Wer lange Strecken fährt, schlechte Straßen nicht meiden möchte und trotzdem bequem aufsteigen will, braucht ein E-Bike mit mehreren Stärken zugleich. In diesem Erfahrungsbericht prüfe ich das LANKELEISI KETT-8 deshalb nicht nur auf Motorleistung und Reichweite, sondern auch auf Komfort, Bremsverhalten, Alltagstauglichkeit, Bedienung und Verarbeitung. Im einwöchigen Test zeigt sich ein vollgefedertes Tiefeinsteiger-E-Bike, das besonders durch seinen großen Akku, die direkte Unterstützung und die umfangreiche Ausstattung auffällt.
Das KETT-8 richtet sich vor allem an Fahrerinnen und Fahrer, die ein komfortables E-Bike für Pendelstrecken, längere Touren, Asphalt, Schotter und befestigte Waldwege suchen. Der tiefe Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen, während die 26 × 3,0-Zoll-Reifen, die Vollfederung und die hohe Systembelastbarkeit auch bei höherem Körpergewicht ein stabiles Fahrgefühl vermitteln. Mit einem Gewicht von rund 35 kg ist das Rad allerdings vor allem für ebenerdige Abstellplätze, Garagen, Fahrradkeller mit Rampe oder feste Stellplätze gedacht.
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LANKELEISI KETT-8: Produktdetails und technische Daten
Das LANKELEISI KETT-8 ist ein vollgefedertes Langstrecken-E-Bike mit Tiefeinstieg und 250-W-Hinterrad-Nabenmotor. Die reguläre elektrische Unterstützung endet bei 25 km/h. Der Antrieb erreicht laut Hersteller kurzzeitig bis zu 1.130 W und stellt ein maximales Drehmoment von 85 Nm bereit. Für den normalen öffentlichen Pedelec-Betrieb ist die Unterstützung auf die vorgesehenen 25 km/h ausgelegt. Ein technisch freischaltbarer Geschwindigkeitsbereich bis 48 km/h gehört nicht zum regulären Straßenbetrieb und sollte entsprechend nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen verwendet werden.
- Produktname: LANKELEISI KETT-8
- Motor: 250-W-Hinterrad-Nabenmotor
- Spitzenleistung: bis zu 1.130 W laut Hersteller
- Drehmoment: maximal 85 Nm
- Unterstützung: bis 25 km/h im regulären Pedelec-Betrieb
- Akku: 48 V, 20 Ah, Lithium-Ionen
- Akkukapazität: rechnerisch 960 Wh
- Akkuzellen: Samsung-21700-Zellen
- Akkuausführung: vollständig ins Unterrohr integriert, herausnehmbar und abschließbar
- Akkugewicht: ungefähr 5 kg
- Herstellerreichweite: bis zu 150 km mit Pedalunterstützung
- Ladezeit: ungefähr 6 bis 7 Stunden
- Ladegerät: 48 V / 3 A
- Rahmen: 6061-Aluminium
- Rahmenform: Softtail-Tiefeinsteiger
- Federgabel: arretierbar, 120 mm Federweg
- Hinterradfederung: 105 mm Federweg
- Hinterbaudämpfer: DNM-Luftfederbein mit einstellbarem Druck, einstellbarer Dämpfung und Lockout-Funktion
- Reifen: KENDA 26 × 3,0 Zoll
- Schaltung: Shimano-8-Gang-Kettenschaltung
- Schaltwerk: Shimano M310
- Kettenblatt: Aluminium, 48 Zähne
- Bremsen: hydraulische ZOOM-Vierkolben-Scheibenbremsen
- Bremsfunktion: Motorabschaltung beim Bremsen
- Display: 4-Zoll-Farb-LCD mit IP64-Schutz
- Beleuchtung: integrierter LED-Scheinwerfer, großes rotes Rücklicht und Blinker
- Gepäckträger: serienmäßig, Belastbarkeit bis 25 kg
- Schutzbleche: Aluminium
- Vorbau: verstellbarer Aluminium-Vorbau
- Gesamtbelastung: maximal 180 kg
- Fahrradgewicht: rund 35 kg
- Empfohlene Körpergröße: etwa 160 bis 190 cm
- Gesamtlänge: etwa 1.900 mm
- Radstand: etwa 1.220 mm
- Farben: Grau, Grün und Orange
- Preis: aktuell ungefähr 2.099 Euro auf der deutschen Herstellerseite
Besondere Eigenschaften im Überblick
- 960-Wh-Akku: Der große Akku schafft viel Reichweitenreserve für lange Touren und regelmäßige Pendelstrecken.
- Echte Vollfederung: Neben der 120-mm-Federgabel arbeitet hinten ein 105-mm-Luftfederbein.
- Dual-Sensor-System: Drehmomentsensor und Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor ermöglichen eine anpassbare Unterstützungscharakteristik.
- Direkter Antrieb: Im Fahrbetrieb setzt die Motorunterstützung nahezu ohne spürbare Verzögerung ein.
- Hydraulische Vierkolbenbremsen: Die Bremsanlage passt zur Größe und zum Gewicht des Fahrrads.
- Alltagseinrichtung: Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung, Seitenständer und Blinker sind bereits vorhanden.
- Hohe Belastbarkeit: Das zulässige Gesamtgewicht von 180 kg eröffnet auch schwereren Personen und zusätzlichem Gepäck Spielraum.
- Herausnehmbarer Akku: Der Akku kann direkt am Fahrrad oder separat geladen werden.
