedrückt werden sollten.
Tag 4: Stauraum und Alltagshandhabung
Im Alltag bietet das Sideboard eine großzügige Ablagefläche von 150 × 45 cm. Die Tiefe reicht aus, um Wohnaccessoires, Bücher oder technische Geräte abzustellen, ohne dass die Fläche sofort überladen wirkt. Im Innenraum nutze ich die drei Ebenen für Ordner und unterschiedlich große Gegenstände. Die Fachhöhen sind für Aktenordner geeignet, wodurch das Möbel auch im Homeoffice sinnvoll eingesetzt werden kann.
Die vertikale Trennwand führt zu unterschiedlich breiten Fächern. Das ist praktisch, weil nicht jede Aufbewahrung dieselbe Fachbreite benötigt. Schmale Bereiche lassen sich gezielt für Ordner oder kleinere Gegenstände nutzen, während der breitere Teil mehr Spielraum für größere Wohnaccessoires bietet. Gleichzeitig ist die Aufteilung konstruktiv festgelegt. Wer häufig wechselnde Fachhöhen benötigt, muss die vorhandene Struktur akzeptieren.
Die Türen halten den Stauraum optisch geschlossen. Dadurch wirkt die Front auch dann ruhig, wenn im Inneren unterschiedliche Dinge liegen. Die Griffmulden sind von oben gut erreichbar. Bei der Nutzung achte ich auf eine gleichmäßige Verteilung der Gegenstände und überschreite die dokumentierte allgemeine Angabe von maximal 25 kg je Regalboden nicht.
Tag 5: Standfestigkeit und Verstellfüße
Auf einem leicht unebenen Boden zeigen die sechs Metall-Gewindefüße ihren praktischen Nutzen. Die runden Auflageteller verteilen den Stand auf mehrere Punkte, während sich die Höhe über das Gewinde anpassen lässt. Ich richte das Möbel zunächst in der Längsrichtung und danach in der Tiefe aus. Anschließend prüfe ich, ob der Korpus kippelt und ob die Türen weiterhin gleichmäßige Spaltmaße zeigen.
Das Sideboard steht nach der Einstellung stabil. Die Füße sind im fertigen Zustand durch den zurückgesetzten Einbau nahezu unsichtbar. Aus der Nähe erkennt man jedoch den Abstand zwischen der unteren Platte und dem Boden. Diese Konstruktion schützt die Unterseite davor, direkt auf dem Fußboden aufzuliegen, und erleichtert die Nivellierung.
Die sechs Füße sind kein spektakuläres Detail, aber für ein 150 cm breites Möbel besonders sinnvoll. Schon kleine Unebenheiten können bei drei Türen sichtbar werden. Die Möglichkeit, den Korpus vor der Scharnierjustage sauber auszurichten, verbessert deshalb nicht nur die Standfestigkeit, sondern auch das Erscheinungsbild.
Tag 6: Oberfläche, Pflege und Nutzung
Die beschichtete MDF-Oberfläche lässt sich mit einem weichen, leicht feuchten Tuch unkompliziert abwischen. Staub und normale Gebrauchsspuren entferne ich ohne großen Aufwand. Die glatte weiße Fläche wirkt pflegeleicht, verlangt aber einen sorgfältigen Umgang mit Flüssigkeiten, Hitze und aggressiven Reinigern. Ich verwende deshalb Untersetzer und lasse keine Flüssigkeit längere Zeit auf der Oberfläche stehen.
Die sichtbaren Kanten benötigen ebenfalls Aufmerksamkeit. Sie sind ein charakteristisches Gestaltungselement und liegen an mehreren Steck- und Verbindungspunkten offen. Im einwöchigen Test zeigen sich dort keine auffälligen Abplatzer oder Druckstellen. Eine Aussage über jahrelange Beanspruchung wäre nach sieben Tagen jedoch nicht seriös. Bei häufigem Möbelrücken und unvorsichtigem Kontakt sollten diese Bereiche besonders geschützt werden.
