Ein Wischsauger muss im Alltag mehr können, als nur feuchte Spuren zu hinterlassen. In meinem Erfahrungsbericht zum TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam prüfe ich deshalb nicht nur die normale Saug- und Wischleistung, sondern auch die gezielte Dampfreinigung, die Beweglichkeit unter Möbeln und den Aufwand nach dem Einsatz. Besonders interessant ist die Verbindung aus BoostSteam und ReverseScrub: Der Dampf löst hartnäckige Rückstände an, während sich die Bürstenrolle per Tastendruck in die Gegenrichtung dreht.
Der kabellose Nass-/Trockensauger richtet sich vor allem an Haushalte mit versiegelten Hartböden, in denen regelmäßig Küchenreste, Flüssigkeiten, Tierhaare oder eingetrocknete Flecken auftreten. Im einwöchigen Test zeigt sich das Gerät als technisch umfangreich ausgestatteter Helfer für größere Hartbodenflächen. Die Kombination aus 25 kPa Saugkraft, automatischer Schmutzerkennung, 180-Grad-Lay-Flat-Konstruktion und automatischer Walzenpflege macht den FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam im täglichen Gebrauch vielseitig.
Produktdetails und technische Daten
- Produktname: TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam
- Gerätetyp: Kabelloser Nass-/Trockensauger beziehungsweise Wischsauger
- Zielgruppe: Haushalte mit versiegelten Hartböden und erhöhtem Reinigungsbedarf
- Saugleistung: Bis zu 25.000 Pa beziehungsweise 25 kPa
- BoostSteam: Interne Erhitzung laut Tineco bis zu 230 °C
- Dampfaustritt: Technische Praxisangaben nennen rund 99 bis 100 °C
- Vorbereitung des ersten Dampfzyklus: Ungefähr 20 Sekunden
- Weitere Dampfzyklen: Ungefähr 5 Sekunden Vorbereitungszeit
- Reinigungsmodi: Auto, Max, Suction und Quiet
- Akku: 3.900 mAh, 25,2 V und etwa 98,28 Wh
- Laufzeit: Bis zu 60 Minuten im Quiet-Modus und etwa 45 Minuten im Auto-Modus
- Ladezeit: Laut Handbuch ungefähr 4 bis 5 Stunden
- Leistungsaufnahme: 450 W
- Frischwassertank: Ungefähr 0,88 Liter
- Schmutzwassertank: Ungefähr 0,8 Liter
- Gewicht: Rund 6,1 Kilogramm
- Abmessungen: Ungefähr 110 × 26,6 × 23,3 Zentimeter
- Flache Arbeitsposition: 180 Grad, in Liegeposition rund 13 Zentimeter hoch
- Bürstenrolle: Bidirektionale Reinigung mit DualBlock Anti-Tangle
- Kantenreinigung: Dreiseitig an linker, rechter und vorderer Seite
- Sensorik: iLoop Smart Sensor zur Erkennung des Verschmutzungsgrades
- Anzeige: Miniaturdisplay am Griff und separate 3D-Lichtanzeige
- Beleuchtung: LED-Frontlicht am Reinigungskopf
- Selbstreinigung: Automatische Reinigung von Bürstenrolle und internen Reinigungskanälen
- FlashDry: Heißlufttrocknung mit bis zu 110 °C in ungefähr 5 Minuten
- SilentDry: Leisere Trocknung mit maximal ungefähr 40 dB(A) in etwa 40 Minuten
- WLAN und App: Steuerung, Reinigungsdaten und zusätzliche Einstellungen über die Tineco-App
- Spritzwasserschutz: IPX4
- Lieferumfang: Lade-/Trocknungsstation, Reinigungswerkzeug, zusätzliche Bürstenrolle, zusätzlicher Trockenfilter und Anleitung
- Material: Rohr, Behälter und Gehäuse überwiegend aus Kunststoff
- Garantie: Zwei Jahre Herstellergarantie bei privater Haushaltsnutzung
Eigenschaften im Überblick
- BoostSteam und ReverseScrub: Die gezielte Dampfreinigung wird mit einer gegenläufig rotierenden Bürstenrolle kombiniert. Dadurch lassen sich eingetrocknete und klebrige Rückstände intensiver bearbeiten.
- Automatische Anpassung durch iLoop: Der Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad und passt Wasserzufuhr sowie Saugkraft an.
- 180-Grad-Lay-Flat-Konstruktion: Mit rund 13 Zentimetern Höhe in liegender Position fährt der Reinigungskopf weit unter viele Möbel.
- AI SmoothDrive: Motorisierte Unterstützung erleichtert das Vorwärts- und Rückwärtsbewegen trotz des Gerätegewichts.
- DualBlock Anti-Tangle: Kamm- und Abstreifelemente reduzieren das Aufwickeln langer Haare und Tierhaare auf der Bürstenrolle.
- FlashDry und SilentDry: Für die Walzentrocknung stehen ein schneller und ein besonders leiser Modus zur Verfügung.
- 3D-Lichtanzeige und LED-Frontlicht: Die Anzeigen informieren über Betriebszustände und machen Verschmutzungen in dunklen Bereichen sichtbarer.
- Backtrack Water Erasure: Nach dem Ausschalten fährt das Gerät kurz rückwärts, um Restwasser unter dem Reinigungskopf aufzunehmen.
Die auffälligste Besonderheit ist im Test die punktuelle Kombination aus Dampf und Gegenrotation. BoostSteam arbeitet nicht als dauerhaft aktivierter Dampfmodus, sondern wird gezielt über eine separate Taste gestartet. Das passt gut zu einzelnen Problemstellen, etwa angetrockneten Küchenresten, Fettspuren oder klebrigen Rückständen.
