LUNOS 5/WM WLAN-Modul im Test: Smarte und kabellose Steuerung für Silvento ec Lüftungssysteme

Lektor

Bernard Miletic

Mit dem LUNOS 5/WM WLAN-Modul rückt eine Funktion in den Mittelpunkt, die bei dezentralen Lüftungssystemen im Alltag zunehmend relevant wird: die smarte, kabellose Steuerung ohne zusätzlichen App-Zwang. Gerade in Bestandsgebäuden und bei Sanierungen zählt jede Lösung, die sich ohne neue Leitungen nachrüsten lässt und zugleich einen direkten Zugriff auf wichtige Betriebsdaten ermöglicht. Genau an diesem Punkt setzt das Modul für Geräte der Reihe Silvento ec an. Im Praxiseinsatz zeigt sich schnell, dass hier nicht nur das Ein- und Umstellen von Funktionen gemeint ist, sondern auch ein spürbar besserer Überblick über Laufzeiten, Filterstatus und Volumenstrom.

Im folgenden Bericht geht es deshalb um einen sachlichen Blick auf Funktionsumfang, Montage, Bedienung und Alltagseindruck. Die Auswertung basiert auf einer einwöchigen Nutzung in realer Wohnumgebung mit installiertem Silvento ec System. Dabei stehen nicht werbliche Versprechen im Vordergrund, sondern die Frage, wie sich das kleine Modul unter typischen Bedingungen verhält. Schon vorweg lässt sich sagen: Die appfreie Browsersteuerung und die einfache Nachrüstbarkeit prägen den Gesamteindruck deutlich.

LUNOS_5WM WLAN-Modul Silvento ec

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Überblick zum LUNOS 5/WM WLAN-Modul

Das LUNOS 5/WM WLAN-Modul trägt die Artikelnummer 40281 und richtet sich vor allem an Fachhandwerker:innen, Sanierende sowie Besitzer:innen neuerer oder älterer Silvento ec-Lüftungsgeräte, die eine moderne Steuerungsmöglichkeit ergänzen möchten. Es handelt sich nicht um ein universell einsetzbares Zubehör für beliebige Lüftungssysteme, sondern um ein speziell für diese Gerätefamilie entwickeltes Steuerungsmodul. Diese klare Ausrichtung vereinfacht die Einbindung, begrenzt aber naturgemäß den Einsatzbereich auf kompatible Systeme. In der Praxis ist das kein ungewöhnlicher Umstand, sondern bei spezialisierten Zubehörteilen eher der Regelfall.

Die technischen Eckdaten fallen kompakt aus: Das Modul misst 33 x 29 x 7 mm und funkt nach IEEE 802.11 b/g/n im 2,4-GHz-Bereich. Für die Absicherung der Verbindung stehen WPA2 und WPA3 zur Verfügung. Die Stromversorgung erfolgt direkt über die Steuerungsplatine des Lüftungsgeräts, weshalb keine eigene Energiequelle angeschlossen werden muss. Zusätzlich zur WLAN-Funktion arbeitet das System mit bidirektionalem Funk auf 868 MHz, was in Gebäuden bei der Signalübertragung unterstützend wirken kann.

Zu den wichtigsten Funktionen zählen die kabellose Steuerung über den Webbrowser, die Nachrüstbarkeit ohne zusätzliche Verkabelung sowie die Möglichkeit zur Live-Protokollierung und Langzeit-Datenerfassung. Auslesen lassen sich unter anderem Laufzeiten, Filterwechselhinweise und der Volumenstrom. Im offenen Bereich nennt der Hersteller eine Reichweite von bis zu 100 Metern. Im Wohnalltag hängt die tatsächliche Distanz allerdings wie üblich von Wänden, Decken und dem Aufbau des Gebäudes ab, was sich im Test auch nachvollziehbar zeigt.

