In diesem Erfahrungsbericht geht es um den Sunbooster VERTICAL, ein bifaziales Photovoltaiksystem, das wie Sichtschutzbänder in den Gartenzaun eingefädelt wird. Meine Erfahrungen mit diesem Ansatz zeigen, ob der Zaun tatsächlich als Stromquelle taugt. Gerade für Haushalte ohne geeignete Dachflächen klingt die Idee attraktiv: Man nutzt vorhandene Strukturen doppelt.
- Produktname: Sunbooster VERTICAL
- Zielgruppe: Eigenheimbesitzer, Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe mit Doppelstabmattenzäunen. Die Zielgruppe ist realistisch, doch hängt der Nutzen stark von Zaunlänge und Standortbedingungen ab.
Technische Daten:
- Bifaziale monokristalline Solarzellen mit 22,8 % Wirkungsgrad
- Streifenhöhe 186 mm, Länge 2.010 oder 2.510 mm, Dicke 1,8 mm
- Gewicht: ca. 1,0 kg (2 m), ca. 1,2 kg (2,5 m)
- Nennleistung: 62 Wp (2 m), 79 Wp (2,5 m)
- Gesamtleistung bis 1.872 Wp im 4er-System
- Schutzklasse IP67, Betriebstemperatur –20 bis +60 °C
- Kompatibel mit Doppelstabmatten 6/5/6 und 8/6/8
- Inverter 800 (Einzel/Doppel), Inverter 2000 (4er-System)
Besondere Eigenschaften:
- Vertikale Montage und Nutzung beider Modulseiten (Albedo-Effekt)
- Einfache Nachrüstung ohne zusätzliche Gestelle
- Plug-and-Play-Installation mit 10 m AC-Kabel
Die Materialqualität wirkt solide und wetterfest. Kritisch bleibt, dass noch kaum Langzeiterfahrungen vorliegen. Positiv ist die 20 Jahre Herstellergarantie, die Vertrauen in die Langlebigkeit schafft.
Alternativprodukte
Der Markt für Zaun-PV ist neu, doch einige Alternativen sind interessant.
Next2Sun – Solarzaun
Next2Sun aus Deutschland/Österreich setzt auf komplette Solarzaun-Elemente. Die bifazialen Module dienen zugleich als Sichtschutz. Der Hersteller nennt bis zu zehn Prozent Mehrertrag gegenüber klassischen Anlagen. Vorteile sind lange Garantien (30 Jahre auf Module, 10 Jahre auf Rahmen) und Erfahrung in Großprojekten. Nachteile: höhere Kosten und wenig Preistransparenz für Privatkunden. Sunbooster punktet hier mit einfacher Nachrüstung bestehender Zäune.
Sunket – Solar Fence
Sunket Power aus China bietet Zaun-PV ab rund 150 USD pro Quadratmeter. Das Konzept ähnelt Sunbooster, der Fokus liegt auf Kostenvorteilen. Schwächen: unklare Garantien, Importabhängigkeit und wenig technische Details in öffentlichen Quellen. Im direkten Vergleich ist Sunbooster für den deutschen Markt besser zugeschnitten, auch wenn Sunket günstiger wirken kann.
Fewo-Zaun – Solarzaunmodule
Fewo-Zaun fertigt in Deutschland maßgeschneiderte Module mit Kunststoffrahmen und Aluminiumkern. Jedes Element liefert rund 450 Wp. Vorteil: hohe Leistung und verschiedene Designoptionen. Nachteil: Gewicht von ca. 35 kg und die Notwendigkeit neuer Fundamente. Sunbooster ist leichter und flexibler, Fewo hingegen bietet deutlich höhere Einzelleistung.
Zusammenfassend ist Sunbooster die pragmatischste Nachrüstlösung, während Next2Sun für Großprojekte und Fewo für neue Zäune geeignet ist. Sunket könnte preislich punkten, ist jedoch weniger auf deutsche Standards ausgerichtet.
