EarFun Clip 2 Test und Erfahrungen – Offene Kopfhörer für Alltag und Sport

Lektor

Bernard Miletic

Offene Kopfhörer sind gerade dann spannend, wenn ihr Musik, Calls oder Podcasts hören wollt, ohne euch komplett von der Außenwelt abzuschneiden. Genau in dieses Feld fallen Clip-Modelle wie die EarFun Clip 2, die nicht in den Gehörgang gehen, sondern seitlich an der Ohrmuschel sitzen. In diesem Erfahrungsbericht geht es deshalb nicht um audiophile Studio-Perfektion, sondern um Alltagstauglichkeit: Sitz, Bedienung, App-Funktionen wie LDAC und Multipoint, Akku, Schutzklasse und die beworbene KI-Übersetzung. Nach einer Woche Nutzung bleibt bei mir ein insgesamt positives Bild, auch wenn die offene Bauweise typische Grenzen mitbringt, die man vor dem Kauf ehrlich einordnen sollte.

EarFun Clip 2 jetzt bei Amazon ansehen und Verfügbarkeit prüfen

  • Produktname: EarFun Clip 2 Open Ear Kopfhörer
  • Modell: CW200B
  • Farbe (getestete Variante): Schwarz

Einleitung & Produktdetails

Open-Ear-Kopfhörer haben für mich einen klaren Reiz: Ich kann unterwegs, im Büro oder beim Spaziergang aufmerksam bleiben, ohne ständig einen Stöpsel herausnehmen zu müssen. Gleichzeitig sind offene Konzepte anspruchsvoll, weil Bass und Lautstärke physikalisch schwerer „am Ohr zu halten“ sind als bei abdichtenden In-Ears. Meine Erfahrungen mit den EarFun Clip 2 drehen sich daher vor allem um die Frage, wie gut EarFun die typischen Open-Ear-Kompromisse mit Technik wie 12‑mm‑Titan-Treiber, BassSurge, App-EQ und LDAC im Alltag abfedert.

Zielgruppe

Die EarFun Clip 2 sind aus meiner Sicht primär für Menschen gedacht, die Umgebungswahrnehmung bewusst möchten, etwa im Straßenverkehr, im Büro, bei Spaziergängen oder beim Sport, wo ihr nicht isoliert sein wollt. Diese Empfehlung wirkt realistisch, weil die Bauform explizit darauf ausgelegt ist, Umgebungsgeräusche durchzulassen. Weniger passend sind sie für Situationen, in denen ihr Abschirmung braucht, etwa Bahn, Flugzeug oder sehr laute Großraumbüros, wobei das stark von euren persönlichen Hörgewohnheiten und dem Umfeld abhängt.

Besonders interessant sind die EarFun Clip 2 außerdem für Nutzer:innen, die klassische In-Ears als unangenehm empfinden oder bei längerer Nutzung Druck im Ohrkanal spüren. Da die Ohrhörer außen an der Ohrmuschel sitzen, entsteht kein typisches „Abdichtungsgefühl“. Das macht sie alltagstauglich für längere Sessions, etwa beim Arbeiten, Spazierengehen oder Hören nebenbei. Wer dagegen bewusst Ruhe sucht, etwa in der Bahn oder im Flugzeug, sollte die offene Bauweise eher als Einschränkung einordnen.

Technische Daten

  • Produkttyp: Open-Ear Wireless Earbuds im Clip-On-Design, nicht als In-Ear im Gehörgang
  • Treiber: 12‑mm‑Titan-Treiber, vom Hersteller als 12‑mm Dual-Magnetic Titanium-Composite beschrieben
  • Klangtechnik: BassSurge zur Bassverstärkung
  • Codecs: SBC, AAC, LDAC (LDAC laut Anleitung für Android relevant, iOS unterstützt LDAC nicht)
  • Hi-Res: Hi-Res Audio Wireless
  • Bluetooth: Version 6.0, Frequenz 2,402–2,480 GHz
  • Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP
  • Sendeleistung: unter 7 dBm (EU)
  • Reichweite: bis zu 15 m (Herstellerangabe)
  • Multipoint: Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig, per App oder manuell
  • Google Fast Pair: beworben zur Android-Schnellkopplung
  • Game Mode: in der EarFun-App aktivierbar
  • KI-Übersetzung: über Smartphone + EarFun-App, beworben mit über 100 Sprachen, nicht autark nur im Kopfhörer
  • Mikrofone: vier Mikrofone mit KI-Geräuschunterdrückung für Telefonie
  • Schutzklasse: IP55 gegen Staub und Spritzwasser/Schweiß, nicht zum Schwimmen geeignet
  • Akkus: 60 mAh pro Earbud (zwei Stück), Ladecase 490 mAh
  • Laufzeit: bis zu elf Stunden pro Ladung und bis zu 40 Stunden mit Case (LDAC aus); bis zu sechs Stunden pro Ladung und bis zu 22 Stunden mit Case (LDAC an)
  • Ladezeiten: Earbuds im Case ca. 1,5 h; Earbuds + Case per USB‑C ca. 2 h; kabellos ca. 3,5 h
  • Maße: 70 × 48,1 × 29,2 mm
  • Gewicht: ca. 49,6 g gesamt
  • Bedienung: physische Tasten statt Touchflächen
  • Case-LED: Grün 30–100 %, Gelb 10–30 %, Rot <10 %; Rot beim Laden, Grün voll
  • Lieferumfang: Kopfhörer, Ladehülle, Kabel, Bedienungsanleitung

Wichtig ist bei den Maßen die Einordnung: Die angegebenen 70 × 48,1 × 29,2 mm beziehen sich auf die Ladeeinheit beziehungsweise das Case-Format, nicht auf einen einzelnen Ohrhörer. Das Gesamtgewicht von rund 49,6 g macht das Set kompakt genug für Jackentasche, Rucksack oder Sporttasche. Für den mobilen Alltag ist das praktisch, weil die Clip 2 nicht wie größere Bügelkopfhörer zusätzlichen Platz beanspruchen.