Wesentliche Merkmale auf einen Blick

  • Produktname: LUNOS 5/WM WLAN-Modul
  • Artikelnummer: 40281
  • Einsatzbereich: Steuerungszubehör für Lüftungsgeräte der Serie Silvento ec
  • Abmessungen: 33 x 29 x 7 mm
  • Funkstandard: IEEE 802.11 b/g/n bei 2,4 GHz
  • Zusätzliche Funktechnik: bidirektional auf 868 MHz
  • Verschlüsselung: WPA2/WPA3
  • Stromversorgung: direkt über die Steuerungsplatine
  • Bedienung: per Webbrowser, ohne App und ohne Registrierung
  • Datenfunktionen: Live-Logging und Langzeiterfassung von Laufzeit, Filterwechsel und Volumenstrom
  • Reichweite: bis zu 100 m im offenen Bereich
  • Einsatzart: modular, für mehrere Geräte flexibel einsetzbar

Material, Eindruck und Bauweise

Schon beim ersten Anfassen wirkt das Modul sauber verarbeitet und ordentlich gefertigt. Trotz des kleinen Formats entsteht nicht der Eindruck eines filigranen oder empfindlichen Elektronikteils. Die kompakte Bauweise erleichtert den praktischen Umgang beim Einbau und spricht für eine durchdachte Konstruktion. Hinzu kommt die Fertigung Made in Germany, die hier als Qualitätsmerkmal wahrnehmbar ist.

Besonders auffällig sind drei Punkte: die unkomplizierte Nachrüstung ohne neue Kabel, die Browsersteuerung ohne App und der Zugriff auf Betriebsdaten in Echtzeit oder über längere Zeiträume. Gerade der Verzicht auf eine App verändert den Nutzungseindruck spürbar, weil keine Installation, kein Benutzerkonto und keine Registrierung erforderlich sind. Manche Anwender:innen empfinden ein reines Webinterface zunächst als weniger vertraut. Nach kurzer Gewöhnung bleibt die Oberfläche jedoch nachvollziehbar und funktional, was im Alltag vieles relativiert.

Praxisrahmen des Tests

Nach welchen Kriterien geprüft wird

Der Test läuft über sieben Tage und orientiert sich an mehreren klaren Prüfpunkten. Im Mittelpunkt stehen Verpackung und Lieferumfang, die Verarbeitungsqualität, die technische Funktion, die Handhabung bei Installation und Nutzung sowie Sicherheits- und Wartungsaspekte. Hinzu kommt die Frage, wie gut sich das Modul in ein bestehendes Umfeld integrieren lässt. So entsteht ein Bild, das nicht nur die Technik, sondern auch den praktischen Nutzen abdeckt.

  • Verpackung und Unboxing: Schutz, Vollständigkeit, Übersichtlichkeit
  • Verarbeitung und Material: Anmutung, Robustheit, Fertigungsqualität
  • Funktion: Steuerung, Logging, Reichweite, Protokolle
  • Installation und Handhabung: Montageaufwand, Verbindung, Bedienbarkeit
  • Sicherheit und Wartung: Verschlüsselung, Datenschutz, Firmware-Möglichkeiten
  • Integration und Kompatibilität: Eignung für vorhandene Systeme und Nachrüstung

Testumgebung und Durchführung

Die Erprobung erfolgt in einem realen Wohnumfeld mit einem installierten Silvento ec Lüftungssystem. Für den Einbau ist ein befreundeter Fachhandwerker eingebunden, damit die Montage unter praxisnahen Bedingungen stattfindet. Geprüft werden sämtliche verfügbaren Funktionen mehrfach über den gesamten Testzeitraum hinweg. Erwartet wird vor allem ein einfacher Einbau, eine stabile Verbindung und eine möglichst klare Bedienung.

Rahmenbedingungen spielen bei einem Funkmodul naturgemäß eine Rolle. Dazu gehören insbesondere die bauliche Situation im Gebäude und die konkrete WLAN-Umgebung vor Ort. Auch die Kompatibilität ist an die Silvento ec Plattform gebunden. Diese Einschränkung ist sachlich relevant, wird im Test aber nicht überbewertet, weil das Modul genau für diesen Einsatzzweck entwickelt ist.

Lieferumfang und erster Eindruck

Verpackung, Schutz und Beigaben

Geliefert wird das Modul in einem stabilen Pappkarton mit gut sichtbarer Produktkennzeichnung und Hinweisen zur Installation. Zum Lieferumfang gehören das WLAN-Modul selbst, Anschlussmaterial inklusive Steckverbindung, eine gedruckte Bedienungs- und Installationsanleitung sowie eine Garantiekarte. Das Zubehör liegt geordnet im Karton und ist durch Kunststofffolie und Schaumstoffeinlage vor Transportschäden geschützt. Der Umfang wirkt vollständig und auf das Wesentliche konzentriert.

