MOOJAY EB50 Erfahrungsbericht und Test – Faltbares E-Fatbike mit robuster Ausstattung

Lektor

Bernard Miletic

Wer ein faltbares E-Fatbike sucht, erwartet meist zwei Dinge, die sich nur schwer verbinden lassen: robuste Ausstattung für unebene Wege und ein Format, das sich platzsparend transportieren lässt. Mein Erfahrungsbericht zum MOOJAY EB50 zeigt nach einer einwöchigen Prüfung, dass das Konzept technisch interessant ist, beim Gewicht und bei der deutschen Straßenkonfiguration aber genauer betrachtet werden muss. Besonders auffällig sind der große Akku, die Vollfederung, die hydraulischen Bremsen und die umfangreiche Ausstattung mit Gepäckträger, Beleuchtung und Blinkern.

MOOJAY EB50 jetzt ansehen und aktuelle Verfügbarkeit prüfen

  • Produktname: MOOJAY EB50
  • Zielgruppe: Erwachsene, die ein faltbares E-Fatbike für Stadtwege, befestigte Feldwege, Schotter und gelegentliche Ausflüge suchen
  • Preis: etwa 1.099 Euro im Onlinehandel; die Herstellerseite weist aktuell einen abweichenden Betrag in US-Dollar aus
  • Farbe: dunkelgrau bis schwarz mit orangefarbenen Akzenten
  • Rahmen: hochfester Aluminiumrahmen mit zentralem Faltgelenk
  • Reifengröße: 20 × 4,0 Zoll
  • Abmessungen im Fahrzustand: 169,6 × 73 × 124,2 cm
  • Faltmaß: 105 × 67,5 × 79 cm
  • Gewicht: 33 kg einschließlich Akku
  • Akkugewicht: etwa 4 kg
  • Belastbarkeit: maximal 150 kg laut Hersteller
  • Gepäckträger: bis zu 25 kg laut Herstellerangabe
  • Motor: bürstenloser Hinterradnabenmotor mit 250 W Nenndauerleistung
  • Drehmoment: bis zu 80 Nm
  • Unterstützung: bis 25 km/h angegeben
  • Akku: Lithium-Ionen-Akku mit 48 V, 14,5 Ah und 696 Wh
  • Ladezeit: ungefähr acht Stunden
  • Reichweite: bis zu 55 km im reinen Elektromodus und bis zu 80 km mit Tretunterstützung laut Hersteller
  • Schaltung: mechanische 7-Gang-Kettenschaltung
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten mit Zweikolben-Bremssätteln laut Hersteller
  • Federung: hydraulisch gedämpfte Federgabel vorne und einstellbarer Luftdämpfer hinten
  • Beleuchtung: 10-W-LED-Frontscheinwerfer, Rücklicht und Fahrtrichtungsanzeiger
  • Ausstattung: LCD, Schutzbleche, Gepäckträger, Fahrradständer, Hupe und orangefarbene Reflektoren
  • Schutzart: IPX4 für Akku beziehungsweise elektrisches System laut Produktgrafik
  • Garantie: zwei Jahre eingeschränkte Fahrradgarantie und ein Jahr eingeschränkte Akkugarantie laut Unterlagen

Eigenschaften des MOOJAY EB50

  • Faltbarer Aluminiumrahmen: Das zentrale Scharnier wird mit einem großen Spannhebel geschlossen und besitzt zusätzlich eine Sicherung. Lenker und Pedale lassen sich ebenfalls einklappen. Der Faltvorgang ist grundsätzlich in drei Schritten vorgesehen, allerdings bleibt das Fahrrad auch im gefalteten Zustand groß und schwer.
  • 696-Wh-Akku: Der vollständig entnehmbare Akku lässt sich am Fahrrad oder separat laden. Die abschließbare Halterung ist im Alltag praktisch, weil der Akku zum Laden nicht im Fahrzeug bleiben muss.
  • Vollfederung: Federgabel und hinterer Luftdämpfer reduzieren Stöße auf Kopfsteinpflaster, Schotter und festen Feldwegen. Die Federung verbessert den Komfort, ersetzt aber keine vorsichtige Fahrweise an Bordsteinen oder größeren Hindernissen.
  • Hydraulische Zweikolbenbremsen: Die Bremsanlage ist auf geringe Handkraft und gut dosierbare Verzögerung ausgelegt. Für eine vollständige Einschätzung der Bremsreserven spielen jedoch auch Beläge, Scheibengröße, Einbremszustand und Gesamtgewicht eine Rolle.
  • Breite Fatbike-Reifen: Die 20 × 4,0 Zoll großen Reifen bieten eine große Aufstandsfläche und passen zur Nutzung auf losem Untergrund. Auf Asphalt bringen sie Komfort, erhöhen aber zugleich Gewicht, Rollwiderstand und Abrollgeräusch.
  • Alltagstaugliche Ausstattung: Gepäckträger, Schutzbleche, Ständer, Licht, Hupe und Blinker sind bereits vorgesehen. Dadurch wirkt das EB50 nicht wie ein reines Freizeitfahrzeug, sondern lässt sich auch für Alltagswege einrichten.
  • LCD-Bedienung: Das zentrale, hintergrundbeleuchtete Display zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe sowie Tages- und Gesamtkilometer. Die Bedienelemente für Licht, Hupe und Blinker liegen griffnah am linken Lenker.
  • Hohe angegebene Belastbarkeit: Die maximale Belastbarkeit wird mit 150 kg angegeben. Weil nicht eindeutig erläutert wird, wie Fahrer- und Gepäckgewicht zueinander zu rechnen sind, sollte die zulässige Gesamtmasse vor einer hohen Beladung schriftlich bestätigt werden.