Die Oberseite lässt sich gut als Ablage nutzen. Gleichzeitig bleibt das Möbel mit 75 cm Höhe angenehm niedrig und wirkt nicht raumgreifend. Die Tiefe von 45 cm bietet viel Stauraum, verlangt in engen Durchgängen aber eine passende Stellfläche. Für den vorgesehenen Innenbereich ist die Konstruktion stimmig, offene Flammen, Heizkörper und starke Wärmequellen sollten wie vom Hersteller vorgesehen gemieden werden.
Tag 7: Zerlegen und Wiederaufbau
Am siebten Tag prüfe ich die zentrale Besonderheit des Möbelstücks: den Rückbau. Nach dem Entfernen der Türen und Beschläge löse ich die Korpusbauteile in umgekehrter Reihenfolge. Die Steckverbindungen lassen sich wieder trennen, ohne dass ich den Korpus mit Gewalt auseinanderziehen muss. Die zerlegten Platten sind für den Transport deutlich handlicher als ein vollständig aufgebautes Sideboard.
Beim anschließenden Wiederaufbau passen die Bauteile weiterhin punktgenau zusammen. Die Nuten und Aussparungen führen die Platten erneut an ihre vorgesehenen Positionen. Auch die Rückwandteile und die Fachbodenebenen lassen sich wieder einsetzen. Nach der erneuten Ausrichtung prüfe ich die drei Türen und stelle die Fugen nach. Der Aufwand bleibt überschaubar.
Damit bestätigt sich der praktische Nutzen der Konstruktion. Der Korpus ist nicht nur für den ersten Aufbau optimiert, sondern auch für einen späteren Abbau. Das macht das Möbel besonders interessant für Menschen, die in den nächsten Jahren mit einem Wohnungswechsel rechnen oder ihr Einrichtungskonzept flexibel halten möchten.
Persönlicher Eindruck
Mein persönlicher Eindruck vom Tojo-stau low 150 ist überwiegend positiv. Besonders stark ist die Verbindung aus präziser Fertigung, eigenständiger Optik und unkompliziertem Aufbau. Die Verarbeitung wirkt im Test sehr hochwertig, und die Bauteile passen so genau zusammen, dass der Korpus fast selbstverständlich entsteht. Der Preis von etwa 1.100 Euro bleibt dennoch eine bewusste Investition, weil das Material beschichtetes MDF und kein Massivholz ist.
„Die Montage fühlt sich erstaunlich intuitiv an. Ich muss kaum überlegen, welche Platte wohin gehört, weil die Nuten und Aussparungen die Reihenfolge praktisch vorgeben.“
Als besonders gelungen empfinde ich die klare Kennzeichnung der Kartons. Bei einem Möbel mit vielen großen Platten spart dieses Detail spürbar Zeit. Auch die nahezu unsichtbaren Verstellfüße gefallen mir, weil sie funktional wichtig sind, das puristische Erscheinungsbild aber nicht stören.
„Die Türen sitzen nach dem Ausrichten sauber nebeneinander. Entscheidend ist, zuerst den Korpus über die Füße waagerecht zu stellen und erst danach die Scharniere einzustellen.“
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Türmontage. Obwohl der Korpus tatsächlich allein und ohne Werkzeug entsteht, ist beim Halten und Einsetzen der drei Türen eine zweite Person angenehm. Das ist besonders dann hilfreich, wenn ihr die Fronten sehr exakt ausrichten möchtet. Je nach Erfahrung im Möbelaufbau und verfügbarem Platz kann dieser Arbeitsschritt unterschiedlich leicht wirken.
Die sichtbaren braunen Kanten gefallen mir persönlich, weil sie die Konstruktion nachvollziehbar machen. Sie sind aber ein bewusstes Stilmittel und keine neutrale Standardlösung. Wer eine vollständig einfarbige Front erwartet, muss sich an diesen Kontrast erst gewöhnen. Im Zusammenspiel mit den Griffmulden und den verdeckten Scharnieren entsteht dennoch ein geschlossenes, ruhiges Gesamtbild.
Externe Erfahrungszusammenfassung
Für das konkrete Tojo-stau low 150 liegt keine belastbare breite externe Erfahrungsbasis vor. Im Hersteller-Shop sind derzeit keine veröffentlichten Produktbewertungen für diese Variante zu finden. Deshalb lassen sich aus externen Erfahrungsberichten keine verlässlichen Aussagen zur langfristigen Haltbarkeit, zur Entwicklung der Türfugen über mehrere Jahre oder zur dauerhaften Oberflächenbeständigkeit ableiten.
