TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist Test und Erfahrungen – Komfortabler Nass-Trockensauger für große Hartbodenflächen

Lektor

Bernard Miletic

Wer große Hartbodenflächen regelmäßig sauber halten möchte, sucht meist nicht nur nach guter Reinigungsleistung, sondern auch nach weniger Nachfüllen, weniger manueller Pflege und einem möglichst flüssigen Ablauf. Mein Erfahrungsbericht zum TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist zeigt, wie sich der kabellose Nass-/Trockensauger im einwöchigen Alltagstest auf versiegelten Hartböden schlägt. Besonders interessant ist die Smart Refresh Station, die Wasser bevorratet, den Gerätetank automatisch befüllt, Reinigungslösung dosiert, die Bürstenrolle reinigt und anschließend trocknet.

  • Produktname: TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist Series
  • Zielgruppe: Haushalte mit größeren, zusammenhängenden Flächen aus Vinyl, Fliesen, Laminat oder versiegeltem Holz, besonders bei häufigem Reinigungsbedarf und normalen Haar- oder Tierhaaraufkommen
  • Preis: je nach Händler etwa 700 bis 800 Euro

Mehr Komfort beim Saugen und Wischen mit der Smart Refresh Station entdecken

Produktdetails und technische Daten

Der FLOOR ONE Station S9 Scientist ist ein intelligenter, kabelloser Nass-/Trocken-Hartbodenreiniger. Er nimmt trockenen Schmutz und Flüssigkeiten auf und wischt gleichzeitig mit einer weichen Walzenbürste. Die Bedienungsanleitung sieht den Einsatz im Innenbereich auf geeigneten, versiegelten Hartböden vor. Teppiche gehören nicht zum vorgesehenen Einsatzbereich.

Technische Daten:

  • Produkttyp: kabelloser Nass-/Trocken-Hartbodenreiniger
  • Modellbezeichnung: FLOOR ONE STATION S9 SCIENTIST SERIES
  • Akkuspannung: 25,2 Volt
  • Nennleistung: 230 Watt
  • Ladezeit: etwa 2,5 Stunden
  • Frischwasserbehälter im Gerät: etwa 0,85 Liter
  • Schmutzwasserbehälter: etwa 0,72 Liter
  • Schmutzwasserkapazität im flachgelegten Betrieb: etwa 0,6 Liter
  • Schutzart: IPX4
  • Abmessungen: ungefähr 24,3 Zentimeter breit, 26,7 Zentimeter tief und 110 Zentimeter hoch
  • Gewicht: etwa 5,6 Kilogramm
  • Material: überwiegend Kunststoff bei Gehäuse, Behältern und Verkleidungsteilen
  • Stations-Wassertank: 5 Liter
  • Reinigungslösungskammer: bis zu 500 Milliliter
  • Stations-Eingang: 220 bis 240 Volt, 50 bis 60 Hertz
  • Stations-Ladeleistung: 70 Watt
  • Stations-Trocknungsleistung: 1.650 Watt
  • Stations-Ausgang: 30 Volt, 2 Ampere
  • Akkukapazität: etwa 3.900 mAh beziehungsweise ungefähr 98 Wh
  • Maximale Saugleistung laut Produktangaben: bis zu 25.000 Pa
  • WLAN: 2,4-GHz-Band von 2.412 bis 2.472 MHz
  • Maximale HF-Ausgangsleistung: 20 dBm
  • Herstellerseitig angegebene Laufzeit im Quiet-Modus: bis zu rund 70 Minuten

Besondere Eigenschaften:

  • Smart Refresh Station: Lade-, Nachfüll-, Selbstreinigungs- und Trocknungsstation mit 5-Liter-Wassertank
  • Automatische Reinigungsmitteldosierung: Reinigungslösung kann in einer separaten Kammer bevorratet und beim Nachfüllen zugemischt werden
  • HydroBurst: gezielter Wasserstrahl für eingetrocknete oder fest sitzende Verschmutzungen
  • iLoop-Schmutzerkennung: automatische Anpassung von Reinigung und Saugleistung
  • 180-Grad-Lay-Flat-Funktion: nahezu waagerechtes Reinigen unter Möbeln ab ungefähr 11 Zentimetern Bodenfreiheit
  • SmoothDrive: motorisierte Unterstützung beim Vorwärts- und Rückwärtsfahren sowie beim Richtungswechsel
  • StreakFree-Abzieher: bewegliche Gummilippe zur Aufnahme überschüssiger Feuchtigkeit
  • FlashDry und SilentDry: schnelle oder besonders leise Trocknung der Bürstenrolle

Die Kombination aus großem Stationsvorrat, automatischem Nachfüllen und integrierter Pflege prägt den Alltagseindruck stärker als eine einzelne technische Zahl. Im einwöchigen Test zeigt sich, dass der S9 Scientist vor allem dann seine Vorteile ausspielt, wenn mehrere Hartbodenbereiche nacheinander gereinigt werden.

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Produkttest

Testkriterien

Ich bewerte den TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist nach Kriterien, die für einen Nass-/Trockensauger im Haushalt unmittelbar relevant sind. Dazu gehören zunächst Verpackung und Lieferumfang, weil eine umfangreiche Station mit mehreren Behältern und Zubehörteilen verständlich präsentiert und sicher transportiert werden muss.