Produkttest
Testkriterien
Ich bewerte den TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam in einem einwöchigen Praxistest anhand mehrerer Kriterien. Dazu gehören zunächst Verpackung, Lieferumfang und Verarbeitung, weil ein Gerät dieser Größe bereits beim Auspacken und Aufstellen einen stimmigen Eindruck vermitteln sollte. Anschließend prüfe ich die mechanische Montage, die Bedienung am Griff, die verschiedenen Reinigungsmodi und die Beweglichkeit auf versiegelten Hartböden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der tatsächlichen Reinigungsleistung. Ich untersuche, wie der S9 mit Flüssigkeiten, normalen Alltagsspuren, Haaren sowie eingetrockneten und klebrigen Verschmutzungen umgeht. Zusätzlich beobachte ich die Reaktion des iLoop-Sensors, die Unterstützung durch SmoothDrive, die Kantenreinigung und die Wirkung von BoostSteam mit ReverseScrub.
Bei einem Nass-/Trockensauger ist außerdem die Nachpflege entscheidend. Deshalb prüfe ich die Entnahme der Tanks, den Einsatz des Reinigungswerkzeugs, die automatische Selbstreinigung, FlashDry und SilentDry. Die einwöchige Testdauer erlaubt eine realistische Einschätzung von Handhabung und Alltagstauglichkeit, ersetzt aber keine langfristige Verschleißprüfung über mehrere Monate.
Testbedingungen und Ablauf
Ich führe den Test persönlich in einer normalen Wohnumgebung mit überwiegend versiegelten Hartböden durch. Der S9 kommt täglich in Bereichen zum Einsatz, in denen typische Verschmutzungen entstehen: im Küchenbereich, im Flur und unter niedrigen Möbeln. Dabei nutze ich zunächst den Auto-Modus für die regelmäßige Reinigung und schalte bei stärkerem Schmutz gezielt auf Max oder BoostSteam um.
Am ersten Tag konzentriere ich mich auf Verpackung, Montage, Materialanmutung und die erste Inbetriebnahme. An den Tagen zwei und drei stehen die normale Nass-/Trockenreinigung, die Sensorautomatik und die Beweglichkeit im Mittelpunkt. An den Tagen vier und fünf prüfe ich die Dampf- und Gegenrotationsfunktion an eingetrockneten Rückständen sowie das Verhalten bei Haaren und größeren Flüssigkeitsmengen.
Die letzten beiden Tage nutze ich für die Wartung, die Trocknungsprogramme, die App-Anbindung und eine abschließende Reinigung größerer zusammenhängender Hartbodenflächen. Ich erfasse dabei keine Laborwerte, sondern bewerte die direkt beobachtbare Leistung im Haushalt. Herstellerangaben wie die maximale Laufzeit von 60 Minuten im Quiet-Modus ordne ich deshalb als technische Orientierung und nicht als pauschalen Wert für jeden Betriebsmodus ein.
Unboxing und Lieferumfang
Der FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam kommt in einem rechteckigen braunen Wellpappkarton mit dem Aufdruck „FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam Series“. Im Karton sind Hauptgerät, Griff, Lade-/Trocknungsstation und Zubehör getrennt untergebracht. Am Reinigungskopf befindet sich beim Auspacken noch transparente Schutzfolie, kleinere Teile wie der zusätzliche Trockenfilter stecken teilweise in transparenten Beuteln.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät die Station, eine zusätzliche Bürstenrolle, ein zusätzlicher Trockenfilter, das Reinigungswerkzeug und die gedruckte Anleitung. Die separate Bürstenrolle ist besonders praktisch, weil während der Trocknung oder Pflege direkt ein Ersatzteil zur Verfügung steht. Das Reinigungswerkzeug besitzt neben einer Bürste auch ein schmales Ende, mit dem sich Öffnungen, die Bürstenkammer und schwer erreichbare Stellen bearbeiten lassen.
Den S9 Artist Boost Steam gibt es in zwei Ausführungen, die sich in Farbgebung und Lieferumfang unterscheiden. Der hier getestete FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam ist in einem hellen Lilaton gehalten und wird mit Lade-/Trocknungsstation, Reinigungswerkzeug, einer zusätzlichen Bürstenrolle und einem zusätzlichen Trockenfilter geliefert. Der FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam Premium ist dagegen silberbraun und enthält laut Hersteller jeweils zwei zusätzliche Bürstenrollen und Trockenfilter. Diese Premium-Ausführung ist ausschließlich bei Otto erhältlich.
Die Komponenten sind übersichtlich angeordnet und kommen ohne komplizierte Vormontage aus. Der Griff ist separat verpackt, wird aber ohne Werkzeug mit dem Gerätekörper verbunden. Insgesamt wirkt das Unboxing funktional und auf den sicheren Transport ausgerichtet. Die Oberfläche des Geräts fällt durch eine lilafarbene, glänzende Frontabdeckung mit kristallartiger IMD-Anmutung auf.
Montage und erste Inbetriebnahme
Die Montage ist in wenigen Schritten erledigt. Ich schiebe den Griff von oben in den Gerätekörper, bis er hörbar beziehungsweise fühlbar einrastet. Für eine spätere Demontage lässt sich die Entriegelungsstelle mit einem geeigneten Werkzeug drücken, während der Griff nach oben herausgezogen wird.