Positiv fällt auf, dass die Verpackung funktional bleibt und auf unnötige Materialfülle verzichtet. Ein QR-Code auf der Verpackung führt direkt zur Online-Anleitung, was den Einstieg beschleunigt. Der gesamte Ersteindruck ist professionell und aufgeräumt. Für ein technisches Zubehörteil dieser Art ist das ein passender Auftritt, ohne unnötig ins Inszenierte abzurutschen.

Montage und Inbetriebnahme

Einbau ohne zusätzliche Verkabelung

Der Einbau gehört zu den Bereichen, in denen das Modul besonders unaufgeregt überzeugt. Es wird direkt auf die Steuerungsplatine des Silvento ec Geräts aufgesteckt. Eine neue Verkabelung ist nicht notwendig, da die Versorgung direkt über die Platine erfolgt. Wenn der Zugang zum Gerät gut erreichbar ist, bleibt der Montageaufwand gering und liegt bei unter zehn Minuten.

Im Test läuft die Installation zügig und ohne unnötige Zwischenschritte ab. Empfehlenswert bleibt trotzdem die Montage durch einen Fachbetrieb, um Sicherheits- und Garantiefragen sauber zu berücksichtigen. Für technisch versierte Personen mag der Einbau machbar erscheinen. Im professionellen Umfeld ist die fachgerechte Umsetzung aber die sinnvollere Lösung.

Erste Verbindung mit Smartphone oder Tablet

Nach dem Aufstecken erzeugt das Modul ein eigenes WLAN, über das die Verbindung zu mobilen Geräten hergestellt wird. Die Anbindung gelingt schnell, unterstützt durch einen QR-Code, der direkt zum Browser-Interface führt. Genau hier zeigt sich der Vorteil des Konzepts: Es ist keine App nötig, und die Steuerung lässt sich unmittelbar über den Webbrowser starten. Das verkürzt die Inbetriebnahme spürbar.

Die Bedienoberfläche wirkt modern und zweckmäßig. Sie konzentriert sich auf die relevanten Informationen und zeigt Systemdaten klar an. Wer an native Apps gewöhnt ist, braucht unter Umständen eine kurze Eingewöhnungszeit. Im praktischen Ablauf steht diese Umstellung dem Nutzen aber kaum im Weg.

LUNOS_5WM WLAN-Modul Silvento ec

Testtage in der Praxis: Verlauf und Beobachtungen

Tag eins bis zwei: Bedienung und Verbindungsaufbau

Nach der Montage startet die Kopplung mit dem Smartphone über die webbasierte Oberfläche. Der Aufbau der Verbindung erfolgt in wenigen Sekunden und bleibt im Test stabil. Sowohl auf Android als auch auf iOS zeigt sich das Interface funktional und übersichtlich. Bereits in dieser frühen Phase fällt positiv auf, dass wichtige Informationen ohne Umwege zugänglich sind.

Angezeigt werden unter anderem Laufzeiten, der aktuelle Volumenstrom und der Filterstatus. Der Volumenstrom beschreibt vereinfacht die Luftmenge, die durch das System bewegt wird. Gerade diese Kombination aus Sofortdaten und Verlaufsauswertung erweist sich als nützlich, weil sich der Zustand der Lüftung besser einordnen lässt. Für Fachhandwerker:innen ist das bei Wartung und Diagnose besonders hilfreich.

Tag drei bis fünf: Reichweite und Datenerfassung

Der Hersteller nennt bis zu 100 Meter Reichweite im freien Feld. Im Mehrfamilienhaus mit mehreren Wänden und Decken fällt das Ergebnis naturgemäß geringer aus, bleibt aber alltagstauglich. Im Test ist ein problemloser Zugriff aus rund 15 Metern Entfernung möglich. In Bereichen mit stärkerer Abschirmung nimmt die Funkstärke spürbar ab, was bei Gebäudefunk allerdings erwartbar ist.

Unterstützend wirkt die Kombination aus WLAN und 868-MHz-Funk, weil sie die Übertragung in typischen Wohnsituationen stabilisiert. Wer sehr große Flächen abdecken möchte, sollte den Einbauort dennoch sorgfältig planen. Diese Einschränkung gehört zur Gebäudestruktur und spricht nicht grundsätzlich gegen das Modul. Das Echtzeit-Logging bleibt im Test jedenfalls stabil, und die protokollierten Daten lassen sich zuverlässig abrufen.