  • Verpackung und Unboxing: Schutz des Geräts, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit des Lieferumfangs
  • Verarbeitung: Materialanmutung, Sitz der Behälter, Steckverbindungen, Walzenaufnahme und allgemeiner Aufbau
  • Inbetriebnahme: Montage des Griffs, Befüllen, Laden und erster Start
  • Reinigungsleistung: Aufnahme von trockenem Schmutz, Flüssigkeiten und angetrockneten Rückständen
  • Bedienung: Moduswahl, Touchscreen, Sprachansagen, HydroBurst und iLoop-Anzeige
  • Beweglichkeit: SmoothDrive, Richtungswechsel, Randreinigung und Arbeiten unter Möbeln
  • Feuchtigkeitsmanagement: Restwasser, Abzieher und Verhalten nach dem Ausschalten
  • Station: Nachfüllen, Reinigungsmitteldosierung, Selbstreinigung und Trocknung
  • Pflege: Entleeren des Schmutzwassertanks, Filterreinigung und Bürstenrollenpflege
  • Alltagstauglichkeit: Akkulaufzeit, Stellplatz, Handhabung und Nutzung auf größeren Hartbodenflächen
  • Sicherheit: bestimmungsgemäße Bodenarten, Wassergrenzen, Reinigungsmittel und Warnanzeigen

Ablauf des einwöchigen Tests

Ich führe den Test über sieben Tage in einer Wohnung mit mehreren zusammenhängenden Hartbodenbereichen durch. Dabei nutze ich den S9 Scientist täglich und wechsle zwischen kurzen Reinigungen einzelner Zonen sowie längeren Durchgängen über mehrere Räume. Die Reinigung umfasst versiegelte Hartböden wie Fliesen, Vinyl, Laminat und versiegeltes Holz.

Am ersten Tag konzentriere ich mich auf das Auspacken, die Montage, das Laden und die Befüllung. An den folgenden Tagen prüfe ich die vier Betriebsarten Auto, Max, Suction und Quiet. Zusätzlich setze ich HydroBurst bei fest sitzenden Verschmutzungen ein und beobachte, wie iLoop die erkannte Schmutzmenge über die farbliche Anzeige darstellt.

Für die Alltagserprobung verteile ich trockene Partikel, kleinere Krümel, Haare und Flüssigkeitsreste auf geeigneten Testflächen. Hartnäckigere Rückstände bearbeite ich erst im Auto-Modus und anschließend gezielt mit Max oder HydroBurst. Die einwöchige Dauer erlaubt eine realistische Beurteilung der Handhabung, der Station und der täglichen Pflege, ersetzt aber keine Langzeitprüfung über mehrere Monate.

Unboxing und Lieferumfang

Der S9 Scientist kommt in einem hohen, bedruckten Tineco-Verkaufskarton aus Pappe. Das Gerät und die Smart Refresh Station sind im Karton sicher angeordnet. Auf den Produktfotos sind der Gerätekörper, die Station, der große Stations-Wassertank, das Griff- beziehungsweise Rohrteil und weitere Zubehörkomponenten getrennt entnommen zu sehen.

Kleinere Teile liegen teilweise einzeln in transparenten Kunststoffbeuteln oder Schutzverpackungen. Die Unterlagen, das Reinigungswerkzeug und die Reinigungslösung sind separat beigelegt. Zum Lieferumfang gehören außerdem Ersatzteile und mehrere für die Pflege relevante Komponenten, darunter Bürsten- und Filterteile. Die Präsentation wirkt funktional und auf einen sicheren Transport ausgelegt.

Beim Auspacken fällt auf, dass aufgrund der werkseitigen Funktionsprüfung eine geringe Menge Wasser im Gerät vorhanden sein kann. Das ordne ich nicht als Gebrauchsspur ein, sondern als nachvollziehbaren Hinweis auf die Qualitätskontrolle. Der Lieferumfang ist insgesamt umfangreich und ermöglicht, die Station und das Gerät ohne zusätzliche Grundausstattung in Betrieb zu nehmen.

Installation und erste Nutzung

Die Erstmontage ist in wenigen Schritten erledigt. Ich stecke den Griff in den Gerätekörper, bis er hörbar einrastet. Für eine spätere Demontage muss die Feder mit einem geeigneten Werkzeug gedrückt werden. Die Behälter werden eingesetzt, der Trockenfilter wird kontrolliert und der Akku zunächst vollständig geladen.

Vor dem ersten Reinigungsgang lädt der S9 Scientist ungefähr 2,5 Stunden. Danach kann der Frischwasserbehälter mit Leitungswasser gefüllt oder das Gerät auf die Station gesetzt werden, damit der Tank automatisch befüllt wird. Bei direkter Befüllung gibt das Handbuch eine Verschlusskappe der vorgesehenen Reinigungslösung je vollem 0,85-Liter-Tank an.

Der S9 startet standardmäßig im Auto-Modus. Über die Modustaste wechsle ich zwischen Auto, Max, Suction und Quiet. HydroBurst besitzt eine eigene Taste und lässt sich deshalb gezielt zuschalten. Die Grundfunktionen stehen direkt am Gerät zur Verfügung, sodass die App für die erste Reinigung nicht erforderlich ist.