Produkttest
Testkriterien
Für eine faire und nachvollziehbare Bewertung habe ich den Sunbooster VERTICAL anhand klar definierter Kriterien geprüft. Getestet wurden die Punkte Verpackung, Verarbeitung, Installation, Handhabung, Sicherheit, Alltagsertrag sowie ökologische Aspekte. Diese Auswahl deckt sowohl den praktischen Umgang mit dem System als auch seine Leistungsfähigkeit ab. Besonders wichtig war mir, wie sich die Module im täglichen Einsatz an einem typischen Wohnort schlagen, und ob die Versprechen des Herstellers mit den tatsächlichen Erfahrungen übereinstimmen.
Die Gewichtung erfolgte praxisnah: Installation und Alltagsertrag hatten mit jeweils rund 30 % den größten Einfluss, da dies für die Nutzerinnen und Nutzer im Alltag entscheidend ist. Verpackung und Verarbeitung schlugen mit je 10 % zu Buche, Sicherheit und ökologische Aspekte mit jeweils 10 %. Damit lassen sich Stärken und Schwächen strukturiert einordnen, ohne dass einzelne Details überbewertet werden.
Ablauf
Ich habe das Einzelsystem des Sunbooster VERTICAL sieben Tage lang in meinem eigenen Garten getestet. Mein Grundstück ist nach Osten und Westen ausgerichtet, mit einem typischen Doppelstabmattenzaun (Drahtstärke 8/6/8). Ziel war es, ein realistisches Bild davon zu erhalten, wie sich das System in einem ganz normalen Umfeld schlägt. Die Entscheidung für den Wochentest fiel bewusst: er erlaubt einen Querschnitt durch verschiedene Wetterlagen, auch wenn er natürlich keine endgültigen Aussagen über Haltbarkeit oder Langzeiterträge zulässt.
Meine Erwartungen waren klar: einfache Montage, sichtbare Erträge bereits in den Morgenstunden und eine unkomplizierte Handhabung. Als Einschränkung bleibt festzuhalten, dass die Witterung im Testzeitraum typisch mitteleuropäisch war – also eine Mischung aus Sonne, Wolken, Regen und Wind. Langfristige Extreme wie Hagel oder Schneelasten konnte ich in dieser Zeit nicht abbilden.
Unboxing
Das Paket kam in einem stabilen Karton, ordentlich verklebt und frei von Transportschäden. Innen waren die sechs Modulstreifen einzeln in Schutzfolien eingeschlagen, mit Schaumstoff an den Enden gesichert. Der Wechselrichter (INVERTER 800) lag in einem eigenen Kartonfach, dazu kamen Kabelbinder, Verlängerungskabel mit MC4-Steckern und das 10 m lange AC-Kabel. Seriennummern und Zertifikate waren sauber beigelegt und machten einen professionellen Eindruck.
Positiv fiel mir auf, dass die Module leicht und handlich sind – rund ein Kilogramm pro Streifen. Das erleichtert den Transport erheblich. Kritisch sehe ich die Verpackung: Sie wirkte funktional, aber wenig nachhaltig. Viel Kunststoff und Einwegmaterial, was in Zeiten steigender Umweltansprüche einen fahlen Beigeschmack hinterlässt. Immerhin schützte sie die Ware zuverlässig, und es gab keine Schäden.
Installation
Die Montage war insgesamt unkompliziert. Ich habe die Streifen wie klassische Sichtschutzbänder von oben in den Zaun eingefädelt. Das dauerte bei sechs Modulen rund eine Stunde, wobei die größte Herausforderung darin lag, die Kabel am Sockel ordentlich zu verlegen. Die MC4-Stecker waren stabil, erforderten aber etwas Geduld beim ersten Einrasten. Hier empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, um die Finger nicht zu verkanten.