Die Materialangaben sind gemischt: Einerseits steht Kunststoff im Raum, andererseits Silikon plus Ni‑Ti-Rahmen. In der Hand wirkt das Konzept funktional und auf Tragekomfort ausgelegt, was bei Clip-Kopfhörern entscheidend ist. Gleichzeitig bleibt Kunststoff als Hauptmaterial zwar üblich, aber bei häufiger, ruppiger Nutzung kann die langfristige Optik stärker variieren, was bei manchen Nutzer:innen weniger ins Gewicht fällt, wenn der Fokus klar auf Komfort und Alltag liegt.

Eigenschaften & Besonderheiten

  • Offenes Clip-On-Design ohne Gehörgangsdruck: Im Alltag ist das der zentrale Unterschied zu In-Ears. Das ist praktisch für lange Tragezeiten, bringt aber zwangsläufig weniger Abschirmung als abdichtende Alternativen.
  • LDAC + Hi-Res Audio Wireless (Android): Auf kompatiblen Android-Geräten kann das eine höhere Übertragungsrate als SBC/AAC ermöglichen. Der Nutzen hängt stark vom Endgerät ab, und iPhone-Nutzer:innen profitieren davon nicht, was im Apple-Umfeld eine individuelle Einschränkung ist.
  • Physische Tastensteuerung: Gegenüber Touch-Modellen ist das bei Schweiß, Haaren oder Mütze oft zuverlässiger. Beim Drücken kann kurz Druck auf die Ohrmuschel entstehen, was empfindliche Ohren spüren können, je nach Sitzposition.
  • Multipoint + Google Fast Pair: Für den Wechsel zwischen Laptop und Smartphone ist Multipoint ein klarer Komfortgewinn. Stabilität und Umschaltverhalten hängen aber auch vom jeweiligen Laptop und Smartphone ab.
  • KI-Übersetzung über App: Als Zusatzfunktion ist das in dieser Preisklasse selten. Weil sie an Smartphone und App gebunden ist, ist sie eher ein „Tools“-Feature als eine immer verfügbare Kernfunktion, was in manchen Situationen trotzdem genau passen kann.
  • Sitzposition als Klangfaktor: Die Anleitung zeigt deutlich, dass die Ohrhörer nach dem Einclipsen noch ausgerichtet werden sollen. Das ist im Alltag wichtig, weil kleine Positionsänderungen hörbar Einfluss auf Bass, Lautstärke und Klarheit haben können. Wer die Clip 2 zum ersten Mal nutzt, sollte deshalb ein paar Minuten zum Finden der passenden Position einplanen.

Alternativprodukte

Im Clip-On-Open-Ear-Segment gibt es inzwischen mehrere starke Gegenstücke, die je nach Budget und Priorität besser passen können. Die Huawei FreeClip (erste Generation) liegt als Premium-Clip nahe am EarFun-Konzept und wird in Deutschland breit gehandelt. Sie bietet IP54, Bluetooth 5.4 und eine Gesamtlaufzeit von rund dreißig Stunden. Im Vergleich zur EarFun Clip 2 ist das Ökosystem- und Premium-Feeling oft der Hauptgrund für Huawei, während EarFun mit Bluetooth 6.0, LDAC und dem preislichen Abstand punktet. Ein Nachteil der Huawei-Option ist aus meiner Sicht vor allem der deutlich höhere Marktpreis gegenüber den Clip 2, wenn ihr primär Technik pro Euro sucht.

Wer noch höher einsteigt, landet bei den Bose Ultra Open Earbuds. Bose setzt auf OpenAudio-Technologie und bewirbt zusätzlich Immersive Audio, Händler nennen bis zu achtundvierzig Stunden Gesamtlaufzeit und IPX4. Das ist eine klar andere Positionierung mit Markenfokus und Klangsignatur. Gegenüber den EarFun Clip 2 fehlt jedoch LDAC, und IPX4 ist beim Wasserschutz schwächer eingeordnet als IP55, insbesondere beim Staubschutz ist die Vergleichbarkeit nicht gleichwertig ausgewiesen. Wenn ihr vor allem robuste Alltagsdaten und Codecs sucht, wirkt EarFun runder, während Bose eher ein Premium-Statement ist.

Eine weitere Premium-Alternative sind die Shokz OpenDots ONE. Shokz nennt 6,5 g pro Ohrhörer, Bluetooth 5.4, Dolby Audio, vier Mikrofone, IP54 und bis zu vierzig Stunden Laufzeit mit Case, preislich häufig um ca. 199–200 EUR. Shokz ist im Open-Ear-Bereich sehr präsent und setzt stark auf Sport- und Komfortimage. Im direkten Vergleich liefern die EarFun Clip 2 Bluetooth 6.0 sowie LDAC und bleiben preislich deutlich niedriger, während Shokz mit Dolby und Markenreputation auftrumpft. Der Nachteil der Shokz-Option bleibt damit vor allem das Budget.