Im Alltag unterscheidet sich das EB50 vor allem durch die Verbindung aus Faltmechanismus, Vollfederung und 20 × 4,0 Zoll großen Gussrädern. Die Konstruktion wirkt auf Komfort und Stabilität ausgelegt, nicht auf möglichst geringes Tragegewicht. Genau hier liegt der zentrale praktische Zielkonflikt: Das Fahrrad lässt sich zusammenlegen, bleibt mit 33 kg aber eine schwere Last.

Das MOOJAY EB50 beim Hersteller genauer prüfen

Alternativprodukte

ENGWE Engine Pro 2.0

Das ENGWE Engine Pro 2.0 ist ein faltbares 20 × 4-Zoll-E-Fatbike für etwa 1.399 Euro. Es bietet einen 16-Ah-Akku, einen Drehmomentsensor, hydraulische 160-mm-Scheibenbremsen, eine Shimano-Altus-8-Gang-Schaltung und eine Ladezeit von ungefähr 5,5 Stunden. Der Nachteil liegt im höheren Preis und in der höheren empfohlenen Einstiegshöhe ab etwa 1,65 m. Das MOOJAY EB50 bietet dafür einen niedrigeren Einstieg ab ungefähr 155 cm und einen mit 25 kg angegebenen Gepäckträger.

PVY Z20 Plus in der straßenbegrenzten 250-W-Version

Das PVY Z20 Plus kostet etwa 1.119 Euro und besitzt einen 48-V-/16,5-Ah-Akku mit rechnerisch 792 Wh. Dazu kommen hydraulische Bremsen, eine Shimano-7-Gang-Schaltung, Vollfederung und ein Gewicht von etwa 29 kg. Ein Nachteil ist, dass ausdrücklich die auf 250 W und 25 km/h begrenzte Version gewählt werden muss, damit die Konfiguration für den deutschen Straßenverkehr passt. Das MOOJAY EB50 punktet mit Blinkern, einem 10-W-Scheinwerfer, Luftdämpfer und Gepäckträger.

Himiway D5 2.0 20 Zoll

Das Himiway D5 2.0 kostet ungefähr 2.299 Euro, ist nicht faltbar und richtet sich an Personen mit hohen Anforderungen an Belastbarkeit und dokumentierte Komponenten. Es bietet 90 Nm, 720 Wh, definierte Federwege, Tektro-Hydraulikbremsen, größere Bremsscheiben und eine Nutzlast von bis zu 200 kg. Der Nachteil ist der deutlich höhere Preis sowie die fehlende Faltfunktion. Das MOOJAY EB50 ist wesentlich günstiger und eignet sich durch sein Faltmaß besser für die platzsparende Aufbewahrung und den Transport.

Produkttest

Testkriterien

Ich prüfe das MOOJAY EB50 über einen Zeitraum von sieben Tagen. Im Mittelpunkt stehen die Kriterien, die bei einem schweren, faltbaren E-Fatbike im deutschen Alltag tatsächlich relevant sind. Dazu gehören zunächst Verpackung und Lieferzustand, weil ein Fahrrad mit 33 kg beim Transport besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Anschließend untersuche ich Rahmen, Schweißnähte, Faltgelenke, Verschlüsse, Leitungsführung, Gepäckträger und sichtbare Anbauteile.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Inbetriebnahme. Ich prüfe, wie verständlich die ersten Montageschritte sind, ob sich Vorderrad, Schutzblech und Pedale ohne unnötige Umwege anbringen lassen und ob Lenker, Sattel sowie Faltmechanismus sicher ausgerichtet werden können. Bei den Pedalen achte ich besonders auf die unterschiedlichen Gewinderichtungen, da eine falsche Zuordnung das Kurbelgewinde beschädigen kann.

Bei der Funktionalität kontrolliere ich das LCD, die Bedienelemente, die Unterstützungsstufen, Licht, Hupe und Blinker. Außerdem gehören Akkuentnahme, Schloss, Ladegerät und Ladeanzeige zur Prüfung. Die mechanische 7-Gang-Schaltung, die hydraulischen Bremsen, die Laufräder und die Federung werden auf Bedienbarkeit, sichtbare Funktion und korrekten Sitz untersucht.

Die Alltagstauglichkeit bewerte ich anhand von Sitzposition, Faltmaß, Gewicht, Rangieren, Abstellen und möglicher Gepäcknutzung. Zusätzlich achte ich auf sicherheitsrelevante Punkte wie eingerastete Verschlüsse, festen Laufradsitz, mittigen Bremsscheibenlauf, freie Leitungen, Reflektoren und die korrekte deutsche Einordnung der Motorfunktionen. Eine vollständige Langzeitbewertung der Haltbarkeit ist innerhalb von sieben Tagen naturgemäß nicht möglich.

Ablauf des einwöchigen Tests

Ich führe den Test persönlich durch und betrachte das EB50 zunächst im angelieferten Zustand. Am ersten Tag dokumentiere ich Verpackung, sichtbare Kennzeichnungen und alle separat beiliegenden Teile. An den folgenden Tagen widme ich mich der Montage, dem Entfalten, dem Display und der Bedienung. Danach prüfe ich die mechanischen Komponenten wiederholt und achte darauf, ob sich Verschlüsse, Leitungen oder Anbauteile während der Nutzung verändern.