Eine veröffentlichte Bewertung aus der Stau-Serie beschreibt den Aufbau als schnell und einfach und beurteilt Lieferung sowie Verpackung positiv. Gleichzeitig wird für das Einsetzen der Türen eine zweite Person empfohlen. Diese Erfahrungen passen zu meinem eigenen Testeindruck, beziehen sich aber nicht direkt auf das hier getestete low 150.
Auch Designjurys heben die klare Erscheinung, die durchdachte Funktion, die Griffmulden, die Ordnerfächer und den unkomplizierten Aufbau hervor. Diese Erfahrungs- und Bewertungsbasis ist vor allem für Design und Produktkonzept aussagekräftig. Ein Erfahrungsbericht über einen Designpreis ersetzt jedoch keinen mehrjährigen Alltagstest. Meine eigenen Erfahrungen nach einer Woche bestätigen die Montage- und Gestaltungsvorteile, erlauben aber nur eine vorsichtige Einschätzung der langfristigen Nutzung.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Tojo-stau low 150 im Test
Wie groß ist das Tojo-stau low 150?
Das Tojo-stau low 150 ist 150 cm breit, 45 cm tief und 75 cm hoch. Damit bietet das Sideboard eine großzügige Ablagefläche und bleibt zugleich deutlich niedriger als ein klassischer Hochschrank. Die Tiefe schafft ausreichend Stauraum für Ordner, Bücher und Wohnaccessoires. Im Test wirkt das Möbel durch die niedrige Höhe ruhig und eignet sich besonders für Wohnbereiche, Esszimmer, Schlafzimmer und Homeoffice.
Aus welchem Material besteht das Tojo-stau low 150?
Das Sideboard besteht aus weiß beschichtetem MDF. MDF ist ein Holzfaserwerkstoff und nicht mit Massivholz gleichzusetzen. Die Oberfläche wirkt im Test glatt, sauber beschichtet und hochwertig verarbeitet. Die sichtbaren braunen Kanten gehören zur Gestaltung und machen die Konstruktion erkennbar. Tojo gibt an, FSC-zertifizierte MDF-Platten zu verwenden und bei der Herstellung auf Holzschutzmittel zu verzichten.
Wie viele Türen besitzt das Tojo-stau low 150?
Das Tojo-stau low 150 besitzt drei Türen. Jede Tür wird über zwei verdeckte Topfscharniere befestigt, sodass insgesamt sechs Scharniere zum Einsatz kommen. Die Türen öffnen sich über oben eingefräste Griffmulden. Aufgesetzte Griffe sind nicht erforderlich. Nach der Montage sollten die drei Fronten über die Scharniere feinjustiert werden, damit die Fugen gleichmäßig verlaufen und die Türen ohne Berührung nebeneinander öffnen.
Kann man das Tojo-stau low 150 alleine aufbauen?
Ja, der Korpus lässt sich laut Hersteller und nach meinem Test von einer Person ohne Werkzeug aufbauen. Die Platten werden über vorbereitete Nuten, Aussparungen und Verbindungspunkte zusammengesteckt. Für die Montage der Scharniere wird Werkzeug benötigt. Beim Einsetzen und Ausrichten der drei Türen ist eine zweite Person praktisch, weil die Fronten groß und während der Befestigung sicher zu halten sind.
Wie lange dauert der Aufbau des Tojo-stau low 150?
Der Aufbau gelingt im Test zügig, weil die Kartons klar beschriftet sind und alle relevanten Aussparungen sowie Bohrungen bereits vorbereitet sind. Eine feste Montagezeit hängt von Erfahrung, Raum und verfügbarer Unterstützung ab. Der Korpus entsteht deutlich schneller, als es die Anzahl der Bauteile zunächst vermuten lässt. Mehr Zeit sollte für die Montage und Feinjustage der drei Türen eingeplant werden.
Welche Werkzeuge benötigt man für die Montage?
