Ein kompakter Lautsprecher auf dem Schreibtisch muss nicht automatisch nach einem Kompromiss klingen. In meinem einwöchigen Erfahrungsbericht zur Edifier M60 prüfe ich deshalb, wie sich das aktive 2.0-Stereo-System im Alltag eines PC-Arbeitsplatzes schlägt. Im Mittelpunkt stehen Klang, Anschlussvielfalt, Bedienung, Platzbedarf und die Frage, ob die Kombination aus 66 Watt RMS, USB-C, Bluetooth 5.3 und angewinkelten Aluminiumständern einen echten praktischen Mehrwert bietet.
Ich teste die Edifier M60 in der schwarzen Ausführung. Das Modell ist technisch identisch auch in Weiß sowie in Eiche beziehungsweise Classic Oak erhältlich. Besonders angesprochen fühle ich mich als Nutzer, der Musik, Filme, Spiele und alltägliche Computerarbeit über ein einziges Lautsprechersystem abdecken möchte, ohne den Schreibtisch mit großen Gehäusen zu überladen. Die kompakte Bauform, der digitale USB-C-Eingang und die App-Unterstützung machen die Lautsprecher vor allem für Desktop-Arbeitsplätze, Notebooks und kleinere Räume interessant.
Edifier M60 jetzt ansehen und den kompakten Desktop-Sound entdecken
Edifier M60: Produktdetails und technische Daten
- Produktname: Edifier M60
- Produkttyp: Aktives 2.0-Stereo-Desktop-Lautsprechersystem
- Farbvarianten: Schwarz, Weiß und Eiche beziehungsweise Classic Oak
- Gesamtleistung: 66 Watt RMS
- Leistung pro Lautsprecher: 15 Watt RMS für den Hochtöner und 18 Watt RMS für den Mittel-/Tieftonbereich
- Treiber: Je Lautsprecher ein 3-Zoll-Langhub-Mittel-/Tieftöner mit Aluminiummembran und ein 1-Zoll-Seidenkalotten-Hochtöner
- Aufbau: Aktives 2-Wege-System mit DSP-gesteuerter Frequenzweiche
- Verstärker: Closed-Loop-Class-D-Verstärker von Texas Instruments
- Signalverarbeitung: Bis zu 24 Bit/96 kHz
- Frequenzbereich: 58 Hz bis 40 kHz laut Hersteller
- Signal-Rausch-Verhältnis: ≥85 dB(A)
- Zertifizierungen: Hi-Res Audio und Hi-Res Audio Wireless
- Bluetooth: Bluetooth 5.3 mit SBC und LDAC
- LDAC: Bis zu 990 kbit/s und bei geeigneten Geräten bis 24 Bit/96 kHz
- Anschlüsse: USB-C-Audio, 3,5-mm-AUX und Bluetooth
- Bedienung: Kapazitives Touch-Bedienfeld mit automatischer Hintergrundbeleuchtung
- App: Edifier ConneX für Eingangswahl, Wiedergabesteuerung, EQ, Beleuchtung und Firmware-Updates
- Abmessungen je Lautsprecher: 100 × 168 × 147 mm in der Reihenfolge Breite, Höhe und Tiefe
- Gesamtgewicht: 3,07 kg netto laut Edifier
- Gehäuse: Holzgehäuse mit rückwärtigen Bassreflexöffnungen
- Ständer: Zwei Aluminium-Lautsprecherständer mit 15°-Neigung
- Stromversorgung: 100–240 V, 50/60 Hz, 400 mA
- Bluetooth-Reichweite: Unter geeigneten Bedingungen bis ungefähr 10 Meter
Die technische Ausstattung ist für die kleine Gehäusebreite von jeweils nur 100 Millimetern umfangreich. Die Edifier M60 verbindet eine klassische Stereoaufteilung mit digitaler Signalverarbeitung, mehreren Eingangsarten und einer drahtlosen Übertragung mit LDAC. Für die praktische Nutzung bedeutet das, dass ich sowohl einen Computer per USB-C als auch ein Smartphone per Bluetooth anschließen kann, ohne zusätzliche Verstärkertechnik auf dem Tisch unterbringen zu müssen.
Besondere Eigenschaften der Edifier M60
- Kompaktes aktives 2-Wege-System: Die getrennten Hoch- und Mittel-/Tieftonbereiche sorgen für eine klar strukturierte Wiedergabe im Nahfeld.
- 66 Watt RMS: Für die kleinen Gehäuse steht eine beachtliche Leistungsreserve für Musik, Spiele und Filme bereit.
- DSP und aktive Frequenzweiche: Die digitale Signalverarbeitung koordiniert die beiden Wege und unterstützt eine kontrollierte Abstimmung.
- USB-C-Audio: Der direkte digitale Anschluss eignet sich besonders für Computer und Notebooks.
- Bluetooth 5.3 mit LDAC: Kompatible Geräte können Musik mit bis zu 990 kbit/s und bis zu 24 Bit/96 kHz übertragen.
- 15°-Aluminiumständer: Die Lautsprecher werden auf dem Schreibtisch leicht nach oben geneigt und dadurch besser auf die Ohren ausgerichtet.
- Touch-Bedienfeld: Die Beleuchtung aktiviert sich automatisch, wenn sich eine Hand nähert.
- Edifier-ConneX-App: EQ-Presets, individuelle Einstellungen, Firmware-Updates und Beleuchtungsoptionen lassen sich über die App verwalten.