Anschließend stelle ich die Lade-/Trocknungsstation auf, fülle den Frischwassertank und setze das Gerät auf die Basis. Vor dem ersten Einsatz wird der Akku geladen. Beim Einschalten startet der S9 standardmäßig im Auto-Modus, über die Modustaste wechsle ich zwischen Auto, Max, Suction und Quiet.
Die Inbetriebnahme verläuft im Test reibungslos. Die Tasten am Griff sind logisch angeordnet: Neben Ein/Aus und Moduswahl gibt es eine separate Taste für BoostSteam und ReverseScrub, eine Selbstreinigungstaste sowie eine Taste für WLAN, Stummschaltung und Sprachwechsel. Für die normale Reinigung ist die App nicht erforderlich.
Testverlauf und Testergebnis
Tag 1: Verarbeitung, Bedienelemente und erste Fahrt
Beim ersten Anfassen wirkt der FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam solide und sauber verarbeitet. Rohr, Behälter und Gehäuse bestehen überwiegend aus Kunststoff, fühlen sich im Test aber stabil und passgenau an. Die Tanks sitzen sicher im Gerät, lassen sich für die Pflege jedoch herausnehmen.
Mit rund 6,1 Kilogramm ist der S9 kein Leichtgewicht. Auf dem Boden fällt das Gewicht allerdings weniger stark auf, als die Zahl zunächst vermuten lässt, weil AI SmoothDrive die Bewegung motorisch unterstützt. Der Reinigungskopf lässt sich kontrolliert vorwärts und rückwärts führen, ohne dass ich ständig gegen den Widerstand des Geräts arbeiten muss.
Das kleine Display am Griff zeigt Akkustand, Betriebsmodus und Statusinformationen. Ergänzend visualisiert die 3D-Lichtanzeige verschiedene Betriebszustände. Die iLoop-Anzeige verändert ihre Farbe abhängig von der erkannten Verschmutzung: Blau steht für eine geringere beziehungsweise normale Belastung, Rot signalisiert stärkeren Schmutz. Diese Rückmeldung ist im Alltag hilfreich, weil ich auf einen Blick sehe, wann der S9 seine Leistung erhöht.
Tag 2: Normales Saugen und Wischen
Im Auto-Modus saugt und wischt der FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam in einem Arbeitsgang. Frisches Wasser wird über die MHCBS-Technologie fortlaufend an die Bürstenrolle geführt, während Schmutzwasser wieder aufgenommen wird. Bei normalen Krümeln, feuchten Fußspuren und verschütteten Flüssigkeiten arbeitet das Gerät gleichmäßig und hinterlässt den Hartboden vergleichsweise schnell wieder trocken.
Die angegebene Saugleistung von 25 kPa ist für einen kabellosen Wischsauger großzügig dimensioniert. Flüssigkeiten werden im Test zügig aufgenommen, und die automatische Anpassung von Wasserzufuhr und Saugkraft reduziert den Bedarf an manuellen Einstellungen. Bei größeren Flüssigkeitsmengen wechsle ich in den Suction-Modus, der ohne zusätzliche Wasserabgabe arbeitet.
Die vier Grundmodi haben klar erkennbare Aufgaben. Auto ist für den Alltag am vielseitigsten, Max erhöht die Leistung bei stärkerem Schmutz, Suction nimmt Flüssigkeiten auf und Quiet arbeitet zurückhaltender. Gerade bei größeren Flächen ist der Auto-Modus angenehm, weil ich nicht bei jeder Verschmutzung selbst entscheiden muss, wie viel Wasser oder Saugkraft benötigt wird.
Tag 3: Kanten, LED-Licht und Möbelbereiche
Die dreiseitige Kantenreinigung erlaubt es, den Reinigungskopf links, rechts und vorn relativ nah an Sockelleisten und Möbelkanten zu führen. In der Praxis bleibt an einzelnen Übergängen ein schmaler Rand möglich, doch die Randarbeit ist insgesamt überzeugend. Besonders an Küchenzeilen und im Flur lässt sich der Kopf eng an der Kante entlangführen.
Das LED-Frontlicht ist nicht bloß ein optisches Detail. Unter einem Sofa oder in einem dunkleren Flurbereich macht es feine Staub- und Schmutzspuren sichtbar, die bei normaler Raumbeleuchtung leicht übersehen werden. Die Lichtanzeige am Gerätekörper erfüllt dagegen eine andere Aufgabe und informiert über Betriebs- und Reinigungszustände.
Mit der 180-Grad-Lay-Flat-Konstruktion lässt sich der S9 weit ablegen. In dieser Position ist der Reinigungskopf rund 13 Zentimeter hoch. Dadurch fahre ich unter viele Sofas, Betten und niedrige Möbel, ohne den Reinigungsvorgang unterbrechen zu müssen. Die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung unterstützt dabei den Betrieb in waagerechter Position.
Tag 4: BoostSteam und ReverseScrub
Am vierten Tag teste ich die zentrale Besonderheit an eingetrockneten Küchenrückständen. Für den ersten BoostSteam-Zyklus benötigt das Gerät ungefähr 20 Sekunden Vorbereitung. Danach tritt der Dampf gezielt an der betreffenden Stelle aus. Weitere Dampfstöße stehen nach ungefähr 5 Sekunden wieder bereit.
Wichtig ist die Einordnung der Temperaturangabe: Tineco nennt für die BoostSteam-Technologie eine interne Erhitzung von bis zu 230 °C. Das bedeutet nicht, dass der Boden mit 230 °C beaufschlagt wird. Am Dampfaustritt beziehungsweise in Bodennähe werden technische Praxisangaben von ungefähr 99 bis 100 °C genannt.