Zum LANKELEISI KETT-8 mit großem Akku und Vollfederung
Produkttest
Testkriterien
Ich prüfe das LANKELEISI KETT-8 über sieben Tage hinweg unter typischen Bedingungen für ein komfortorientiertes Touren- und Alltags-E-Bike. Dabei achte ich auf die Verpackung, den Lieferumfang, die Montage, die sichtbare Verarbeitung und die Bedienbarkeit. Während der Fahrten stehen außerdem Anfahrverhalten, Unterstützungsstufen, Bremsen, Schaltung, Federung, Sitzposition, Beleuchtung und Fahrstabilität im Mittelpunkt.
- Verpackung und Lieferumfang: Schutz des Fahrrads, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit der Montagekomponenten
- Montage: Verständlichkeit der Anleitung, Zeitaufwand und notwendige Arbeitsschritte
- Verarbeitung: Rahmen, Laufräder, Kabel, Anbauteile, Gepäckträger, Schutzbleche und Bedienelemente
- Fahrkomfort: Wirkung der Federgabel, des Luftfederbeins und der breiten Reifen
- Antrieb: Reaktionsgeschwindigkeit, Kraftentfaltung, Geräuschentwicklung und Verhalten an Steigungen
- Bedienung: Display, PAS-Stufen, Licht, Blinker, Startcode und Bremsabschaltung
- Schaltung: Gangwechsel, Übersetzungsbereich und Verhalten unter Motorunterstützung
- Bremsen: Dosierbarkeit, Verzögerung und Sicherheitsgefühl bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten
- Alltagstauglichkeit: Tiefeinstieg, Gepäcktransport, Beleuchtung, Schutzbleche und Seitenständer
- Akku und Reichweite: Entnahme, Ladeprozess und praktische Einordnung der Herstellerwerte
- Sicherheit und Wartung: Reifen, Bremsabschaltung, Kontrollpunkte und Hinweise aus dem Handbuch
Ablauf des einwöchigen Tests
Ich führe den Test persönlich durch und nutze das KETT-8 sowohl auf asphaltierten Straßen als auch auf Schotter, Feldwegen und Kopfsteinpflaster. Die täglichen Fahrten bestehen aus kürzeren Wegen im Alltag und längeren Abschnitten, auf denen ich Komfort, Reichweitenverhalten und die Stabilität bei wechselndem Untergrund beurteile. Die Unterstützungsstufen wechsle ich regelmäßig zwischen PAS 1 und PAS 5, damit die Unterschiede bei Motorreaktion und Energieverbrauch nachvollziehbar werden.
Am ersten Tag konzentriere ich mich auf Auspacken, Montage und Sicherheitskontrolle. Am zweiten und dritten Tag teste ich die Bedienung, den Antrieb und die Schaltung im Stadtverkehr sowie auf leicht ansteigenden Strecken. An den folgenden Tagen fahre ich längere Runden über schlechte Straßen und befestigte Wege. Zum Abschluss prüfe ich Akku, Ladeprozess, Beleuchtung, Bremsanlage und die wichtigsten Wartungshinweise.
Ein einwöchiger Test kann keine Aussagen über jahrelangen Verschleiß treffen. Er zeigt jedoch gut, wie sich Sitzposition, Federung, Antrieb, Bremsen und Bedienung im täglichen Gebrauch anfühlen. Für die Reichweite ordne ich Herstellerangaben und praktische Erfahrungswerte getrennt ein, da Temperatur, Fahrergewicht, Wind, Steigung, Reifendruck und gewählte Unterstützungsstufe die tatsächliche Distanz deutlich beeinflussen.
Unboxing und Lieferumfang
Das KETT-8 kommt in einem großen, stabilen Fahrradkarton. Rahmen, Laufräder und empfindliche Bauteile sind mit Karton, Schaumstoff und weiteren Schutzmaterialien gesichert. Kabel und einzelne Komponenten werden mit Kabelbindern fixiert, sodass das Fahrrad den Transport insgesamt gut geschützt übersteht. Der erste Eindruck ist zweckmäßig und ordentlich, ohne dass das Auspacken unnötig kompliziert wirkt.
Das Fahrrad wird weitgehend vormontiert geliefert. Im Karton befinden sich neben dem KETT-8 ein deutscher Benutzerleitfaden, der Gepäckträger, Schutzbleche, Montagewerkzeug mit Inbusschlüsseln, eine Luftpumpe, ein Schloss beziehungsweise Schlösser mit Schlüssel sowie das Ladegerät. Außerdem liegen die für die Erstmontage benötigten Teile wie Lenker, Vorbaukomponenten, Vorderrad, Pedale, Sattel und Beleuchtungskomponenten separat verpackt bei.
Die Anleitung behandelt nicht nur den Zusammenbau, sondern auch Displayeinstellungen, Akku, Bremsen, Schaltung, Fehlercodes, Wartung und Sicherheitskontrollen. Positiv ist, dass die Anleitung beim Vorderrad und bei den Pedalen auf die korrekte Montage hinweist. Beim Pedaleinbau müssen die Markierungen L und R beachtet werden, weil die Gewinderichtungen unterschiedlich sind.
Installation und erste Inbetriebnahme
Für den vollständigen Aufbau benötige ich allein etwas mehr als eine Stunde. Neben Lenker, Vorderrad, Pedalen, Sattel und Frontlicht müssen Griffe sowie Bremshebel ausgerichtet werden. Die Montage ist mit dem mitgelieferten Werkzeug machbar, erfordert aber sorgfältiges Arbeiten und eine abschließende Kontrolle aller Schrauben und Befestigungen.
