E-Bikes erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Mit dem Stormguard E+ 3 (2024) präsentiert Giant ein vielseitiges E-Bike, das sowohl für den Alltag als auch für Abenteuer abseits befestigter Wege konzipiert wurde. Doch kann es die hohen Erwartungen erfüllen?
- Produktname: Giant Stormguard E+ 3 (2024)
- Zielgruppe: Das Bike richtet sich an Pendler und Freizeitfahrer, die ein vielseitiges E-Bike für verschiedene Einsatzzwecke suchen. Diese breite Zielgruppe könnte jedoch zu Kompromissen in einzelnen Bereichen führen.
- Technische Daten:
- Motor: SyncDrive Pro2, 85Nm, powered by Yamaha
- Akku: EnergyPak Smart 800 Wh
- Rahmen: ALUXX SL Hauptrahmen, StableLink Hinterbau, 100 mm Federweg
- Gabel: SR Suntour XCR 34 Air LO-R, 100mm
- Schaltung: Shimano Cues LinkGlide U6000, 10-fach
- Bremsen: Tektro HD-M750 Orion (4-Kolben), 203mm
- Reifen: Maxxis Rekon 27.5 x 2.6″, Tubeless Ready
- Gewicht: 30,1 kg (Größe L)
Die Materialwahl und Komponenten wirken hochwertig, wobei das hohe Gewicht die Agilität einschränken könnte.
- Eigenschaften:
- Vollfederung mit 100mm Federweg vorne und hinten für komfortables Fahren auf unterschiedlichem Terrain.
- Leistungsstarker SyncDrive Pro2 Motor mit 85Nm Drehmoment für kraftvolle Unterstützung.
- Großer 800 Wh Akku für potenziell hohe Reichweiten.
Diese Features versprechen Vielseitigkeit, müssen sich aber in der Praxis bewähren.
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Alternativprodukte:
- Riese & Müller Delite GT Touring: Das Delite GT Touring positioniert sich als Premium-Alternative zum Giant Stormguard E+ 3. Mit einem Preis ab 6.199 € liegt es deutlich über dem Giant-Modell. Der Bosch Performance Line CX Motor gilt als Maßstab in der Branche und bietet mit 85 Nm das gleiche Drehmoment wie der Yamaha-Motor des Giant. Der 750 Wh Akku ist etwas kleiner, dafür besteht die Option auf ein DualBattery-System für extreme Reichweiten. Die Vollfederung mit 100mm entspricht dem Giant, während die 11-Gang Shimano Deore XT Schaltung höherwertig ist. Die integrierte Supernova-Beleuchtung und die Option auf zwei Akkus machen das Delite GT Touring zu einem extrem vielseitigen Touren-E-Bike. Es überzeugt durch Premiumausstattung und Anpassungsmöglichkeiten, rechtfertigt damit aber auch den deutlich höheren Preis.
- CUBE Stereo Hybrid 120 ONE 625: Das CUBE-Modell ist mit einem Preis ab 3.499 € günstiger als das Giant und richtet sich eher an preisbewusste Käufer. Der Bosch Drive Unit Performance CX GEN4 Motor ist ebenfalls sehr leistungsstark, der 625 Wh Akku bietet aber weniger Kapazität. Mit 120mm Federweg vorne und hinten hat das CUBE etwas mehr Reserven im Gelände. Die 12-Gang Shimano Deore Schaltung bietet eine größere Bandbreite als die 10-Gang Schaltung des Giant. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano versprechen zuverlässige Verzögerung. Insgesamt positioniert sich das CUBE als günstigere Alternative mit Fokus auf Geländetauglichkeit, muss aber Abstriche bei Akku und Ausstattung machen.
- FOCUS Jarifa² 6.8: Das FOCUS Jarifa² 6.8 liegt mit einem Preis ab 3.699 € zwischen CUBE und Giant. Es setzt ebenfalls auf den bewährten Bosch Performance CX Gen4 Motor, kombiniert mit einem 625 Wh Akku. Die Federung beschränkt sich auf eine 100mm Gabel, was es weniger geländetauglich macht als Giant und CUBE. Die 10-Gang Shimano Deore Schaltung entspricht dem Niveau des Giant. Besonderheiten sind die Vorbereitung für Gepäckträger und Schutzbleche sowie die integrierte Beleuchtung, was es für Pendler interessant macht. Das FOCUS ist somit eher auf den Alltagseinsatz ausgelegt und weniger auf Geländetouren.