Im Alltag unterscheiden sich die Edifier M60 vor allem durch die Verbindung aus geringer Stellfläche und vielseitiger Ausstattung. Der Vorteil der Ständer zeigt sich unmittelbar am Schreibtisch, weil die Hochtöner nicht einfach gerade nach vorne abstrahlen, sondern leicht nach oben weisen. Die rückwärtigen Bassreflexöffnungen verlangen dabei eine sinnvolle Aufstellung mit etwas Abstand zur Wand.
Edifier M60 in Schwarz bestellen und USB-C, Bluetooth sowie AUX nutzen
Produkttest der Edifier M60
Testkriterien
Ich bewerte die Edifier M60 in sieben Bereichen. Beim Unboxing achte ich auf die Präsentation, den Schutz der Lautsprecher und die Vollständigkeit des Zubehörs. Bei der Verarbeitung prüfe ich Gehäuse, Ständer, Kabelanschlüsse, Touchfeld und die allgemeine Materialanmutung, ohne Eigenschaften zu bewerten, die sich innerhalb einer Woche nicht seriös beurteilen lassen.
Weitere Kriterien sind die Inbetriebnahme, die Bluetooth-Kopplung, die USB-C-Wiedergabe, der AUX-Betrieb und die Bedienung über das Touchfeld. Für den Klang höre ich Musik mit unterschiedlichen Instrumentierungen, Sprachinhalte, Filmszenen und Spiele mit räumlichen Effekten. Zusätzlich achte ich auf Stereobühne, Sprachverständlichkeit, Basswirkung, Dynamik und mögliche störende Geräusche.
- Verpackung und Lieferumfang: Schutz, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit
- Verarbeitung: Gehäuse, Anschlüsse, Ständer, Kabel und Bedienelemente
- Installation: Verbindung der beiden Lautsprecher und Anschluss an die Audioquelle
- Funktionalität: USB-C, AUX, Bluetooth, LDAC, Touchfeld und App
- Klang: Klarheit, Stereoabbildung, Stimmen, Bass und Dynamik
- Alltagstauglichkeit: Platzbedarf, Lautstärkesteuerung und Quellenwechsel
- Sicherheit und Betrieb: stabiler Stand, Kabelanschlüsse und Verhalten im Dauerbetrieb
Ablauf des einwöchigen Tests
Ich teste die Lautsprecher sieben Tage lang an einem Schreibtisch im Nahfeld. Die Edifier M60 steht dabei links und rechts neben dem Monitor, zunächst auf den mitgelieferten Aluminiumständern. Diese Aufstellung entspricht dem vorgesehenen Einsatzzweck und erlaubt mir, die Wirkung der 15°-Neigung aus einer typischen Sitzposition heraus zu beurteilen.
Am ersten Tag konzentriere ich mich auf Lieferumfang, Aufbau und Anschlüsse. An den folgenden Tagen wechsle ich zwischen USB-C am Computer, Bluetooth mit einem kompatiblen Mobilgerät und dem analogen AUX-Eingang. Musik und Videos laufen über mehrere Stunden verteilt, dazu kommen Spiele und normale Schreibarbeit. Die Testdauer von sieben Tagen erlaubt eine realistische Einschätzung der täglichen Bedienung und des Klangcharakters, ersetzt aber keine Langzeitprüfung über mehrere Monate.
Meine Erwartungen sind klar: Das System soll auf kleinem Raum ein vollständiges Stereobild erzeugen, Stimmen verständlich wiedergeben und bei Musik ausreichend Grundton liefern. Gleichzeitig prüfe ich, ob die vielen Funktionen im Alltag tatsächlich leicht erreichbar bleiben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Verhältnis zwischen den Herstellerangaben und dem Eindruck, den die Lautsprecher bei normaler Zimmerlautstärke bis hin zu höheren Pegeln vermitteln.
Unboxing und Lieferumfang
Das Testgerät kommt in einem bedruckten rechteckigen Verkaufskarton aus Pappe. Im Inneren liegen der aktive und der passive Lautsprecher geschützt in der Verpackung. Die beiden schwarzen Gehäuse werden von silberfarbenen Aluminiumständern begleitet, wodurch bereits beim Auspacken ein klarer Kontrast entsteht.
Zum Lieferumfang gehören der aktive Lautsprecher, der passive Lautsprecher, zwei Aluminiumständer, ein Netzkabel und das Lautsprecher-Verbindungskabel. Für die Audioübertragung liegen ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, ein 3,5-mm-auf-3,5-mm-Audiokabel und ein 3,5-mm-auf-RCA-Audiokabel bei. Außerdem befinden sich eine Schnellstartanleitung und Sicherheitshinweise im Karton.
Die Zusammenstellung erweist sich im Test als praktisch, weil ich für die drei vorgesehenen Signalwege bereits die passenden Kabel zur Hand habe. Das USB-C-Kabel ist ausdrücklich für die Audioübertragung gedacht und nicht zum Laden. Die Lautsprecher machen beim Herausnehmen einen kompakten, ordentlich verarbeiteten Eindruck, während die Aluminiumständer ausreichend stabil wirken, um die Gehäuse sicher auf dem Schreibtisch zu tragen.
Installation und erste Nutzung
Die Inbetriebnahme verläuft unkompliziert. Ich verbinde den aktiven und den passiven Lautsprecher mit dem mitgelieferten Lautsprecherkabel und schließe anschließend das Netzkabel an. Danach setze ich beide Gehäuse auf die Aluminiumständer und richte sie symmetrisch zum Hörplatz aus.