Besonders nützlich im Alltag sind die Hinweise zu Filterwechsel und Betriebsdauer. Solche Daten erleichtern eine vorausschauende Wartung, weil sie nicht nur Störungen sichtbar machen, sondern auch Routinearbeiten planbarer werden lassen. Dadurch gewinnt das Modul über die reine Fernsteuerung hinaus einen praktischen Mehrwert. Genau dieser Punkt hebt das System im laufenden Betrieb von einer bloßen Komfortfunktion ab.

Tag sechs bis sieben: Alltagseindruck und Integration

Im täglichen Einsatz erweist sich das Modul als verlässliche Erweiterung für den kabellosen Zugriff auf das Lüftungssystem. Dass weder Registrierung noch App-Installation nötig sind, reduziert den Aufwand und stärkt gleichzeitig den Datenschutz. Eine native App mit Push-Benachrichtigungen wäre aus Komfortsicht durchaus interessant, besonders für weniger technikaffine Nutzer:innen. Die Browsersteuerung bleibt jedoch in vielen Anwendungsfällen völlig ausreichend, weil sie auf verschiedenen Plattformen ohne Zusatzsoftware funktioniert.

Vor allem im Sanierungsumfeld spielt die Nachrüstbarkeit ihre Stärke aus. Dass die Verfügbarkeit teils mit Lieferzeiten von bis zu vier Wochen verbunden sein kann, sollte bei Projekten mit engem Zeitplan eingeplant werden. Im Alltag relativiert sich dieser Punkt, wenn die Beschaffung nicht unter akutem Termindruck steht. Für die Projektplanung bleibt die Information dennoch relevant.

Bedienkomfort und Nutzererlebnis im Alltag

Weboberfläche statt App

Die Entscheidung für eine browserbasierte Steuerung prägt das Nutzererlebnis stärker als jede einzelne technische Kennzahl. Das Interface ist klar aufgebaut und stellt die notwendigen Bereiche ohne Umwege bereit. Es wirkt weniger inszeniert als viele App-Lösungen, dafür aber unmittelbar und sachlich. Gerade auf langlebige Haustechnik übertragen ergibt dieser Ansatz durchaus Sinn, weil keine App-Pflege und keine Betriebssystemabhängigkeit im Vordergrund stehen.

Einige Nutzer:innen wünschen sich möglicherweise eine App, weil sie Benachrichtigungen oder eine vertrautere Bedienlogik bietet. Dieser Einwand ist nachvollziehbar. Gleichzeitig schafft die Weboberfläche eine hohe Plattformunabhängigkeit, was im Alltag für viele sogar der praktischere Weg sein kann.

Welche Informationen im Betrieb besonders nützlich sind

Im Betrieb zeigt sich, dass nicht nur die Steuerung selbst interessant ist, sondern vor allem die Einsicht in die laufenden Daten. Dazu gehören Laufzeiten, Volumenstrom, Filterstatus und allgemeine Systemzustände. Wer Wartung besser planen oder den Zustand der Anlage im Blick behalten möchte, erhält hier eine solide Datengrundlage. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn die Lüftung nicht nur funktionieren, sondern auch nachvollziehbar dokumentiert arbeiten soll.

Die Daten sind sowohl in Echtzeit als auch über längere Zeiträume abrufbar. Dadurch lassen sich Entwicklungen erkennen, statt nur einzelne Momentaufnahmen zu betrachten. Im Alltag ist das mehr als eine technische Spielerei. Es unterstützt einen geordneten Anlagenbetrieb und kann Wartungsentscheidungen fundierter machen.

Verarbeitung, Sicherheit und technische Einordnung

Materialqualität und Verarbeitung

Das Modul präsentiert sich kompakt, leicht und robust. Die Verarbeitung ist sauber, die Materialanmutung ordentlich und stimmig für ein technisches Einbauteil dieser Größe. Gerade die geringe Bauform erleichtert den Einbau, ohne den Eindruck von Fragilität zu hinterlassen. In Summe ergibt sich ein wertiger Gesamteindruck.

Sicherheit und Datenschutz

Bei einem WLAN-Modul für Haustechnik ist die Frage nach Sicherheit und Datenschutz zentral. Positiv zu bewerten ist die Unterstützung von WPA2/WPA3 sowie die Tatsache, dass die Steuerung lokal über ein eigenes WLAN erfolgt und keine Cloud-Anbindung voraussetzt. Dadurch bleiben Daten im lokalen Umfeld, was datenschutzseitig ein sinnvoller Ansatz ist. Ergänzend empfiehlt sich selbstverständlich ein sicheres Zugangspasswort und ein ordentlich abgesichertes Heimnetzwerk.