Während BoostSteam aktiviert ist, arbeitet ReverseScrub mit einer veränderten Drehrichtung der Bürstenrolle. Die Gegenrotation erzeugt eine deutlich spürbare mechanische Bearbeitung. Bei klebrigen und eingetrockneten Rückständen ist im Test ein klarer Unterschied zum normalen Wischmodus sichtbar: Der Schmutz löst sich schneller und lässt sich anschließend besser aufnehmen.
Die Funktion ist für punktuelle Verschmutzungen gedacht und nicht für dauerhaftes Dampfwischen. Das empfinde ich im Alltag als sinnvoll, weil ich Dampf nur dort einsetze, wo er wirklich gebraucht wird. Bei frischen Spritzern und gewöhnlichem Staub reicht der Auto-Modus aus, während BoostSteam seine Stärke bei hartnäckigen Stellen zeigt.
Tag 5: Haare, Flüssigkeiten und Alltagsschmutz
Im Flur und im Küchenbereich prüfe ich die Aufnahme von Haaren und feuchtem Alltagsschmutz. DualBlock Anti-Tangle arbeitet dabei in zwei Stufen: Ein Kamm- beziehungsweise Abstreifelement löst Haare von der Walze, anschließend unterstützt ein weiterer Abstreifer die Entfernung von Schmutzwasser und verbliebenen Haaren. Die Bürstenrolle bleibt im Test weitgehend frei von Aufwicklungen.
Das System verhindert allerdings nicht, dass sich einzelne Haare an anderer Stelle im Schmutzwasserkanal sammeln können. Deshalb kontrolliere ich den Kanal und den Schmutzwassertank nach der Reinigung mit dem mitgelieferten Werkzeug. Dieser zusätzliche Handgriff gehört ohnehin zur empfohlenen Pflege und fällt bei der täglichen Nutzung kaum ins Gewicht.
Bei Flüssigkeiten arbeitet der S9 zuverlässig. Nach dem Ausschalten führt er einen kurzen Rückwärtsvorgang aus, der als Backtrack Water Erasure Restwasser unter dem Reinigungskopf aufnehmen soll. In den meisten Situationen bleibt nur wenig Feuchtigkeit zurück. Bei besonders wasserreichen Durchgängen kann dennoch ein kleiner Rest sichtbar sein, weshalb ich den Reinigungskopf nach dem Ausschalten kurz kontrolliere.
Tag 6: Akkulaufzeit und App
Der Akku besitzt eine Kapazität von 3.900 mAh bei 25,2 V. Tineco nennt bis zu 60 Minuten Laufzeit im Quiet-Modus und ungefähr 45 Minuten im Auto-Modus. Im leistungsstärkeren Betrieb und bei häufiger Dampfnutzung sinkt die verfügbare Zeit spürbar, was bei einem Gerät mit zusätzlicher Heizung erwartbar ist.
Für die Reinigung einer normalen mittelgroßen Hartbodenfläche reicht die Laufzeit im Test gut aus. Wer große Flächen, mehrere Etagen oder viele Dampfzyklen hintereinander reinigen möchte, sollte den Ladezustand im Display beachten. Eine vollständige Ladung dauert laut Handbuch ungefähr 4 bis 5 Stunden. Der Akku besitzt laut Produktangaben Schutzmechanismen gegen Übertemperatur, Überstrom, Überspannung sowie fehlerhaftes Laden und Entladen.
Die App ergänzt die Bedienung um Reinigungsdaten und Einstellungen. Im Test lassen sich unter anderem Saugkraft, Wassermenge, Licht und Antriebsunterstützung konfigurieren. Für die Grundfunktion ist die App nicht nötig, wodurch der S9 auch ohne Konto direkt am Griff bedient werden kann. Für zusätzliche App-Funktionen ist ein Benutzerkonto erforderlich, und die WLAN-Anbindung arbeitet laut den technischen Angaben im 2,4-GHz-Bereich.
Tag 7: Selbstreinigung und Trocknung
Nach der Reinigung setze ich den S9 auf die Lade-/Trocknungsstation und starte den automatischen Reinigungszyklus über die dafür vorgesehene Taste. Die Selbstreinigung umfasst nicht nur die sichtbare Bürstenrolle. Auch Frischwasserleitung, Abwasserleitung, Bürstenkammer und weitere interne Bereiche werden in mehreren Schritten gespült.
Die Walze wird dabei bidirektional bewegt. Tineco beschreibt einen 720-Grad-Bewegungszyklus, der eine gleichmäßigere Reinigung und Trocknung unterstützen soll. Anschließend kann FlashDry die Bürstenrolle und relevante Bereiche mit erhitzter Luft bis zu 110 °C in ungefähr fünf Minuten trocknen.
FlashDry ist deutlich hörbar, dafür sehr schnell. Wenn ich die Reinigung später am Abend starte, ist SilentDry die angenehmere Option. Dieser Modus arbeitet mit maximal ungefähr 40 dB(A), benötigt dafür aber rund 40 Minuten. Trotz der automatischen Pflege müssen Schmutzwassertank, Trockenfilter und Bürstenrolle nach jeder Benutzung kontrolliert und bei Bedarf von Hand gereinigt werden.
Verarbeitung, Handhabung und Pflege im Alltag
Die Verarbeitung des S9 macht im Test einen stabilen Eindruck. Die Bauteile sitzen präzise, die Tanks lassen sich ohne großen Kraftaufwand entnehmen und die Bedienelemente reagieren zuverlässig. Die lilafarbene Hochglanzfläche wirkt hochwertig, sollte beim Abstellen aber sorgsam behandelt werden, da glänzende Kunststoffflächen grundsätzlich sichtbarer auf Kontakt und Kratzer reagieren.