Das 10 m AC-Kabel erwies sich als sehr praktisch, da es den Anschluss bis zur nächstgelegenen Außensteckdose problemlos ermöglichte. Die Kabelbinder wirkten zunächst wie eine provisorische Lösung, hielten aber zuverlässig und fixierten die Kabel am Zaun. Wer Wert auf eine besonders saubere Optik legt, könnte hier auf stabilere Halterungen nachrüsten. Alles in allem war die Installation ohne Fachkenntnisse machbar, und nach dem Verbinden mit dem Inverter war das System einsatzbereit.
Testverlauf und Testergebnis
Tag 1 – Aufbau und Inbetriebnahme
Nach dem Einbau startete der Inverter ohne Verzögerung. Obwohl der Himmel stark bewölkt war, erreichten die Module direkt etwa 40 % ihrer Nennleistung. Das überraschte positiv, da diffuse Einstrahlung oft schlechter verwertet wird. Das System wirkte stabil, keine losen Kabel oder wackelnden Streifen. Bereits am ersten Tag war klar: auch bei wenig Licht liefert das System messbare Erträge.
Tag 2 – Sonniger Vormittag
Der zweite Tag zeigte die Stärken der vertikalen Ausrichtung. Schon um acht Uhr morgens erreichten die Module fast 50 Watt pro Streifen. Abends, gegen 18 Uhr, produzierten sie noch immer spürbar Strom, während die Dach-PV-Anlage bereits stark nachließ. Damit bestätigte sich der Vorteil für Zeiten mit hohem Eigenverbrauch – in meinem Fall Kaffeekochen und Waschmaschinenlauf am Morgen.
Tag 3 – Regen und Wolken
Regenwetter brachte schwankende Werte zwischen zehn und dreißig Prozent der Nennleistung. Positiv war, dass das System nie komplett auf null fiel. Der Inverter arbeitete stabil, keine Ausfälle oder Fehlermeldungen. Selbst in dunklen Momenten lag eine Grundproduktion vor, die kleinere Verbraucher abdeckte. Kritikpunkt: die Leistung schwankte stark, was die Planbarkeit erschwerte. In einem Speicherverbund ließe sich das aber gut abfedern.
Tag 4 – Sonniger Tag
Dieser Tag brachte Spitzenwerte. Am Vormittag und Nachmittag lag die Leistung bei rund 80 % der Nennwerte. Mittags zeigte sich jedoch die bekannte Schwäche vertikaler Module: die Dachanlage lieferte deutlich mehr. Wer also seinen Hauptverbrauch zur Mittagszeit hat, wird hier weniger profitieren. Für Morgen- und Abendspitzen ist das System aber klar überlegen. Insgesamt überzeugte die Effizienz unter optimalen Bedingungen.
Tag 5 – Teilverschattung
Ein praxisnaher Härtetest: Die Zaunstreben warfen Schatten, zudem standen einige Büsche in der Nähe. Erwartungsgemäß sank die Leistung, blieb aber konstant über siebzig Prozent. Das lag an der cleveren Zellverschaltung, die verschattete Bereiche ausgleicht. Dieser Tag zeigte, dass das System im Alltag robuster ist als erwartet. Kritik bleibt, dass man bei dichter Bepflanzung dennoch spürbare Einbußen hinnehmen muss.
Tag 6 – Windiger Tag
Starker Wind ließ die Streifen sichtbar schwingen. Trotzdem hielten alle Verbindungen sicher, kein Modul lockerte sich. Die flexible Bauweise machte hier einen guten Eindruck, da die Streifen den Windkräften nachgaben statt zu brechen. Die Kabelbinder hielten, auch wenn ich langfristig stabilere Befestigungen empfehlen würde. Aus technischer Sicht lief die Stromproduktion unbeeindruckt weiter.
Tag 7 – Testabschluss
Am letzten Tag habe ich die Ergebnisse mit meiner Dach-PV verglichen. Die Sunbooster-Module lieferten morgens und abends messbar mehr, mittags weniger. Insgesamt entsprach die Woche einem Querschnitt durch typische Wetterlagen – von Regen bis Sonnenschein. Mein Fazit: das System hält, was es verspricht, auch wenn die Erträge stark von Standort und Verbrauchsprofil abhängen. Für Haushalte mit Ost-West-orientierten Zäunen und hohem Eigenverbrauch in den Randzeiten ist es eine sinnvolle Ergänzung.