Firmware-Updates sind grundsätzlich möglich. Im Test werden jedoch keine erkennbaren Aktualisierungen installiert. Hier wäre eine klarere Kommunikation seitens des Herstellers hilfreich, wobei dies den laufenden Betrieb im Test nicht beeinträchtigt.

Subjektive Praxiseindrücke

Aus persönlicher Sicht bringt das LUNOS 5/WM eine deutlich spürbare Komfortsteigerung in die Bedienung der Lüftungsanlage. Das Webinterface ist sachlich aufgebaut und verständlich, auch wenn es optisch nicht denselben Charakter wie eine eigenständige App hat. Für die meisten Anwender:innen reicht der Funktionsumfang im Browser gut aus. Hinzu kommt, dass die Diagnosedaten Fachbetrieben eine gezieltere Wartungsplanung ermöglichen.

Die Nachrüstung ohne Verkabelung bleibt einer der größten Pluspunkte, vor allem in bestehenden Gebäuden. Dass das Modul auf Silvento ec Geräte begrenzt ist, wirkt weniger wie ein Mangel als vielmehr wie eine klare technische Abgrenzung. Auch die Reichweite fällt im Wohnumfeld überzeugend aus, ohne pauschal jede Gebäudesituation gleich gut abzudecken. Insgesamt hinterlässt die modulare Funklösung einen professionellen Eindruck.

„Die Montage gelingt ohne zusätzliche Leitungen und passt damit sehr gut zu Sanierungsprojekten.“

„Die Browsersteuerung arbeitet zuverlässig, auch wenn eine App für manche Alltagsszenarien noch bequemer sein könnte.“

LUNOS_5WM WLAN-Modul Silvento ec

Externe Einschätzungen und Marktwahrnehmung

Öffentlich zugängliche Erfahrungsberichte speziell zu diesem Modul sind derzeit noch eher selten. Das kann mit der noch überschaubaren Verbreitung zusammenhängen. In Fachbeiträgen wird die einfache Nachrüstbarkeit regelmäßig positiv eingeordnet, ebenso der Verzicht auf eine App in Verbindung mit lokaler Steuerung. Konkrete Nutzerstimmen zum 5/WM sind im Endverbraucherbereich bisher jedoch nur begrenzt zu finden.

Die wenigen verfügbaren Einschätzungen decken sich weitgehend mit den Beobachtungen aus dem Test. Gelobt werden vor allem die leichte Installation und die browserbasierte Bedienung. Als kleinere Hürden tauchen die noch geringe Sichtbarkeit im Endkundenmarkt sowie ein Preis knapp über 100 Euro für ein Steuerungsmodul auf. Im Verhältnis zum gebotenen Funktionsumfang bleibt diese Einordnung nachvollziehbar, kann je nach Projektumfang aber unterschiedlich bewertet werden.

Preis, Verfügbarkeit und Einordnung im Sanierungsumfeld

Kosten des Moduls

Der angegebene UVP liegt bei rund 100,50 Euro. Im Onlinehandel bewegt sich das Modul typischerweise bei etwa 115 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versand innerhalb Deutschlands. Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für die Installation durch einen Fachbetrieb. Für eine fundierte Projektplanung sollte dieser Punkt mitbedacht werden.

Bedeutung bei Sanierungsprojekten

Gerade in der Gebäudesanierung spielt das Modul seine Stärken sichtbar aus. Wenn eine vorhandene Lüftung intelligenter bedient werden soll, ohne das gesamte System neu aufzubauen, ist die Nachrüstbarkeit ein klarer Vorteil. Hinzu kommt die Möglichkeit, Wartung und Betriebsüberwachung über Logdaten besser zu organisieren. Das fördert einen geordneten und langfristig effizienten Betrieb.

Häufig gestellte Fragen zum LUNOS 5/WM WLAN-Modul

Wie erfolgt die Installation?

Das Modul wird direkt auf die Steuerungsplatine eines Silvento ec Lüfters gesteckt. Zusätzliche Kabel sind nicht nötig, da die Versorgung über die Platine läuft. Die technische Umsetzung ist einfach, empfohlen wird dennoch die Montage durch einen Fachbetrieb. So lassen sich Sicherheits- und Garantiefragen sauber abdecken.