Spannend ist auch die Soundcore AeroClip (Anker) mit 12 × 12‑mm titanium-coated Driver, Virtual Bass, Bluetooth 5.4, Multipoint, vier KI-Mikrofonen, 5,9 g Gewicht und bis zu zweiunddreißig Stunden Gesamtlaufzeit, offiziell um ca. 130 EUR. Hier steht eine starke App- und Consumer-Audio-Ausrichtung im Vordergrund. Im Vergleich zu EarFun fehlt der LDAC/Hi-Res-Fokus in dieser Form, und die Gesamtlaufzeit ist niedriger als bei EarFun mit LDAC aus.

Produkttest

Testkriterien

  • Verpackung & Lieferumfang: Schutz, Übersicht, Vollständigkeit, Ersteindruck
  • Verarbeitung & Materialanmutung: Passgenauigkeit, Haptik, Belastbarkeit im Alltag, Tasten
  • Tragekomfort & Sitz: Stabilität bei Bewegung, Druckpunkte, Alltag mit Brille und Mütze als typische Nutzungsszenarien
  • Klang & Praxisnutzen des offenen Designs: Verständlichkeit, wahrgenommener Bass im Rahmen der offenen Bauweise, Abhängigkeit von der Position am Ohr
  • Bedienung: Tastenlogik, Fehlbedienungen, Steuerung von Lautstärke, Titeln und Calls
  • Konnektivität: Erstkopplung, Google Fast Pair, Reichweitengefühl im Rahmen der 15 m, Multipoint-Einrichtung
  • App-Funktionen: EarFun Audio App, Firmware-Hinweise, LDAC-Schalter, EQ, Game Mode, KI-Übersetzung
  • Akkulaufzeit & Laden: Nutzung mit LDAC an und aus, Ladezeiten via USB‑C und kabellos
  • Alltagssicherheit: IP55 in typischen Situationen wie Sport, Schweiß, leichter Regen sowie Grenzen (kein Untertauchen)

Ablauf (sieben Tage, transparent und alltagsnah)

Ich, Stefan Albrecht, dreiundzwanzig, teste die EarFun Clip 2 über eine Woche in Dortmund in einem Mix aus typischen Szenarien, die für Open-Ear-Kopfhörer naheliegen: Spaziergänge in der Stadt, Nutzung am Laptop, kurze Gaming-Sessions mit aktiviertem Game Mode sowie Telefonate. Als Informatikstudent und Gamer bin ich im Alltag regelmäßig zwischen Smartphone und Rechner unterwegs, weshalb Multipoint und die App-Funktionen für mich nicht nur „Nice to have“, sondern echte Kernpunkte sind.

Ich definiere vorab klare Erwartungen: Der Sitz soll ohne Gehörgangsdruck bequem bleiben, die Bedienung soll mit physischen Tasten zuverlässig sein und die Verbindung soll mit zwei Geräten praktikabel funktionieren. Als Einschränkung gilt, dass ein einwöchiger Zeitraum keine Langzeit-Aussage zur Alterung von Kunststoff oder Silikon zulässt, auch wenn er gute Hinweise auf die Alltagspraxis liefert. Außerdem ist bei Open-Ear-Modellen die Ohrform entscheidend, wodurch meine Erfahrungen zwar realistisch, aber nicht eins zu eins auf jede Person übertragbar sind.

Unboxing

Beim Auspacken fällt zuerst auf, dass EarFun den Inhalt funktional hält. Im Karton liegt die Ladehülle mit den eingesetzten Ohrhörern, dazu ein Kabel sowie die Bedienungsanleitung. Das wirkt übersichtlich und reduziert, was ich grundsätzlich mag, weil es keine unnötigen Einsätze gibt, die man nur entsorgt. Gleichzeitig bleibt die Präsentation eher sachlich als „premium“, was aber zu einer Preisposition unter ca. 80 EUR gut passt.

Ein wichtiger Schritt steht direkt am Anfang an: Vor der ersten Nutzung entferne ich die Schutzfolie an den Ohrhörern. Das ist kein Detail, sondern entscheidend, weil sonst Laden oder Startverhalten irritieren kann. Dass EarFun diesen Punkt in der Anleitung klar erwähnt, hilft, weil viele Verbindungs- oder Ladeprobleme in der Praxis genau an solchen Kleinigkeiten hängen.

Installation (Inbetriebnahme)

Die Inbetriebnahme ist schlicht: Ich lege die Ohrhörer in die Ladebox, schließe den Deckel und öffne ihn wieder, um den Pairing-Modus zu starten. Am Smartphone wähle ich die EarFun Clip 2 aus, bei Android ist zusätzlich Google Fast Pair als bequemer Einstieg vorgesehen. Für die erweiterten Funktionen installiere ich die EarFun Audio App und prüfe dort die Optionen für Firmware, LDAC, Multipoint und Game Mode. Insgesamt läuft das in meinem Test ohne auffällige Hürden, wobei App-Funktionen natürlich voraussetzen, dass ihr Installation und Berechtigungen akzeptiert.

Bedienung und App im Alltag

Die EarFun Clip 2 funktionieren grundsätzlich auch ohne ständige App-Nutzung, ihre stärkeren Funktionen liegen aber klar in der EarFun Audio App. Dort werden unter anderem Firmware-Updates, LDAC, Multipoint, Game Mode und Klangoptionen verwaltet. Das ist praktisch, weil ihr die Kopfhörer an euer Nutzungsverhalten anpassen könnt. Gleichzeitig bedeutet es, dass ein Teil des Funktionsumfangs an Smartphone, App-Version und Berechtigungen gebunden bleibt.