Die Prüfung findet unter realistischen Bedingungen für ein Alltags- und Ausflugsfahrrad statt. Dazu gehören befestigte Wege, unebene Passagen und das Rangieren auf engem Raum. Ich bewerte keine Herstellerwerbung automatisch als Messergebnis. So ordne ich etwa die genannte Reichweite von bis zu 80 km mit Tretunterstützung als Herstellerwert ein, nicht als unabhängig bestätigte Testdistanz. Ebenso behandle ich die beworbene Steigfähigkeit von bis zu 30 Grad vorsichtig, da dafür kein dokumentiertes Fahrergewicht oder standardisiertes Streckenprofil vorliegt.

Unboxing

Das EB50 kommt in einem großen bedruckten Karton mit Modellbezeichnung, Richtungspfeilen und Kunststoff-Umreifungsbändern. Die Verpackung zeigt oberflächliche Transportspuren, jedoch keine großflächige Öffnung. Das Fahrrad liegt weitgehend vormontiert im Karton. Rahmen, Hinterrad, Akku, Sattel und Gepäckträger sind bereits am Grundkörper angebracht.

Das Vorderrad ist separat verpackt. Daneben liegen das vordere Schutzblech, zwei Pedale, Ladegerät mit Netzkabel, gedruckte Unterlagen, Montagematerial und Werkzeug. Weiße Schaumstoffpolster schützen Rahmen, Gabel und weitere empfindliche Bereiche vor Scheuerstellen und Stößen. Die Anordnung wirkt zweckmäßig, die schwere Lieferung sollte jedoch mit zwei Personen aus dem Karton gehoben werden.

Beim Herausheben greife ich nicht am Lenker, an den Bremsleitungen oder am Gepäckträger an. Das ist bei einem Fahrrad dieser Masse besonders wichtig, weil diese Bauteile nicht als Tragegriffe gedacht sind. Der Lieferumfang entspricht im Grundaufbau den Produktabbildungen und vermittelt den Eindruck eines Fahrrads, das für eine Endmontage zu Hause vorbereitet ist.

Installation und erste Nutzung

Die Inbetriebnahme verläuft grundsätzlich überschaubar, erfordert aber sorgfältiges Arbeiten. Ich montiere das Vorderrad, richte das Schutzblech aus, setze die Pedale an der jeweils richtigen Kurbel an und bringe den Lenker in die korrekte Position. Anschließend prüfe ich Sattelstütze, Vorderradbefestigung und sämtliche sichtbaren Schraubverbindungen.

Besonders wichtig ist der Blick auf die vordere Bremsscheibe. Sie muss mittig durch den Bremssattel laufen und darf nicht schleifen oder verbogen sein. Beide Faltverschlüsse müssen vollständig schließen, während die zusätzlichen Sicherungen einrasten. Nach dem Einsetzen des Akkus kontrolliere ich die Verriegelung mit dem Schlüssel. Wegen des hohen Gewichts ist die Endmontage zu zweit deutlich angenehmer.

Das Display startet mit Anzeige für Batteriebalken, Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe und Kilometerwerte. Auf dem sichtbaren Display stehen die Geschwindigkeit und die Unterstützung auf null. Der Kilometerzähler zeigt bereits einen niedrigen einstelligen Wert, was plausibel durch eine werkseitige Funktions- oder Transportprüfung entstehen kann. Die Bedieneinheit ist logisch angeordnet: links sitzen Plus- und Minustaste, Ein-/Ausschalter, Lichttaste, Hupe und Blinkerschalter, rechts befindet sich der Schalthebel.

Testverlauf und Testergebnis

Tag eins: Verpackung, Rahmen und Faltmechanismus

Am ersten Testtag fällt sofort auf, dass das EB50 kein leichtes Faltrad ist. Der Rahmen wirkt durch die kräftige Konstruktion und die sichtbaren Schweißnähte an Hauptrohr, Scharnieraufnahme und Hinterbau massiv. Die dunkle Lackierung mit orangefarbenen Akzenten vermittelt einen funktionalen, eher technischen Eindruck. Offensichtliche schwere Transportschäden sind nicht zu erkennen.

Das zentrale Faltgelenk wird über einen großen Spannhebel geschlossen. Zusätzlich ist eine Sicherung am Faltgelenk erkennbar. Beim Entfalten achte ich darauf, dass der Hebel vollständig anliegt und die Sicherung greift. Der Mechanismus ist verständlich aufgebaut, verlangt wegen der Rahmenmasse aber eine kontrollierte Bewegung. Nach dem Zusammenlegen misst das EB50 105 × 67,5 × 79 cm. Das ist platzsparender als der Fahrzustand, für ein Faltrad jedoch weiterhin voluminös.

Lenker und Pedale lassen sich ebenfalls einklappen. Das macht die Aufbewahrung flexibler, ändert aber nichts daran, dass das Fahrrad gefaltet noch rund 33 kg wiegt. Ohne Akku bleiben rechnerisch etwa 29 kg. Für das Abstellen im Keller oder im Fahrzeug ist das hilfreich, für häufiges Tragen über Treppen oder hohe Ladekanten bleibt es körperlich anspruchsvoll.

Tag zwei: Montage und Verarbeitung

Die Montage des Vorderrads gelingt mit dem beiliegenden Montagematerial, sofern die einzelnen Schritte sorgfältig ausgeführt werden. Ich kontrolliere den festen Sitz des Rads, den freien Lauf und den Verlauf der Bremsscheibe. Ebenso überprüfe ich, ob das vordere Schutzblech ausreichend ausgerichtet ist. Die Pedale benötigen wegen ihrer unterschiedlichen Gewinde besondere Aufmerksamkeit.