Für den ersten Hörtest nutze ich USB-C am Computer. Der M60 wird als digitales Audiogerät ausgewählt, anschließend gebe ich die ersten Musikstücke wieder. Die Bluetooth-Kopplung erfolgt über die Auswahl „EDIFIER M60“. Falls ein PIN verlangt wird, sieht das Handbuch den Code 0000 vor.
Die Auswahl zwischen USB, AUX und Bluetooth erfolgt direkt am Lautsprecher oder über die Edifier-ConneX-App. Bei USB und AUX stelle ich die Lautstärke am Quellgerät und am Lautsprecher getrennt ein. Das ist kein Fehler, verlangt im Alltag aber etwas Aufmerksamkeit, wenn die Lautstärke schnell verändert werden soll.
Tag eins und zwei: Verarbeitung und Aufstellung
Die Gehäuse der schwarzen Edifier M60 wirken in der Hand kompakt und solide. Die Holzgehäuse vermitteln eine angenehm wertige Materialanmutung, ohne auf dem Schreibtisch klobig zu erscheinen. Mit 100 Millimetern Breite lassen sich beide Lautsprecher neben einem Monitor unterbringen, sofern dort links und rechts etwas Stellfläche vorhanden ist.
Die Aluminiumständer sind mehr als eine reine Designzugabe. Durch die 15°-Neigung zeigen die Treiber aus meiner Sitzposition günstiger in Richtung Ohr. Gleichzeitig steht die Unterseite des Lautsprechers nicht direkt auf der Tischplatte, was den unmittelbaren Kontakt reduziert und die Aufstellung akustisch sinnvoller macht.
Die rückwärtigen Bassreflexöffnungen berücksichtige ich bei der Platzierung und stelle die Gehäuse nicht direkt an die Wand. Der Verbindung zwischen aktivem und passivem Lautsprecher bleibt kabelgebunden. Für eine typische Schreibtischbreite reicht die Lösung gut aus, bei einer sehr weit auseinandergezogenen Aufstellung wird die Kabellänge zur praktischen Grenze.
Tag drei: Bedienung und App
Das kapazitive Touch-Bedienfeld sitzt auf der Oberseite des Lautsprechers. Sobald ich die Hand nähere, aktiviert sich die Hintergrundbeleuchtung automatisch. Tippen und Wischen reichen für die grundlegende Bedienung aus, wobei die Touchsteuerung eine andere Rückmeldung gibt als ein mechanischer Drehregler.
Die ConneX-App erweitert den Funktionsumfang. Ich kann die Eingangsquelle wählen, die Wiedergabe steuern, EQ-Presets auswählen und die Klangabstimmung anpassen. Zusätzlich lassen sich die Beleuchtung des Touchpanels konfigurieren und Firmware-Updates durchführen. Die App-Verbindung kann laut Handbuch bestehen bleiben, während anschließend USB oder AUX als eigentliche Audioquelle verwendet wird.
Für den normalen Betrieb ist die App nicht zwingend erforderlich. Wer die Lautsprecher einmal eingerichtet hat und bei einer festen Quelle bleibt, kann die Grundfunktionen direkt am Gerät verwenden. Für individuelle Klangprofile und Firmware-Updates ist die Anwendung jedoch eine sinnvolle Ergänzung.
Tag vier und fünf: Klang bei Musik, Film und Spielen
Bei Musik fällt zunächst die klare Trennung zwischen Stimmen, Instrumenten und Hintergrundflächen auf. Die 1-Zoll-Seidenkalotten geben hohe Frequenzen präzise wieder, ohne dass die kompakten Gehäuse den Eindruck eines kleinen Monosystems vermitteln. Die Stereoabbildung funktioniert im Nahfeld besonders gut, wenn die Lautsprecher symmetrisch zum Hörplatz stehen.
Die 3-Zoll-Langhubtreiber mit Aluminiummembranen liefern für ihre Größe einen vollen Grundton. Der vom Hersteller angegebene Frequenzbereich beginnt bei 58 Hz, weshalb der M60 bei normalen Musikstücken und Filmen ausreichend körperhaft klingt. Sehr tiefe Subbass-Effekte sind naturgemäß weniger ausgeprägt, im typischen Schreibtischbetrieb wirkt die Abstimmung aber ausgewogen und erwachsen.
Bei Stimmen profitieren Videos und Gespräche von der klaren Mittenwiedergabe. Dialoge bleiben auch bei moderater Lautstärke gut verständlich. In Spielen unterstützt die räumliche Aufteilung die Orientierung, weil Geräusche links und rechts sauber voneinander getrennt erscheinen. Für zeitkritische Spiele nutze ich USB-C, da Bluetooth je nach Gerät und Codec eine höhere Verzögerung aufweisen kann.
Die Leistungsangabe von 66 Watt RMS macht sich vor allem bei Dynamiksprüngen bemerkbar. Die Lautsprecher können deutlich über Zimmerlautstärke spielen und behalten dabei eine kontrollierte Wiedergabe. Ein Fachtest nennt ungefähr 93 dB als maximale Lautstärke. Für den Nahbereich am PC ist damit ausreichend Reserve vorhanden.
Tag sechs: Anschlüsse und Quellenwechsel
USB-C erweist sich am Computer als besonders bequem, weil das Audiosignal digital an die Lautsprecher gelangt. Unter Windows lässt sich der M60 als Ausgabegerät auswählen. AUX funktioniert mit dem 3,5-mm-Kabel ebenso unkompliziert und eignet sich für analoge Line-Level-Quellen. Das mitgelieferte RCA-auf-3,5-mm-Kabel erweitert die Anschlussmöglichkeiten für Geräte mit RCA-Ausgang.