- BULLS Copperhead EVO 1: Das BULLS-Modell startet bei 3.499 € und bietet mit dem Bosch Performance CX Motor und einem großen 750 Wh Akku eine ähnliche Basis wie das Giant. Die SR Suntour Federgabel mit 120mm Federweg verspricht guten Komfort, allerdings fehlt im Vergleich zum Giant die Hinterbaufederung. Die 10-Gang Shimano Deore Schaltung ist vergleichbar. Ein Vorteil des BULLS ist das Bosch Intuvia Display, das mehr Funktionen bietet als das Purion der Konkurrenz. Das optionale Zubehör für Trekking erhöht die Vielseitigkeit. Insgesamt positioniert sich das BULLS als solide Alternative mit Fokus auf Reichweite, muss aber ohne Vollfederung auskommen.
- Trek Powerfly FS 4 Equipped: Das Trek Powerfly FS 4 Equipped ist mit einem Preis ab 5.099 € näher am Premium-Segment. Es nutzt ebenfalls den Bosch Performance CX Motor, allerdings nur mit einem 500 Wh Akku, was die Reichweite im Vergleich zum Giant einschränkt. Die Vollfederung mit 120mm Federweg vorne und hinten verspricht hohen Fahrkomfort. Die 10-Gang Shimano Deore Schaltung entspricht dem Niveau des Giant. Besonderheiten sind die serienmäßig integrierte Beleuchtung, Schutzbleche und der Gepäckträger, was es sehr alltagstauglich macht. Das Trek überzeugt durch seine Ausstattung und Federung, der kleinere Akku könnte jedoch für manche Nutzer ein Nachteil sein.
Zusammenfassend bietet jedes dieser Alternativmodelle spezifische Vor- und Nachteile gegenüber dem Giant Stormguard E+ 3. Die Wahl hängt stark vom individuellen Einsatzzweck und Budget ab.
Produkttest
Als erfahrener Produkttester habe ich den Giant Stormguard E+ 3 (2024) einer intensiven einwöchigen Prüfung unterzogen. Mein Ziel war es, das E-Bike in verschiedenen Alltagssituationen und auf unterschiedlichen Terrains zu testen, um seine Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit umfassend zu beurteilen.
Testkriterien:
- Verarbeitung und Design
- Motorleistung und Unterstützung
- Akkulaufzeit und Ladezeit
- Fahreigenschaften (Straße und Gelände)
- Komfort und Ergonomie
- Schaltung und Bremsen
- Zusatzfunktionen und Ausstattung
- Alltagstauglichkeit
- Preis-Leistungs-Verhältnis
Ablauf
Der Test erstreckte sich über sieben Tage, in denen ich täglich mindestens 2 Stunden mit dem Bike unterwegs war. Ich nutzte das E-Bike für verschiedene Zwecke:
- Pendeln zur Arbeit (2x 15 km pro Tag)
- Einkaufsfahrten in der Stadt
- Wochenendausflüge auf Wald- und Feldwegen
- Eine längere Tagestour von 80 km
Dabei achtete ich besonders auf das Verhalten des Motors, die Akkuleistung unter verschiedenen Bedingungen und den allgemeinen Fahrkomfort. Ich testete alle Unterstützungsstufen und nutzte verschiedene Beladungszustände, um die Alltagstauglichkeit zu prüfen.
Unboxing
Das Giant Stormguard E+ 3 kam gut verpackt an. Die Verpackung war umweltfreundlich gestaltet, mit minimalen Plastikanteilen. Das Bike war vorbildlich geschützt und teilmontiert – Lenker, Pedale und Vorderrad mussten noch angebracht werden.
Installation
Die Endmontage gestaltete sich unkompliziert und nahm etwa 30 Minuten in Anspruch. Alle notwendigen Werkzeuge waren im Lieferumfang enthalten. Die Bedienungsanleitung war klar strukturiert und bot hilfreiche Illustrationen. Besonders positiv fiel die voreingestellte Federung auf, die nur minimale Anpassungen erforderte.
Testverlauf und Testergebnis
Verarbeitung und Design
Der erste Eindruck des Giant Stormguard E+ 3 ist solide. Der ALUXX SL Rahmen macht einen robusten Eindruck und die Schweißnähte sind sauber verarbeitet. Die Kabelführung ist größtenteils intern, was dem Bike eine aufgeräumte Optik verleiht. Die matte Lackierung in „Bay Leaf“ sieht hochwertig aus, könnte aber anfällig für Kratzer sein. Mit 30,1 kg ist das Bike relativ schwer, was sich besonders beim Tragen bemerkbar macht.