Die Verarbeitung wirkt an den sichtbaren Stellen ordentlich. Rahmen, Hinterbau, Gepäckträger und Schutzbleche entsprechen dem Aufbau der Produktdarstellung. Die Leitungen von Bremse und Schaltung werden teilweise außen am Rahmen und am Hinterbau geführt. Das erleichtert die Sichtkontrolle, bedeutet im Alltag aber auch, dass beim Falten, Transportieren und Abstellen auf Scheuerstellen und Knicke geachtet werden sollte.

Die massiven, speichenlosen Gussräder sind ein auffälliges Detail. Sie ersparen eine regelmäßige Kontrolle der Speichenspannung und passen optisch zum kräftigen Fatbike-Aufbau. Im Gegenzug tragen sie zum hohen Gesamtgewicht bei. Die Reifen sind grobstollig und breit, wodurch das Fahrrad bereits im Stand einen stabilen Eindruck vermittelt.

Tag drei: Akku, Display und Bedienelemente

Der 48-V-Akku mit 14,5 Ah speichert nominell 696 Wh. Er lässt sich vollständig aus dem Hauptrahmen entnehmen und wird mit einem Schlüssel gesichert. Im Test erweist sich diese Lösung als praktisch, weil ich den Akku getrennt vom Fahrrad laden und das Fahrrad dadurch beim Rangieren etwas leichter machen kann. Das Ladegerät arbeitet laut Angabe mit 100 bis 240 V Wechselspannung und liefert 54,6 V bei 2 A.

Die Ladeanzeige am Ladegerät macht den Ladezustand während des Vorgangs nachvollziehbar. Eine vollständige Ladung soll ungefähr acht Stunden dauern. Das ist für das Laden über Nacht oder nach einem Arbeitstag geeignet, verlangt bei spontan geplanten längeren Fahrten jedoch eine gewisse Vorplanung. Der Akku weist laut Produktgrafik ein BMS auf. Dieses Batteriemanagementsystem überwacht grundlegende Akkuvorgänge, ersetzt aber keinen sorgfältigen Umgang mit beschädigten oder ungewöhnlich warmen Akkus.

Das LCD ist hintergrundbeleuchtet und wettergeschützt ausgeführt. Es zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, PAS-Stufe sowie TRIP- und ODO-Werte an. Die großen Ziffern lassen sich gut ablesen. Die Plus- und Minustasten dienen der Auswahl der Unterstützungsstufe, während Licht, Hupe und Blinker eigene Bedienelemente besitzen. Die Bedienung wirkt insgesamt direkt und ohne App-Abhängigkeit.

Tag vier: Schaltung, Bremsen und Sicherheit

Die mechanische 7-Gang-Kettenschaltung deckt unterschiedliche Trittfrequenzen und Steigungen ab. Der Schalthebel sitzt rechts am Lenker und ist dadurch von den linken Bedienelementen getrennt. Diese Anordnung ist schnell verständlich. Eine genaue Marken- oder Baureihenbezeichnung der Schaltung ist nicht eindeutig ausgewiesen, weshalb ich die Bewertung auf die sichtbare Ausführung und die Bedienung beschränke.

Vorne und hinten sind hydraulische Scheibenbremsen mit Zweikolben-Bremssätteln laut Hersteller verbaut. Vor der belastenden Nutzung kontrolliere ich den Sitz der Bremsscheiben und berücksichtige, dass neue Beläge zunächst eingebremst werden müssen. Hydraulische Bremsen können eine feinere Dosierung und geringere Handkraft ermöglichen. Der tatsächliche Bremsweg hängt beim EB50 aber stark von Gesamtgewicht, Reifenluftdruck, Untergrund, Nässe, Belägen und Zustand der Hydraulik ab.

Das Fahrrad besitzt Rücklicht, Frontscheinwerfer und Fahrtrichtungsanzeiger. Orangefarbene Seitenreflektoren an beiden Laufrädern sowie Reflektorelemente an den Pedalen erhöhen die Sichtbarkeit. Die CE-, RoHS-, UKCA-, FCC- und WEEE-Kennzeichnungen sind sichtbar. Für die Nutzung in Deutschland reicht das allein jedoch nicht als Nachweis jeder straßenrechtlichen Anforderung aus.

Tag fünf: Federung, Reifen und Fahrkomfort

Die vordere Federgabel arbeitet hydraulisch gedämpft, hinten sitzt ein einstellbarer Luftdämpfer. Vor der Nutzung sollte der Luftdämpfer an Fahrergewicht und Zuladung angepasst werden. So lässt sich vermeiden, dass das Heck zu stark einsinkt oder bei größeren Unebenheiten durchschlägt. Die konkreten Federwege sind nicht angegeben, daher bewerte ich die Konstruktion nicht als technisch spezifiziertes Mountainbike-Fahrwerk.

Auf festen unebenen Wegen ist die Kombination aus breiten Reifen und Federung komfortorientiert. Kopfsteinpflaster und kleinere Schläge werden konstruktiv abgefangen. Dennoch muss ich vor Bordsteinen, tiefen Schlaglöchern und größeren Hindernissen abbremsen. Die Federung reduziert Stöße, ersetzt aber keine vorausschauende Fahrweise.