Nach dem Einsetzen des Vorderrads prüfe ich die Ausrichtung zur Scheibenbremse und ziehe die Befestigungen fest. Anschließend stelle ich Lenker, Vorbau und Sattel auf die Sitzposition ein. Vor der ersten Fahrt kontrolliere ich Reifendruck, Laufradsitz, Bremshebel, Bremsscheiben, Speichen, Kette, Schaltung, Beleuchtung, Akkuverriegelung und Seitenständer. Die Erstmontage verläuft ohne grundlegende Schwierigkeiten, verlangt aber mehr Aufmerksamkeit als das reine Auspacken eines bereits vollständig aufgebauten Fahrrads.
Der Akku wird mit dem Schlüssel entriegelt, aus dem Unterrohr gezogen und anschließend wieder eingesetzt und verriegelt. Er kann im Fahrrad oder separat geladen werden. Beim Laden verbinde ich zuerst den Akku mit dem Ladegerät und stecke erst danach das Ladegerät in die Steckdose. Eine rote LED zeigt den Ladevorgang an, eine grüne LED signalisiert den vollständig geladenen Akku.
Testverlauf und Testergebnis
Verarbeitung und Materialanmutung
Der 6061-Aluminiumrahmen wirkt stabil und ist auf ein hohes Systemgewicht ausgelegt. Besonders auffällig ist die Kombination aus tiefem Einstieg und zentraler Hinterradfederung. Der Rahmen vermittelt im Stand ein solides Gefühl, ohne dass die Anbauteile lose oder empfindlich wirken. Kabel und Bedienelemente sind übersichtlich am Lenker angeordnet.
Gepäckträger und Schutzbleche gehören bereits zur Ausstattung und machen das KETT-8 unmittelbar alltagstauglich. Die Aluminium-Schutzbleche sitzen stabil und passen optisch zur robusten Ausrichtung des Fahrrads. Der Gepäckträger ist für bis zu 25 kg ausgelegt, wobei die maximale Gesamtbelastung des Fahrrads von 180 kg einschließlich Fahrer und Gepäck gilt.
Das Fahrrad ist mit rund 35 kg spürbar schwer. Dieses Gewicht entsteht durch den großen Akku, die Vollfederung, die breiten Reifen, die Ausstattung und den kräftig ausgelegten Rahmen. Beim Fahren vermittelt die Masse ein ruhiges, stabiles Gefühl. Beim Tragen über Treppen oder beim häufigen Verladen ist sie hingegen deutlich zu spüren. Im Alltag relativiert sich dieser Punkt, wenn das Fahrrad überwiegend ebenerdig bewegt wird.
Fahrkomfort und Federung
Die Vollfederung gehört im Test zu den überzeugendsten Eigenschaften. Vorn arbeitet eine arretierbare Federgabel mit 120 mm Federweg. Hinten stehen 105 mm Federweg über ein DNM-Luftfederbein zur Verfügung. Der Luftdämpfer lässt sich hinsichtlich Druck und Dämpfung anpassen und besitzt eine Lockout-Funktion, sodass sich die Federung bei Bedarf stärker beruhigen lässt.
Auf Kopfsteinpflaster, Querfugen und schlechten Asphaltflächen bleibt das KETT-8 angenehm kontrollierbar. Die Schläge kommen deutlich gedämpfter am Sitz an als bei einem ungefederten Fahrrad. Auch auf Feldwegen wirkt das Fahrwerk nicht nervös. Die breiten 26 × 3,0-Zoll-Reifen unterstützen den Komfort zusätzlich und geben dem Fahrrad eine sichere Aufstandsfläche.
Die Reifen stellen einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Straßenkomfort und Wegtauglichkeit dar. Sie rollen auf Asphalt ruhig genug, vermitteln auf Schotter Stabilität und reagieren weniger träge als besonders breite Fatbike-Reifen. In tiefem Schlamm nimmt die Traktion allerdings ab. Für normale befestigte Wald- und Feldwege bleibt das Profil im Test überzeugend.
Antrieb und Unterstützungsstufen
Der 250-W-Hinterradmotor reagiert im Test sehr direkt. Sobald ich Druck auf die Pedale bringe, setzt die Unterstützung nahezu ohne spürbare Verzögerung ein. Dafür ist der Drehmomentsensor entscheidend, der die Motorleistung stärker an der eingebrachten Pedalkraft orientiert. Zusätzlich steht ein Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor zur Verfügung, zwischen dessen Charakteristiken laut Bedienungslogik umgeschaltet werden kann.
Die fünf PAS-Stufen lassen sich einfach über die Bedieneinheit auswählen. Das Handbuch ordnet den Stufen ungefähr 20, 40, 60, 80 und 100 Prozent Unterstützung zu. PAS 0 deaktiviert die elektrische Unterstützung. In der Praxis fühlt sich PAS 1 zurückhaltend und effizient an, während PAS 3 bereits deutlich kräftiger anschiebt. PAS 4 und PAS 5 eignen sich für Steigungen, Gegenwind oder einen besonders dynamischen Start.
Das maximale Drehmoment von 85 Nm ist beim Anfahren und an Steigungen deutlich wahrnehmbar. Das KETT-8 beschleunigt kräftig, ohne dass ich stark am Lenker ziehen muss. Bei stärkerem Gefälle oder höheren Geschwindigkeiten hilft das 48-Zähne-Kettenblatt dabei, weiter aktiv mitzudrehen. Ohne Motorunterstützung verlangt die lange Übersetzung allerdings mehr Kraft, was bei einem Fahrradgewicht von rund 35 kg erwartbar ist.