Für die reine Bedienung gefällt mir die physische Steuerung besser als eine reine Touchlösung. Die Links-rechts-Logik ist schnell gelernt: links leiser beziehungsweise vorheriger Titel, rechts lauter beziehungsweise nächster Titel. Wiedergabe, Pause und Anrufe funktionieren auf beiden Seiten. Dadurch bleibt die Steuerung auch dann nachvollziehbar, wenn ihr unterwegs seid, schwitzt oder eine Mütze tragt.

Testverlauf und Testergebnis

Tag eins: Sitzlogik verstehen und Position als Klangfaktor

Am ersten Tag konzentriere ich mich auf das Anlegen und die Positionierung. Die Anleitung beschreibt das in drei Schritten, und das ergibt Sinn: auswählen, einclipsen, dann so ausrichten, dass der Klang klar bleibt. Genau diese Ausrichtung ist bei offenen Clip-Kopfhörern entscheidend, denn der Abstand zum Ohrkanal bestimmt, wie viel Bass und Lautstärke überhaupt am Ohr ankommen.

Im Alltag merke ich schnell, dass kleine Drehungen eine hörbare Wirkung haben. Das ist anfangs leicht fummelig, relativiert sich aber, sobald man ein Gefühl für die „Sweet Spot“-Position hat, was je nach Ohrform unterschiedlich schnell geht. Für mich ist das eine typische Open-Ear-Eigenheit, die man nicht als Defekt missverstehen sollte, sondern als Teil des Konzepts.

Tag zwei: Bedienung mit physischen Tasten

Ich nutze bewusst die Tastensteuerung statt App-Steuerung, um zu prüfen, wie treffsicher das im Alltag ist. Die Logik ist klar: einmal rechts lauter, einmal links leiser, zweimal drücken Play/Pause, dreimal rechts nächster Titel, dreimal links vorheriger Titel. Für Calls genügt zweimal drücken zum Annehmen oder Beenden, Ablehnen funktioniert mit zwei Sekunden halten, der Sprachassistent ebenfalls über längeres Halten.

Mir gefällt, dass ich weniger Fehlbedienungen habe als bei Touchflächen, gerade wenn ich eine Mütze trage oder mit feuchten Fingern unterwegs bin. Der kleine Nachteil ist, dass ein Tastendruck minimal Druck auf die Ohrmuschel geben kann. Das stört mich nicht grundsätzlich, kann aber bei empfindlichen Ohren oder sehr festem Sitz stärker auffallen, was individuell variiert.

Tag drei: Konnektivität, Reichweite und Multipoint in der Praxis

Am dritten Tag teste ich das Wechselspiel zwischen Smartphone und Laptop und richte Multipoint ein. Die App bietet dafür eine Option, alternativ geht es manuell über die Case-Taste: erst Gerät A verbinden, dann Case-Taste drei Sekunden halten, bis die grüne LED blinkt, Gerät B verbinden und Gerät A erneut koppeln. Das klingt nach mehr Schritten, ist aber in der Anleitung nachvollziehbar beschrieben, was im Alltag hilft.

Nach erfolgreicher Einrichtung verbinden sich die Kopfhörer automatisch mit beiden Geräten, was in meinem Alltag ein echter Komfortgewinn ist. Die angegebene Reichweite liegt bei bis zu fünfzehn Metern. In der Praxis hängt das wie üblich von Wänden und Störquellen ab, wodurch das Ergebnis je nach Wohnung oder Büro unterschiedlich ausfallen kann. Für meinen typischen Raumwechsel bleibt die Verbindung stabil genug, um nicht ständig neu koppeln zu müssen.

Tag vier: LDAC aktivieren, Akku-Realität und bewusste Prioritäten

Am vierten Tag dreht sich alles um LDAC. Laut Anleitung aktiviere ich es in der App unter „Bluetooth Audio Qualität“, danach starten die Kopfhörer neu. Wichtig ist die Plattformfrage: LDAC ist laut Handbuch für Android relevant, iOS unterstützt LDAC nicht. Wer ein iPhone nutzt, bekommt weiterhin AAC, App-Steuerung und alle offenen Vorteile, aber nicht den LDAC-Teil der Hi-Res-Story.

Der große, messerscharf kommunizierte Trade-off ist die Laufzeit. Ohne LDAC sind bis zu elf Stunden pro Ladung und bis zu 40 Stunden mit Case genannt, mit LDAC sinkt das auf bis zu sechs Stunden und bis zu 22 Stunden gesamt. Das ist eine deutliche Differenz, die man im Alltag einplanen sollte, wobei Lautstärke, Anrufe und App-Nutzung die reale Laufzeit zusätzlich beeinflussen können. Für mich heißt das: LDAC nutze ich eher gezielt, nicht permanent, was je nach persönlichem Hörprofil völlig anders sein kann.

Für die Kaufentscheidung ist dieser Punkt wichtiger, als er auf dem Datenblatt zuerst wirkt. Wer hauptsächlich lange Podcasts, Calls oder Hintergrundmusik hört, fährt mit deaktiviertem LDAC wahrscheinlich praktischer, weil die Laufzeit deutlich höher bleibt. Wer dagegen bewusst Musik in besserer Qualität auf einem kompatiblen Android-Gerät hört, kann LDAC gezielt aktivieren. Die Clip 2 sind damit flexibler als einfache Open-Ear-Modelle, verlangen aber auch eine bewusste Entscheidung zwischen Klangpriorität und Akkudauer.