Welche Daten zeigt das Modul an?

Ausgelesen werden unter anderem Laufzeiten, Volumenstrom, Filterwechselintervalle und aktuelle Systemzustände. Die Daten stehen in Echtzeit und teils über längere Zeiträume zur Verfügung. Das hilft bei Wartung, Fehlererkennung und der Einschätzung des Anlagenzustands. Für den praktischen Betrieb ist das ein gut nutzbarer Mehrwert.

Ist das Modul mit älteren Silvento Geräten nutzbar?

Entwickelt ist das Modul für Silvento ec Geräte. Bei älteren Silvento-Modellen muss geprüft werden, ob die vorhandene Steuerungsplatine kompatibel ist. Unter Umständen wird ein Tausch der Platine notwendig. Eine Prüfung durch den Fachbetrieb schafft hier Klarheit.

Wie weit reicht das WLAN im Gebäude?

Im offenen Bereich sind laut Hersteller bis zu 100 Meter möglich. In Wohngebäuden mit Wänden und Decken liegt die tatsächliche Reichweite in der Regel darunter. Der Installationsort sollte deshalb so gewählt werden, dass Abschirmungen möglichst gering bleiben. Im Test bleibt die Verbindung im typischen Wohnumfeld alltagstauglich.

Wird eine Internetverbindung benötigt?

Nein. Das Modul erstellt ein eigenes WLAN-Netzwerk, über das sich Mobilgeräte direkt verbinden können. Dadurch funktioniert die Steuerung lokal über den Browser, ohne zwingende Internetanbindung. Das verbessert zugleich den Datenschutz, weil keine Cloud-Nutzung erforderlich ist.

Welche Vorteile bietet die browserbasierte Steuerung?

Die Bedienung läuft ohne App auf unterschiedlichen Plattformen wie Android, iOS, Windows oder Linux. Es gibt keinen Registrierungszwang und keinen Pflegeaufwand durch App-Updates. Das ist gerade bei langlebiger Haustechnik sinnvoll. Gleichzeitig bleibt der Zugriff flexibel und direkt.

Gibt es Punkte, die vor dem Kauf beachtet werden sollten?

Wichtig sind vor allem die Kompatibilität mit Silvento ec, die baulichen Bedingungen für die Funkreichweite und gegebenenfalls die Kosten für die Montage. Dass keine native App vorhanden ist, kann je nach Nutzungsgewohnheit als weniger komfortabel empfunden werden. Im Gegenzug bleibt die Browserlösung plattformoffen und unkompliziert. Welche Gewichtung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Einsatz ab.

Können mehrere Geräte mit einem Modul gesteuert werden?

Nach Herstellerangabe benötigen Handwerker:innen und Servicepersonal nur ein Modul, das flexibel bei verschiedenen Silvento Geräten eingesetzt werden kann. Ob mehrere Lüftungsgeräte zentral gesteuert werden, hängt vom jeweiligen Systemaufbau ab. Diese Frage sollte im Einzelfall durch einen Fachbetrieb geprüft werden. Für Servicezwecke ist die modulare Nutzung in jedem Fall praktisch.

Wie sicher ist die Verbindung?

Die Funkverbindung ist mit WPA2/WPA3 abgesichert. Da das System lokal arbeitet und keine Cloud-Anbindung voraussetzt, bleibt der Datenschutz auf einem guten Niveau. Wie bei jeder Netzwerktechnik ist dennoch ein sicheres Passwort und ein gut geschütztes Heimnetz sinnvoll. So lässt sich unbefugter Zugriff zusätzlich erschweren.

Welche Wartung ist nötig?

Das Modul selbst erfordert keine mechanische Wartung. Relevanter ist die Prüfung der ausgelesenen Betriebsdaten und die Organisation von Filterwechseln auf Basis der Logdaten. Firmware-Updates sind möglich, werden aber aktuell nicht im Detail beschrieben. Für die laufende Nutzung genügt daher vor allem ein geordneter Blick auf die Systeminformationen.

Wie unterstützt das Modul die Energieeffizienz?