Für den Korpus wird grundsätzlich kein Werkzeug benötigt. Die Bauteile werden über die konstruktiven Nuten und Aussparungen miteinander verbunden. Werkzeug kommt bei der Befestigung der sechs Türscharniere zum Einsatz. Die Türen werden nach dem Korpus montiert und anschließend eingestellt. Im Test ist der Werkzeugbedarf dadurch gering, während die Vorbereitung der Bauteile und die richtige Reihenfolge den größeren Anteil der Montage bestimmen.
Wie wird das Sideboard auf unebenen Böden ausgerichtet?
Das Tojo-stau low 150 steht auf sechs höhenverstellbaren Metall-Gewindefüßen. Über das Gewinde lässt sich der Korpus auf leicht unebenen Böden nivellieren. Im Test richte ich zuerst die Längsrichtung und danach die Tiefe aus. Erst wenn das Möbel stabil und waagerecht steht, stelle ich die Türfugen über die Scharniere ein. Diese Reihenfolge unterstützt einen gleichmäßigen und sauberen Frontverlauf.
Wie viel Gewicht trägt ein Fachboden?
Die offizielle Sicherheitsangabe der Stau-Aufbauanleitung nennt maximal 25 kg je Regalboden. Dieser Wert gilt als dokumentierte allgemeine Belastungsangabe und nicht als separat von mir geprüfter Dauerbelastungswert für eine jahrelange Nutzung. Die Gegenstände sollen gleichmäßig verteilt werden. Schwere Inhalte sollten möglichst weit unten liegen. Eine punktuelle Konzentration auf einer kleinen Fläche sollte vermieden werden.
Ist das Sideboard für Aktenordner geeignet?
Ja, die Fachhöhen sind laut Hersteller ausdrücklich so ausgelegt, dass Aktenordner Platz finden. Im Test nutze ich die drei Stauraumebenen für Ordner und unterschiedlich große Gegenstände. Eine vertikale Trennwand erzeugt unterschiedlich breite Bereiche. Dadurch eignet sich das Sideboard für eine gemischte Nutzung im Wohnbereich oder Homeoffice. Bei sehr schweren Papiermengen sollte die Belastungsangabe von 25 kg je Regalboden berücksichtigt werden.
Wie wird das Tojo-stau low 150 gereinigt?
Für die Reinigung empfiehlt sich ein weiches, leicht feuchtes Tuch. Im Test lassen sich Staub und normale Gebrauchsspuren damit unkompliziert entfernen. Aggressive Reiniger und scharfe Chemikalien sollten nicht verwendet werden. Heiße Gegenstände und länger stehende Flüssigkeiten gehören nicht direkt auf die empfindlichen Möbeloberflächen. Untersetzer schützen die Beschichtung und die sichtbaren Kanten zusätzlich im täglichen Gebrauch.
Ist der Korpus nach dem Aufbau wieder zerlegbar?
Ja, der Korpus lässt sich anschließend wieder werkzeuglos zerlegen. Im Test trenne ich die Steckverbindungen nach der Demontage der Türen und Beschläge und baue das Möbel danach erneut auf. Die vorbereiteten Nuten und Aussparungen führen die Bauteile wieder an ihre vorgesehenen Positionen. Das erleichtert den Transport bei einem Wohnungswechsel. Für den Rückbau sollten Beschläge und Schrauben geordnet aufbewahrt werden.
Wie schwer ist das Tojo-stau low 150?
Je nach Händlerangabe wiegt das Sideboard etwa 69 bis 72 kg. Eine einheitliche offizielle Gewichtsangabe des Herstellers ist nicht hervorgehoben. Für die Transportplanung sollte daher vorsichtshalber mit dem höheren Wert gerechnet werden. Im Alltag ist die Zerlegbarkeit besonders hilfreich, weil die Einzelplatten beim Umzug handlicher sind als der vollständig aufgebaute Korpus mit 150 cm Breite.
Wie wird das Sideboard geliefert?
Das Tojo-stau low 150 wird zerlegt in flachen Kartons per Spedition geliefert. Der Hersteller-Shop nennt bei bestehender Verfügbarkeit eine Lieferzeit von etwa 6 bis 10 Tagen. Die Spedition kündigt den Termin telefonisch an. Die Standardlieferung erfolgt frei Bordsteinkante. Eine Lieferung in die Wohnung und eine Montage sind beim Direktkauf nicht automatisch enthalten. Die Palette muss laut Hersteller selbst entsorgt werden.