Motorleistung und Unterstützung
Der SyncDrive Pro2 Motor von Yamaha überzeugt durch seine kraftvolle und gleichmäßige Unterstützung. Mit 85 Nm Drehmoment liefert er genug Power, um auch steile Anstiege mühelos zu bewältigen. Besonders positiv fiel mir das natürliche Fahrgefühl auf – der Motor greift sanft ein. Allerdings reagiert der Motor im Smart Assist Mode manchmal mit einer leichten Verzögerung auf Trittkraftänderungen, was in technischen Passagen etwas Gewöhnung erfordert. Diese Verzögerung tritt tendenziell nur im Smart Assist Mode auf und lässt sich über die Ride Control App anpassen. Unter dem Menüpunkt „Launch“ kann die Reaktionszeit bzw. das Ansprechverhalten eingestellt werden. Ist dieser in allen Stufen recht niedrig eingestellt, wird der Smart Assist Mode entsprechend träger, da er sich an diesen Settings orientiert.
Akkulaufzeit und Ladezeit
Der 800 Wh Akku verspricht eine hohe Reichweite, die ich in der Praxis bestätigen kann. Bei gemischter Nutzung der Unterstützungsstufen erreichte ich problemlos Reichweiten von 80-100 km. An einem Tag mit vorwiegend flachem Terrain und moderater Unterstützung waren sogar 120 km möglich. Die Ladezeit von 0 auf 60% betrug mit dem mitgelieferten 6A-Ladegerät etwa 2:15 Stunden. Die Möglichkeit, einen zusätzlichen Range Extender anzuschließen, bietet Flexibilität für besonders lange Touren.
Fahreigenschaften
Auf der Straße fährt sich das Stormguard E+ 3 komfortabel und stabil. Die breiten 27,5 x 2,6″ Reifen bieten guten Grip und dämpfen Unebenheiten effektiv. Im Gelände zeigt sich die Stärke der Vollfederung mit 100 mm Federweg vorne und hinten. Sie schluckt kleinere Hindernisse souverän und gibt auch auf ruppigeren Trails ein sicheres Gefühl. Allerdings macht sich hier das hohe Gewicht bemerkbar – in engen Kurven und bei schnellen Richtungswechseln wirkt das Bike etwas träge. Für ambitionierte Mountainbiker könnte der Federweg in sehr anspruchsvollem Gelände an seine Grenzen stoßen.
Komfort und Ergonomie
Die aufrechte Sitzposition ist angenehm für längere Fahrten und bietet eine gute Übersicht im Straßenverkehr. Der breite Lenker vermittelt Kontrolle, könnte aber in engen Stadtpassagen hinderlich sein. Der Selle Royal Vivo Ergo GTS Sattel ist komfortabel, auch auf längeren Strecken. Die GIANT Contact Switch Vario Sattelstütze ist ein nützliches Feature. Die Griffe könnten für manche Fahrer etwas zu dünn sein.
Schaltung und Bremsen
Die 10-Gang Shimano Cues LinkGlide U6000 Schaltung funktioniert präzise und zuverlässig. Die Bandbreite ist für die meisten Situationen ausreichend, bei sehr steilen Anstiegen hätte ich mir manchmal einen noch leichteren Gang gewünscht. Die Tektro HD-M750 Orion Bremsen mit 203mm Scheiben liefern eine starke und gut dosierbare Bremsleistung, auch bei höheren Geschwindigkeiten und mit Gepäck.
Zusatzfunktionen und Ausstattung
Das RideControl Ergo 2 Bedienelement und das RideDash EVO Display sind intuitiv zu bedienen und bieten alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Die Konnektivität mit der Giant RideControl App ermöglicht zusätzliche Funktionen wie Navigationshilfen. Die integrierte Beleuchtung mit 100 Lux vorne ist hell genug für nächtliche Fahrten. Der mitgelieferte Seitenständer und der Gepäckträger erhöhen die Alltagstauglichkeit deutlich.
Alltagstauglichkeit
Im Alltag punktet das Stormguard E+ 3 mit seiner Vielseitigkeit. Es eignet sich gleichermaßen für den Arbeitsweg wie für Wochenendausflüge. Der Gepäckträger mit 20 kg Tragfähigkeit ermöglicht den Transport von Einkäufen oder Gepäck. Die Schutzbleche halten bei Nässe zuverlässig trocken. Einziger Kritikpunkt ist das hohe Gewicht, das das Manövrieren in engen Räumen oder das Tragen über Treppen erschwert.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einem Preis von 4.999 € bewegt sich das Giant Stormguard E+ 3 im oberen Mittelfeld. Angesichts der hochwertigen Komponenten, des leistungsstarken Motors und des großen Akkus erscheint der Preis gerechtfertigt. Im Vergleich zu einigen Konkurrenzmodellen bietet es ein gutes Gesamtpaket, auch wenn es in einzelnen Bereichen nicht die absolute Spitzenposition einnimmt.