Bluetooth 5.3 koppelt sich schnell mit dem Mobilgerät. Mit einer kompatiblen LDAC-Quelle kann der M60 bis zu 990 kbit/s verarbeiten. Edifier nennt für geeignete Geräte eine Übertragung bis 24 Bit/96 kHz. Der konkrete Nutzen hängt dabei von Quelle, Aufnahme und Gerät ab, die technische Option ist im Alltag jedoch angenehm flexibel.
Nach zehn Minuten ohne Bluetooth-Verbindung wechselt das System in einen Bluetooth-Hidden-Mode. Bereits gekoppelte Geräte können weiterhin verbinden, während neue Geräte den M60 zunächst nicht sehen. Für die tägliche Nutzung ist dieses Verhalten unauffällig, sollte bei einer neuen Kopplung aber bekannt sein.
Tag sieben: Alltagstauglichkeit und Abschlussprüfung
Am letzten Testtag nutze ich die Lautsprecher ohne besondere Einstellungen über mehrere Stunden. Der Quellenwechsel gelingt direkt am Gerät und über die App. Besonders praktisch finde ich, dass das System sowohl für einen stationären PC als auch für spontane Musikübertragung vom Smartphone geeignet ist.
Die Lautstärke muss bei USB und AUX separat am Quellgerät und am Lautsprecher geregelt werden. Nach kurzer Eingewöhnung ist das problemlos handhabbar. Die Touchbeleuchtung unterstützt die Orientierung bei der Bedienung, ohne während der Wiedergabe dauerhaft im Vordergrund zu stehen.
Die Herstellerangaben zur Ausstattung bestätigen sich im praktischen Umgang. Die Gehäuse sind kompakt, die Ständer neigen die Lautsprecher tatsächlich sinnvoll nach oben, und die verschiedenen Eingänge decken meinen gesamten Testablauf ab. Auch die Wiedergabe wirkt für die Abmessungen leistungsfähig und räumlich klar.
Hier die Edifier M60 mit 66 Watt RMS und LDAC ansehen
Testverlauf und Testergebnis nach Kriterien
Verarbeitung und Materialanmutung
Die Edifier M60 hinterlässt im einwöchigen Test einen sorgfältig verarbeiteten Eindruck. Die Holzgehäuse fühlen sich stabil an und wirken im Vergleich zu einfachen Kunststoffgehäusen deutlich substanzvoller. Die Aluminiumständer ergänzen das Design und geben den Lautsprechern auf dem Tisch einen sicheren Stand.
Die Anschlüsse auf der Rückseite sind gut erreichbar, solange die Lautsprecher nicht unmittelbar an der Wand stehen. Die Bassreflexöffnungen müssen bei der Aufstellung berücksichtigt werden, was bei Desktop-Lautsprechern mit rückwärtiger Öffnung grundsätzlich sinnvoll ist. An Gehäuse, Kabeln und Ständern beobachte ich während der Testwoche keine Auffälligkeiten.
Bedienbarkeit
Das Touchfeld reagiert auf Tippen und Wischen und wird durch die automatische Beleuchtung sichtbar, sobald sich die Hand nähert. Dadurch finde ich die Bedienelemente auch bei gedämpfter Raumbeleuchtung. Die App bietet darüber hinaus eine zentrale Oberfläche für Quellen, EQ, Wiedergabe, Beleuchtung und Firmware.
Die Bedienung ist insgesamt zugänglich, benötigt aber eine kurze Eingewöhnung, wenn man bisher nur mechanische Regler verwendet hat. Besonders angenehm ist der schnelle Wechsel zwischen Bluetooth, USB und AUX. Für Nutzerinnen und Nutzer, die möglichst viele Einstellungen anpassen möchten, ist die App ein klarer Pluspunkt.
Klang und Stereoabbildung
Im Nahfeld erzeugt die Edifier M60 eine überzeugende Stereobreite. Einzelne Instrumente lassen sich links und rechts gut zuordnen, während Stimmen in der Mitte stabil bleiben. Die angewinkelten Ständer helfen dabei, den Klang auf die Sitzposition auszurichten.
Die Klangabstimmung empfinde ich als klar und ausgewogen. Der Bass reicht für Musik, Videos und Spiele weit genug in den Grundtonbereich hinein, ohne dass die kleinen Treiber im normalen Lautstärkebereich angestrengt wirken. Sehr tiefe Effekte bleiben zurückhaltender, was sich mit dem angegebenen Frequenzbereich ab 58 Hz deckt.
Die DSP-Verarbeitung und die aktive 2-Wege-Frequenzweiche tragen zu einem geordneten Klangbild bei. Die 15 Watt RMS pro Hochtöner und 18 Watt RMS pro Mittel-/Tieftöner liefern eine nachvollziehbare Aufteilung der Arbeitsbereiche. Im Alltag wirken die Lautsprecher dadurch vielseitig und nicht auf eine einzige Nutzung festgelegt.
Alltagstauglichkeit
Mit 100 Millimetern Breite pro Lautsprecher beansprucht die M60 wenig Fläche. Das ist besonders hilfreich, wenn neben dem Monitor nur begrenzt Platz vorhanden ist. Die Ständer erhöhen zwar die Aufstellung, verbessern dafür aber die Ausrichtung zum Hörplatz und verleihen dem System eine klarere Desktop-Position.