Welche Fachaufteilung besitzt das Tojo-stau low 150?
Das Sideboard verfügt über drei Türen, zwei horizontale Fachbodenebenen, einen Boden, einen Deckel und eine vertikale Trennwand. Dadurch entstehen drei übereinanderliegende Stauraumbereiche mit unterschiedlich breiten Fächern. Die Aufteilung eignet sich für Ordner, Bücher und Wohnutensilien. Sie ist konstruktiv festgelegt und nicht als frei verstellbares Fachbodensystem ausgeführt.
Sind die Scharniere beim geschlossenen Sideboard sichtbar?
Nein, die sechs Topfscharniere liegen verdeckt im Inneren und sind bei geschlossenen Türen nicht zu sehen. Die Scharniertöpfe sitzen in vorbereiteten runden Ausfräsungen der Türen. Im Test lassen sich die Türen nach der Montage über die Scharniere feinjustieren. Eine saubere Ausrichtung des Korpus über die sechs Verstellfüße erleichtert es, gleichmäßige Spaltmaße zwischen den drei Fronten herzustellen.
Wie hoch ist der Preis für das Tojo-stau low 150?
Der Herstellerpreis liegt bei etwa 1.119 Euro zuzüglich Versand. Im deutschen Handel wird das Möbel teilweise für rund 1.100 Euro angeboten. Der konkrete Endpreis hängt vom Anbieter und den Lieferkosten ab. Bei der Direktbestellung erfolgt der Versand per Spedition. Für Käuferinnen und Käufer ist der Preis vor allem dann nachvollziehbar, wenn das besondere Design, die präzise Konstruktion und die wiederholte Zerlegbarkeit wichtige Kriterien sind.
Ist das Möbel für das Homeoffice geeignet?
Ja, das Tojo-stau low 150 eignet sich als geschlossener Stauraum im Homeoffice. Die Fachhöhen sind für Aktenordner ausgelegt, und die drei Türen halten Unterlagen optisch aus dem Blickfeld. Die 45 cm Tiefe bietet ausreichend Platz für Ordner und Arbeitsutensilien. Ein integriertes Kabelmanagement ist nicht als Ausstattung angegeben. Elektronische Geräte sollten daher entsprechend der vorhandenen Raumplanung auf oder neben dem Möbel stehen.
Welche Pflegehinweise gelten für die sichtbaren Kanten?
Die sichtbaren braunen Kanten sind Teil des Designs und sollten bei der Reinigung ebenso vorsichtig behandelt werden wie die weiße Beschichtung. Ein weiches, leicht feuchtes Tuch ist geeignet. Flüssigkeiten sollten nicht längere Zeit an den Kanten stehen bleiben. Heiße Gegenstände und aggressive Reinigungsmittel sind zu vermeiden. Im einwöchigen Test bleiben die Kanten ohne auffällige Druckstellen oder Abplatzer.
Welche Garantie bietet Tojo für das Sideboard?
Beim Direktkauf gelten die gesetzlichen Rechte für Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine separate langjährige Herstellergarantie für das Tojo-stau low 150 ist auf der Produktseite nicht ausgewiesen. Für Onlinekäufe gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab Erhalt der Ware. Tojo nennt für Rücksendungen innerhalb Deutschlands kostenlose Rücksendeetiketten. Für den Kundensupport stehen Telefon und E-Mail zur Verfügung.
Für wen eignet sich das Tojo-stau low 150 besonders?
Das Sideboard eignet sich besonders für Menschen, die geschlossenen Stauraum, ein reduziertes Design und eine zerlegbare Konstruktion verbinden möchten. Es passt in Wohnbereiche, Esszimmer, Schlafzimmer und Homeoffice. Durch die 150 cm Breite benötigt es eine ausreichend große Stellfläche. Wer Ordner, Bücher oder Wohnaccessoires geordnet unterbringen möchte und einen späteren Umzug einkalkuliert, profitiert besonders von der Konstruktion.