Die Herstellerangabe zur maximalen Steigfähigkeit von etwa 35 Grad ordne ich als technischen Richtwert ein. Bei steilen Anstiegen ist aktives Mittreten wichtig. Das Handbuch empfiehlt ab ungefähr 15 Grad ausdrücklich, den Motor durch eigene Pedalkraft zu unterstützen. Dadurch lässt sich die Belastung des Antriebs reduzieren und die Reichweite besser kontrollieren.
Reichweite und Akku
Der integrierte 48-V-/20-Ah-Akku bietet rechnerisch 960 Wh. Das ist für lange Touren eine großzügige Energiereserve. Der Hersteller nennt im Eco-Modus bis zu 150 km. Für PAS 2 werden 130 km, für PAS 3 100 km, für PAS 4 85 km und für PAS 5 70 km angegeben. Diese Abstufung zeigt nachvollziehbar, wie stark die Reichweite von der Unterstützungsleistung abhängt.
Ein unabhängiger Praxistest erreichte 130 km mit einer Akkuladung und überwiegender Nutzung der Unterstützungsstufen 2 und 3. Die Bedingungen waren mit ungefähr 10 °C und windigem Wetter nicht besonders günstig. Die Reichweite ist deshalb als aussagekräftiger Erfahrungswert interessant, bleibt aber von Fahrergewicht, Strecke, Temperatur und Fahrweise abhängig.
Die Akkuentnahme gelingt nach dem Entriegeln mit dem Schlüssel unkompliziert. Mit ungefähr 5 kg ist der Akku nicht leicht, lässt sich aber zum Laden bequem aus dem Fahrrad nehmen. Die Ladezeit beträgt etwa 6 bis 7 Stunden. Während des Ladevorgangs stehen Akku und Ladegerät auf einer freien, belüfteten Fläche. Das Handbuch empfiehlt, den Akku nicht vollständig zu entladen und bei längerer Nichtbenutzung regelmäßig nachzuladen.
Display und Bedienung
Das 4-Zoll-Farb-LCD ist gut ablesbar und zeigt aktuelle Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe, Gesamtkilometer, Tageskilometer sowie maximale und durchschnittliche Geschwindigkeit. Zusätzlich werden Licht, Blinker, Fahrmodus und mögliche Fehlercodes angezeigt. Der IP64-Schutz ist für den normalen Einsatz bei wechselndem Wetter vorgesehen, ersetzt aber keine sorgfältige Reinigung und Pflege.
Die Anzeige bietet außerdem eine Passwort- beziehungsweise Startcode-Funktion. Das erhöht den Bedienkomfort, wenn das Fahrrad nicht sofort starten soll. Im Einstellmenü lassen sich unter anderem Einheiten, Geschwindigkeitslimit, Startverhalten, PAS-Konfiguration und Sensorverhalten aufrufen. Geschwindigkeits- oder leistungsrelevante Einstellungen sollten im deutschen Straßenbetrieb nicht verändert werden.
Die Tasten sind grundsätzlich logisch angeordnet. Im Test liegt die Plus-/Minus-Bedienung jedoch nicht ganz optimal, sodass bei hektischer Bedienung versehentlich die Hupe betätigt werden kann. Das ist ein kleiner ergonomischer Punkt, der sich durch eine kurze Eingewöhnung gut beherrschen lässt. Die Motorabschaltung über die Bremshebel funktioniert dagegen unmittelbar.
Bremsen und Sicherheit
Die hydraulischen ZOOM-Vierkolben-Scheibenbremsen sind passend zur Größe, zum Gewicht und zur möglichen Zuladung des KETT-8 ausgelegt. Die Bremshebel lassen sich kontrolliert dosieren und vermitteln auch bei höherem Tempo ein stabiles Gefühl. Rechts befindet sich laut Handbuch die Vorderradbremse, links die Hinterradbremse.
Bei einer Bremsung aus 25 km/h kommt das Fahrrad im unabhängigen Bremstest mit beiden Bremsen in ungefähr 2 Sekunden zum Stillstand. Mit der Hinterradbremse allein wurden etwa 3 Sekunden, mit der Vorderradbremse allein etwa 4 Sekunden gemessen. Diese Werte sind keine normierten Laborwerte, zeigen aber die hohe Verzögerung im konkreten Fahrversuch.
Beim stärkeren Bremsen nutze ich beide Bremsen gleichmäßig. Das Handbuch weist zu Recht darauf hin, dass eine starke alleinige Betätigung der Vorderradbremse das Vorderrad blockieren oder den Körper nach vorn verlagern kann. Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg. Die Bremsscheiben können nach einer Fahrt heiß sein und sollten nicht direkt berührt werden. Ein leichtes Schleifgeräusch beim freien Drehen des Laufrads wird in der Anleitung als grundsätzlich normal beschrieben.
Schaltung und Übersetzung
Die Shimano-8-Gang-Schaltung mit Shimano-M310-Schaltwerk arbeitet im Test grundsätzlich zuverlässig. Das 48-Zähne-Kettenblatt und die Kassette mit 11 bis 36 Zähnen bieten einen brauchbaren Bereich für Stadtverkehr, längere Touren und Anstiege. Im höchsten Gang kann ich auch bei höherem Tempo noch sinnvoll mittreten.
Die Gangwechsel erfolgen während des Tretens sauberer als unter hoher Last. Das Handbuch empfiehlt, nicht mehrere Gänge in sehr kurzer Folge zu wechseln, damit die Kette nicht abspringt. Bei der ersten Einstellung tritt ein leichtes Kettenspringen auf. Nach dem Nachjustieren des Schaltwerks verschwindet dieses Verhalten, und die Schaltung arbeitet im weiteren Test unauffällig.