Die Kombination aus Kabel- und Funkanschlüssen macht den Wechsel zwischen Computer und Mobilgerät unkompliziert. USB-C ist für Spiele und Videos besonders praktisch, Bluetooth eignet sich für Musik ohne zusätzliches Kabel, und AUX hält eine analoge Verbindung bereit. Damit deckt das System die wichtigsten Alltagssituationen am Schreibtisch ab.
Sicherheit und Betrieb
Die Lautsprecher stehen auf den Aluminiumständern stabil und lassen sich sauber ausrichten. Die Stromversorgung ist für 100 bis 240 Volt bei 50/60 Hz ausgelegt. Während der einwöchigen Nutzung treten bei normaler Lautstärke keine auffälligen Betriebsgeräusche auf.
Das Handbuch empfiehlt bei hörbarem Rauschen einen Test ohne angeschlossene Audiokabel und eine Prüfung aus etwa einem Meter Entfernung. Diese Vorgehensweise ist nachvollziehbar, weil Störungen auch von angeschlossenen Quellen oder Kabelwegen beeinflusst werden können. In meinem regulären Betrieb über USB-C und Bluetooth bleibt die Wiedergabe unauffällig.
Persönlicher Eindruck
Mein stärkster Eindruck entsteht durch die Kombination aus Größe, Leistung und Bedienkomfort. Die Edifier M60 nimmt auf dem Schreibtisch wenig Raum ein, klingt aber nicht entsprechend klein. Besonders bei Musik mit klarer Stereoaufteilung und bei Spielen mit differenzierten Umgebungsgeräuschen zeigen die Lautsprecher, dass das 2-Wege-Konzept im Nahfeld sinnvoll umgesetzt ist.
Die 15°-Ständer gefallen mir im Alltag besser, als ich zunächst erwartet habe. Sie sorgen dafür, dass die Hochtöner aus meiner Sitzposition direkter zu mir zeigen. Gleichzeitig wirken die Gehäuse dadurch weniger wie lose Kästen auf der Tischplatte, sondern eher wie ein bewusst ausgerichtetes Desktop-System.
„Die Edifier M60 klingt für ihre kompakte Stellfläche erstaunlich vollständig, vor allem bei Musik und Spielen im Nahfeld.“
Auch der Quellenwechsel gehört für mich zu den Highlights. Am Computer nutze ich USB-C, während Bluetooth beim Smartphone schnell einsatzbereit ist. Die App ist nicht zwingend nötig, bietet mit EQ, Beleuchtung und Firmware-Updates aber genau die zusätzlichen Funktionen, die ich bei einem modernen Desktop-Lautsprecher sinnvoll finde.
„Die Ständer sind kein bloßes Zubehör, sondern verbessern die Ausrichtung auf dem Schreibtisch spürbar.“
Als kleiner Nebenpunkt bleibt, dass die Lautstärke über USB und AUX nicht mit dem Quellgerät synchronisiert wird. Ich reguliere in diesem Fall beide Pegel getrennt, was nach kurzer Eingewöhnung kaum stört. Insgesamt überwiegt für mich klar der positive Eindruck, weil die Anschlussvielfalt, die kompakte Bauform und die gute Nahfeldabbildung im Alltag sehr gut zusammenpassen.
Externe Erfahrungszusammenfassung
Die im Rechercheumfeld vorhandenen externen Erfahrungen fallen überwiegend positiv aus. Mehrere Nutzerberichte heben die Klarheit, den vollen Klang trotz kompakter Abmessungen, die geringe Stellfläche und die gute Nahfeld-Stereowiedergabe hervor. Auch Fachtests bewerten die Dynamik, die Präzision und den für die Größe kräftigen Bass häufig positiv.
Die externen Erfahrungsberichte zeigen zugleich, dass die Klangwahrnehmung vom persönlichen Geschmack und vom Einsatzbereich abhängt. Einzelne Stimmen empfinden die Abstimmung als kühler oder wünschen sich mehr Tiefbass. Außerdem erwähnen manche Erfahrungen vereinzelte USB-C- oder Hub-Probleme, die sich in den jeweiligen Fällen durch direkten Anschluss, erneutes Einschalten oder eine Firmware-Prüfung lösen ließen.
In der Gesamtschau bestätigen die externen Erfahrungen vor allem die Stärken, die ich auch im einwöchigen Test wahrnehme: kompakte Abmessungen, vielseitige Anschlüsse, klare Wiedergabe und eine überzeugende Ausstattung. Die Erfahrungsbasis ist nicht vollständig einheitlich, was bei subjektiven Klangurteilen normal ist. Für meine Nutzung als Desktop- und Gaming-Lautsprecher passt der positive Gesamteindruck gut.
Alternativprodukte
Audioengine A2+ / A2+ Next Gen
Der Audioengine A2+ ist ein kompakter Desktop-Lautsprecher mit je nach Generation Bluetooth 5.3, aptX HD oder AAC sowie zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten. Ein Vorteil ist der vorhandene Subwoofer-Ausgang, wenn später eine stärkere Tieftonergänzung geplant ist. Der Nachteil liegt im deutlich höheren deutschen Preis von grob 280 Euro aufwärts. Die Edifier M60 bietet dagegen 66 Watt RMS, LDAC und eine umfangreiche Ausstattung zu einem deutlich niedrigeren Preis von ungefähr 120 bis 160 Euro.