Tag fünf: Alltag draußen, IP55 und offene Wahrnehmung

Am fünften Tag nehme ich die Clip 2 in typische Outdoor-Situationen mit, in denen Open-Ear-Konzepte sinnvoll sind. Die IP55-Einstufung ist hier beruhigend, weil sie Staub und Spritzwasser abdeckt, also Schweiß und leichten Regen im Alltag. Gleichzeitig ist klar: IP55 ist nicht für Schwimmen oder Untertauchen gedacht, was man nicht als Schwäche, sondern als saubere Abgrenzung verstehen sollte.

Der größte praktische Vorteil bleibt die Umgebungswahrnehmung. Im Straßenbild höre ich Verkehr und Gespräche, ohne die Kopfhörer herausnehmen zu müssen. Der Nachteil ist die fehlende Isolation, wodurch ich in lauter Umgebung tendenziell lauter höre, was Sound-Leakage erhöhen kann. Das kann je nach Umgebung und Lautstärke stärker oder schwächer ausfallen.

Tag sechs: Telefonate und Mikrofon-Setup im Alltag

Die EarFun Clip 2 haben vier Mikrofone mit KI-Geräuschunterdrückung, was für ein Open-Ear-Design sinnvoll ist, weil Umgebungsgeräusche konstruktionsbedingt präsenter sind. In meinem Test sind Telefonate grundsätzlich gut möglich, allerdings bleibt das Thema „offene Bauweise + Wind“ eine typische Herausforderung, die bei außenliegenden Mikrofonen häufiger spürbar ist. Wie stark das stört, hängt sehr von Tagesform, Route und Wetter ab.

Ich merke außerdem, dass die Position am Ohr nicht nur Klang, sondern auch Sprachverständlichkeit beeinflussen kann, weil der Sitz die Wahrnehmung der eigenen Wiedergabe und Lautstärke mitprägt. Das ist ein Punkt, den man mit ein paar Tagen Eingewöhnung besser in den Griff bekommt. Wer täglich lange Business-Calls in lauter Umgebung führt, sollte dennoch abwägen, ob ein stärker abgeschirmtes Headset besser passt, was aber eine Frage der Prioritäten ist.

Tag sieben: Laden, LED-Logik und Reset-Prozedur als Alltagssicherheit

Am letzten Tag schaue ich mir die Lade- und Wartungslogik an. Praktisch ist die farbige LED am Case: Grün steht für 30 bis 100 Prozent, Gelb für 10 bis 30 Prozent, Rot für unter 10 Prozent, beim Laden rot, voll grün. Das ist simpel genug, um ohne App schnell zu verstehen, wie es um den Akku steht.

Auch die Reset-Anleitung ist klar: Ohrhörer ins Case, Case-Taste acht Sekunden halten, bis gelb schnell blinkt, dann Bluetooth-Eintrag löschen und neu koppeln. Ich nutze das im Test als Funktionscheck, nicht weil ein Problem auftritt, und finde es gut, dass EarFun diesen Ablauf sauber beschreibt. Gerade bei Bluetooth-Produkten ist eine klare Fehlerbehebung oft der Unterschied zwischen „frustig“ und „machbar“.

Positiv ist auch, dass die wichtigsten Fehlerbehebungen nicht versteckt sind. Gerade bei Bluetooth-Kopfhörern entstehen viele Probleme nicht durch Defekte, sondern durch alte Kopplungseinträge, App-Versionen oder einen nicht sauber gestarteten Pairing-Modus. Die klare Reset-Prozedur macht die Clip 2 in dieser Hinsicht einsteigerfreundlicher, weil man bei Verbindungsproblemen nicht sofort raten muss.

Persönlicher Eindruck

Nach einer Woche sind die EarFun Clip 2 für mich vor allem ein Alltagswerkzeug: offen, bequem und mit Features ausgestattet, die man in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich bekommt. Das Konzept funktioniert dann am besten, wenn ihr akzeptiert, dass Sitzposition und Klang stärker zusammenhängen als bei In-Ears, die den Gehörgang abdichten. Diese Abhängigkeit wirkt anfangs wie ein kleiner Kritikpunkt, relativiert sich aber, sobald ihr euren optimalen Sitz gefunden habt, was je nach Ohrform schneller oder langsamer geht.

Ich schätze die physischen Tasten im Alltag mehr als erwartet, weil sie in Bewegung zuverlässiger sind. Gleichzeitig nutze ich LDAC bewusst, weil der Laufzeitabfall von „bis zu elf“ auf „bis zu sechs“ Stunden pro Ladung zu groß ist, um ihn zu ignorieren, auch wenn das je nach Nutzungsprofil trotzdem völlig okay sein kann. Insgesamt passen die Clip 2 gut zu meinem Wechsel zwischen Smartphone und Laptop, weil Multipoint den Alltag tatsächlich vereinfacht.

„Ich merke sofort, dass der Klang stark von der Position am Ohr abhängt, aber wenn es sitzt, wirkt das Ganze erstaunlich stimmig für ein offenes Design.“

„Die Tasten sind im Alltag für mich der bessere Kompromiss als Touch, auch wenn ich beim Drücken kurz den Clip am Ohr spüre.“

Externe Erfahrungszusammenfassung

Im Testzeitraum sammele ich zusätzlich eine Übersicht zu überwiegend positiven Erfahrungen aus Nutzer- und Expertenmeinungen, um meinen Erfahrungsbericht einzuordnen. Häufig gelobt werden der Tragekomfort durch das offene Clip-Konzept, die praxistaugliche App-Anpassung inklusive EQ sowie die Idee der KI-Übersetzung als ungewöhnliches Extra. Mehrere Erfahrungen betonen zudem, dass der Sitz nach kurzer Eingewöhnung sicher wirkt, was gut zu meinen Beobachtungen passt.