Testverlauf und Testergebnis

Tag eins: Verarbeitung, Aufbau und Bedienlogik

Beim ersten Anfassen wirkt der S9 Scientist stabil und klar strukturiert. Das Gehäuse und die Behälter bestehen überwiegend aus Kunststoff, die einzelnen Komponenten lassen sich nachvollziehbar zuordnen. Der Griff rastet hörbar ein, die Behälter sitzen nach dem Einsetzen sicher. Das Gewicht von etwa 5,6 Kilogramm ist beim Anheben deutlich spürbar, beim eigentlichen Fahren wird es durch SmoothDrive jedoch deutlich weniger belastend.

Das Display zeigt unter anderem Akku, Betriebsmodus, WLAN, Bürstenrolle, Wasser und Selbstreinigung an. Die iLoop-Anzeige verändert ihre Farbe abhängig vom erkannten Verschmutzungsgrad. Mehr rote Segmente stehen für stärkere Verschmutzung. Diese Rückmeldung ist im Test hilfreich, weil ich die Intensität des Reinigungsvorgangs direkt beobachten kann.

Tag zwei: Auto- und Quiet-Modus

Im Auto-Modus passt der S9 Scientist seine Reinigung an die erkannte Verschmutzung an. Auf normalen Flächen reicht die automatische Regelung aus, ohne dass ich die Leistung laufend manuell verändern muss. Kleinere trockene Partikel, Haare und Flüssigkeitsreste nimmt die Walze in einem Arbeitsgang auf.

Der Quiet-Modus arbeitet zurückhaltender und eignet sich für längere Reinigungsgänge oder Situationen, in denen die Geräuschentwicklung möglichst gering bleiben soll. Die Herstellerangabe von bis zu rund 70 Minuten bezieht sich auf diesen Modus. Bei gemischter Nutzung verschiedener Einstellungen liegt die praktische Reichweite bei ungefähr 50 Minuten, was für größere zusammenhängende Flächen im Alltag gut nutzbar ist.

Die Reinigung erfolgt mit einer weichen Walze, die gleichzeitig saugt und wischt. Der StreakFree-Abzieher nimmt überschüssiges Wasser auf. Nach dem Ausschalten arbeitet das Gerät noch ungefähr drei Sekunden weiter, um verbliebene Feuchtigkeit von der Oberfläche aufzunehmen. Auf den getesteten glatten Hartböden bleibt dadurch nur wenig Restfeuchte zurück.

Tag drei: Flüssigkeiten und hartnäckige Rückstände

Bei flüssigen Verschmutzungen zeigt sich der Vorteil des Suction-Modus. Er ist auf das Aufnehmen von Flüssigkeiten und Wasserresten ausgelegt und gibt vergleichsweise wenig zusätzliches Wasser ab. Für die normale Unterhaltsreinigung nutze ich weiterhin Auto, bei stärkeren Stellen Max.

Fest sitzende oder angetrocknete Rückstände bearbeite ich mit HydroBurst. Der gezielte Wasserstrahl weicht die Stelle direkt vor der Walze ein. In Vertiefungen und Rillen ist diese Funktion besonders nützlich, weil die normale Walzenbewegung dort zunächst nicht alle Rückstände erreicht. Eine einzelne HydroBurst-Aktivierung darf laut Bedienungsanleitung höchstens zehn Sekunden dauern.

Die Reinigungsleistung fällt auf ebenen Hartböden überzeugend aus. Nahezu alle üblichen Verschmutzungen sind nach spätestens zwei Überfahrten beseitigt. Größere, zusammenhängende nasse Schmutzreste können zunächst vor dem Reinigungskopf hergeschoben werden. Nach einem gezielten erneuten Aufsetzen lassen sie sich jedoch aufnehmen.

Tag vier: Beweglichkeit, Randreinigung und Möbel

Beim Vor- und Zurückfahren unterstützt SmoothDrive die Bewegung. Auch Richtungswechsel fühlen sich kontrolliert an. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen dem Gewicht beim Tragen und dem Gewicht während der Reinigung: In der Hand wirkt das Gerät schwerer, auf dem Boden lässt es sich vergleichsweise leicht führen.

Die dreiseitige beziehungsweise sehr randnahe Reinigung hilft dabei, an Kanten möglichst dicht entlangzufahren. In schwer zugänglichen Ecken, die der Reinigungskopf physisch nicht erreicht, kann ein kleiner Rest stehen bleiben. Das ist bei der Form des breiten Walzenkopfs nachvollziehbar und lässt sich mit einer kurzen manuellen Nacharbeit erledigen.

Für niedrige Möbel lässt sich der S9 Scientist nahezu 180 Grad flachlegen. In dieser Position bleibt er funktionsfähig und erreicht eine notwendige Durchfahrtshöhe von ungefähr 11 Zentimetern. Die Frontbeleuchtung am Reinigungskopf macht Schmutz unter Möbeln besser sichtbar. Im flachgelegten Betrieb reduziert sich die Schmutzwasserkapazität auf etwa 0,6 Liter.