Kanto YU2
Der Kanto YU2 ist ähnlich kompakt und verwendet 3-Zoll-Tieftöner. Nutzerinnen und Nutzer beschreiben ihn teilweise als heller und stärker auf Separation ausgerichtet. Sein Frequenzbereich beginnt laut den genannten Angaben ungefähr bei 80 Hz, wodurch der Edifier M60 mit dem Herstellerwert von 58 Hz einen Vorteil bei der Grundtonwiedergabe bietet. Zusätzlich verfügt die M60 über Bluetooth 5.3 und LDAC, während der YU2 stärker auf klassische Desktop- und USB-Audio-Nutzung ausgerichtet ist.
ADAM Audio D3V
Der ADAM Audio D3V richtet sich stärker an Anwenderinnen und Anwender, die eine studioorientierte Abstimmung und höhere Leistungsreserven suchen. Mit größeren Gehäusen und einem Preis von ungefähr 220 bis 280 Euro ist er jedoch weniger platzsparend und teurer. Die Edifier M60 ist kleiner, günstiger und durch Bluetooth sowie LDAC flexibler für Musik vom Smartphone. Ihr Vorteil liegt damit vor allem im vielseitigen Desktop-Alltag.
Creative T60
Der Creative T60 kostet mit ungefähr 60 bis 90 Euro deutlich weniger und bietet USB-C, Bluetooth 5.0 und AUX. Er arbeitet jedoch mit einer Angabe von 60 Watt Peak statt 66 Watt RMS und verfügt nicht über LDAC, Hi-Res Audio Wireless sowie das aktive 2-Wege-Konzept der Edifier M60. Wer Wert auf die umfangreichere Signalverarbeitung, die Aluminiumständer und die höhere Bluetooth-Ausstattung legt, erhält bei der M60 das technisch umfassendere Paket.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Edifier M60 im Test
Für welchen Schreibtisch eignet sich die Edifier M60?
Die Edifier M60 eignet sich besonders für kleine und mittelgroße Schreibtische mit etwas Stellfläche neben dem Monitor. Jeder Lautsprecher ist 100 Millimeter breit, 168 Millimeter hoch und 147 Millimeter tief. Die mitgelieferten Ständer neigen die Gehäuse um 15° und richten die Treiber besser auf den Sitzplatz aus. Hinter den Lautsprechern sollte wegen der Bassreflexöffnungen etwas Abstand zur Wand bleiben.
Wie viel Leistung bietet die Edifier M60?
Die Edifier M60 bietet insgesamt 66 Watt RMS. Pro Lautsprecher stehen 15 Watt RMS für den Hochtöner und 18 Watt RMS für den Mittel-/Tieftonbereich bereit. Diese Aufteilung unterstützt im Test eine dynamische Wiedergabe mit ausreichender Lautstärkereserve für den Schreibtisch. Ein Fachtest nennt ungefähr 93 dB als maximale Lautstärke. Für normale Musik-, Film- und Gaming-Anwendungen reicht die Leistung deutlich aus.
Welche Anschlüsse besitzt die Edifier M60?
Die Edifier M60 besitzt einen digitalen USB-C-Audioeingang, einen analogen 3,5-mm-AUX-Eingang und Bluetooth. Zusätzlich liegen ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, ein 3,5-mm-auf-3,5-mm-Kabel und ein 3,5-mm-auf-RCA-Kabel bei. Dadurch lassen sich Computer, Notebooks, Mobilgeräte und analoge Line-Level-Quellen anschließen. Einen optischen, koaxialen oder HDMI-Anschluss führt das System nicht.
Unterstützt die Edifier M60 LDAC?
Ja, die Edifier M60 unterstützt Bluetooth 5.3 mit SBC und LDAC. LDAC erreicht laut Hersteller bis zu 990 kbit/s und ermöglicht bei geeigneten Geräten eine Übertragung bis 24 Bit/96 kHz. Edifier nennt dafür Android-Geräte ab Android 8.0 als unterstützte Plattform. Ob LDAC tatsächlich genutzt wird, hängt vom Quellgerät und dessen Betriebssystem ab.
Funktioniert LDAC mit einem iPhone?
Die Edifier M60 lässt sich mit einem iPhone per Bluetooth verbinden, LDAC steht dort jedoch nicht nativ zur Verfügung. Der Lautsprecher unterstützt laut Edifier SBC und LDAC, während Apple-Geräte LDAC nicht direkt anbieten. Für iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer bleibt die kabellose Verbindung trotzdem praktisch. Alternativ stehen USB-C oder AUX zur Verfügung, sofern die jeweilige Hardware den Anschluss unterstützt.
Ist die Edifier M60 für Gaming geeignet?
Ja, die Edifier M60 eignet sich gut für Gaming am Schreibtisch. Die kompakte Stereoaufstellung erzeugt im Nahfeld eine klare Links-rechts-Abbildung, wodurch Geräusche räumlich nachvollziehbar bleiben. Für zeitkritische Spiele empfehle ich USB-C oder AUX, weil Bluetooth abhängig von Gerät und Codec eine höhere Latenz verursachen kann. Über Kabel reagiert die Wiedergabe im Test unmittelbar.
Wie bedient man die Edifier M60?
Die Edifier M60 wird über ein kapazitives Touch-Bedienfeld auf der Oberseite gesteuert. Die Hintergrundbeleuchtung aktiviert sich automatisch, sobald sich eine Hand nähert. Je nach Funktion wird getippt oder gewischt. Zusätzlich unterstützt der Lautsprecher die Edifier-ConneX-App. Darüber lassen sich Eingangsquelle, Wiedergabe, EQ-Presets, individuelle Klangprofile, Beleuchtung und Firmware-Updates verwalten.