Vorstellung der Marke Tojo Möbel GmbH
Die Tojo Möbel GmbH wird im Juni 2000 in Schorndorf gegründet. Die Marke entwickelt Möbel mit einer klaren, reduzierten Formensprache und legt Wert darauf, dass die Konstruktion nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch nachvollziehbar ist. Das Tojo-stau low 150 zeigt diese Haltung besonders deutlich, weil Nuten, Kanten und die zerlegbare Bauweise nicht vollständig hinter dekorativen Elementen verschwinden.
Als zentrale Unternehmenswerte nennt Tojo zeitloses Design, Funktionalität, Ökologie und Ökonomie. Dabei geht es weniger um technische Elektronik als um konstruktive Lösungen. Möbel sollen sich aufbauen, transportieren und bei Bedarf wieder zerlegen lassen. Diese Philosophie ist im Test praktisch erlebbar, denn der Korpus entsteht mit wenigen Hilfsmitteln und lässt sich nach dem Aufbau erneut auseinandernehmen.
Zur Produktpalette gehören Möbel für Wohnen, Arbeiten, Schlafen und Aufbewahren. Dazu zählen unter anderem Betten, Regalsysteme, Schränke, Garderoben, Tische, Sitzmöbel und Kindermöbel. Die Marke arbeitet mit verschiedenen Designerinnen und Designern zusammen und verbindet funktionale Möbelideen mit einer minimalistischen Gestaltung.
Beim Nachhaltigkeitsansatz verweist Tojo auf FSC-zertifizierte MDF-Platten, Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung, den Verzicht auf Holzschutzmittel und einen geringen Produktionsausschuss. Außerdem sollen die Möbel abgesehen von Schrauben und Beschlägen recycelbar sein. Die zerlegte Verpackung reduziert das Transportvolumen. Eine produktspezifische CO₂-Bilanz für das Sideboard liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor, weshalb sich der Nachhaltigkeitseindruck auf die genannten Maßnahmen beschränkt.
Das Tojo-stau wird durch mehrere Designauszeichnungen gewürdigt, darunter Red Dot Award, iF Design Award, Plus X Award, German Innovation Award, ICONIC Award, Good Design Award und European Product Design Award. Diese Auszeichnungen bestätigen vor allem Gestaltung und Produktkonzept. Sie sind nicht mit einem mehrjährigen Belastungs- oder Dauertest gleichzusetzen. Im Markt wirkt Tojo dadurch designorientiert und konstruktiv eigenständig, bleibt aber bei der breiten Verbraucherbewertung des konkreten Sideboards vergleichsweise wenig dokumentiert.
Der Kundensupport ist über den Firmensitz in Schorndorf, telefonisch und per E-Mail erreichbar. Die angegebenen Servicezeiten liegen montags bis donnerstags vormittags und nachmittags sowie freitags am Vormittag. Das Möbel kann laut Hersteller am Firmensitz oder bei Fachhändlern angesehen werden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gelten mindestens die gesetzlichen Mängelrechte. Eine zusätzliche langjährige Garantie für das Tojo-stau low 150 ist nicht ausgewiesen.
Fazit
Das Tojo-stau low 150 ist ein gelungenes Sideboard für alle, die puristisches Design, geschlossenen Stauraum und eine ungewöhnlich durchdachte Montage miteinander verbinden möchten. Im Test überzeugen die präzise Passung der Bauteile, die intuitive Steckkonstruktion, die sechs Verstellfüße und die Möglichkeit, den Korpus später wieder ohne Werkzeug zu zerlegen. Auch die drei grifflosen Türen und die sichtbaren Kanten tragen zu einem eigenständigen Erscheinungsbild bei.
Eine bedingte Kaufempfehlung spreche ich für designorientierte Haushalte, Homeoffice-Nutzerinnen und -Nutzer sowie Menschen aus, die einen späteren Umzug realistisch einplanen. Besonders stimmig ist das Sideboard für Räume, in denen geschlossener Stauraum für Ordner, Bücher und Wohnaccessoires gefragt ist und eine niedrige Höhe von 75 cm gut passt. Wer die Konstruktion, die klare Gestaltung und die Wiederaufbaubarkeit gezielt nutzen möchte, erhält ein funktionales Möbel mit hoher Alltagstauglichkeit.

