Durch die Auswertung von Laufzeiten, Volumenstrom und Filterstatus lassen sich Einstellungen und Wartungszeitpunkte besser an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Das kann helfen, die Lüftungsleistung auf sinnvolle Weise stabil zu halten und unnötige Abweichungen früh zu erkennen. Die Wirkung hängt dabei natürlich immer von der konkreten Anlage und deren Nutzung ab. Für nachhaltige Gebäudetechnik ist diese Transparenz dennoch ein nützlicher Baustein.

Was ist bei einer Nachrüstung im Bestand wichtig?

Vor allem müssen die Kompatibilität des vorhandenen Geräts, die Funkbedingungen am Einbauort und die sichere Netzwerkkonfiguration geprüft werden. Zudem sollte bedacht werden, dass das Modul die Lüftungsanlage nicht ersetzt, sondern sie komfortabler steuerbar macht. Werden diese Punkte vorab geklärt, läuft die Nachrüstung in der Regel geordnet ab. Besonders in Sanierungsprojekten ist genau das ein praktischer Vorteil.

LUNOS_5WM WLAN-Modul Silvento ec

Herstellerprofil: LUNOS Lüftungstechnik GmbH & Co. KG

LUNOS besteht seit 1959 und stammt aus Berlin. Das Unternehmen hat sich mit dezentralen Lüftungssystemen im deutschen Markt etabliert. Gefertigt wird Made in Germany in Berlin-Spandau und Falkensee. Diese Ausrichtung passt zum technischen Charakter des hier getesteten Moduls.

Zum Sortiment gehören dezentrale Lüfter, Lüftungssysteme wie die Reihen Silvento ec und ego sowie Steuerungs- und Kommunikationszubehör wie das 5/WM. Hinzu kommen Fassadenelemente und weiteres Zubehör. Das Unternehmen verweist auf Themen wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort. Service- und Supportangebote sowie Downloadbereiche ergänzen den Produktbereich sinnvoll.

Im Markt richtet sich LUNOS erkennbar an Projekte in Sanierung und Neubau, bei denen eine funktionale und vergleichsweise direkte Steuerung gefragt ist. Die Position im Smart-Home-Umfeld wirkt fachlich glaubwürdig, auch wenn die Anbindung an umfangreichere Systemwelten nicht in allen Bereichen maximal ausgebaut erscheint. Für das konkrete Einsatzgebiet des 5/WM steht jedoch die praktische Nachrüstung stärker im Mittelpunkt als eine möglichst breite Plattformstrategie.

LUNOS_5WM WLAN-Modul Silvento ec

Fazit zum LUNOS 5/WM WLAN-Modul

Das LUNOS 5/WM WLAN-Modul erweist sich im Test als technisch stimmige und alltagstaugliche Ergänzung für bestehende Silvento ec Lüftungssysteme. Besonders stark ist die Kombination aus einfacher Nachrüstung, browserbasierter Steuerung ohne App und der aussagekräftigen Datenerfassung für Betrieb und Wartung. Die Installation bleibt unkompliziert, die Verbindung arbeitet stabil, und die Bedienung über den Browser funktioniert plattformübergreifend. Gerade in Sanierungsprojekten ist diese Mischung aus geringem Eingriff und spürbarer Funktionsaufwertung überzeugend.

Geeignet ist das Modul vor allem für Nutzer:innen und Fachhandwerker:innen, die bereits ein Silvento ec System einsetzen und eine flexible Steuerung ohne Cloud-Zwang wünschen. Die Investition von rund 100 bis 115 Euro bewegt sich in einem nachvollziehbaren Rahmen, wobei mögliche Montagekosten hinzugerechnet werden sollten. Dass keine native App vorhanden ist und die Reichweite in Gebäuden von den baulichen Bedingungen abhängt, gehört zur realistischen Einordnung dazu. Im Gesamtbild überwiegt jedoch der praktische Nutzen deutlich.

Unterm Strich bestätigt sich das 5/WM als praxisnahe Steuerungserweiterung für die dezentrale Wohnraumlüftung. Die Nutzerfreundlichkeit, die technische Stabilität und die gute Eignung für Nachrüstungen tragen den positiven Gesamteindruck. Wer eine lokale, sachlich umgesetzte und im Alltag hilfreiche Lösung für das eigene Silvento ec System sucht, findet hier ein stimmiges Zubehör mit klar erkennbarem Mehrwert.

Weitere Details zum LUNOS 5/WM WLAN-Modul direkt beim Hersteller ansehen

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