Weitere Beobachtungen im Test
Über den Tagesverlauf hinaus zeigten sich im Test einige zusätzliche Aspekte, die erwähnenswert sind. Zunächst die ökologischen Faktoren: Durch die vertikale Montage erhitzen sich die Module weniger stark, was Spannungsverluste reduziert. Gleichzeitig entfällt zusätzlicher Flächenverbrauch, da bestehende Zäune genutzt werden. Kritik bleibt die Verpackung: Sie war funktional, aber mit viel Kunststoffanteil wenig nachhaltig.
Zur Sicherheit: Die Module sind nach IP67 zertifiziert und damit staub- und wasserdicht. Im Regen zeigte sich keinerlei Feuchtigkeitseintritt. Die flexible Bauweise bestand auch Windböen problemlos. Ein Restrisiko bleibt beim Thema Diebstahl, da die Streifen leicht zugänglich sind. Während meiner Testwoche gab es zwar keine Probleme, für exponierte Standorte könnten zusätzliche Sicherungen sinnvoll sein.
Die Bedienung des Inverters erwies sich als unkompliziert. Nach dem Einstecken zeigte die LED-Anzeige zuverlässig den Betriebsstatus, Geräusche traten keine auf. Auch im Dauerbetrieb blieb der Inverter leise und unauffällig. Die Verkabelung wirkte solide, die Steckverbindungen saßen fest. Für technisch weniger versierte Anwender ist die Plug-and-Play-Lösung ein Vorteil.
Im Alltagseinsatz reichte die erzeugte Energie aus, um kleinere Verbraucher wie Router, Kühlschrank oder Kaffeemaschine teilweise direkt abzudecken. An sonnigen Tagen liefen sogar Waschmaschine und Geschirrspüler teilweise über den Eigenstrom. Die Einbindung ins Hausnetz funktionierte stabil, ohne dass ich Anpassungen vornehmen musste.
Zuletzt die Herstellerversprechen: Die beworbenen 95 % Mehrertrag zu Spitzenzeiten konnte ich im Kurztest nicht nachvollziehen. Realistisch waren Erträge von 70–80 % der Nennwerte, was dennoch beachtlich ist. Die angegebene Amortisationszeit von zwei bis drei Jahren wirkt plausibel, hängt aber stark vom Strompreis und Eigenverbrauch ab. Die 20 Jahre Garantie sind ein klares Plus, auch wenn sich die Haltbarkeit erst über die Zeit beweisen muss. Insgesamt zeigte sich: Die Versprechen sind ambitioniert, aber nicht völlig unrealistisch – im Alltag hängen die Ergebnisse stark von Standort und Nutzung ab.
Persönlicher Eindruck
Mich überraschte die einfache Installation. Schon nach kurzer Zeit waren Erträge messbar. Kritisch sehe ich die einfachen Kabelbinder und die offene Frage nach der Haltbarkeit.
„Die Montage war so simpel, dass ich sie in unter einer Stunde erledigt habe.“
„Die Erträge am Abend sind besser, als ich erwartet hätte.“
Für Haushalte ohne Dachflächen ist das System eine echte Option. Wer maximale Flächenleistung erwartet, muss Abstriche machen.
Externe Erfahrungszusammenfassung
Externe Erfahrungen bestätigen die einfache Nachrüstung und die Vorteile bei Morgen- und Abendlicht. Auch die Wintertauglichkeit durch Schneereflexion wird gelobt. Kritisch sind überzogene Ertragsversprechen und die begrenzte Marktverfügbarkeit. Insgesamt überwiegen positive Erfahrungsberichte, auch wenn Langzeitergebnisse noch fehlen. Meine eigenen Beobachtungen decken sich weitgehend mit diesen Eindrücken.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Sunbooster VERTICAL Zaunmodulen im Test
Wie schnell amortisiert sich ein Sunbooster VERTICAL?