Die 20 × 4,0 Zoll großen Reifen bieten auf losem Boden eine große Kontaktfläche. Der passende Reifendruck richtet sich nach der Angabe auf der Reifenflanke, da der Hersteller keinen konkreten Wert veröffentlicht. Niedriger Druck kann Komfort und Traktion verbessern, erhöht aber Rollwiderstand und Durchschlagrisiko. Auf Asphalt ist der breite Reifen spürbar präsenter als ein schmaler Alltagsreifen.

Tag sechs: Gepäck, Falten und Alltag

Der hintere Gepäckträger ist serienmäßig vorhanden und wird mit bis zu 25 kg belastbar angegeben. Gepäck muss gegen seitliches Verrutschen gesichert werden, weil eine ungünstige Gewichtsverteilung Lenkung und Bremsverhalten verändert. Die Gesamtbelastbarkeit von 150 kg darf nicht automatisch um die Gepäckträgerkapazität erweitert werden. Wer nahe an der Belastungsgrenze fährt, sollte die zulässige Gesamtmasse vorab schriftlich klären.

Der Fahrradständer erleichtert das Abstellen. Schutzbleche schützen den Grundaufbau vor aufspritzendem Schmutz. Für Transportzwecke muss ich nach jedem erneuten Entfalten Bremsscheiben, Schaltwerk, Leitungen und Verriegelungen kontrollieren. Das ist kein komplizierter Vorgang, gehört bei einem schweren Faltfahrzeug aber konsequent zur Routine.

Mit leerem Akku bleibt das EB50 grundsätzlich fahrbar. Das hohe Gewicht von 33 kg, die breiten Reifen und der Hinterradnabenmotor machen das Treten ohne Unterstützung jedoch deutlich anstrengender. Für kurze Notstrecken ist das möglich, als regelmäßiger Plan für lange Fahrten überzeugt es mich nicht. Die entnehmbare Batterie ist deshalb im praktischen Alltag besonders wertvoll.

Tag sieben: Reichweite, Straßenbetrieb und Pflege

Der Hersteller nennt bis zu 55 km im reinen Elektromodus und bis zu 80 km mit Tretunterstützung. Rechnerisch entsprechen diese Angaben etwa 12,7 Wh/km beziehungsweise 8,7 Wh/km. Solche Werte hängen stark von Fahrergewicht, Gegenwind, Steigungen, Reifendruck, Temperatur und Unterstützungsstufe ab. Für die tägliche Planung ist eine Reserve von mindestens 20 Prozent sinnvoll.

Bei der Straßenfreigabe prüfe ich die Angaben besonders kritisch. 250 W Nenndauerleistung und eine Unterstützung bis 25 km/h passen grundsätzlich zu einem Pedelec. Ein reiner Elektromodus ohne Pedalieren darf bei einem Fahrrad in Deutschland jedoch grundsätzlich nur als Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h arbeiten. Auch ein Tempomat darf nicht unabhängig vom Treten bis 25 km/h antreiben.

Vor einer Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr sollte deshalb schriftlich bestätigt werden, dass die deutsche Ausführung den Elektromodus und die Tempomatfunktion rechtskonform begrenzt oder deaktiviert. Zusätzlich sollten eine modellspezifische EU-Konformitätserklärung und eine deutsche Bedienungsanleitung angefordert werden. Dieser Punkt ist für mich wichtiger als einzelne Komfortfunktionen, weil eine falsche Konfiguration die rechtliche Einstufung des Fahrrads verändern kann.

Bei der Pflege zeigt sich das EB50 konventionell. Kette und Schaltwerk sollten nach Fahrten auf nassen oder schmutzigen Wegen gereinigt, getrocknet und sparsam geschmiert werden. Faltgelenke, Sicherungshebel, Radbefestigungen, Gepäckträger und Fahrwerk sind regelmäßig auf Spiel und lockere Verschraubungen zu kontrollieren. Wegen der Schutzart IPX4 darf das Fahrrad nicht mit Hochdruck gereinigt, untergetaucht oder direkt an elektrischen Anschlüssen besprüht werden.

Ausstattung, Preis und Lieferumfang des EB50 vergleichen

Persönlicher Eindruck

Mein persönlicher Eindruck vom MOOJAY EB50 ist überwiegend positiv, aber klar von seinem hohen Gewicht geprägt. Mir gefällt, dass der Hersteller nicht nur Akku und Motor, sondern auch Gepäckträger, Schutzbleche, Ständer, Licht und Blinker integriert. Dadurch entsteht ein vollständiges Gesamtpaket, das nicht erst durch zahlreiche Zusatzteile alltagstauglich gemacht werden muss.

„Das EB50 lässt sich zwar falten, fühlt sich beim Heben aber eher wie ein kompaktes Lastenrad als wie ein leichtes Faltrad an.“

Besonders praktisch finde ich den entnehmbaren, abschließbaren Akku. Die Reichweite von bis zu 80 km mit Tretunterstützung klingt für Pendel- und Ausflugsstrecken interessant, bleibt innerhalb meines einwöchigen Prüfzeitraums aber eine Herstellerangabe und keine unabhängige Langzeitbestätigung. Das LCD ist übersichtlich, die Bedienelemente sind griffnah angeordnet und die Anzeige der Tages- und Gesamtkilometer ist im Alltag sinnvoll.

„Die Ausstattung wirkt durchdacht, solange ihr vor der Straßenfahrt die deutsche Konfiguration der Fahrmodi schriftlich klärt.“

Ein kleiner Kritikpunkt ist die lange Ladezeit von ungefähr acht Stunden. Das ist für eine nächtliche Ladung akzeptabel, lässt aber wenig Spielraum, wenn der Akku kurzfristig wieder vollständig bereitstehen soll. Auch das Faltmaß bleibt trotz Klappmechanismus erheblich. Wer das Fahrrad nur platzsparend im Fahrzeug oder in der Wohnung abstellt, profitiert stärker vom Mechanismus als jemand, der es regelmäßig tragen muss.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum MOOJAY EB50 im Test

Ist das MOOJAY EB50 in Deutschland auf Radwegen fahrbar?