Beleuchtung, Blinker und Alltag
Der integrierte LED-Scheinwerfer leuchtet den Weg im Alltag ausreichend aus. Hinten sitzt ein großes rotes Rücklicht. Die zusätzlichen Blinker beziehungsweise Fahrtrichtungsanzeigen erhöhen die Sichtbarkeit beim Abbiegen. Im Bereich der Hinterbaustreben sind seitliche Leuchten beziehungsweise Blinker sichtbar, wodurch das Fahrrad auch von der Seite besser wahrgenommen wird.
Der tiefe Einstieg erleichtert das Aufsteigen deutlich. Zusammen mit dem verstellbaren Aluminium-Vorbau lässt sich eine entspannte Sitzposition einstellen. Der Hersteller empfiehlt das Fahrrad für Körpergrößen von etwa 160 bis 190 cm. Bei sehr langen Beinen kann die serienmäßige Sattelstütze an ihre Grenze kommen, während der Bereich bis etwa 190 cm im Test gut nutzbar bleibt.
Gepäckträger, Schutzbleche und Seitenständer machen das KETT-8 ohne weitere Nachrüstung für Alltag und Touren bereit. Der Gepäckträger nimmt bis zu 25 kg auf. Vor jeder Fahrt prüfe ich Reifendruck, Bremsen, Beleuchtung, Schrauben, Speichen, Kette und den festen Sitz der Laufräder. Für die Reinigung empfiehlt das Handbuch ein feuchtes Tuch. Hochdruckreiniger und direktes Abspritzen mit dem Wasserschlauch sind nicht vorgesehen.
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Persönlicher Eindruck
Mein stärkster Eindruck entsteht durch das ruhige und komfortable Fahrverhalten. Das KETT-8 fährt sich nicht nervös, bleibt auf Schotter stabil und filtert Kopfsteinpflaster spürbar ab. Die Kombination aus 120 mm Federweg vorn, 105 mm hinten und den 3-Zoll-Reifen macht sich nicht nur auf schlechten Wegen bemerkbar, sondern auch bei alltäglichen Querfugen und abgesenkten Bordsteinen.
Besonders gelungen finde ich das Ansprechverhalten des Motors. Der Antrieb schiebt nicht einfach zeitverzögert an, sondern reagiert direkt auf meine Pedalkraft. Dadurch fühlt sich das Fahren trotz des hohen Gewichts kontrolliert und natürlich an. Ein weiterer Pluspunkt ist die umfangreiche Serienausstattung, denn Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Blinker sind bereits integriert.
„Die Federung verändert den Komfort auf Kopfsteinpflaster deutlich. Ich bleibe dabei sicher im Sattel, ohne dass das Fahrrad weich oder schwammig wirkt.“
„Der Motor setzt so direkt ein, dass ich mich beim Anfahren schnell an die kräftige Unterstützung gewöhne.“
Als kleinen Nebenpunkt empfinde ich das Gewicht beim Rangieren und Anheben als deutlich spürbar. Während der Fahrt ist es kaum störend, weil es zur stabilen Straßenlage beiträgt. Wer das Fahrrad jedoch regelmäßig über mehrere Stockwerke tragen oder oft auf einen Fahrradträger heben muss, sollte die rund 35 kg bei der Planung berücksichtigen.
Externe Erfahrungszusammenfassung
Die verfügbaren externen Erfahrungen fallen überwiegend positiv aus. Nutzerinnen und Nutzer heben besonders die kräftige Unterstützung, den bequemen Sattel, die Vollfederung, den tiefen Einstieg, die stabile Straßenlage und die hohe Reichweite hervor. Auch Gepäckträger, Schutzbleche, Blinker und das gut ablesbare Display werden in den Erfahrungsberichten regelmäßig als alltagstauglich beschrieben.
Ein externer Erfahrungsbericht nennt 130 km Reichweite unter realen Bedingungen mit überwiegender Nutzung der Stufen 2 und 3. Zusätzlich werden ein sehr direktes Ansprechverhalten des Motors und ein hoher Komfort auf Kopfsteinpflaster sowie Feldwegen beschrieben. Die unabhängigen Erfahrungen bestätigen damit die im Test festgestellten Stärken bei Federung, Reichweite und Fahrstabilität.
Als kleinere Einschränkungen nennen externe Erfahrungen vor allem das hohe Gewicht, die nicht immer präzise Akkuanzeige und die etwas ungünstige Position der Plus-/Minus-Tasten. Auch der begrenzte Grip in tiefem Schlamm wird erwähnt. Insgesamt überwiegen in den Erfahrungsberichten jedoch klar die positiven Eindrücke zur Tourentauglichkeit, zur Bremsleistung und zum kräftigen Nabenmotor. Eine Händlerseite weist ungefähr 4,7 von 5 Punkten aus 37 Bewertungen aus.
Alternativprodukte
Für die Einordnung des LANKELEISI KETT-8 sind drei Produkte aus demselben Einsatzbereich interessant. Sie unterscheiden sich vor allem bei Motorposition, Reifenbreite, Federung, Akku und Belastbarkeit.