Die Handhabung profitiert deutlich von SmoothDrive. Beim Richtungswechsel unterstützt der Motor sowohl vorwärts als auch rückwärts. Dadurch fühlt sich das Gerät beim Wischen leichter an, als das Gewicht von 6,1 Kilogramm vermuten lässt. Beim Tragen über Treppen bleibt das Gewicht hingegen deutlich spürbar.
Die Pflegekette ist umfassend durchdacht. Nach jeder Nutzung entleere ich den Schmutzwassertank, kontrolliere Filter und Bürstenrolle und starte anschließend die Selbstreinigung. Das Reinigungswerkzeug hilft bei Haaren und Rückständen in Öffnungen. Das komplette Gerät darf nicht in Wasser eingetaucht werden, was bei der manuellen Pflege zu beachten ist.
Das Handbuch empfiehlt, die Bürstenrolle ungefähr alle sechs Monate auszutauschen. Im einwöchigen Test zeigt sich naturgemäß noch kein Verschleiß. Positiv ist jedoch, dass bereits eine zusätzliche Bürstenrolle und ein zusätzlicher Trockenfilter beiliegen. Das erleichtert die fortlaufende Nutzung, wenn ein Teil gerade gereinigt oder getrocknet wird.
Sicherheit und geeignete Böden
Der FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam ist für den Innenbereich und nicht mit Teppich belegte Hartflächen vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Vinyl, Fliesen und versiegeltes Holz. Vor der Dampfnutzung sollte immer geprüft werden, ob der jeweilige Bodenhersteller eine Reinigung mit Dampf freigibt.
Besonders bei nicht vollständig versiegeltem oder offenporigem Holz ist Zurückhaltung sinnvoll. Die 230-Grad-Angabe bezieht sich auf die interne BoostSteam-Technologie und nicht auf die tatsächliche Oberflächentemperatur des Bodens. Trotzdem arbeitet der austretende Dampf mit hoher Temperatur und sollte passend zum Bodenmaterial eingesetzt werden.
Das Gerät besitzt IPX4-Spritzwasserschutz. Ladegerät und Ladekontakte dürfen nicht mit nassen Händen berührt werden. Außerdem sind brennbare Flüssigkeiten sowie brennende oder rauchende Gegenstände nicht für die Aufnahme vorgesehen. Diese Hinweise sind im Alltag leicht einzuhalten und schränken die bestimmungsgemäße Nutzung nicht ein.
Persönlicher Eindruck
Mein stärkster persönlicher Eindruck entsteht beim Wechsel von der normalen Reinigung auf BoostSteam. Im Auto-Modus erledigt der S9 die tägliche Bodenpflege ruhig und weitgehend automatisch. Sobald ich eine eingetrocknete Stelle mit der gegenläufigen Bürstenrolle bearbeite, wird aus dem komfortablen Wischsauger ein deutlich kräftigeres Spezialwerkzeug für einzelne Problemzonen.
„Die Gegenrotation ist im Griff sofort spürbar und macht bei klebrigen Küchenresten einen sichtbaren Unterschied.“
Auch die Beweglichkeit gefällt mir im Alltag sehr gut. Ich kann das Gerät weit ablegen, unter Möbel fahren und anschließend ohne größere Korrekturen wieder aufrichten. SmoothDrive nimmt dem S9 einen großen Teil seiner gefühlten Schwere. Besonders auf größeren, zusammenhängenden Flächen entsteht dadurch ein flüssiger Arbeitsablauf.
„Die Kombination aus LED-Frontlicht und flacher Bauweise hilft mir gerade unter Sofa und Bett mehr, als ich zunächst erwartet habe.“
Die automatische Selbstreinigung ist ein weiterer Höhepunkt. FlashDry beendet den Pflegevorgang bereits nach ungefähr fünf Minuten, während SilentDry eine deutlich leisere Alternative bietet. Der Schmutzwassertank muss weiterhin geleert und der Filter kontrolliert werden, doch die aufwendige Reinigung der Walze und interner Kanäle wird spürbar erleichtert.
Als kleinen Nebenpunkt empfinde ich die seitliche Einfüllöffnung des Frischwassertanks unter einem niedrigen Wasserhahn als nicht ganz so bequem wie eine großzügige Öffnung. Im normalen Haushalt lässt sich der Tank dennoch problemlos befüllen, wenn ich ihn etwas schräg halte. Insgesamt überwiegen für mich klar die Vorteile aus Reinigungsleistung, Beweglichkeit und automatischer Pflege.
Externe Erfahrungszusammenfassung
Die externen Erfahrungen und Erfahrungsberichte, die ich zum Produkt abgleiche, fallen überwiegend positiv aus. Unabhängige Tests loben vor allem die normale Saug- und Wischleistung, die gute Manövrierbarkeit und die Wirkung von ReverseScrub bei eingetrockneten Flecken. Auch Nutzerbewertungen heben Reinigung, Dampffunktion und Alltagstauglichkeit häufig hervor.
In mehreren Erfahrungsberichten wird beschrieben, dass die erste Dampfvorbereitung ungefähr 20 Sekunden dauert und ein weiterer Zyklus anschließend schneller bereitsteht. Unterschiedlich beurteilt wird, welchen Anteil der Dampf selbst und welchen Anteil die gegenläufige Bürstenrotation an der verbesserten Fleckenentfernung hat. Das ändert nichts daran, dass die Kombination in den beschriebenen Tests praktisch wirksam ist.