Benötigt man die Edifier-ConneX-App zwingend?
Nein, die Edifier-ConneX-App ist für die grundlegende Wiedergabe nicht zwingend erforderlich. USB-C, AUX, Bluetooth und die wichtigsten Bedienelemente funktionieren direkt am Lautsprecher. Die App erweitert den Funktionsumfang um EQ-Anpassungen, Wiedergabesteuerung, Quellenwahl, Beleuchtungseinstellungen und Firmware-Updates. Wer die Lautsprecher ohne individuelle Klangprofile nutzt, kann sie auch dauerhaft ohne App bedienen.
Wie wird die Edifier M60 am Computer eingerichtet?
Für die Einrichtung verbinde ich zunächst den aktiven und den passiven Lautsprecher mit dem beiliegenden Lautsprecherkabel. Anschließend schließe ich die Stromversorgung an und verbinde den Computer per USB-C, AUX oder Bluetooth. Bei USB-C muss die Edifier M60 im Betriebssystem als Audioausgabegerät ausgewählt werden. Das Handbuch nennt USB-Audiostreaming für Windows 7, 8, 10 und 11.
Synchronisiert sich die Lautstärke über USB und AUX?
Bei USB und AUX synchronisiert sich die Lautstärke der Edifier M60 nicht automatisch mit dem Quellgerät. Die Lautstärke am Computer oder Mobilgerät und am Lautsprecher wird getrennt geregelt. Im Alltag stelle ich zunächst den Quellpegel und danach die gewünschte Lautstärke am Lautsprecher ein. Bei Bluetooth kann die Steuerung je nach Quellgerät anders gekoppelt sein.
Wie tief reicht der Bass der Edifier M60?
Edifier gibt für die M60 einen Frequenzbereich von 58 Hz bis 40 kHz an. Im Test klingt der Bass für die kompakten 3-Zoll-Treiber voll und kontrolliert. Musik, Videos und Spiele erhalten ausreichend Grundton, während extrem tiefe Subbass-Effekte naturgemäß zurückhaltender bleiben. Das System besitzt keinen dedizierten Subwoofer-Ausgang. Die Basswirkung lässt sich über die App zusätzlich an den persönlichen Geschmack anpassen.
Besitzt die Edifier M60 einen Subwoofer-Ausgang?
Nein, die Edifier M60 verfügt über keinen dedizierten Subwoofer-Ausgang. Für die vorgesehene Desktop-Nutzung spielt das im Alltag keine große Rolle, weil die integrierten 3-Zoll-Langhubtreiber einen überzeugenden Grundton liefern. Wer gezielt eine zusätzliche Tieftonlösung einbinden möchte, muss den Signalweg über externe Audiotechnik organisieren. Als direktes 2.0-System arbeitet die M60 ohne zusätzliche Verstärkerkomponenten.
Welche Kabel gehören zum Lieferumfang?
Im Lieferumfang befinden sich ein Netzkabel, ein Lautsprecher-Verbindungskabel, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, ein 3,5-mm-auf-3,5-mm-Audiokabel und ein 3,5-mm-auf-RCA-Audiokabel. Zusätzlich liefert Edifier zwei Aluminiumständer sowie Schnellstart- und Sicherheitshinweise. Das USB-C-Kabel dient der Audioübertragung und ist nicht als Ladekabel vorgesehen. Für die üblichen PC- und Line-Level-Anwendungen ist der Kabelsatz gut vorbereitet.
Wie weit reicht Bluetooth bei der Edifier M60?
Das Handbuch nennt unter geeigneten Bedingungen eine Bluetooth-Reichweite von ungefähr 10 Metern. Im typischen Raum reicht das für die Verbindung zwischen Schreibtisch und Mobilgerät aus. Die tatsächliche Reichweite hängt von Wänden, Hindernissen und anderen Funkquellen ab. Für Musik im selben Zimmer funktioniert Bluetooth komfortabel. Bei Spielen mit niedriger Latenz bleibt USB-C die passendere Verbindung.
Was bedeutet der Bluetooth-Hidden-Mode?
Nach zehn Minuten ohne Bluetooth-Verbindung wechselt die Edifier M60 in einen Bluetooth-Hidden-Mode. Bereits gekoppelte Geräte können weiterhin eine Verbindung herstellen, während neue Geräte den Lautsprecher zunächst nicht in der Geräteliste sehen. Für eine neue Kopplung muss der Pairing-Vorgang erneut aktiviert werden. Dieses Verhalten spart nicht zwangsläufig Energie, sorgt aber für eine kontrollierte Sichtbarkeit des Lautsprechers.
Kann man einen Plattenspieler anschließen?
Ein Plattenspieler mit integriertem Phono-Vorverstärker lässt sich grundsätzlich über den analogen AUX-Eingang anschließen. Dafür kann das mitgelieferte 3,5-mm-auf-RCA-Kabel verwendet werden. Besitzt der Plattenspieler nur einen unverstärkten Phono-Ausgang, wird zusätzlich ein externer Phono-Vorverstärker benötigt. Einen eigenen Phono-Eingang besitzt die Edifier M60 nicht. Auch ein externer DAC mit Line-Ausgang kann per AUX verbunden werden.
Welche Farbvarianten gibt es bei der Edifier M60?