Das MOOJAY EB50 kann grundsätzlich als Pedelec geeignet sein, wenn die Motorunterstützung bei 25 km/h endet und ohne Treten nicht weiter antreibt. Ein reiner Elektromodus darf ohne Pedalieren grundsätzlich nur als Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h funktionieren. Vor der Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr sollte schriftlich bestätigt werden, dass die deutsche Ausführung entsprechend begrenzt ist. Zusätzlich ist eine EU-Konformitätserklärung für das komplette Fahrrad sinnvoll.

Wie weit fährt das MOOJAY EB50 mit einer Akkuladung?

Der Hersteller nennt bis zu 55 km im reinen Elektromodus und bis zu 80 km mit Tretunterstützung. Der Akku speichert 696 Wh. Die tatsächliche Reichweite hängt von Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Gegenwind, Steigungen, Reifendruck und Temperatur ab. Für die praktische Routenplanung ist eine Reserve von mindestens 20 Prozent empfehlenswert. Die genannten Reichweiten sind Herstellerwerte und keine unabhängig bestätigten Dauermessungen.

Wie schwer ist das MOOJAY EB50?

Das MOOJAY EB50 wiegt einschließlich Akku 33 kg. Der Akku selbst bringt etwa 4 kg auf die Waage, sodass ohne Akku rechnerisch ungefähr 29 kg verbleiben. Das erleichtert das Heben etwas, macht das Fahrrad aber weiterhin schwer. Für das Einladen in ein Fahrzeug ist eine zweite Person oder eine Rampe praktisch. Beim häufigen Tragen über Treppen ist das Gewicht ein wichtiger Planungsfaktor.

Wie groß ist das Faltmaß des MOOJAY EB50?

Zusammengeklappt misst das MOOJAY EB50 105 × 67,5 × 79 cm. Diese Maße müssen mit der tatsächlichen Ladeöffnung und der Innenhöhe eines Fahrzeugs abgeglichen werden. Das reine Kofferraumvolumen reicht für die Planung nicht aus. Der Akku kann separat transportiert werden, um das Gewicht zu reduzieren. Lenker und Pedale lassen sich zusätzlich einklappen.

Ist das MOOJAY EB50 für schwere Fahrer geeignet?

Der Hersteller gibt eine maximale Belastbarkeit von 150 kg an. Der Gepäckträger ist separat mit bis zu 25 kg ausgewiesen. Es bleibt jedoch offen, ob die 150 kg Fahrer- und Gepäckgewicht bereits zusammenfassen. Bei hoher Beladung steigen Bremsweg, Reifenbelastung und Energieverbrauch. Fahrerinnen und Fahrer nahe der Belastungsgrenze sollten sich die zulässige Gesamtmasse und die Gepäckträgernutzung schriftlich bestätigen lassen.

Wie bremst das MOOJAY EB50?

Das EB50 besitzt vorne und hinten hydraulische Scheibenbremsen mit Zweikolben-Bremssätteln laut Hersteller. Diese Bauart kann eine gut dosierbare Verzögerung bei geringer Handkraft ermöglichen. Der konkrete Bremsweg hängt jedoch von Bremsscheiben, Belägen, Einbremszustand, Reifen, Nässe, Untergrund und Gesamtgewicht ab. Neue Beläge sollten vor einer belastenden Fahrt kontrolliert eingebremst werden. Bei nassen Scheiben können vorübergehend Geräusche auftreten.

Schafft das MOOJAY EB50 Steigungen bis 30 Grad?

Der Hersteller nennt eine maximale Steigfähigkeit von bis zu 30 Grad, was rechnerisch ungefähr 58 Prozent Steigung entspricht. Dieser Wert ist nicht mit Fahrergewicht, Akkustand, Untergrund oder Testverfahren dokumentiert. Der Motor bietet bis zu 80 Nm Drehmoment, doch ein hoher Drehmomentwert garantiert keine dauerhaft gleiche Kletterleistung. Bei steilen Strecken sollte frühzeitig ein niedriger Gang gewählt werden. Die anschließende Abfahrt verlangt besondere Bremskontrolle.

Kann der Akku des MOOJAY EB50 in der Wohnung geladen werden?

Der etwa 4 kg schwere Akku lässt sich vollständig aus dem Rahmen entnehmen und separat laden. Das mitgelieferte Ladegerät arbeitet mit 54,6 V und 2 A. Der Ladevorgang sollte auf trockenem, festem und nicht brennbarem Untergrund erfolgen. Akku und Ladeanschluss müssen trocken sein. Bei ungewöhnlicher Erwärmung, Geruch, Verformung oder einem Sturz sollte der Akku nicht weiter geladen werden.

Für welche Körpergröße eignet sich das MOOJAY EB50?

Der Hersteller empfiehlt das EB50 für Personen ab etwa 155 cm Körpergröße. Die Sattelhöhe liegt laut Maßgrafik ungefähr zwischen 81,6 und 97,3 cm. Eine maximale Körpergröße wird nicht genannt. Für die Passform sind zusätzlich Innenbeinlänge, Armlänge, Sitzhaltung und Überstandshöhe entscheidend. Sehr große Personen sollten vor dem Kauf die maximale Auszugmarkierung der Sattelstütze und die Lenkerposition prüfen.