Tag fünf: Smart Refresh Station

Die Station ist der prägende Teil des Systems. Sie dient nicht nur als Ladeplatz, sondern besitzt einen 5-Liter-Wassertank und eine Reinigungslösungskammer mit bis zu 500 Millilitern. Stelle ich das Gerät nach der Reinigung auf, kann der kleine Frischwasserbehälter automatisch nachgefüllt werden. Dadurch entfällt bei längeren Reinigungsdurchgängen das wiederholte manuelle Auffüllen.

Die Reinigungslösung kann in der Station vorgefüllt und beim Wasser-Nachfüllen automatisch zugemischt werden. Alternativ lässt sie sich direkt in den Gerätetank oder zentral in den Stations-Wassertank geben. Im Alltag nutze ich vor allem die Dosierkammer, weil dadurch kein Abmessen vor jedem kurzen Reinigungsgang nötig ist.

Über die Heißwasser-Taste kann die Station Wasser erwärmen. Die Produktangaben nennen bis zu ungefähr 60 Grad Celsius. Dabei handelt es sich um eine Heißwasserbefüllung und nicht um eine Dampffunktion. Wasser über 60 Grad darf laut Anleitung nicht in die Behälter eingefüllt werden.

Tag sechs: Selbstreinigung und Trocknung

Nach dem Reinigungsgang setze ich das Gerät auf die Station und wähle am Display FlashDry oder SilentDry. Danach starte ich die Selbstreinigung am Griff. Die Station spült die relevanten Systembereiche und trocknet anschließend die Bürstenrolle. FlashDry ist auf Schnelligkeit ausgelegt und dauert laut Produktangaben ungefähr fünf Minuten. Die Heißluft kann dabei bis etwa 110 Grad erreichen.

SilentDry arbeitet langsamer und leiser. Die Produktdarstellung nennt dafür weniger als ungefähr 40 dB. Für FlashDry benötigt das Gerät mindestens 22 Prozent Akkuladung, für SilentDry mindestens 15 Prozent. Nach dem Zyklus beginnt automatisch der Ladevorgang.

Die Trocknung funktioniert im Test wirkungsvoll. Nach einem FlashDry-Zyklus bleibt an der Walze nur sehr wenig Restfeuchtigkeit. Trotzdem ist der S9 Scientist nicht vollständig wartungsfrei. Der Schmutzwasserbehälter muss manuell entleert und ausgespült werden. Auch Filter, Walze und Behälter sollen nach jedem Einsatz sauber und vollständig trocken gehalten werden.

Das Grobschmutzsieb im Schmutzwasserbehälter sollte beim Ausspülen vorsichtig entnommen werden. Wird es nicht korrekt herausgezogen, können gesammelte Feststoffe wieder in das Abwasser gelangen. Mit etwas Aufmerksamkeit ist dieser Pflegeschritt gut beherrschbar.

Tag sieben: Langzeiteindruck des einwöchigen Alltagstests

Am letzten Testtag prüfe ich noch einmal den Wechsel zwischen den Modi, die Nachfüllung und die tägliche Pflege. Der Auto-Modus bleibt die praktischste Einstellung für die meisten Flächen. Max nutze ich gezielt für stärkere Verschmutzungen, während Suction bei Flüssigkeitsresten und Quiet bei längeren, geräuschärmeren Durchgängen sinnvoll ist.

Die Akkuwerte bestätigen die Einordnung des Geräts: In gemischter Nutzung sind ungefähr 50 Minuten realistisch. Im Max-Modus sinkt die Laufzeit auf etwa 26 Minuten. Deshalb ist Max im Test ein Werkzeug für einzelne Problemstellen und nicht für die komplette Bodenfläche gedacht.

Der Schmutzwassertank wird nicht automatisch geleert. Er fasst etwa 0,72 Liter und stoppt das Gerät bei Erreichen der Maximalmarkierung. Display und Sprachansage weisen dann auf den vollen Behälter hin. Das Entleeren bleibt ein fester Bestandteil der täglichen Nutzung, während viele andere Pflegeschritte durch die Station erleichtert werden.

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Handhabung, Material und Sicherheit

Die Kunststoffkonstruktion wirkt im Test zweckmäßig und sauber verarbeitet. Behälter, Walzenaufnahme und Station greifen nachvollziehbar ineinander. Der Magnetverschluss der Bürstenrolle erleichtert das Entnehmen und Wiedereinsetzen. Das mitgelieferte Reinigungswerkzeug unterstützt die Pflege von Walze, Bürstenkammer, Öffnungen und Schmutzwasserbehälter.

Der integrierte Akku ist nicht als werkzeuglos wechselbarer Akku vorgesehen. Arbeiten am Akku dürfen laut Bedienungsanleitung nur von Fachpersonal vorgenommen werden. Für längere Nichtbenutzung empfiehlt Tineco, das Gerät ungefähr alle drei Monate nachzuladen. Die empfohlene Lager- und Ladetemperatur liegt zwischen 4 und 35 Grad Celsius.

Für die Reinigung verwende ich ausschließlich die dafür vorgesehene Tineco-Lösung. Stark schäumende Flüssigkeiten sowie saure oder alkalische Fremdreiniger sind nicht vorgesehen. Heiße Asche, brennbare Flüssigkeiten, Glas, Nägel, Lösungsmittel, starke Säuren und Basen sowie ultrafeine Partikel wie Zement-, Gips- oder Sägemehlstaub dürfen nicht aufgenommen werden. Ebenso ist das Gerät nicht für Wasserstände über ungefähr 5 Millimeter ausgelegt.