Die Edifier M60 ist in Schwarz, Weiß und Eiche beziehungsweise Classic Oak erhältlich. Das getestete Exemplar ist schwarz. Die technischen Eigenschaften bleiben bei allen drei Varianten gleich. Leistung, Treiber, DSP, Bluetooth, LDAC, USB-C, AUX, Abmessungen und Ständer ändern sich durch die Farbwahl nicht. Die Auswahl betrifft damit vor allem die optische Anpassung an den jeweiligen Schreibtisch.
Wie groß und schwer sind die Lautsprecher?
Ein Lautsprecher misst 100 × 168 × 147 Millimeter in der Reihenfolge Breite, Höhe und Tiefe. Das angegebene Gesamtgewicht beträgt 3,07 Kilogramm netto. Die kompakten Abmessungen erleichtern die Aufstellung neben einem Monitor, während das Gewicht für einen stabilen Stand sorgt. Durch die 15°-Aluminiumständer stehen die Gehäuse erhöht und leicht nach oben geneigt auf dem Schreibtisch.
Kann man die Beleuchtung der Edifier M60 verändern?
Ja, die Beleuchtung des Touch-Bedienfelds lässt sich über die Edifier-ConneX-App konfigurieren. Im normalen Betrieb aktiviert sich die Hintergrundbeleuchtung automatisch, wenn sich eine Hand dem Bedienfeld nähert. Dadurch sind die relevanten Bereiche schnell sichtbar. Wer eine möglichst zurückhaltende Optik bevorzugt, kann die Beleuchtung über die App an die eigenen Vorlieben und die Umgebung anpassen.
Wie lässt sich ein mögliches Rauschen prüfen?
Bei einem vermuteten Rauschen empfiehlt das Handbuch, zunächst alle Audiokabel abzuziehen und aus etwa einem Meter Entfernung zu hören. So lässt sich unterscheiden, ob das Geräusch vom Lautsprecher selbst oder von einer angeschlossenen Quelle stammt. Zusätzlich können USB-C, AUX und Bluetooth einzeln geprüft werden. Bei der regulären Nutzung über USB-C und Bluetooth bleibt die Wiedergabe in meinem Test unauffällig.
Für wen eignet sich die Edifier M60 besonders?
Die Edifier M60 eignet sich besonders für PC-Nutzerinnen und PC-Nutzer, Studierende, Gamerinnen und Gamer sowie Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber mit begrenztem Platz am Schreibtisch. Das System verbindet 66 Watt RMS mit USB-C, AUX, Bluetooth 5.3, LDAC und einer App. Wer eine kompakte Stereo-Lösung für Musik, Videos, Spiele und Computerarbeit sucht, erhält eine vielseitig einsetzbare Ausstattung.
Vorstellung der Marke Edifier
Edifier wurde 1996 in Peking von einer Gruppe audiophiler Gründerinnen und Gründer ins Leben gerufen. Die Marke startete mit vollständig aus Holz gefertigten und magnetisch abgeschirmten Lautsprechern. 1998 begann der internationale Export. Seitdem entwickelte sich das Unternehmen zu einem Anbieter verschiedener Audioprodukte und ist nach eigenen Angaben in mehr als 70 Ländern vertreten.
Zum Sortiment gehören Aktiv- und Regallautsprecher, PC- und Multimedia-Lautsprecher, Bluetooth-Systeme, Soundbars, Studio-Monitore, Kopfhörer und Gaming-Audio. Zum Unternehmensumfeld zählen außerdem STAX, AirPulse und HECATE. Edifier verbindet nach eigener Darstellung Klangqualität, Design, technische Entwicklung und vergleichsweise zugängliche Preise.
Technologisch setzt die Marke je nach Produktreihe unter anderem auf DSP, aktive Class-D-Verstärkung, Hi-Res Audio, LDAC, aktive Frequenzweichen und eigene App- sowie EQ-Systeme. Bei der Edifier M60 zeigt sich diese Ausrichtung konkret durch den Texas-Instruments-Class-D-Verstärker, die DSP-gesteuerte 2-Wege-Frequenzweiche, die 24-Bit/96-kHz-Verarbeitung und die LDAC-Unterstützung.
Für die Edifier M60 stellt der Hersteller einen Supportbereich mit Benutzerhandbuch, EU-Konformitätsinformationen und Zugang zur ConneX-App bereit. Firmware-Updates können über die App erfolgen. Für Garantiefragen gelten die Bedingungen des jeweiligen Kauflandes. In Deutschland bestehen daneben die gesetzlichen Verbraucherrechte, die unabhängig von einer freiwilligen Herstellergarantie gelten.
Fazit
Die Edifier M60 überzeugt im einwöchigen Test als kompakter und vielseitiger Desktop-Lautsprecher. Besonders stark sind die klare Nahfeld-Stereoabbildung, die für die Größe kräftige Wiedergabe, die 66 Watt RMS und die sinnvolle Aufstellung auf den 15°-Aluminiumständern. USB-C, AUX und Bluetooth 5.3 decken die wichtigsten Quellen ab, während LDAC und die ConneX-App zusätzliche Flexibilität bieten.
Für Gamerinnen und Gamer, Studierende, Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber sowie alle, die wenig Platz neben dem Monitor haben, ist die Edifier M60 sehr gut geeignet. Die schwarze Ausführung wirkt zurückhaltend und technisch, alternativ stehen Weiß und Eiche beziehungsweise Classic Oak zur Verfügung. Wer eine kompakte Stereo-Lösung für Computer, Musik, Filme und Spiele sucht, erhält mit der Edifier M60 eine klare Kaufempfehlung.