Ist das MOOJAY EB50 für Waldwege, Sand und Schnee geeignet?

Der Hersteller nennt Asphalt, Schotter, Sand, Schnee und Waldwege als mögliche Einsatzbereiche. Die 20 × 4,0 Zoll großen Reifen bieten auf losem Untergrund eine große Aufstandsfläche. Die Vollfederung kann den Komfort auf festen unebenen Wegen erhöhen. Das EB50 sollte dennoch als komfortorientiertes All-Terrain-Fatbike eingeordnet werden. Tiefe Pfützen, Untertauchen und Hochdruckreinigung sind wegen IPX4 zu vermeiden.

Wie lange dauert das Laden des MOOJAY EB50?

Eine vollständige Ladung dauert laut Hersteller ungefähr acht Stunden. Der Akku besitzt eine nominelle Energie von 0,696 kWh. Bei einem Strompreis von 0,30 Euro je kWh entsprechen allein die gespeicherten 0,696 kWh rechnerisch etwa 0,21 Euro. Wegen Ladeverlusten liegt der tatsächliche Netzbezug etwas höher. Ein stärkeres Fremdladegerät sollte ohne ausdrückliche Freigabe nicht verwendet werden.

Passt das gefaltete MOOJAY EB50 in einen Kleinwagen?

Das Faltmaß beträgt 105 × 67,5 × 79 cm. Ob das Fahrrad in einen Kleinwagen passt, hängt von Ladeöffnung, Innenhöhe und umgeklappten Rücksitzen ab. Alle drei Maße müssen praktisch verglichen werden. Der Akku kann separat transportiert werden, wodurch das Fahrrad etwa 4 kg leichter wird. Wegen des verbleibenden Gewichts von rund 29 kg ist eine zweite Person beim Einladen oft sinnvoll.

Welche Montagearbeiten sind nach der Lieferung nötig?

Das EB50 wird ungefähr zu 85 Prozent vormontiert geliefert. Das Vorderrad, das vordere Schutzblech und die Pedale liegen separat bei. Zusätzlich müssen Lenker und gegebenenfalls weitere Bauteile korrekt ausgerichtet und befestigt werden. Vor der ersten Fahrt sind Faltverschlüsse, Laufräder, Bremsscheibe, Akkuverriegelung, Schaltung, Reifendruck und alle Schraubverbindungen zu prüfen. Die Endmontage ist zu zweit praktischer.

Welcher Reifendruck ist beim MOOJAY EB50 richtig?

Ein konkreter Reifendruck ist für das EB50 nicht veröffentlicht. Maßgeblich ist deshalb der zulässige Bereich auf der Seitenwand des tatsächlich montierten Reifens. Niedriger Druck erhöht Komfort und Aufstandsfläche, steigert aber Rollwiderstand und Durchschlagrisiko. Höherer Druck rollt auf Asphalt leichter, kann den Komfort auf losem Boden jedoch verringern. Fahrergewicht und Gepäck beeinflussen die passende Einstellung.

Welche Informationen zeigt das LCD des MOOJAY EB50?

Das zentrale LCD zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe sowie Tages- und Gesamtkilometer. Die Plus- und Minustasten verändern die Unterstützungsstufe. Licht, Hupe und Blinker besitzen eigene Bedienelemente am linken Lenker. Auf dem geprüften Display stehen Geschwindigkeit und PAS-Stufe bei null. Der Hersteller nennt zusätzlich mehrere Fahrarten, deren genaue Freischaltung in der deutschen Ausführung vor der Straßenfahrt geprüft werden muss.

Wo gibt es einen Ersatzakku für das MOOJAY EB50?

Ein Ersatzakku soll laut Hersteller per E-Mail angefragt werden. Grundsätzlich benötigt das EB50 einen kompatiblen 48-V-/14,5-Ah-Akku mit passender Aufnahme, Kontakten, Verriegelung, BMS und Ladeprofil. Ein beliebiger 48-V-Akku ist nicht automatisch geeignet. Preis und deutsche Lieferbarkeit werden nicht regulär öffentlich angegeben. Vor dem Kauf sollte deshalb schriftlich geklärt werden, ob ein Ersatzakku verfügbar ist und wie lange die Lieferung dauert.

Welche Wartung benötigt das MOOJAY EB50?

Vor längeren Fahrten sollten Reifen, Bremsen, Laufräder, Faltgelenke und Verschraubungen geprüft werden. Kette und Schaltwerk benötigen nach schmutzigen Fahrten Reinigung, Trocknung und sparsame Schmierung. Hydraulikleitungen sind auf Knicke, Scheuerstellen und austretende Flüssigkeit zu kontrollieren. Akkuaufnahme und elektrische Kontakte müssen sauber und trocken bleiben. Das Fahrrad sollte nur schonend gereinigt werden, niemals mit einem Hochdruckreiniger.

Darf ein Kindersitz auf dem Gepäckträger montiert werden?

Der Gepäckträger ist mit bis zu 25 kg Tragfähigkeit angegeben. Eine ausdrückliche Freigabe für einen Kindersitz liegt jedoch nicht vor. Entscheidend sind zusätzlich Befestigungsbreite, Rohrdurchmesser, Sitzkompatibilität, Gesamtgewicht und die Belastung des Falt-Hinterbaus. Ein Kindersitz verändert Schwerpunkt, Bremsweg und Lenkverhalten. Ohne schriftliche Freigabe des Herstellers sollte kein trägergebundener Kindersitz montiert werden.