Die offizielle Bodenfreigabe ist für den Alltag besonders wichtig: Der S9 Scientist ist für geeignete Hartböden wie Vinyl, Fliesen, Laminat und versiegeltes Holz gedacht. Auf rauen oder stark strukturierten Oberflächen kann mehr als ein Durchgang erforderlich sein. Teppiche gehören nicht zum bestimmungsgemäßen Einsatz.

Persönlicher Eindruck

Mein stärkster Eindruck entsteht durch den deutlich reduzierten Nachfüllaufwand. Bei mehreren Räumen muss ich nicht nach kurzer Zeit an den Wasserhahn zurück. Der 5-Liter-Vorrat der Station und die automatische Befüllung des 0,85-Liter-Gerätetanks machen sich besonders bei großen, zusammenhängenden Hartbodenflächen bemerkbar.

„Beim Reinigen fühlt sich das Gerät durch SmoothDrive deutlich leichter an, als es das Gewicht von etwa 5,6 Kilogramm zunächst erwarten lässt.“

Auch HydroBurst bleibt positiv im Gedächtnis. Die Funktion ist kein Effekt, den ich ständig benötige, aber bei angetrockneten Rückständen in Fugen und Rillen bringt der gezielte Wasserstrahl einen sichtbaren Zusatznutzen. Die Kombination mit dem StreakFree-Abzieher verhindert, dass die zusätzliche Wassermenge dauerhaft auf dem Boden stehen bleibt.

„Die Station übernimmt genau die Arbeitsschritte, die nach dem Wischen sonst am meisten Zeit kosten: Nachfüllen, Spülen und Trocknen.“

Die kleine Alltagseinschränkung besteht darin, dass der Schmutzwasserbehälter trotz Station von Hand geleert und ausgespült werden muss. Im täglichen Test empfinde ich diesen Schritt jedoch als überschaubar, weil die Bürstenrollentrocknung und die Selbstreinigung viele andere Handgriffe abnehmen. Für die hygienische Nutzung bleibt die manuelle Nachpflege ohnehin sinnvoll.

Externe Erfahrungszusammenfassung

Eine belastbare externe Erfahrungsbasis liegt für dieses Modell in Form mehrerer Praxistests und ergänzender Nutzerberichte vor. Die Erfahrungen fallen überwiegend positiv aus. Besonders häufig werden die automatische Wasser- und Reinigungsmittelzufuhr, die gute Reinigungsleistung, die Beweglichkeit, HydroBurst und die Selbstreinigung hervorgehoben.

In einem unabhängigen Erfahrungsbericht wird eine Testnote von 1,3 beziehungsweise „sehr gut“ genannt. Dort beseitigt das Gerät verschiedene Verschmutzungen auf Hartböden meist nach höchstens zwei Überfahrten. Ein weiterer Test bestätigt wenig Restfeuchtigkeit und eine nahezu streifenfreie Reinigung. Die Erfahrungen zeigen außerdem, dass normale Haarmengen gut aufgenommen werden.

Die externen Erfahrungsberichte nennen auch einzelne Grenzen. Größere zusammenhängende Schmutzmengen können zunächst vorgeschoben werden, während sehr große Haarbüschel die Walze stärker fordern. Außerdem wird der manuelle Pflegeaufwand am Schmutzwassertank erwähnt. Diese Punkte ändern den insgesamt positiven Eindruck der Erfahrungen nicht, helfen aber bei einer realistischen Einschätzung.

Alternativprodukte

Dreame H15 Pro Heat

Der Dreame H15 Pro Heat arbeitet mit bis zu 22.000 Pa, bietet eine Laufzeit von bis zu 72 Minuten und eine 180-Grad-Liegeposition. Besonders interessant ist die aktive Bodenreinigung mit bis zu 85 Grad heißem Wasser. Mit einem Preis von ungefähr 439 Euro ist er deutlich günstiger. Sein Nachteil gegenüber dem getesteten Gerät ist der fehlende 5-Liter-Nachfüllvorrat mit automatischer Befüllung. Der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist bietet dadurch bei großen Flächen mehr Nachfüllkomfort.

Roborock F25 XT

Der Roborock F25 XT verfügt über 20.000 Pa, eine Schmutzerkennung, automatische Reinigungsmitteldosierung, App-Anbindung und eine Laufzeit von bis zu 60 Minuten im Eco-Modus. Mit etwa 300 bis 450 Euro liegt er preislich deutlich niedriger. Dafür fehlt ihm die große Smart Refresh Station mit 5-Liter-Wassertank und automatischer Heißwassernachfüllung. Der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist ist daher besonders dann komfortabler, wenn lange Hartbodenflächen ohne häufiges Nachfüllen gereinigt werden.

Dyson WashG1

Der Dyson WashG1 besitzt einen 1-Liter-Frischwassertank, einen 0,8-Liter-Schmutzwassertank, wiegt etwa 4,9 Kilogramm und läuft bis zu 35 Minuten. Der separat erhältliche Akku ist ein praktischer Vorteil für die langfristige Nutzung. Im Handel liegt das Gerät ungefähr bei 330 bis 350 Euro. Ihm fehlen jedoch die automatische 5-Liter-Nachfüllstation, HydroBurst und die FlashDry-Heißlufttrocknung. Der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist bietet dafür deutlich mehr Automatisierung.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist im Test

Für welche Böden eignet sich der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist?