Kleinere Abweichungen zeigen sich vor allem bei Telefonie und Klangmitten. Einzelne Erfahrungsberichte beschreiben eine eher durchschnittliche Call-Qualität und leicht zurückhaltende Mitten, während andere Stimmen die Sprachqualität als klar einordnen. Das deckt sich mit dem typischen Open-Ear-Spannungsfeld: Umgebung, Wind und Positionierung haben stärkeren Einfluss als bei isolierenden In-Ears, wodurch Erfahrungen hier naturgemäß breiter streuen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den EarFun Clip 2 Open-Ear-Kopfhörer im Test

Sind die EarFun Clip 2 beim Sport sicher genug, wenn man läuft, Fahrrad fährt oder stark schwitzt?

Ja, die EarFun Clip 2 sind für sportliche Nutzung grundsätzlich passend, weil sie als Clip-On außen an der Ohrmuschel sitzen und nicht in den Gehörgang gedrückt werden. Dazu kommt die Schutzklasse IP55, die Schweiß und Spritzwasser abdeckt. Der Sitz bleibt dennoch individuell, weil Ohrform, Brille oder Helmriemen Einfluss haben. Für Schwimmen oder Untertauchen sind sie nicht geeignet.

Wie gut klingen die EarFun Clip 2 im Vergleich zu In-Ear-Kopfhörern mit Abdichtung?

Sie klingen anders als abdichtende In-Ears, weil das offene Design Umgebungsgeräusche bewusst durchlässt und dadurch weniger natürliche Bassabdichtung entsteht. EarFun setzt auf 12‑mm‑Titan-Treiber und BassSurge, um den typischen Bassverlust zu kompensieren. Zusätzlich helfen App-EQ und auf Android LDAC für höhere Datenraten. Wer maximale Isolation und Bassfülle will, bleibt oft bei In-Ears besser aufgehoben.

Funktioniert LDAC bei den EarFun Clip 2 mit iPhone, Samsung, Xiaomi und Windows-Laptop?

LDAC funktioniert laut Anleitung nicht auf iOS, also nicht am iPhone. Auf Android kann LDAC genutzt werden, wenn das jeweilige Gerät LDAC unterstützt, was bei vielen Modellen je nach Hersteller und Ausstattung der Fall ist. Am Windows-Laptop ist LDAC nicht automatisch gesetzt, dort werden typischerweise SBC oder AAC genutzt. LDAC wird in der EarFun-App aktiviert und startet die Kopfhörer danach neu.

Wie stark sinkt die Akkulaufzeit der EarFun Clip 2, wenn LDAC eingeschaltet ist?

Die Laufzeit sinkt deutlich, wenn LDAC aktiv ist. Mit LDAC aus sind bis zu elf Stunden pro Ladung und bis zu vierzig Stunden mit Ladecase angegeben. Mit LDAC an sind es bis zu sechs Stunden pro Ladung und bis zu zweiundzwanzig Stunden mit Case. In der Praxis können Lautstärke, Telefonate, App-Funktionen und Endgerät das Ergebnis zusätzlich beeinflussen, weshalb ihr mit Puffer planen solltet.

Ist die KI-Übersetzung der EarFun Clip 2 wirklich im Kopfhörer integriert oder braucht man die App?

Die KI-Übersetzung braucht Smartphone und EarFun-App und läuft nicht vollständig autark im Kopfhörer. EarFun bewirbt die Funktion mit über einhundert Sprachen, praktisch hängt die Nutzbarkeit aber von App, Mikrofonzugriff und den Umgebungsbedingungen ab. Als Reise- oder Alltagshelfer kann das sinnvoll sein, ersetzt aber keine komplett offline arbeitende Übersetzungslösung, weil die Funktion software- und systemabhängig ist.

Sind die EarFun Clip 2 für Brillenträger angenehmer als klassische Bügel-Open-Ear-Kopfhörer?

Sie können angenehmer sein, weil Clip-On-Modelle oft weniger Platz hinter dem Ohr belegen als viele Bügelkonstruktionen. Die EarFun Clip 2 nutzen einen flexiblen C‑Bridge-ähnlichen Bügel mit Silikonkontaktflächen. Gleichzeitig hängt das Tragegefühl stark von Brillenbügel-Dicke, Ohrform und Sitzposition ab. Beim Drücken der physischen Taste kann außerdem kurz Bewegung am Ohr entstehen, was je nach Empfindlichkeit spürbar ist.

Wie gut sind die EarFun Clip 2 für Telefonate im Büro, unterwegs und bei Wind?

Sie sind für Telefonate grundsätzlich geeignet, weil vier Mikrofone mit KI-Geräuschunterdrückung verbaut sind. Die Einschätzung der Telefonqualität fällt jedoch teils unterschiedlich aus, was bei offenen Ohrhörern nicht ungewöhnlich ist. Wind bleibt ein typischer Problemfall, weil Mikrofone und Bauweise weniger abschirmen. Für regelmäßige Calls in lauter Umgebung können stärker abgeschirmte Headsets je nach Anspruch zuverlässiger sein.

Kann man die EarFun Clip 2 gleichzeitig mit Handy und Laptop verbinden?

Ja, die EarFun Clip 2 unterstützen Multipoint und können mit zwei Bluetooth-Geräten gleichzeitig verbunden sein. Die Einrichtung klappt über die EarFun-App oder manuell über die Taste am Ladecase. Nach erfolgreicher Einrichtung verbinden sie sich automatisch mit beiden Geräten. Stabilität und Umschaltverhalten hängen jedoch auch vom jeweiligen Laptop, Smartphone und den Bluetooth-Implementierungen ab, weshalb Ergebnisse im Alltag leicht variieren können.