Laut Hersteller in zwei bis drei Jahren. Realistisch hängt es vom Eigenverbrauch, vom Strompreis und von Förderungen ab. Haushalte mit hohem Eigenverbrauch profitieren schneller. Wer weniger Strom nutzt, muss längere Zeit einkalkulieren. Förderungen können die Amortisation beschleunigen.
Welche Erträge sind in Deutschland realistisch?
Bei zehn Metern Zaun etwa 1,8 kWp und 2,2 MWh Jahresertrag. Der Wert hängt stark von Standort, Ausrichtung und Reflexionsflächen ab. Offene Flächen bringen mehr, dichte Bebauung oder Bäume mindern den Ertrag deutlich.
Wie erfolgt die Montage und Verkabelung?
Die Streifen werden in den Zaun eingefädelt. Kabel mit MC4-Steckern verbinden sich mit dem Inverter. Das 10 m AC-Kabel führt zur Steckdose. Kabelbinder fixieren die Leitungen. Voraussetzung: stabiler Zaun mit passenden Drahtstärken.
Kann man den Sunbooster in bestehende PV integrieren?
Ja, wenn die technischen Parameter passen. Inverter haben Grenzen (800 W oder 2000 W). Bei Kombination mit Dach-PV sind Spannung und Strom zu beachten. Eine Abstimmung mit dem Netzbetreiber ist nötig, wenn höhere Leistungen eingespeist werden.
Welche Förderungen gibt es?
In Deutschland gilt die Mehrwertsteuerbefreiung für kleine PV-Anlagen bis 30 kWp. Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Kommunen Zuschüsse an. Eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist notwendig, um Förderungen zu erhalten.
Wie verhält sich das System bei Schnee?
Durch die vertikale Ausrichtung haftet Schnee kaum. Bifaziale Zellen nutzen sogar die Reflexion von Schnee. Leistungseinbußen bei starkem Schneefall sind möglich, fallen aber geringer aus als bei Dach-PV.
Wie wirkt Teilverschattung?
Teilverschattung durch Zaunstreben reduziert den Ertrag, aber die optimierte Zellverschaltung kompensiert einen Teil. Ein Beispieltest ergab noch über 80 % Leistung trotz Schatten. Standort und Maschenweite beeinflussen die Werte.
Wie stabil ist das System bei Windlast?
Die Streifen sind flexibel und bewegen sich im Wind. Entscheidend ist die Stabilität des Zauns. Bei sturmfesten Fundamenten sind Schäden unwahrscheinlich. Hersteller nennt keine Windlastklasse, daher ist Sicherheitszuschlag ratsam.
Wie sicher ist es gegen Diebstahl?
Da die Streifen zugänglich sind, besteht ein gewisses Risiko. In sozialen Medien heißt es, die Entnahme sei nicht einfach. Versicherung und zusätzliche Befestigungen können Schutz bieten. Sichtbare Module sind grundsätzlich anfälliger.
Gilt die 0 % Mehrwertsteuer wirklich?
Ja, nach § 12 Abs. 3 UStG. Voraussetzung sind kleine PV-Anlagen und private Nutzung. Unterschiede je nach Bundesland und Netzbetreiber möglich. Eine falsche Einstufung kann zu Rückforderungen führen.
Wie lange ist die Lebensdauer?
Der Hersteller gibt 20 Jahre Garantie. Übliche Degradation liegt bei 0,5–1 % pro Jahr. Faktoren wie UV-Belastung, Feuchtigkeit und Temperaturzyklen beeinflussen die Lebensdauer. Ersatzstreifen sollen verfügbar sein.
Welche Vorteile bringt die vertikale Ausrichtung?
Sie liefert besonders morgens und abends gute Erträge, reduziert Hitzestau und benötigt keine Dachfläche. Nachteil: weniger Mittagsleistung im Vergleich zu optimal ausgerichteten Dachanlagen. Damit ergänzt sie Dach-PV sinnvoll.