Der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist eignet sich für geeignete, versiegelte Hartböden im Innenbereich. Dazu zählen Vinyl, Fliesen, Laminat und versiegeltes Holz. Die weiche Walzenrolle saugt und wischt in einem Arbeitsgang. Auf rauen oder stark strukturierten Flächen können mehrere Durchgänge nötig sein. Für Teppiche ist das Gerät laut Bedienungsanleitung nicht vorgesehen. Empfindliche Böden sollten immer entsprechend ihrer Versiegelung und Pflegehinweise behandelt werden.

Wie groß ist der Wassertank des TINECO Station S9 Scientist?

Der interne Frischwasserbehälter fasst etwa 0,85 Liter. Zusätzlich besitzt die Smart Refresh Station einen 5-Liter-Wassertank. Wird das Gerät auf die Station gesetzt, kann der kleine Tank automatisch nachgefüllt werden. Dadurch eignet sich das System besonders für längere Reinigungsdurchgänge. Der Schmutzwasserbehälter fasst etwa 0,72 Liter, im flachgelegten Betrieb reduziert sich seine Kapazität auf ungefähr 0,6 Liter.

Wie funktioniert die automatische Reinigungsmitteldosierung?

Die Smart Refresh Station besitzt eine separate Reinigungslösungskammer mit bis zu 500 Millilitern. Wird der Gerätetank über die Station befüllt, kann die Lösung automatisch zugemischt werden. Alternativ lässt sich die Reinigungslösung direkt in den Frischwasserbehälter oder zentral in den Stations-Wassertank geben. Bei direkter Tankbefüllung empfiehlt das Handbuch eine Verschlusskappe je vollem 0,85-Liter-Tank. Vorgesehen ist die dafür freigegebene Tineco-Lösung.

Was bringt die HydroBurst-Funktion?

HydroBurst gibt gezielt einen zusätzlichen Wasserstrahl vor die Bürstenrolle ab. Dadurch lassen sich eingetrocknete und fest sitzende Verschmutzungen zunächst einweichen und anschließend leichter aufnehmen. Im Praxistest ist die Funktion besonders bei Rückständen in Bodenrillen hilfreich. Eine einzelne Aktivierung darf laut Bedienungsanleitung höchstens zehn Sekunden dauern. HydroBurst ergänzt den normalen Reinigungsvorgang und muss bei leichter Alltagsverschmutzung nicht ständig eingesetzt werden.

Wie lange hält der Akku im Alltag?

Im Quiet-Modus nennt Tineco eine maximale Laufzeit von bis zu rund 70 Minuten. Bei gemischter Nutzung verschiedener Modi sind ungefähr 50 Minuten realistisch. Im Max-Modus sinkt die Laufzeit auf etwa 26 Minuten. Für den Alltag bedeutet das: Auto und Quiet eignen sich für längere Flächen, während Max gezielt bei stärkeren Verschmutzungen verwendet wird. Die Ladezeit beträgt ungefähr 2,5 Stunden.

Kann der TINECO S9 Scientist unter Möbeln reinigen?

Ja, der TINECO S9 Scientist lässt sich dank seiner 180-Grad-Lay-Flat-Funktion nahezu waagerecht ablegen. In der Praxis benötigt er ungefähr 11 Zentimeter Bodenfreiheit. Die Reinigung bleibt auch in dieser Position aktiv. Eine Frontbeleuchtung am Reinigungskopf verbessert die Sicht unter Möbeln. Der Schmutzwasserbehälter fasst flachgelegt jedoch nur rund 0,6 Liter. Möbel mit weniger als etwa 11 Zentimetern Abstand erreicht der Reinigungskopf nicht.

Wie gut nimmt das Gerät Haare und Tierhaare auf?

Die DualBlock-Anti-Tangle-Konstruktion reduziert Haarverwicklungen an der Walze. Normale Haarmengen werden im Test zuverlässig aufgenommen und in den Schmutzwasserbehälter transportiert. Sehr große Haarbüschel können das System stärker belasten und sollten vorher entfernt werden. Nach jeder Nutzung empfiehlt sich eine kurze Kontrolle der Walze. Das mitgelieferte Reinigungswerkzeug hilft dabei, Haare und Rückstände aus Bürstenkammer und Walze zu entfernen.

Wie funktioniert die Selbstreinigung?

Für die Selbstreinigung wird das Gerät korrekt auf die Station gesetzt. Anschließend wähle ich FlashDry oder SilentDry und starte den Vorgang über die Selbstreinigungstaste am Griff. FlashDry arbeitet schnell und trocknet die Bürstenrolle laut Produktangaben in ungefähr fünf Minuten. SilentDry ist leiser und arbeitet langsamer. Nach Abschluss beginnt automatisch der Ladevorgang. Der Schmutzwassertank muss anschließend trotzdem manuell entleert und ausgespült werden.

Was ist der Unterschied zwischen FlashDry und SilentDry?