Als kleinere Hinweise tauchen in den externen Erfahrungen der Akkuverbrauch bei häufigem Dampfeinsatz, das Gerätegewicht, die Pflege des Schmutzwasserkanals und die nicht immer vollständige Restwasseraufnahme auf. Auch der Anschaffungspreis von etwa 650 bis 700 Euro wird wiederholt angesprochen. Eine belastbare externe Erfahrungsbasis ist damit vorhanden, sie bestätigt insgesamt den positiven Alltagseindruck, weist aber auf die genannten individuellen Nutzungsbedingungen hin.
Alternativprodukte
Roborock F25 Steam
Der Roborock F25 Steam arbeitet ebenfalls mit Dampf, bietet 25.000 Pa Saugkraft, eine flache Arbeitsposition und eine Anti-Tangle-Konstruktion. Die angegebene Laufzeit von bis zu 80 Minuten fällt länger aus, der Hersteller nennt rund 180 °C VaporFlow-Dampf. Der Nachteil der Alternative liegt aus Sicht des getesteten Konzepts darin, dass die markante Kombination aus ReverseScrub und BoostSteam nicht in gleicher Form vorhanden ist. Der Tineco bietet dadurch eine gezieltere mechanische Bearbeitung eingetrockneter Flecken.
Dreame H15 Pro Heat
Der Dreame H15 Pro Heat setzt auf bis zu 85 °C heißes Wasser statt auf eine eigentliche Dampfreinigung. Er bietet 22.000 Pa, 180-Grad-Lay-Flat, dreiseitige Kantenreinigung und eine Laufzeit von bis zu 72 Minuten. Im Warmwassermodus ist die Laufzeit jedoch geringer. Der Tineco hat gegenüber dieser Alternative den Vorteil, dass BoostSteam und ReverseScrub speziell für punktuelle, festsitzende Verschmutzungen zusammenarbeiten.
Eureka FloorShine830
Der Eureka FloorShine830 ist mit ungefähr 270 bis 350 Euro deutlich günstiger und wiegt rund 5,2 Kilogramm. Er bietet 24.000 Pa, 180-Grad-Lay-Flat, Anti-Tangle 4.0, DualDrive sowie Heißwasser-Selbstreinigung und Heißlufttrocknung. Als Nachteil gegenüber dem getesteten Gerät verzichtet er auf die eigentliche Dampfreinigung und ReverseScrub. Der Tineco bietet damit mehr Möglichkeiten für hartnäckige, eingetrocknete Rückstände, liegt preislich aber auch höher.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam im Test
Für welche Böden eignet sich der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
Der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam eignet sich für versiegelte Hartböden im Innenbereich, darunter Vinyl, Fliesen und versiegeltes Holz. Vor der Nutzung von BoostSteam sollte die Freigabe des jeweiligen Bodenherstellers geprüft werden. Bei offenporigem oder nicht vollständig versiegeltem Holz ist besondere Vorsicht sinnvoll. Für Teppichflächen ist das Gerät laut vorgesehener Nutzung nicht bestimmt.
Wie funktioniert BoostSteam beim TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
BoostSteam erzeugt gezielt heißen Dampf, der hartnäckige Verschmutzungen anlöst. Der erste Dampfzyklus benötigt ungefähr 20 Sekunden Vorbereitung, weitere Zyklen stehen nach etwa 5 Sekunden bereit. Die Funktion arbeitet nicht dauerhaft, sondern wird punktuell über eine eigene Taste aktiviert. Zusammen mit ReverseScrub dreht sich die Bürstenrolle in Gegenrichtung und erhöht dadurch die mechanische Reibung.
Was bedeutet ReverseScrub beim TINECO S9 Artist Boost Steam?
ReverseScrub verändert per Tastendruck die Drehrichtung der Bürstenrolle. Dadurch entsteht eine stärkere mechanische Bearbeitung, die besonders bei eingetrockneten, klebrigen oder fettigen Rückständen hilfreich ist. Im Test löst die Kombination mit BoostSteam solche Flecken schneller als der normale Wischmodus. Bei frischen Verschmutzungen reicht dagegen meist die automatische Standardreinigung aus.
Wie lange hält der Akku des TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
Der Hersteller nennt bis zu 60 Minuten Laufzeit im Quiet-Modus und etwa 45 Minuten im Auto-Modus. Im Max-Modus und bei häufiger Nutzung von BoostSteam sinkt die Laufzeit, weil höhere Saugkraft und Dampf mehr Energie benötigen. Für eine normale mittelgroße Hartbodenfläche ist die verfügbare Zeit im Alltag meist ausreichend. Eine vollständige Ladung dauert laut Handbuch ungefähr 4 bis 5 Stunden.
Wie groß sind die Wassertanks des TINECO S9 Artist Boost Steam?
Der Frischwassertank fasst ungefähr 0,88 Liter, der Schmutzwassertank etwa 0,8 Liter. Beide Behälter sind getrennt, sodass die Bürstenrolle kontinuierlich mit sauberem Wasser versorgt werden kann. Der Schmutzwassertank lässt sich herausnehmen und nach dem Einsatz entleeren. Bei sehr großen Flächen kann abhängig von Verschmutzung und Wasserzufuhr ein Zwischenstopp zum Nachfüllen oder Leeren erforderlich sein.
Kann der TINECO S9 Artist Boost Steam unter Möbel fahren?