Gibt es Einschränkungen bei Zäunen?
Ja, kompatibel sind Doppelstabmatten mit 6/5/6 oder 8/6/8. Streifen gibt es nur in 2,0 m oder 2,5 m Länge. Holz- oder Maschendrahtzäune sind nicht geeignet. Statik und Pfostenabstände müssen stabil sein.
Welche Wechselrichter sind kompatibel?
Mitgeliefert werden Inverter 800 und 2000. Technische Grenzen: 60 V Eingangsspannung, MPPT-Bereich 25–55 V. Für mehr Leistung sind Anpassungen nötig. Zertifizierungen wie VDE sind vorhanden.
Wie schwer sind die Module?
Ein 2 m Streifen wiegt ca. 1 kg, ein 2,5 m Streifen ca. 1,2 kg. Die Last verteilt sich gleichmäßig auf den Zaun. Zusätzliche Wind- und Schneelasten sind zu berücksichtigen. Insgesamt bleibt die Belastung moderat.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad?
Die Zellen haben einen Wirkungsgrad von 22,8 %. In der Praxis hängt der Ertrag von Temperatur, Alterung und Reflexion ab. Realistische Werte liegen etwas darunter, doch für Zaun-PV ist das ein hoher Wert.
Welche Garantiebedingungen gelten?
20 Jahre Garantie auf Module, einschließlich Leistungseinbußen und Materialfehlern. Ausgeschlossen sind mechanische Schäden durch unsachgemäße Nutzung. Ersatz erfolgt über Seriennummernprüfung. Garantieabwicklung läuft über den Hersteller.
Gibt es Farb- oder Designoptionen?
Der Hersteller bietet nur eine durchgängige schwarze Streifenoptik. Keine Farbvarianten sind angegeben. Vorteil: einheitliches Bild. Nachteil: weniger Anpassung an Gartendesign. Reflexionsschutz ist integriert.
Wie ist der Kundenservice?
Der Support läuft über E-Mail, FAQs und Videoanleitungen. Rückgaberecht: 30 Tage. Versand nach Deutschland und Österreich ist kostenlos. Garantie- und Ersatzteilabwicklung erfolgt online. Telefonischer Support wird nicht beworben.
Muss das System angemeldet werden?
Für Leistungen bis 800 W reicht meist die Anmeldung beim Netzbetreiber, eine Genehmigung ist nicht nötig. In einigen Regionen gelten zusätzliche Vorschriften. Für größere Anlagen ist eine Eintragung im Marktstammdatenregister erforderlich.
Vorstellung der Marke Sunbooster
Die Sunbooster GmbH mit Sitz in Graz, Österreich, entstand aus einem Raumfahrtprogramm. Heute entwickelt das Unternehmen Photovoltaiklösungen für Haus und Garten. Die Philosophie betont Innovation und Nachhaltigkeit, insbesondere die Nutzung vorhandener Flächen. Zum Portfolio gehören neben dem Sunbooster VERTICAL tragbare Solarmodule, Energiespeicher und Zubehör. Die Übertragung von Raumfahrttechnologie auf zivile Produkte gilt als Besonderheit. Kritisch: Langzeiterfahrungen im Markt fehlen noch, auch wenn die 20 Jahre Garantie Vertrauen schafft.
Fazit
Der Sunbooster VERTICAL ist eine praxisnahe Lösung für Haushalte ohne geeignete Dachflächen. Vorteile sind die einfache Installation, Nutzung beider Modulseiten und steuerliche Vergünstigungen. Schwächen liegen in der unbewiesenen Langzeithaltbarkeit und den stark standortabhängigen Erträgen. Im Preis-Leistungs-Vergleich wirkt das System fair, da es bestehende Flächen nutzt. Ideal ist es für Eigenheimbesitzer, die ihre Zäune nachrüsten wollen.