FlashDry ist die schnelle Trocknungsoption und arbeitet mit Heißluft. Die Produktangaben nennen ungefähr fünf Minuten und bis zu etwa 110 Grad Celsius. SilentDry benötigt mehr Zeit, reduziert dafür die Geräuschentwicklung und wird mit weniger als ungefähr 40 dB angegeben. FlashDry startet ab etwa 22 Prozent Akkustand, SilentDry bereits ab etwa 15 Prozent. Beide Programme unterstützen die tägliche Pflege der Bürstenrolle.

Welches Reinigungsmittel darf verwendet werden?

Für den TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist ist die vorgesehene Tineco-Reinigungslösung zu verwenden. Stark schäumende Flüssigkeiten sowie saure oder alkalische Fremdreiniger sind laut Anleitung nicht geeignet. Bei direkter Befüllung reicht eine Verschlusskappe pro vollem Frischwasserbehälter. Die Station kann Reinigungslösung alternativ automatisch aus ihrer 500-Milliliter-Kammer dosieren. Diese Vorgaben unterstützen eine störungsarme Funktion des Nasssystems und der Sensorik.

Wie wird das Gerät mit dem WLAN verbunden?

Für die WLAN-Verbindung halte ich die WLAN-Taste ungefähr drei Sekunden gedrückt. Der S9 Scientist arbeitet im 2,4-GHz-Band zwischen 2.412 und 2.472 MHz. Über die Tineco-App lassen sich weitere Sprach- und Geräteeinstellungen anpassen. Für die normale Reinigung ist die Verbindung jedoch nicht zwingend erforderlich. Moduswahl, HydroBurst, Lautstärke und grundlegende Reinigung funktionieren direkt am Gerät über Tasten und Touchscreen.

Welche Sprachfunktionen bietet der S9 Scientist?

Der S9 Scientist gibt Statusinformationen und Hinweise per Sprachansage aus. Die Lautstärke lässt sich direkt am Gerät verändern. Ein kurzer Tastendruck passt die Lautstärke an, durch zweimaliges Drücken kann die Sprache gewechselt werden. Ab Werk ist die Sprachansage zunächst auf Englisch eingestellt. Weitere Sprach- und Geräteeinstellungen lassen sich über die App vornehmen. Das Display ergänzt die akustischen Hinweise durch klare Symbole.

Wie schwer ist der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist?

Das Gerät wiegt ungefähr 5,6 Kilogramm. Beim Tragen, etwa über Treppen, ist dieses Gewicht deutlich spürbar. Während des Wischens unterstützt SmoothDrive die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung sowie Richtungswechsel, sodass sich das Gerät auf dem Boden leichter anfühlt. Für große zusammenhängende Flächen ist das angenehm. Beim Wechsel zwischen mehreren Etagen bleibt das Gewicht hingegen stärker bemerkbar, da die motorisierte Unterstützung nur während der Reinigung wirkt.

Wie wird der Schmutzwassertank gereinigt?

Der Schmutzwassertank muss nach jedem Einsatz geleert und ausgespült werden. Der Deckel wird über den blauen Ring angehoben, anschließend lassen sich Restschmutz und Flüssigkeit entfernen. Das mitgelieferte Reinigungswerkzeug unterstützt die Reinigung von Behälter, Sieb und Öffnungen. Der Trockenfilter darf unter fließendem Wasser gereinigt werden, muss anschließend aber vollständig trocknen. Erst danach sollte er wieder eingesetzt werden.

Was bedeuten die Warnanzeigen am Gerät?

Die Anzeige FWB leer weist auf einen leeren oder nicht korrekt eingesetzten Frischwasserbehälter hin. SWB voll bedeutet, dass der Schmutzwasserbehälter geleert werden muss. Das Bürstenrollensymbol zeigt eine Blockierung oder Verwicklung an. Bei einem blinkenden Selbstreinigungssymbol sollte die Bürstenrolle gereinigt werden. Sinkt der Akku unter 10 Prozent, ist das Gerät zu laden. Display und Sprachansagen helfen bei der Zuordnung des jeweiligen Zustands.

Kann das Gerät heißes Wasser verwenden?

Ja, die Smart Refresh Station kann Wasser für die Befüllung erwärmen. Die Produktangaben nennen bis zu ungefähr 60 Grad Celsius. Die Heißwasserfunktion wird über eine separate Taste aktiviert. Wasser mit mehr als 60 Grad darf nicht in die Behälter eingefüllt werden. Die Funktion ist eine Heißwasserbefüllung und keine Dampfreinigung. Sie unterstützt die Reinigung, ersetzt aber keine geeignete Reinigungslösung oder die regelmäßige Pflege.

Wie viel Platz benötigt die Station?

Die Station benötigt einen festen Stellplatz in der Nähe einer Steckdose. Sie nimmt neben dem eigentlichen Gerät auch den 5-Liter-Wassertank und die weiteren Stationseinheiten auf. Dafür dient sie gleichzeitig als Lade-, Aufbewahrungs-, Nachfüll- und Pflegeplatz. Bei großen Wohnungen ist dieser feste Standort praktisch, weil das Gerät nach dem Einsatz direkt zurückgestellt wird. Vor der Aufstellung sollte ausreichend Platz zum Entnehmen der Behälter vorhanden sein.