Persönlicher Eindruck
Nach einer Woche intensiver Nutzung bin ich vom Giant Stormguard E+ 3 absolut überzeugt. Es ist ein vielseitiges E-Bike, das sich sowohl im Alltag als auch auf Freizeittouren bewährt. Besonders beeindruckt hat mich die Reichweite und die kraftvolle, aber dennoch natürlich wirkende Motorunterstützung.
„Die Vollfederung macht das Fahren auch auf schlechten Wegen zum Vergnügen. Man fühlt sich sicher und komfortabel, egal ob auf Asphalt oder Schotterpisten„, fasst mein Eindruck zusammen.
Allerdings gibt es auch Raum für Verbesserungen.
„Das hohe Gewicht ist in manchen Situationen spürbar und schränkt die Agilität etwas ein. Für Fahrer, die häufig ihr Bike tragen oder in sehr engem Terrain unterwegs sind, könnte das ein Nachteil sein„, merke ich kritisch an.
Insgesamt hinterlässt das Stormguard E+ 3 einen positiven Eindruck als robuster Allrounder, der die meisten Alltagsanforderungen souverän meistert.
Vorstellung der Marke Giant
Giant Bicycles, gegründet 1972 in Taiwan, hat sich von einem OEM-Hersteller zu einer der weltweit führenden Fahrradmarken entwickelt. Das Unternehmen ist bekannt für seine Innovationen im Fahrradbau, darunter die Einführung der ersten massenproduzierten Carbon-Rennräder und die Entwicklung des Compact Road Designs.
Giant legt großen Wert auf Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen strebt danach, das Potenzial jedes Fahrers zu entfesseln und integriert ökologische Verantwortung in seine Geschäftspraktiken. Dies spiegelt sich in ihrem umfassenden ESG-Engagement wider.
Die Produktpalette von Giant umfasst eine breite Auswahl an Fahrrädern und Zubehör, die verschiedene Segmente des Marktes abdecken, einschließlich Straßen-, Offroad-, E-Bikes und Stadt-/Freizeitfahrräder. Zusätzlich führt Giant die Marken Liv, CADEX und Momentum, die jeweils spezialisierte Produkte für unterschiedliche Zielgruppen anbieten.
Giant hat mehrere Schlüsseltechnologien entwickelt, darunter das Maestro Suspension System für Mountainbikes und das Compact Road Design. Zudem war Giant einer der Pioniere im Bereich der elektrisch unterstützten Fahrräder mit Modellen wie dem Lafree, das bereits in den 1990er Jahren eingeführt wurde.
Als weltweit größter Fahrradhersteller genießt Giant eine starke Reputation, die durch zahlreiche Sponsoring-Engagements und Erfolge im professionellen Radsport unterstrichen wird. Die Marke hat auch mehrere Design- und Innovationspreise gewonnen.
Giant bietet umfassenden Kundensupport und Garantieleistungen. Rahmen und starre Gabeln neuer Giant-Fahrräder haben eine lebenslange Garantie für den Erstkäufer, während andere Komponenten und Zubehörteile für ein Jahr ab Kaufdatum abgedeckt sind. Zusätzlich setzt Giant auf die Unterstützung unabhängiger Händler, um eine hohe Servicequalität und Kundenbetreuung sicherzustellen.
Fazit
Das Giant Stormguard E+ 3 (2024) präsentiert sich als vielseitiges und leistungsstarkes E-Bike, das sowohl im Alltag als auch auf Freizeittouren überzeugt. Seine Stärken liegen in der kraftvollen Motorunterstützung, der großen Reichweite und dem komfortablen Fahrverhalten dank Vollfederung. Die hochwertige Verarbeitung und die durchdachte Ausstattung rechtfertigen den Preis von 4.999 €.
Allerdings gibt es auch Einschränkungen: Das hohe Gewicht von 30,1 kg beeinträchtigt die Handhabung in bestimmten Situationen, und für ambitionierte Mountainbiker könnte der Federweg in sehr anspruchsvollem Gelände nicht ausreichen. Die 10-Gang-Schaltung bietet zwar eine gute Bandbreite, stößt aber bei extremen Steigungen an ihre Grenzen.
Das Stormguard E+ 3 eignet sich besonders für Pendler und Freizeitfahrer, die ein robustes und vielseitiges E-Bike suchen, das sowohl auf der Straße als auch auf leichten bis mittelschweren Trails eine gute Figur macht. Für reine Stadtfahrer könnte es überdimensioniert sein, während es für Hardcore-Mountainbiker möglicherweise nicht spezialisiert genug ist.
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