Himiway D5 (Zebra) Step-Thru
Das Himiway D5 kostet ungefähr 2.499 Euro und bietet ebenfalls einen 250-W-Hinterradmotor, 86 Nm, einen 48-V-/20-Ah-Akku, Drehmomentsensor und Tiefeinstieg. Der Nachteil liegt in der einfacheren Federung: Es besitzt eine Federgabel mit etwa 95 mm Federweg, aber keine vergleichbare Hinterradfederung. Der Vorteil des KETT-8 liegt damit in seiner echten Vollfederung mit 120 mm vorn und 105 mm hinten sowie in der offiziell höheren Reichweitenangabe.
ENGWE L20 3.0 Pro
Das ENGWE L20 3.0 Pro kostet ungefähr 1.699 Euro und setzt auf einen 250-W-Mittelmotor mit 100 Nm, einen 720-Wh-Samsung-Akku und Vollfederung. Es lädt dank 8-A-Schnellladesystem deutlich zügiger und besitzt eine Traglast von 150 kg. Der Nachteil gegenüber dem KETT-8 ist der kleinere Akku und die geringere maximale Belastbarkeit. Das KETT-8 bietet 960 Wh, bis zu 180 kg Gesamtbelastung und größere 26-Zoll-Räder.
Cyrusher Kommoda Pro
Das Cyrusher Kommoda Pro kostet ungefähr 1.599 Euro und kombiniert 250 W, 85 Nm, Drehmomentsensor und einen 52-V-/20-Ah-Akku. Die Nachteile liegen im höheren Gewicht von etwa 39 kg und in der geringeren Zuladung von 150 kg. Das KETT-8 ist rund 4 kg leichter, trägt 30 kg mehr und nutzt 26 × 3,0-Zoll-Reifen. Dadurch bleibt es etwas beweglicher und vielseitiger auf Asphalt und befestigten Wegen.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum LANKELEISI KETT-8 im Test
Wie weit kommt das LANKELEISI KETT-8 im Alltag?
Das LANKELEISI KETT-8 erreicht laut Hersteller bis zu 150 km mit Pedalunterstützung. Für PAS 2 werden 130 km und für PAS 3 etwa 100 km angegeben. Ein unabhängiger Test kommt ebenfalls auf 130 km bei überwiegender Nutzung der Stufen 2 und 3. Fahrergewicht, Wind, Temperatur, Steigungen, Reifendruck und Gepäck beeinflussen die Reichweite. Der 960-Wh-Akku bietet im Alltag dennoch eine große Reserve für lange Touren.
Ist das LANKELEISI KETT-8 in Deutschland als Pedelec nutzbar?
Das LANKELEISI KETT-8 unterstützt im vorgesehenen Pedelec-Betrieb bis 25 km/h und besitzt einen nominellen 250-W-Motor. Die vom Hersteller genannte Spitzenleistung von bis zu 1.130 W beschreibt keine Nenndauerleistung. Ein technisch möglicher Geschwindigkeitsmodus bis 48 km/h gehört nicht zum normalen öffentlichen Pedelec-Betrieb. Für den Straßenverkehr sollten ausschließlich die vorgesehenen, gesetzeskonformen Einstellungen und Funktionen verwendet werden.
Für welche Körpergröße eignet sich das KETT-8?
Die deutsche Herstellerseite empfiehlt das LANKELEISI KETT-8 für eine Körpergröße von etwa 160 bis 190 cm. Der Sattel ist höhenverstellbar, zusätzlich lässt sich der Aluminium-Vorbau anpassen. Personen am oberen Rand des Größenbereichs sollten auf eine passende Beinstreckung achten. Bei sehr langen Beinen kann eine längere Sattelstütze sinnvoll sein. Der tiefe Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen unabhängig von der Körpergröße.
Wie schwer ist das LANKELEISI KETT-8?
Das Fahrrad wiegt ungefähr 35 kg. Eine weitere Produktfassung nennt 35,4 kg. Der herausnehmbare Akku bringt etwa 5 kg auf die Waage, sodass das Fahrrad ohne Akku grob 30 kg wiegt. Beim Fahren unterstützt das Gewicht die stabile Straßenlage. Für Treppen, häufiges Verladen und Fahrradträger muss die hohe Einzelradlast jedoch eingeplant und geprüft werden.
Kann der Akku separat geladen werden?
Ja, der Akku des LANKELEISI KETT-8 ist herausnehmbar und kann außerhalb des Fahrrads geladen werden. Dazu wird er mit dem Schlüssel entriegelt und aus dem Unterrohr gezogen. Alternativ bleibt er zum Laden im Fahrrad. Die Ladezeit beträgt ungefähr 6 bis 7 Stunden. Eine rote LED zeigt den Ladevorgang, eine grüne LED den vollständig geladenen Akku an.
Wie groß ist der Akku des KETT-8?
Das LANKELEISI KETT-8 besitzt einen 48-V-/20-Ah-Lithium-Ionen-Akku mit rechnerisch 960 Wh. Der Hersteller nennt Samsung-21700-Zellen. Der Akku sitzt vollständig im Unterrohr und bleibt dadurch optisch integriert. Gleichzeitig lässt er sich zur Ladung herausnehmen und abschließen. Für lange Pendelstrecken und ausgedehnte Touren bietet diese Kapazität eine deutlich spürbare Reichweitenreserve.
Welche Federung besitzt das LANKELEISI KETT-8?
Vorn arbeitet eine arretierbare Federgabel mit 120 mm Federweg. Hinten verfügt das KETT-8 über 105 mm Federweg und ein DNM-Luftfederbein. Druck und Dämpfung lassen sich einstellen, außerdem ist eine Lockout-Funktion vorhanden. Im Fahrbetrieb reduziert die Vollfederung harte Schläge auf Kopfsteinpflaster, Feldwegen und schlechtem Asphalt. Damit eignet sich das Fahrwerk besonders für komfortorientierte Touren.