Ja, der Reinigungskopf lässt sich bis zu 180 Grad ablegen. In der flachen Position ist das Gerät rund 13 Zentimeter hoch und kann dadurch unter viele Sofas, Betten und niedrige Möbel fahren. Die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung unterstützt den Betrieb in dieser Lage. Das LED-Frontlicht macht Schmutz unter dunklen Möbeln zusätzlich besser sichtbar.
Wie gut funktioniert die Haaraufnahme beim TINECO FLOOR ONE S9?
DualBlock Anti-Tangle reduziert das Aufwickeln langer Haare und Tierhaare auf der Bürstenrolle. Ein Kamm- beziehungsweise Abstreifelement löst Haare von der Walze, bevor ein weiterer Abstreifer Schmutzwasser und Rückstände entfernt. Die Bürste bleibt dadurch im Test weitgehend frei. Einzelne Haare können dennoch im internen Schmutzwasserkanal landen und sollten bei der Pflege mit dem Reinigungswerkzeug entfernt werden.
Welche Reinigungsmodi bietet der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
Der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam bietet Auto, Max, Suction und Quiet. Auto passt Saugkraft und Wasserzufuhr über den iLoop-Sensor an und eignet sich für die tägliche Reinigung. Max erhöht die Leistung bei stärkerem Schmutz. Suction nimmt Flüssigkeiten ohne zusätzliche Wasserabgabe auf, während Quiet den Geräuschpegel reduziert und die Laufzeit verlängern kann.
Benötigt der TINECO S9 Artist Boost Steam eine App?
Nein, die Grundreinigung funktioniert ohne App. Betriebsmodi, BoostSteam, Selbstreinigung und wichtige Einstellungen lassen sich direkt über die Tasten am Griff bedienen. Die Tineco-App ergänzt jedoch Reinigungsdaten und zusätzliche Optionen für Saugkraft, Wassermenge, Licht und Antriebsunterstützung. Für die App-Nutzung ist ein Benutzerkonto erforderlich, während der normale Betrieb auch ohne Smartphone möglich bleibt.
Wie heiß wird der Dampf beim TINECO FLOOR ONE S9?
Tineco nennt für die interne BoostSteam-Technologie eine Temperatur von bis zu 230 °C. Diese Angabe beschreibt nicht die tatsächliche Temperatur der Bodenoberfläche. Technische Praxisangaben nennen am Dampfaustritt beziehungsweise in Bodennähe rund 99 bis 100 °C. Deshalb sollte BoostSteam nur auf Böden eingesetzt werden, deren Hersteller eine Dampfreinigung ausdrücklich freigibt.
Wie funktioniert die automatische Selbstreinigung?
Für die Selbstreinigung wird der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam auf die Lade-/Trocknungsstation gestellt. Nach dem Start spült das Gerät die Bürstenrolle, die Frischwasserleitung, die Abwasserleitung und weitere Bereiche des internen Reinigungssystems. Die Walze bewegt sich bidirektional, bevor FlashDry oder SilentDry die Trocknung übernimmt. Der Schmutzwassertank muss anschließend weiterhin von Hand geleert und ausgespült werden.
Wie lange dauert FlashDry beim TINECO S9 Artist Boost Steam?
FlashDry benötigt ungefähr fünf Minuten und trocknet die Bürstenrolle mit erhitzter Luft von bis zu 110 °C. Der Modus ist für eine schnelle Wiederverwendung gedacht und im Betrieb hörbar. Alternativ steht SilentDry zur Verfügung, das mit maximal ungefähr 40 dB(A) deutlich leiser arbeitet. Dafür dauert die geräuschärmere Trocknung etwa 40 Minuten.
Wie laut ist der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
Die Lautstärke hängt vom gewählten Modus ab. Im Quiet-Modus liegt der Geräuschpegel in Tests unter ungefähr 60 dB, stärkere Betriebsarten erreichen etwa den oberen 60-dB-Bereich. Die Selbstreinigung und FlashDry sind deutlich hörbar. SilentDry arbeitet dagegen mit maximal ungefähr 40 dB(A) und eignet sich deshalb besonders für die Pflege am Abend oder in geräuschempfindlichen Umgebungen.
Wie wird der iLoop-Sensor beim TINECO S9 genutzt?
Der iLoop Smart Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad des Bodens und passt Saugkraft sowie Wasserzufuhr automatisch an. Eine farbige Anzeige unterstützt die Orientierung: Blau signalisiert eine geringere oder normale Verschmutzung, Rot steht für stärkere Verschmutzung. Dadurch muss ich im Auto-Modus nicht ständig manuell nachregeln. Die automatische Anpassung hilft besonders bei wechselnden Bodenbereichen.
Wie wird der Frischwassertank des TINECO FLOOR ONE S9 befüllt?
Der Frischwassertank wird aus dem Gerät genommen und über die seitliche Einfüllöffnung befüllt. Die Öffnung ist vergleichsweise kompakt, lässt sich mit einem passenden Wasserhahn oder Gefäß aber problemlos nutzen. Anschließend wird der Tank wieder eingesetzt, bis er sicher sitzt. Der Schmutzwassertank bleibt dabei getrennt und wird erst nach der Reinigung entleert.
Wie wird der TINECO S9 Artist Boost Steam gepflegt?
Nach jeder Benutzung sollten Schmutzwassertank, Trockenfilter und Bürstenrolle kontrolliert und gereinigt werden. Die automatische Selbstreinigung übernimmt das Spülen der Walze und wichtiger interner Leitungen, ersetzt aber nicht die manuelle Tankpflege. Haare im Schmutzwasserkanal lassen sich mit dem schmalen Ende des Reinigungswerkzeugs entfernen. Die Bürstenrolle empfiehlt das Handbuch ungefähr alle sechs Monate auszutauschen.