Sind die EarFun Clip 2 besser als Huawei FreeClip, wenn man vor allem Preis und Technik betrachtet?

Beim Verhältnis aus Preis und Ausstattung wirken die EarFun Clip 2 oft attraktiver, weil sie regulär unter ca. 80 EUR positioniert sind und Features wie Bluetooth 6.0 und LDAC bieten. Huawei FreeClip ist deutlich teurer und stärker als Premium-Lifestyle-Produkt im Markt. Dafür kann Huawei je nach Modell in Verarbeitung und Ökosystem-Integration überzeugen. Welche Wahl besser ist, hängt davon ab, ob ihr maximale Technik pro Euro oder Premium-Feeling sucht.

Welche typischen Probleme können bei den EarFun Clip 2 im Alltag auftreten?

Typische Themen sind vor allem sitzabhängiger Klang, fehlende Abschirmung und der Laufzeitverlust bei aktivem LDAC. Wenn der Clip nicht optimal ausgerichtet ist, können Bass, Lautstärke und Verständlichkeit schwächer wirken. In lauter Umgebung müsst ihr meist lauter hören, was Sound-Leakage begünstigen kann. Außerdem gilt, dass LDAC die Einzellaufzeit von bis zu elf auf bis zu sechs Stunden reduziert, was nicht jede Person im Alltag akzeptieren möchte.

Warum klingen die EarFun Clip 2 manchmal leiser oder dünner als erwartet?

Das liegt häufig an der Position am Ohr. Da die EarFun Clip 2 offen sitzen und nicht abdichten, verändert schon eine kleine Drehung oder ein etwas anderer Abstand zum Ohrkanal den Klang. Wenn Bass oder Lautstärke schwach wirken, solltet ihr die Ohrhörer vorsichtig nachjustieren, bis Stimmen und Musik klarer ankommen. Das ist eine typische Eigenschaft offener Clip-Kopfhörer und kein automatischer Hinweis auf einen Defekt.

Wie koppelt man die EarFun Clip 2 zum ersten Mal mit einem Android-Handy?

Für die erste Kopplung entfernt ihr zuerst die Schutzfolie an den Ohrhörern. Danach setzt ihr die Earbuds in die Ladebox, schließt den Deckel und öffnet ihn wieder, damit der Pairing-Modus startet. Anschließend aktiviert ihr Bluetooth am Android-Handy und wählt die EarFun Clip 2 aus. Wenn euer Smartphone es unterstützt, kann Google Fast Pair die Einrichtung vereinfachen und schneller sichtbar machen.

Wie setzt man die EarFun Clip 2 zurück, wenn sie sich nicht verbinden?

Ein Reset ist klar definiert und hilft bei typischen Bluetooth-Problemen. Ihr legt beide Ohrhörer in das Ladecase und haltet dann die Taste am Case acht Sekunden gedrückt, bis die gelbe LED schnell blinkt. Danach löscht oder ignoriert ihr den bisherigen Bluetooth-Eintrag am Smartphone oder Computer. Anschließend koppelt ihr die EarFun Clip 2 erneut, indem ihr Bluetooth aktiviert und die Verbindung frisch einrichtet.

Was sollte man tun, wenn sich die EarFun Clip 2 nicht mit der App verbinden?

Wenn die Ohrhörer zwar per Bluetooth verbunden sind, aber in der EarFun Audio App nicht richtig erscheinen, sollte zuerst geprüft werden, ob die App aktuell ist. EarFun empfiehlt außerdem, die App neu zu installieren oder zu aktualisieren. Danach kann ein Reset der Ohrhörer helfen, gefolgt vom Löschen des alten Bluetooth-Eintrags und einer frischen Kopplung. Besonders bei Firmware-Updates ist eine stabile App-Verbindung wichtig.

Welche App braucht man für die EarFun Clip 2 und welche Funktionen steuert sie?

Die App heißt EarFun Audio und ist für Android und iOS verfügbar. Sie ist zentral, wenn ihr erweiterte Funktionen nutzen möchtet, etwa Firmware-Updates, das Aktivieren oder Deaktivieren von LDAC und die Einrichtung von Multipoint. Zusätzlich werden dort EQ-Anpassungen sowie der Game Mode gesteuert. Auch die KI-Übersetzung ist als appgebundene Funktion vorgesehen, wodurch Smartphone und App im Alltag Teil des Gesamtsystems bleiben.

Wie bedient man Lautstärke, Titelwechsel und Anrufe bei den EarFun Clip 2?

Die Bedienung läuft über physische Tasten und ist klar festgelegt. Einmal rechts drücken bedeutet lauter und einmal links drücken bedeutet leiser. Für den nächsten Titel drückt ihr dreimal rechts und für den vorherigen Titel dreimal links. Wiedergabe und Pause werden mit zweimal drücken ausgelöst. Anrufe nehmt ihr ebenfalls mit zweimal drücken an oder beendet sie so und ein Anruf wird mit zwei Sekunden Halten abgelehnt.

Sind die EarFun Clip 2 wasserdicht genug für Regen und Fitnessstudio?

Für Fitnessstudio, Schweiß und leichten Regen sind sie mit IP55 gut eingeordnet, weil diese Schutzklasse Staub und Spritzwasser abdeckt. Das reicht für typische Alltagssituationen, in denen Open-Ear-Kopfhörer oft genutzt werden. Gleichzeitig bedeutet IP55 nicht, dass ihr damit schwimmen, duschen oder sie untertauchen könnt. Auch solltet ihr beachten, dass die Schutzangabe sich auf die Ohrhörer bezieht, nicht automatisch auf jedes Nutzungsszenario mit dem Case.