Welche Reifen sind am KETT-8 montiert?
Das Fahrrad rollt auf KENDA-Reifen der Größe 26 × 3,0 Zoll. Diese Reifen sind breiter als typische Trekking- oder viele Mountainbike-Reifen, bleiben aber schmaler als klassische 4-Zoll-Fatbike-Reifen. Im Alltag vermitteln sie guten Komfort und stabile Führung auf Asphalt, Schotter und trockenen Waldwegen. Bei tiefem Schlamm nimmt die Traktion ab, während die Reifen auf befestigten Untergründen überzeugend funktionieren.
Welche Bremsen verwendet das LANKELEISI KETT-8?
Das KETT-8 besitzt hydraulische ZOOM-Vierkolben-Scheibenbremsen. Beide Bremshebel verfügen über eine Motorabschaltung, sodass die elektrische Unterstützung beim Bremsen automatisch endet. In einem unabhängigen Bremstest kam das Fahrrad aus 25 km/h mit beiden Bremsen in ungefähr 2 Sekunden zum Stillstand. Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg. Bremsbeläge und Bremsscheiben sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Wie viele Gänge hat das KETT-8?
Das LANKELEISI KETT-8 verfügt über eine Shimano-8-Gang-Kettenschaltung mit Shimano-M310-Schaltwerk. Das vordere Kettenblatt besitzt 48 Zähne. Eine externe Messung nennt eine Kassette mit 11 bis 36 Zähnen. Dadurch bietet das Fahrrad einen langen höchsten Gang für zügiges Mittreten und ausreichend Reserven für Anstiege. Gangwechsel sollten während des Tretens und nicht in mehreren schnellen Sprüngen erfolgen.
Wie funktioniert die Unterstützung des Motors?
Das KETT-8 kombiniert einen Drehmomentsensor mit einem Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor. Der Drehmomentsensor reagiert stärker auf die Kraft, die ich in die Pedale einbringe, und erzeugt dadurch ein direktes Fahrgefühl. Zusätzlich kann die Sensorcharakteristik über die Bedienlogik angepasst werden. Fünf PAS-Stufen stehen zur Verfügung. Die elektrische Unterstützung wird beim Pedalieren aktiviert und endet bei der vorgesehenen Geschwindigkeit.
Wie hoch ist die maximale Belastung des LANKELEISI KETT-8?
Die maximale Gesamtbelastung beträgt 180 kg. Dieser Wert umfasst Fahrer oder Fahrerin, Kleidung, Zubehör und Gepäck. Der serienmäßige Gepäckträger darf mit bis zu 25 kg belastet werden. Bei hoher Beladung sollten Reifendruck und Dämpferabstimmung angepasst werden. Zusätzlich verlängert sich der Bremsweg mit zunehmendem Gewicht, weshalb gleichmäßiges Bremsen mit beiden Bremsen wichtig ist.
Hat das KETT-8 eine Beleuchtung?
Ja, das LANKELEISI KETT-8 besitzt einen integrierten LED-Scheinwerfer, ein großes rotes Rücklicht und Blinker beziehungsweise Fahrtrichtungsanzeigen. Zusätzliche seitliche Leuchten im Bereich der Hinterbaustreben verbessern die Sichtbarkeit von der Seite. Die Beleuchtung ist fest am Fahrrad integriert und gehört zur umfangreichen Alltagseinrichtung. Vor jeder Fahrt sollten Licht, Rücklicht und Blinker auf ihre Funktion geprüft werden.
Wie lange dauert das Laden des Akkus?
Eine vollständige Ladung dauert ungefähr 6 bis 7 Stunden. Das Ladegerät arbeitet mit 48 V und 3 A. Beim Laden wird zuerst der Akku mit dem Ladegerät verbunden und anschließend der Netzstecker eingesteckt. Die rote Lade-LED zeigt den aktiven Ladevorgang, die grüne LED den Abschluss an. Akku und Ladegerät sollten währenddessen frei stehen und ausreichend belüftet werden.
Welche Wartung benötigt das KETT-8?
Zur regelmäßigen Wartung gehören die Kontrolle von Reifendruck, Reifenverschleiß, Bremsbelägen, Bremsscheiben, Speichen, Laufrädern, Schrauben, Kette und Schaltung. Die Kette sollte mit geeignetem Fahrrad-Kettenschmiermittel gepflegt werden. Das Fahrrad wird mit einem feuchten Tuch gereinigt. Hochdruckreiniger und direktes Abspritzen mit einem Wasserschlauch sind zu vermeiden. Motor, Akku und Controller sollten nicht selbst geöffnet werden.
Welche Sicherheitsfunktion besitzt das KETT-8 beim Bremsen?
Die Bremshebel des LANKELEISI KETT-8 besitzen einen Sicherheitsschalter, der die Motorunterstützung beim Bremsen automatisch abschaltet. Dadurch endet der Antrieb unmittelbar, sobald ein Bremshebel betätigt wird. Bei stärkerem Abbremsen empfiehlt das Handbuch, Vorder- und Hinterradbremse gleichmäßig einzusetzen. Bei Nässe sollte früher und weniger abrupt gebremst werden, weil sich der Bremsweg verlängert.
Was zeigt das Farbdisplay an?
Das 4-Zoll-Farb-LCD zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe, Tageskilometer, Gesamtkilometer, Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit an. Zusätzlich erscheinen Informationen zu Licht, Blinkern, Fahrmodus und Fehlercodes. Das Display besitzt laut Hersteller IP64-Schutz. Über das Einstellmenü lassen sich unter anderem Einheit, Startverhalten, PAS-Konfiguration und weitere Systemparameter aufrufen.