Wie schwer ist der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
Das Gerät wiegt rund 6,1 Kilogramm. Beim Tragen über Treppen ist das Gewicht deutlich spürbar. Während der Bodenreinigung unterstützt AI SmoothDrive die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung, wodurch sich das Gerät im Alltag leichter führen lässt. Besonders auf ebenen Hartböden fällt das Gewicht deshalb weniger störend auf als beim Transport zwischen verschiedenen Etagen.
Wie nah reinigt der TINECO FLOOR ONE S9 an Kanten?
Der Reinigungskopf unterstützt eine dreiseitige Kantenreinigung an der linken, rechten und vorderen Seite. Dadurch lässt sich nah an Sockelleisten und Möbeln entlangarbeiten. In der Praxis können an einzelnen Übergängen schmale Ränder verbleiben, die Kantenreinigung funktioniert im Test aber insgesamt zuverlässig. Das LED-Frontlicht erleichtert die Kontrolle an dunklen Randbereichen.
Wie sicher ist der TINECO FLOOR ONE S9 im täglichen Gebrauch?
Der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam besitzt IPX4-Spritzwasserschutz und mehrere Akku-Schutzmechanismen für Temperatur, Strom, Spannung sowie Lade- und Entladevorgänge. Ladegerät und Ladekontakte dürfen nicht mit nassen Händen berührt werden. Brennbare Flüssigkeiten sowie brennende oder rauchende Gegenstände gehören nicht in das Gerät. Bei bestimmungsgemäßer Nutzung ist die Handhabung unkompliziert.
Welche Garantie bietet Tineco auf den FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam?
Tineco gewährt bei privater Haushaltsnutzung zwei Jahre Herstellergarantie auf Material- und Verarbeitungsfehler. Voraussetzung ist die bestimmungsgemäße Verwendung nach Bedienungsanleitung. Für direkt über den Tineco-Shop bezogene Produkte wird zusätzlich eine 30-Tage-Geld-zurück-Regelung genannt. Der deutsche Support ist per Telefon, E-Mail und Live-Chat erreichbar; für E-Mail-Anfragen nennt Tineco eine Rückmeldung innerhalb eines Werktags.
Vorstellung der Marke Tineco
Tineco wird 1998 gegründet und startet im Bereich der Staubsauger. Später entwickelt sich die Marke stark in Richtung intelligenter Haushaltsgeräte. 2013 folgt ein eigener kabelloser Stabstaubsauger, 2018 wird die Marke von TEK auf Tineco umgestellt. Mit der PURE-ONE-Serie führt Tineco 2019 die iLoop-Sensorik ein, bevor 2020 mit dem FLOOR ONE S3 ein intelligenter kabelloser Nass-/Trockensauger folgt.
Die Markenphilosophie „Live Easy. Enjoy Life.“ zeigt sich auch beim getesteten Gerät. Sensoren, Automatik und motorische Unterstützung sollen viele manuelle Entscheidungen im Haushalt reduzieren. iLoop passt die Reinigung an, SmoothDrive unterstützt die Bewegung, MHCBS versorgt die Walze mit sauberem Wasser und FlashDry übernimmt einen wesentlichen Teil der Nachpflege.
Zur Produktpalette gehören Nass-/Trockensauger, intelligente Staubsauger, kabellose Staubsauger, Teppichreiniger, Zubehör und weitere Smart-Home-Produkte. Für den deutschen Markt ist die TINECO Intelligent Germany GmbH in Neuss zuständig. Der Kundensupport ist telefonisch, per E-Mail und über einen Live-Chat erreichbar.
Die reguläre Herstellergarantie beträgt zwei Jahre auf Material- und Verarbeitungsfehler bei privater Haushaltsnutzung. Die Garantie ist an eine Nutzung nach Bedienungsanleitung gebunden. Zusätzlich nennt Tineco für direkt im eigenen Shop gekaufte Produkte eine 30-Tage-Geld-zurück-Regelung.
Fazit
Der TINECO FLOOR ONE S9 Artist Boost Steam überzeugt im einwöchigen Test als vielseitiger kabelloser Wischsauger für versiegelte Hartböden. Seine größten Stärken liegen in der Kombination aus 25 kPa Saugkraft, automatischer iLoop-Anpassung, sehr guter Beweglichkeit und der gezielten Fleckenbehandlung mit BoostSteam und ReverseScrub. Gerade bei eingetrockneten Küchenrückständen zeigt die gegenläufige Bürstenrolle einen konkreten praktischen Nutzen.
Hinzu kommen die flache 180-Grad-Bauweise, das LED-Frontlicht, die dreiseitige Kantenreinigung sowie die durchdachte Pflege mit FlashDry und SilentDry. Die Selbstreinigung reduziert den Aufwand nach dem Wischen deutlich, auch wenn Tank, Filter und Kanäle weiterhin regelmäßig von Hand kontrolliert werden sollten. Für Haushalte mit größeren Hartbodenflächen, Kindern, Haustieren oder häufigen Küchenverschmutzungen ist das Gerät besonders gut geeignet.
Wer einen technisch umfangreichen Nass-/Trockensauger sucht und die Dampffunktion gezielt auf dafür freigegebenen Böden einsetzen möchte, erhält mit dem S9 Artist Boost Steam einen überzeugenden Alltagshelfer. Ich spreche für diese Zielgruppe eine klare Kaufempfehlung aus.