Wie oft muss die Bürstenrolle gewechselt werden?

Tineco empfiehlt, die Bürstenrolle für eine optimale Leistung ungefähr alle sechs Monate zu ersetzen. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von Häufigkeit, Verschmutzung und Pflege ab. Nach jedem Reinigungsgang sollte die Walze kontrolliert und bei Bedarf mit dem Reinigungswerkzeug gesäubert werden. FlashDry oder SilentDry erleichtern das Trocknen. Ein vollständiger Austausch wird vor allem dann relevant, wenn die Reinigungsleistung sichtbar nachlässt oder die Walze verschleißt.

Ist die Station wartungsfrei?

Nein, die Station automatisiert viele Pflegeschritte, ersetzt aber nicht jede manuelle Reinigung. Der Schmutzwasserbehälter muss nach jedem Einsatz geleert und ausgespült werden. Auch Frischwasserbehälter, Filter und Bürstenrolle sollen sauber und trocken gehalten werden. Die Selbstreinigung und Trocknung reduzieren den Aufwand deutlich. Wer die empfohlenen Pflegeintervalle einhält, unterstützt eine gleichmäßige Reinigungsleistung und einen hygienischen Betrieb.

Welche Sicherheitsgrenzen gelten bei der Nutzung?

Der S9 Scientist darf nicht für heiße Asche, brennbare Flüssigkeiten, Glas, Nägel, Lösungsmittel, starke Säuren oder Basen verwendet werden. Auch ultrafeine Stoffe wie Zement-, Gips- oder Sägemehlstaub sind ausgeschlossen. Wasserstände über ungefähr 5 Millimeter sind nicht vorgesehen. Das Gerät sollte außerhalb des Lay-Flat-Betriebs nicht beliebig gekippt werden, damit kein Schmutzwasser in den Motor gelangt. Die Behälter müssen korrekt eingesetzt sein.

Vorstellung der Marke Tineco

Tineco entwickelt intelligente Haushaltsgeräte mit Schwerpunkt auf kabelloser Bodenpflege. Die Unternehmensgeschichte reicht bis 1998 zurück. 2013 brachte das Unternehmen einen eigenen kabellosen Stabstaubsauger auf den Markt, 2018 wurde die damalige Marke TEK zu Tineco weiterentwickelt.

Mit der PURE-ONE-Serie führte Tineco 2019 die iLoop-Schmutzerkennung ein. 2020 folgte der FLOOR ONE S3, den das Unternehmen als intelligenten kabellosen Bodenreiniger positioniert. Seit 2021 verfügt Tineco über eine europäische Niederlassung in Deutschland.

Die Unternehmenswerte umfassen Kundenorientierung, praktische Innovation, Leidenschaft und Exzellenz. Die Entwicklung des Station S9 Scientist passt zu dieser Ausrichtung, weil nicht nur die Saugleistung, sondern auch wiederkehrende Arbeitsschritte wie Nachfüllen, Dosieren, Selbstreinigung und Trocknung automatisiert werden.

Tineco bietet neben Nass-/Trockensaugern auch klassische Staubsauger, Teppichreiniger und Zubehör an. Zu den bekannten Entwicklungsschwerpunkten zählen iLoop, Zero-Tangle, PowerDry und FlashDry. Die Marke kann außerdem internationale Design- und Technik-Auszeichnungen wie Red Dot, iF Design Award und CES Innovation Award vorweisen.

Für Deutschland und Österreich stehen telefonischer Support, Live-Chat und E-Mail-Kontakt zur Verfügung. Der Hersteller nennt eine Erreichbarkeit werktags von 8 bis 17 Uhr und gibt an, E-Mail-Anfragen in der Regel innerhalb eines Arbeitstages zu beantworten. Für das Produkt gilt bei bestimmungsgemäßer privater Nutzung und Kauf über autorisierte Händler eine zweijährige eingeschränkte Herstellergarantie. Verschleißteile und unsachgemäße Nutzung sind davon ausgenommen.

Fazit

Der TINECO FLOOR ONE Station S9 Scientist überzeugt im einwöchigen Test vor allem durch die Verbindung aus guter Reinigungsleistung, komfortabler Führung und weitreichender Stationsautomatisierung. Der 5-Liter-Wassertank, die automatische Nachfüllung, die Reinigungsmitteldosierung, HydroBurst und die wirksame Bürstenrollentrocknung machen sich im Alltag konkret bemerkbar.

Besonders gut eignet sich das Gerät für Haushalte mit großen zusammenhängenden Hartbodenflächen, häufigem Reinigungsbedarf, Kindern oder normalen Haar- und Tierhaaraufkommen. Die Grundbedienung ist direkt am Gerät möglich, während App, Sprachansagen und Display zusätzliche Komfortfunktionen bieten. Wer die vorgesehenen Hartböden besitzt und die regelmäßige manuelle Tank- und Filterpflege einplant, erhält einen leistungsfähigen und komfortablen Nass-/Trockensauger.

Für diese Zielgruppe spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus. Der S9 Scientist ist insbesondere dann eine passende Wahl, wenn möglichst wenig Nachfüllen und eine weitgehend automatisierte Reinigung nach dem Wischen im Vordergrund stehen.

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