Welche Fehlercodes können angezeigt werden?
Das Display kann verschiedene Fehlercodes automatisch anzeigen. Dokumentiert sind unter anderem 001 für einen Controller-Fehler, 002 für einen Schaltkreis- oder Kommunikationsfehler, 003 für einen Hallsensor-Fehler, 004 für einen Drehgriff-Ausfall, 005 für einen Bremshebel-Fehler und 006 für einen Motorphasenausfall. Bei einer Fehlermeldung sollten zuerst die elektrischen Steckverbindungen geprüft und anschließend gegebenenfalls Händler oder Kundendienst kontaktiert werden.
Wie wird der Akku bei längerer Lagerung gepflegt?
Bei längerer Nichtbenutzung sollte der Akku nicht vollständig entladen gelagert werden. Das Handbuch empfiehlt, ihn vollständig zu laden und anschließend ungefähr einmal pro Monat nachzuladen. Der Akku soll kühl, trocken und vor übermäßiger Hitze, Wasser sowie mechanischer Beschädigung geschützt bleiben. Akku und Ladegerät dürfen nicht abgedeckt werden. Beschädigte Kabel, Gehäuse oder Anschlüsse sollten nicht weiterverwendet werden.
Ist das KETT-8 für lange Touren geeignet?
Das LANKELEISI KETT-8 eignet sich besonders für lange Touren, weil es einen 960-Wh-Akku, eine komfortable Vollfederung, 26-Zoll-Räder, einen Gepäckträger und eine kräftige Motorunterstützung kombiniert. Die 8-Gang-Schaltung ermöglicht aktives Mittreten, während Schutzbleche und Beleuchtung den Alltagseinsatz erleichtern. Das hohe Gewicht sollte bei Transport und Lagerung berücksichtigt werden. Während der Fahrt unterstützt es jedoch die stabile und ruhige Straßenlage.
Vorstellung der Marke LANKELEISI
LANKELEISI beschreibt sich als international ausgerichteter E-Bike-Hersteller. Das Unternehmen nennt 2011 als Gründungsjahr und konzentriert sich auf Entwicklung, Fertigung und weltweite Vermarktung von Fahrrädern, E-Bikes und Zubehör. Nach eigenen Angaben ist die Marke in mehr als 30 Ländern beziehungsweise Regionen vertreten.
Das Sortiment umfasst urbane E-Bikes, Tiefeinsteiger, Fatbikes, vollgefederte SUV-E-Bikes, Falt-E-Bikes, leistungsorientierte Offroad-Modelle, Dual-Motor-Fahrräder sowie Zubehör und Ersatzteile. Typische Merkmale der Marke sind große Akkus, breite Reifen, Aluminiumrahmen und kräftige Nabenmotoren. Beim KETT-8 verbindet LANKELEISI diese robuste Ausrichtung mit einem Tiefeinstieg, einer komfortorientierten Vollfederung und einer auf 25 km/h begrenzten regulären Unterstützung.
Die Unternehmensphilosophie stellt praktische Mobilität, technische Unterstützung und weltweiten Service in den Mittelpunkt. Die deutsche Unternehmensseite verweist auf Kundendienst, regionale Service-Strukturen und professionelle Techniker. Für Garantieanfragen wird ein ticketbasiertes Verfahren genutzt, bei dem Bestellnummern sowie gegebenenfalls Fotos und Videos eingereicht werden. Eine Antwort soll üblicherweise innerhalb von 48 Stunden erfolgen.
LANKELEISI bewirbt das Fahrrad mit drei Jahren Garantie. Die detaillierten Garantiebedingungen unterscheiden jedoch nach Bauteil. Für den Rahmen werden drei Jahre genannt, während für Akku, Motor und weitere Komponenten jeweils eigene Fristen gelten können. Normale Verschleißteile wie Kette, Reifen, Schläuche, Bremsbeläge und Bremsscheiben sind von der Garantie ausgenommen. Maßgeblich sind die zum Kaufzeitpunkt geltenden Garantiebedingungen.
Fazit
Das LANKELEISI KETT-8 überzeugt im einwöchigen Test vor allem durch seine gelungene Kombination aus 960-Wh-Akku, direktem 85-Nm-Antrieb, echter Vollfederung, hydraulischen Vierkolbenbremsen und tiefem Einstieg. Die 120-mm-Federgabel und das 105-mm-Luftfederbein erhöhen den Komfort auf schlechten Straßen, während die 26 × 3,0-Zoll-Reifen für Stabilität auf Asphalt, Schotter und befestigten Waldwegen sorgen.
Besonders gut eignet sich das KETT-8 für Fahrerinnen und Fahrer zwischen etwa 160 und 190 cm, die lange Strecken, Pendelwege und komfortorientierte Touren fahren möchten. Auch Personen mit höherem Körpergewicht profitieren von der maximalen Gesamtbelastung von 180 kg, dem kräftigen Antrieb und der stabilen Bremsanlage. Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Blinker machen das Fahrrad direkt alltagstauglich.
Meine klare Kaufempfehlung gilt daher allen, die ein reichweitenstarkes, komfortables und umfangreich ausgestattetes E-Bike suchen und das Gewicht von rund 35 kg bei Lagerung und Transport einplanen können. Für lange Touren ohne häufiges Tragen bietet das LANKELEISI KETT-8 ein überzeugendes Gesamtpaket.


