Wie lange dauert das Laden der EarFun Clip 2 über USB-C und kabellos?

Die Ladezeiten sind in der Anleitung konkret angegeben. Wenn die Ohrhörer im Case laden, dauert das etwa eineinhalb Stunden. Wenn ihr Ohrhörer und Ladecase gemeinsam per USB‑C ladet, sind es ungefähr zwei Stunden. Beim kabellosen Laden dauert es rund dreieinhalb Stunden. Diese Unterschiede sind normal, weil kabellose Ladesysteme meist weniger effizient sind als ein direktes USB‑C-Kabel.

Welche Bluetooth-Codecs unterstützen die EarFun Clip 2?

Die EarFun Clip 2 unterstützen SBC, AAC und LDAC. SBC ist der Basis-Codec, AAC ist besonders im iOS-Umfeld verbreitet und LDAC ist laut Anleitung vor allem für kompatible Android-Geräte relevant. Damit decken sie die typischen Einsatzszenarien gut ab, wobei der praktische Nutzen von LDAC von Smartphone-Unterstützung und euren Prioritäten abhängt. Wichtig bleibt auch, dass LDAC die Akkulaufzeit deutlich reduziert.

Sind die EarFun Clip 2 für Gaming und Videos mit niedriger Latenz geeignet?

Sie bieten einen Game Mode, der in der EarFun Audio App aktiviert wird und die Latenz reduzieren soll. Damit können Videos und Spiele subjektiv synchroner wirken als im Standardmodus. Trotzdem bleibt Bluetooth in der Regel verzögerter als kabelgebundene Headsets, was besonders bei kompetitiven Spielen auffällt. Für gelegentliches Gaming ist der Modus eine praktische Option, für E-Sport-Niveau sind spezialisierte Lösungen oft die bessere Wahl.

Was ist im Lieferumfang der EarFun Clip 2 enthalten?

Im Lieferumfang sind die EarFun Clip 2 Open-Ear-Kopfhörer, die Ladehülle, ein Kabel und eine Bedienungsanleitung enthalten. Austauschbare Silikonaufsätze gibt es nicht, weil es kein In-Ear-Design ist, das mit verschiedenen Tips arbeitet. Insgesamt ist das Zubehör bewusst minimalistisch gehalten und konzentriert sich auf das, was für Betrieb und Laden nötig ist. Wer viele Extras erwartet, bekommt hier eher ein funktionales Basisset.

Wie unterscheiden sich EarFun Clip 2 und EarFun Clip?

Die EarFun Clip 2 sind als neuere Version stärker auf KI-Übersetzung und Kommunikationsfunktionen positioniert. Sie werden zudem mit 12‑mm‑Titan beziehungsweise Dual-Magnetic Titanium-Composite Treibern beworben und erreichen laut Handbuch bis zu vierzig Stunden Gesamtlaufzeit mit Case, wenn LDAC aus ist. Beide Modelle setzen auf Open-Ear-Clip-Komfort, App-Funktionen und LDAC. Der Schwerpunkt der Clip 2 wirkt klarer in Richtung Übersetzung und modernes Feature-Set.

Vorstellung der Marke EarFun

EarFun wird laut Herstellerdarstellung im Jahr 2018 von Industriedesignern, Akustikingenieur:innen und Musikenthusiast:innen gegründet und positioniert sich mit dem Leitmotiv „Better Sound. Better Life“. Im Portfolio stehen True-Wireless-Earbuds, Open-Ear-Modelle, ANC-In-Ears, Over-Ears, Lautsprecher und Zubehör. Die Strategie ist deutlich: relativ viel Ausstattung wie LDAC, Hi-Res, App-EQ, Multipoint oder Game Mode zu moderaten Preisen.

Im Marktumfeld ist das attraktiv, weil ihr häufig Features bekommt, die sonst erst in höheren Preisstufen auftauchen. Gleichzeitig lohnt es sich, Support- und Garantiebedingungen sauber zu prüfen, weil Serviceprozesse bei internationalen Marken je nach Händler und Kanal unterschiedlich wahrgenommen werden können. EarFun nennt eine Garantie von achtzehn Monaten für qualitätsbezogene Defekte bei direkt verkauften Produkten, und in der Anleitung der Clip 2 wird zusätzlich eine sechsmonatige Garantieverlängerung nach Registrierung erwähnt, wodurch insgesamt vierundzwanzig Monate möglich sind.

Fazit

Die EarFun Clip 2 sind eine stimmige Wahl für alle, die offene Kopfhörer mit hohem Alltagsnutzen suchen, also mit Umgebungswahrnehmung, druckfreiem Tragegefühl und klarer Bedienung per Taste. Besonders gut passen sie zu Nutzer:innen, die zwischen Smartphone und Laptop wechseln und Multipoint sowie App-Funktionen wie EQ, Game Mode und optional LDAC sinnvoll einsetzen möchten. Wer iOS nutzt, bekommt ein rundes Gesamtpaket auch ohne LDAC, während Android-Nutzer:innen zusätzlich mit LDAC experimentieren können. Ideal sind die Clip 2 für Alltag, Bewegung und Situationen, in denen ihr bewusst „mit einem Ohr“ in der Umgebung bleiben wollt.

EarFun Clip 2 kaufen: Angebot prüfen und aktuelle Verfügbarkeit bei Amazon ansehen

Zu unserer Redaktion