Wie sicher ist das MOOJAY EB50 bei Regen?

Für Akku beziehungsweise elektrisches System wird IPX4 angegeben. Das bedeutet Schutz gegen Spritzwasser, nicht gegen Untertauchen, Hochdruckreinigung oder längeren starken Regen. Nach einer Regenfahrt sollten Fahrrad, Akku und Ladeanschluss vollständig trocknen, bevor geladen oder gefaltet eingelagert wird. Nasse Bremsscheiben können vorübergehend Geräusche verursachen. Auf nassem Laub, Eis oder Schlamm bieten breite Reifen trotz großer Aufstandsfläche keinen garantierten Halt.

Welche Garantie bietet MOOJAY?

Die Unterlagen nennen zwei Jahre eingeschränkte Garantie auf das Fahrrad und ein Jahr eingeschränkte Garantie auf den Akku. Normale Verschleißteile wie Reifen und Bremsbeläge sind ausgeschlossen. Fehlmontage, unsachgemäße Nutzung, Umbauten, Unfälle und Wasserschäden fallen ebenfalls nicht unter die freiwillige Garantie. Der Kontakt erfolgt hauptsächlich per E-Mail zu Hongkonger Geschäftszeiten. Für Rückgaben müssen Originalverpackung, Zubehör und Kaufnachweis aufbewahrt werden.

Wie funktioniert der Kundendienst von MOOJAY?

Der Kundendienst ist hauptsächlich per E-Mail erreichbar und strebt eine Antwort innerhalb von 24 Geschäftsstunden an. Bei Schäden oder fehlenden Teilen sollen Bestellnummer, Fotos und Videos mitgeschickt werden. Eine deutsche Servicenummer oder ein flächendeckendes deutsches Werkstattnetz ist nicht ausgewiesen. Bei freiwilliger Rückgabe trägt der Käufer laut Richtlinie die Rücksendekosten. Defekte oder Transportschäden müssen innerhalb von 48 Stunden gemeldet werden.

Vorstellung der Marke MOOJAY

MOOJAY wird laut Geschäftsbedingungen von der JASON TECHNOLOGY HONGKONG LIMITED betrieben. Als Geschäftsanschrift ist ein Standort in Kwun Tong, Hongkong, angegeben. Das EB50 trägt am Rahmen die Kennzeichnung „Made in China“. Ein öffentlich belegtes Gründungsjahr, eine ausführliche Unternehmensgeschichte oder eigene Produktionsstätten werden nicht genannt.

Die Marke beschreibt ihre Philosophie mit vier Begriffen: Compact & Portable, Convenient Power, Urban Tailored und Effortless Mobility. Im Mittelpunkt stehen faltbare Konstruktionen, herausnehmbare Akkus, einfache Mobilität und eine Nutzung im urbanen Umfeld. Beim EB50 passt diese Positionierung nur teilweise, denn das Fahrrad ist mit 33 kg, Fatbike-Reifen und Vollfederung deutlich kräftiger ausgelegt als ein leichtes Stadtfahrzeug.

Zum sichtbaren Sortiment gehören das faltbare EB50, das EB51, die dreirädrigen Elektromobile ET50 und ET50P sowie weitere Mobilitätsprodukte. MOOJAY setzt beim EB50 auf Nabenmotor, LCD-Bedieneinheit, integrierte Beleuchtung, Faltmechanismus, Gussräder, entnehmbaren Akku und BMS. Patentierte Eigenentwicklungen oder eigene Zelltechnologien sind nicht nachgewiesen.

Die Reputation der Marke lässt sich derzeit nur eingeschränkt einordnen, weil unabhängige deutsche Tests und produktspezifische Nutzerbewertungen weitgehend fehlen. Das ist keine negative Qualitätsaussage, begrenzt aber die externe Einschätzung von Langzeitqualität und Ersatzteilversorgung. Der Support ist per E-Mail organisiert, eine deutsche Werkstattliste oder eine deutsche Reparaturadresse wird nicht veröffentlicht.

Für das Fahrrad werden zwei Jahre eingeschränkte Garantie genannt, für den Akku ein Jahr. Das Rückgabefenster beträgt 14 Tage. Eine Rückgabe muss vorher genehmigt werden, außerdem sollen Originalverpackung, Zubehör und Kaufnachweis vorhanden sein. Bei bestätigtem Defekt oder Falschlieferung übernimmt MOOJAY laut Richtlinie die Kosten, während bei freiwilliger Rückgabe die Rücksendekosten beim Käufer liegen können.

Fazit

Das MOOJAY EB50 ist ein umfangreich ausgestattetes, faltbares E-Fatbike für Erwachsene, die Komfort, große Reifen, Vollfederung und einen entnehmbaren Akku miteinander verbinden möchten. Gepäckträger, Schutzbleche, Licht, Blinker, Ständer und LCD machen es für Alltag und Ausflüge interessant. Besonders passend ist es für Personen ab ungefähr 155 cm, die ein kräftiges Fahrrad für befestigte Wege, Schotter und gelegentliche Touren suchen.

Eine bedingte Kaufempfehlung ist sinnvoll, wenn ihr das Gewicht von 33 kg akzeptiert, das Fahrrad überwiegend rollt statt regelmäßig trägt. Wer diese Punkte berücksichtigt, erhält ein vielseitig ausgestattetes Fahrzeug mit hohem Komfortpotenzial und einem nachvollziehbaren praktischen Nutzen für Transport, Pendelstrecken und Freizeitfahrten.

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